Dieser Erfahrungsbericht wurde von 10 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Inhalt: Die 21-jährige Violet Sanford hat eine umwerfende Stimme und sie hat sich in den Kopf gesetzt, in New York ihren Traum zu verwirklichen und Songwriterin zu werden. Doch diesen Plan muss sie zunächst einmal auf Eis legen. Nachdem Sie reihenweise bei den Plattenfirmen bereits am Empfang abgewiesen wird, muss sie leider feststellen, wie hart der Einstieg ins Musikbusiness ist. Um sich im Big Apple über Wasser zu halten braucht Violet dringend einen Job. Die toughe Bar-Besitzerin Lil gibt Violet eine Chance an der Bar des "Coyote Ugly", dem "hottest spot in town". Dort heizen die sexy Barkeeperinnen ihrem Publikum mit coolen Sprüchen und wilden Showeinlagen so richtig ein. Dass Violet aber ihren Traum Songwriterin zu werden nicht aus den Augen verliert, dafür sorgt vor allem der smarte Kevin...
Fazit: Es ist verzeihlich, bei ausbleibenden Ideen und fehlender Kreativität, alte Konzepte aufzugreifen. Doch dann sollte zumindest ein Funken Orginalität entfacht werden. Coyote Ugly schafft es, selbst das Mindestgebot der Unterhaltsamkeit zu unterhöhlen. Schuld daran ist vor allem das völlig banale Drehbuch: Eine junge unschuldige Schönheit aus der Provinz kommt in die Großstadt, um dort ihr Glück als Musikerin zu versuchen, etc... Eine so schnöde Filmgrundlage ist schier unerträglich, wenn zudem die Personen jegliche Charaktertiefe vermissen lassen und ein Handlungsschauplatz stereotyper als der andere ist. Der Regisseur David McNally hat es jedoch tatsächlich geschafft, in kongenialer Blödheit dieses unbrauchbare Drehbuch in bewegte Bilder umzusetzen. In einer schieren Endlosschleife sieht man babypuppenhafte Hochglanzfrauen ihren erotischen Ausverkauf zelebrieren. Ist die Welt vielleicht doch ein Laufsteg? Das zumindest scheint uns der Regisseur weismachen zu wollen. Oder will er von der fehlenden Handlung des Films ablenken? Dies ist ihm "leider" nicht gelungen und man ist als Zuschauer den ermüdenden Szenen von Coyote Ugly voll ausgesetzt. Die kitschigen Musik-, Liebes- und Lebensversuche der kleinen Heldin sind geradezu unerträglich. Alles in allem ist Coyote Ugly eine wahre Zelebration des Stumpfsinns, ein Sinnbild des zur glänzenden Oberfläche erstarrten (Hollywood-) Kinos, in dem jede Suche nach Inhalt vergeblich ist. Coyote Ugly ist der Inbegriff eines flachen Films.
bisher hatte ich eigentlich nur gute Sachen über diesen Film gehört...ich werde ihn mir trotz deiner Kritik anschauen, ist nicht böse gemeint, aber ich hoffe du hattest unrecht....also man liest sich, gruss nkrs5
08.09.2000 01:49
bisher hatte ich eigentlich nur gute Sachen über diesen Film gehört...ich werde ihn mir trotz deiner Kritik anschauen, ist nicht böse gemeint, aber ich hoffe du hattest unrecht....also man liest sich, gruss nkrs5