Cooler Master RC-690 - Der Gigant
04.07.2009
Pro:
+ Schnellverschlüsse + Einbaurahmen für Festplatten + Lüftereinbaumöglichkieten + Viel Platz
Kontra:
- Staubdurchlässige Gitter - Lauter als andere Gehäuse - Schlechte Spaltmaße
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Erweiterbarkeit:
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 Bladway
Über sich:
Mitglied seit:19.05.2008
Erfahrungsberichte:10
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 75 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Einleitung Wenn man in einem Computergeschäft steht und sich gerade die neusten PC anschaut, wird einem ziemlich schnell auffallen, dass die neueren Geräte im Gegensatz zu den danebenstehenden Alten viel besser beziehungsweiße stylischer Aussehen. Das mag damit zu tun haben, dass sie um ihrer Käufer werben: " Hey Hallo! Ich seh gut aus, also bin ich schnell!". Man muss sich aber nicht zwischen dem Gut-aussehen und der Geschwindigkeit entscheiden: Man kann auch getrost sich eine alte weiße Kiste kaufen und dessen Innereien in ein neues Gehäuse bauen. Viele Leute bauen inzwischen ihre Computer in andere Gehäuse um, sei es weil ihnen die Alten zu schlecht aussehen oder weil ein anderes Gehäuse eine bessere Kühlung für die Komponenten bietet. Es gibt Leute die machen sogar so eine Art Sport draus, wer das schönste Gehäuse hat, Stichwort Casemodding. Ich selbst habe meinen PC schon zweimal ein neues Gehäuse verpasst, beide haben mir eine bessere Kühlung geboten als die alte Klapperkiste eines namenhaften Computerherstellers, die noch dazu relativ beschieden aussah. Über meine momentane Hülle meines PC, dem Cooler Master RC-690, will ich ein kurzes Urteil abgeben, damit man auf der Suche im Gehäuse-Dschungel nicht ganz verloren geht. Lieferumfang , Anleitung und Qualität (4/5 Sternen) Als ich das Gehäuse geliefert bekam, musste ich erstmal ganz schön am Karton schleppen, zum Glück waren da kleine Laschen, sonst hätte ich mir wirklich noch was getan. Im diesem Karton befindet sich dann das Gehäuse in Styropor eingepackt und ein kleiner Karton mit der Kurzanleitung, Mainboardabstandhaltern (Verwenden!, sonst Kurzschluss möglich) und eine 3,5" Blende für ein Diskettenlaufwerk vorne. Mitgeliefert sind im Inneren des Gehäuses dann noch 2 Lüfter (120mm), Antivibrationshalter für Festplatten, 2 Staubfilter, welche sich ganz nützlich erweisen und ein riesiges Arsenal an allen möglichen Schrauben, eingeschraubt in eine Palette im Rahmen. Zu der Kurzanleitung braucht man nicht viel sagen, denn so viel muss man jetzt nicht verstehen beim Einbau, außerdem gibt es viele einschlägige Einbauanleitungen und Tipps im Internet. Es ist lediglich ganz hilfreich zu wissen, dass man die Plastiknobben wegdrücken muss, wenn man die Front oder den Deckel aufmachen will. Wenn man dann sich seine neue Errungenschaft anschaut, dann wird einem gleich auffallen, dass die Spaltmaße wohl von einem Besoffenen angefertigt sein müssen. So haben die beiden Silberpanelen einen Abstand von fast 1mm.Das fällt von der Distanz nicht auf, stört aber im Detail. Um sich es ein Bild davon machen zu können, was ich meine, hab ich ein kleines Foto davon angehängt. Der Rest des Gehäuses macht gegen diesen kleinen Schönheitsfehler einen Relativ hochwertigen Eindruck, das Meshgitter ist schön und passgenau eingefügt, der Lack an den Seiten deckend aufgetragen und man findet nicht wirklich scharfe Kanten im Inneren. Gewünscht hätte ich mir noch, dass das Metall im Innern auch noch lackiert ist, aber das kann man nicht wirklich bei dem Preis verlangen, außerdem schaut ja auch keiner ins Gehäuse =D.
Technische Daten (5/5 Sterne) Wie viel Platz das Gehäuse für Laufwerke, Festplatten, Lüfter, Steckkarten und das Mainboard bietet zeigen uns die technischen Details vom Hersteller: • Farbe: schwarz mit silber • Abmessungen (L x H x B in mm): 213 x 482 x 524.5 • Gewicht: 9,8kg • Material: Alu (Mesh) und Plastik • Motherboardkompatibilität: ATX und µATX • Anzahl 5,25" Slots (extern): 5 (ohne 3,5" Adapterblende) (Mit Schnellverschlüssen) • Anzahl 3,5" Slots (extern): 1 per Adapterblende • Anzahl 3,5" Slots (intern): 5 • I/O Panel: 2x USB 2.0, IEEE 1394 (FireWire), Mikrofon und Kopfhörer (HD Audio Support), eSATA • Anzahl PCI Steckkartenplätze: 7 (mit Schnellverschlüssen) • Netzteil: Standard ATX PS2/ EPS 12V • Front: 120mm Blue LED Lüfter (im Lieferumfang enthalten), 1200rpm, 21dBA • Heck: 120mm Standard Lüfter (im Lieferumfang enthalten), 1200rpm, 21dBA • Deckel: 2x 120mm oder 140mm Lüfter • Boden: 120mm Lüfter • Linkes Seitenteil: 2x 120mm oder 140mm Lüfter (davon ein 120mm im Lieferumfang) • Rechtes Seitenteil: 80mm auf Höhe des CPUs • 3x Adapter Molex auf 3PIN • Kabelbinder
Man sieht also, das Ding ist ein ganz schöner Brummer, bietet aber auch dementsprechend Platz. Selbst TripelSLI und eine ultralange Grafikkarte stellen kein Problem dar. Erfahrungen und Features (4/5 Sternen) Für den Einbau in das Gehäuse sollte man sich normalerweise schon ein bisschen Zeit lassen um die Kabel zu verlegen. Glücklicherweise hat Cooler Master hier mitgedacht und einen entsprechende Kabelführungsschiene in das Gehäuse gelegt, welche unnötiges Kabelwirrwar oder stundenlanges Kabelverlegen vermeidet. Auch befindet sich ein kleiner durchlass unter dem Mainboard um auf der Rückseite die Kabel unsichtbar führen zu können. Ein echter Vorteil! Auch die Antivibrationsrahmen für die Festplatten beschleunigen den Einbau. Man zieht einen Solchen Rahmen raus, spannt die Festplatte ein und schieb es wieder in die Schiene ins Gehäuse rein, das ist nicht nur schnell, sondern vermindert in der Praxis wirklich die Vibrationen des Gehäuses, welches eh durch seine Gummiefüße nicht an solchen Problemen leidet. Steckplatzkarten, wie die Grafikarten lassen sich einfach und schnell mit dem Schnellverschluss einbauen, genauso wie die Laufwerke, was noch dazu bombenfest hält. Das meiste vom Einbau geht also Schraubenlos und ohne große Mühen von der Hand. Lediglich das Netzteil muss von hinten festgeschraubt werden, welches verblüffender Weiße, statt wie bei den meisten Gehäuse am Deckel, am Boden liegt und mit Vibrationsdämpfern abgeschirmt ist. Dazu kommt, dadurch, dass das Netzteil seine eigenen Luftlöcher hat, wenn man es falschrum einbaut, bringt es keine Wärme in das Gehäuse. Eine echte Innovation wie ich finde! Insgesamt ist das Gehäuse gut gegen die Abwärme gerüstet, denn mit mehr als Fünf einbaubaren 140mm Lüftern kann man im Inneren einen ganz schönen Zug erreichen. Man muss nur aufpassen, das alle Lüfter richtig gerichtet sind, dass sich der Luftstrom nicht aufhebt, welcher bedauerlicher Weiße aber durch das viele offene Gitter etwas abgebremst und gestreut wird. Das Meshgitter bringt auch noch einen weiteren Nachteil: Der Schall dringt leichter nach außen durch, der PC wirkt also insgesamt lauter, wie einer der abgeschlossen ist. Auch ist das Gitter ein exzellenter Staubfänger, so bilden sich an den Stellen, an denen die Lüfter Luft einziehen ständig richtige Staubhaufen und das Gehäuse verdreckt innen schneller. Ansonsten kann man aber im Praxisbetrieb rund um zufrieden sein mit dem Gehäuse.
Fazit Schlussendlich bleibt mir nichts anderes als dem Gehäuse eine volle Kaufempfehlung auszusprechen. Für seine Preisklasse bietet es erstaunlich viel Innovatives, seien es die Schnellverschlüsse, die besondere Anbringung des Netzteils oder die Antivibrationsrahmen der Festplatten. Leider hat das Gehäuse kleinere Qualitätsmängel und ist ein richtiger Staubmagnet. Mal davon abgesehen gefällt mir aber das Gehäuse sehr gut und ich werde es jetzt erstmal für längere Zeit die Hülle für meine wertvolle Hardware sein. Ich hab sogar vor kurzem erst ein paar Dämmmatten eingebaut und jetzt stört das durchlässige Meshgitter auch nicht mehr. Mit ein wenig Bastelarbeit lässt sich das Gehäuse also nahe an die Perfektion bringen. (4Sterne+4Sterne+5Stern):3=4,33 Gesamtwertung 4 Sterne
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27.12.2011 17:19
ich mag aber nicht basteln ... :-( lg detlef
15.09.2010 06:36
Guter Bericht! Freue mich über Gegenleseungen. Liebe Grüße
09.07.2009 09:13
sehr schöne exakte Beschreibung. LG Cara-Kyra