Coneheads, Die

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Bei dem als Sciencefiction-Komödie lancierten amerikanischen Streifen „Coneheads“ allerdings vergeht einem selbst dieses Trotzdem. Mir jedenfalls. Was sich Dan Aykroyd („Blues Brothers“, 1980), der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, bei diesem ... Bericht lesen





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die, vom Planeten Remulak kommend, auf der Erde
gestrandet sind, natürlich wieder nach Hause
wollen, sich in der Zwischenzeit aber an die
irdischen Gegebenheiten anpassen müssen.  Nach
anfänglichen Schwierigkeiten klappt das ganz
wunderbar. Die Coneheads haben ein Häuschen im
Vorort, ihre Tochter geht zur Schule und Beldar
arbeitet. Dabei kommt ihm (und nicht zuletzt
seinem jeweiligen Arbeitgeber) zugute, dass er nie
schlafen muss. Niemand scheint an ihren seltsam
geformten Köpfen Anstoß zu nehmen. Sie sind bei
den Nachbarn wohlgelitten und der Nachbarjunge
Ronnie (Chris Farley, L.A. Story, Wayne's World)
verliebt sich in Connie Conehead (Michelle Burke),
da er eine fetischistische Neigung zu hohen
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schließlich kehren die Coneheads zu ihrem
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wunderbare Komödie, die mit Gags gespickt ist, vor
allem nach ihrer Rückkehr. Viele Schauspieler der
Saturday Night Live-Show tragen teils in
Nebenrollen, teils als Cameos, zur komödiantischen
Unterstützung bei. Kleiner Nachteil der DVD: Außer
dem Kinotrailer gibt es keine Extras. Dabei wären
einige der Spezialeffekte doch genaueres
Betrachten wert. --Ursula Steingaß
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Hohlköpfe
Erfahrungsbericht von Posdole über Coneheads, Die
18.09.2003


Produktbewertung des Autors:   

Humor wenig humorvoll 
Spannung ohne Spannung 
Anspruch Anspruch - was ist das? 
Action: geht so 
Romantik: wenig 

Pro: Nichts
Kontra: Sciencefiction - Komödie, die keine ist

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht


Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Bei dem als Sciencefiction-Komödie lancierten amerikanischen Streifen „Coneheads“ allerdings vergeht einem selbst dieses Trotzdem. Mir jedenfalls. Was sich Dan Aykroyd („Blues Brothers“, 1980), der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, bei diesem 88 Minuten währenden Nichts gedacht haben mag, entzieht sich meiner Kenntnis. Die beiden Hauptfiguren – Außerirdische mit Kegelköpfen von einem Planeten namens Remulak – stammen aus einer Ende der 70er Jahre gedrehten Sketch-Serie namens „Saturday Night Live“ und zeichneten sich eigentlich nur dadurch aus, dass sie ganz lustig aussahen. 1993 musste daraus offensichtlich unbedingt ein Film produziert werden, der dieses „Ganz-Lustig-Aussehen“ – like a chewing gum – auf satte eineinhalb Stunden ausdehnte.

Aykroyd als Beldar Conehead muss mit seiner Frau Prymatt (Jane Curtin) im East River in New York bruchlanden. Da ihr Raumschiff den Geist aufgegeben hat, müssen sie, statt – wie üblich für ihre Spezies – die Erde zu erobern, ebenda Zuflucht suchen, sich also den Lebensbedingungen der Erdlinge anpassen. An Anpassungsfähigkeit mangelt es den Coneheads nicht. Schnell findet Beldar eine Arbeit und erweist sich als zuverlässig und schnell. Sein Boss besorgt ihm über einen Bekannten (Adam Sandler in einer Nebenrolle) eine Green Card und falsche Papiere. Allerdings sind die beiden Mitarbeiter des „Immigration and Naturalization Service“, der Einwanderungsbehörde, Seedling und Turnbull (Michael McKean, David Spade) auf die beiden illegalen „Ausländer“ aufmerksam geworden. Mit falschen Papieren und Namen tauchen die beiden Außerirdischen unter und dann wieder auf als zwar etwas anders aussehende, aber dennoch schnell integrierte gute Nachbarn. Sie beschreiten den üblichen american way of life (oder das, was man dafür hält), Prymatt gebärt eine Tochter namens Connie (Michelle Burke), man freundet sich mit den Nachbarn namens Farber an (Jason Alexander, Lisa Jane Persky) und die Jahre vergehen. Connie mausert sich zu einem hübschen Teenager, verliebt sich in den dicken Automechaniker Ronnie (Chris Farley) – bis Seedling und Turnbull – angetrieben durch einen Senator (Kevin Nealon) – wieder auf sie angesetzt werden.

And so on.

Wahrscheinlich dachten Regisseur Barron und seine beiden Drehbuchautoren, sie könnten aus der Diskrepanz zwischen menschlicher und außerirdischer Mentalität und den Anpassungsleistungen der Coneheads Komik erzeugen. Das ging jedenfalls schief. Es ist nicht nur nicht besonders lustig, sondern überhaupt nicht komisch, wenn die Coneheads Klopapier essen, sich selbst als Staubsauger benutzen (Prymatt hat den Schlauch des Saugers im Mund), beim Zahnarzt den Mund so ausdehnen können, dass sich jeder Zahnarzt freuen würde, weil er keine Probleme hätte, an jeden Zahn heranzukommen, Fast Food in Sekundenschnelle vertilgen – und so weiter. Ebensowenig komisch ist es, wenn bei der Geburt Connies sich ein Schwall von Flüssigkeit im Kreißsaal ergießt oder wenn Beldar den Rasenmäher seines Nachbarn Farber dadurch repariert, dass er die Zündkerze im Mund reinigt. Und dass Eltern bei den Coneheads „Elterneinheiten“ heißen, ist auch nicht gerade der letzte Schrei an Wortwitz. 88 Minuten, umrahmt von einer Geschichte, die keine ist, weil Davis und Aykroyd letztlich nichts anderes „erzählen“ als Alltägliches einer amerikanischen Durchschnittsfamilie, die ab und an von der Ausländerpolizei bedrängt wird, 88 Minuten gefüllt mit derlei „Komischem“ stellten meine Geduld auf eine schwere Probe. Ich bin gerne albern, scherze gerne, mache mit anderen gerne Faxen. Aber würde das ausreichen, um einen Film zu drehen? Sicherlich nicht.

Auch das gegen Ende des Films auf Remulak auftauchende Monster, gegen das Beldar kämpft, kann dem Film kaum noch irgendeinen Pfiff verleihen. Dass dem Anführer der Außerirdischen auf Remulak in der deutschen Synchronisation eine Ex-Kanzler Kohl angenäherte Stimme verliehen wurde, wirkt hier nur dummdreist. Die menschlichen Charaktere sind einfach keine. Chris Farley als Ronnie etwa ist nur peinlich dämlich. Selten dämlich. Die Liebesgeschichte zwischen ihm und Connie stammt aus der untersten Schublade der Klamottenkiste, die beiden Beamten der INS quälen sich durch ihre vom Drehbuch vorgeschriebene „Lustigkeit“, und dass am Ende die Coneheads wieder auf die Erde zurückkehren wollen, liegt in der Logik eines simplen Plots, die keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken kann.

Ein mieser Abend mit einem miesen Film. God damned!

Wertung: 1 von 10 Punkten.

Die Coneheads
(Coneheads)
USA 1993, 88 Minuten
Regie: Steve Baron

Drehbuch: Tom Davis, Dan Aykroyd
Musik: Flea u.a.
Director of Photography: Francis Kenny
Schnitt: Paul Trejo
Produktionsdesign: Gregg Fonseca
Hauptdarsteller: Dan Aykroyd (Beldar Conehead / Donald R. DeCicco), Jane Curtin (Prymatt Conehead / Mary Margret DeCicco), Michelle Burke (Connie Conehead), Michael McKean (Gorman Seedling, INS-Beamter), Jason Alexander (Larry Farber), Lisa Jane Persky (Lisa Farber), Sinbad (Otto), Chris Farley (Ronnie), Adam Sandler (Carmine), Kevin Nealon (Senator), David Spade (Eli Turnbull, INS-Beamter), Phil Hartman (Marlax)

Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/tt0106598

Weitere Filmkritik(en):
„Chicago Sun-Times“ (Roger Ebert) (1,5 von 4 Punkten):
http://www.suntimes.com/ebert/ebert_reviews/1993/07/869164.html

„Movie Reviews“ (James Berardinelli) (1,5 von 4 Punkten):
http://movie-reviews.colossus.net/movies/c/coneheads.html

© Ulrich Behrens 2003 für
www.ciao.com
www.yopi.de
www.dooyoo.de

   
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