Liebe Leserinnen und Leser,
wie einige sicherlich schon mitbekommen haben, bin ich ein uneingeschränkter Anhänger der Meeresschutzorganisation „Sea Shepherd Conservation Society“. Uneingeschränkt deshalb, weil ich bereits schon 2x an Bord war und mich nicht nur als ehemaliges Crewmitglied bezeichnen darf, sondern mich mit meiner vollen Überzeugung hinter die Aktionen dieser Organisation stelle!
Am 01.10.11 gab es nun im Rahmen der Hamburger Filmfestspiele eine Dokumentation über den Gründer Paul Watson und seiner Crew mit dem Namen „CONFESSIONS OF AN ECO-TERRORIST“ und ich möchte Euch heute darüber berichten.
FILMINFORMATIONEN:
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NAME: CONFESSIONS OF AN ECO-TERRORIST
GENRE: Dokumentarfilm
PRODUKTIONSLAND: USA
PRODUKTIONSJAHR: 2010
SPIELZEIT: 87 Minuten
SPRACHE: Englisch (mit deutschen Untertiteln)
Offizieller Kinostart: 10. November 2011
FILMCREW:
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Regie: Peter Brown
Drehbuch: Tim Huntley
Kamera: Daniel Fernandez, Tim Gorski, James Joyner, Jonathan David Kane, Rip Odebralski
Schnitt: Chris Hume, Tim Huntley
Musik: Drew Schnurr
ÜBER DEN PRODUZENTEN:
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Peter Jay Brown (Bj. 1952) ist seit 30 Jahren ein aktives Mitglied bei Paul Watson und der Sea Shepherd Conservation Society. Genauso lange arbeitet er auch schon als Filmemacher für verschiedene internationale Fernsehsender und mit seiner langjährigen Erfahrung ist Peter nicht nur ein erfahrener Dokumentarfilmer und Seemann, sondern auch zusätzlich Rektor der renommierten "Whale Wars" TV-Show von Animal Planet. Er hat sogar eine eigene Meeresschutz-Organisation mit dem Namen „Blue Seals“ und nennt sie die Air Force der Ozeane zur Bekämpfung von Umweltstraftaten.
FILMBESCHREIBUNG:
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CONFESSIONS OF AN ECO-TERRORIST ist die wahre und kompromisslose Geschichte der Sea Shepherd Conservation Society (SSCS) und ihrer seit 30 Jahren durchgeführten Kampagnen, welche schließlich zur Hitshow „Whale Wars“ geführt haben. Es handelt sich um einen Dokumentarfilm, der die wahre Odyssee des meistgesuchten Meeresschützers Captain Paul Watson zeigt. Es wird unveröffentlichtes Filmmaterial aus der Geschichte Sea Shepherds mit ihren abtrünnigen Umweltschützern und Guerilla-Taktiken gezeigt.
DER FILMINHALT:
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Am 01.10.2011 (21:15 Uhr | Passage, Kino1) war nun endlich die von Anhängern und Unterstützern lang ersehnte Deutschlandpremiere. Der Vorführraum war komplett ausverkauft, denn nicht nur Paul Watson, sondern auch der Produzent Peter Brown waren, wie angekündigt bei der Ausstrahlung anwesend.
Der Film beginnt mit den Anfängen, als Watson wegen seiner leidenschaftlichen Kompromisslosigkeit seine selber gegründete Organisation Greenpeace verlässt und weit ab von jeder Bürokratie die nächste Meeresschutzorganisation Sea Shepherd gründet. Er schreibt sich den Kampf gegen die illegale Ausbeutung der Meere auf die Fahnen und beginnt einen Beispiellosen Weg, mit spektakulären Maßnahmen um die Meeresbewohner vor ihren Mördern zu schützen und die geltenden Gesetze in die eigene Hand zu nehmen.
Bei ihrem Kampf gegen Plünderung und Zerstörung der Meere und seiner Bewohner, riskieren Watson und seine Crew immer aufs Neue ihre Freiheit und sogar ihr Leben.
Immer wieder findet er Freiwillige, die ihn bei seinen Aktionen begleiten und es werden Aufnahmen von ihren Maßnahmen gegen Robbenschlächter, Walfängern oder Treibnetzfischern gezeigt. Entweder werden die Mörder bei ihren Taten gefilmt, oder deren Schiffe durch rammen unbrauchbar gemacht. Die Bemühungen jedes einzelnen Menschen an Bord hat die Geschichte dieses Filmes zu einer einzigartigen und bahnbrechenden Dokumentation gemacht.
MEINE MEINUNG:
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Da ich nun schon seit 1994 Mitglied bei Sea Shepherd bin, waren viele der Aufnahmen nicht gerade neu für mich, aber Peter Brown hat es geschafft eine 30 jährige Vereinsgeschichte nicht nur mit erhobenem Zeigefinger zu verpacken, sondern seinen ganz eigenen Humor dort zu verewigen und auch mir noch einige Neuigkeiten zu vermitteln.
Es gibt kein einziges Interview mit Paul Watson und auch keinen Lebenslauf, trotzdem schafft es Brown ganz nebenbei die beiden langjährigen Lebensgefährtinnen von Watson vorzustellen.
Der Film zeigt uns einen ehrlichen Blick hinter die Kulissen der spektakulärsten Umweltschutzkampagnen, die jemals stattfanden. Außerdem vermittelt er uns einen Einblick in das Reich der Meere, aber auch das brutale Abschlachten ihrer hilflosen Bewohner!
Watson selber sagte darüber: „Es wurden schon viele Filme über Sea Shepherd gedreht, aber keiner ist so lustig und aufschlussreich wie CONFESSIONS OF AN ECO-TERRORIST, welcher über drei Jahrzehnte gedreht wurde. Peter Brown ist ein Sea Shepherd-Insider und beherrscht die Kunst des Aikido mit seiner Kamera, indem er negative Anschuldigungen in ein positives Bekenntnis eines einflussreichen Aktivismus verwandelt.“
Von der Qualität her, ob nun Bild oder Ton, ist weiter nichts Auffälliges zu berichten. Auch wenn gerade die älteren Aufnahmen ganz bestimmt überarbeitet werden mussten, so ist alles gut zu erkennen und der Ton sehr verständlich.
Besonders gut finde ich aber, dass die Stimme von Peter Brown nicht synchronisiert wurde, sondern der ganze Film mit deutschen Untertiteln begleitet wird!
Auch die Kritiker von Watson sollten sich diese Dokumentation vielleicht einmal anschauen, um sich ein genaueres Bild über die Vorgehensweisen und das Erreichte verschaffen zu können. Manchmal sind eben einfach radikale Maßnahmen nötig um das Bewusstsein zu schärfen und um Probleme zu lösen oder Veränderungen zu bewirken!
Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne und eine Empfehlung sich den Film ab 10.11.11 in den deutschen Kinos anzuschauen!
Weitere Informationen zu Confessions of an Eco-Terrorist findest du auf:
http://www.confessionsfilm.com
Weitere Informationen zur Sea Shepherd Conservation Society findest du auf:
http://de.seashepherd.org
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
Der Bericht erscheint auch auf anderen Plattformen...
23.04.2012 12:03
BH und LG
14.03.2012 11:54
Ich kannte die Organisation bisher nicht, ein sehr informativer und sinnvoller Bericht von dir dazu! BH und LG SKFJessica
22.11.2011 19:00
Komisch, dass er eine neue Organisation gegründet hat und nicht versucht hat, Greenpeace zu reformieren. Schade, dass es selbst in solchen nützlichen Organisationen immer wieder Querelen gibt. lg