Cradle of Fear
04.11.2007 (01.11.2007)
Pro:
Schön Blutig, Dani Filth, mehrere Geschichten, insgesamt wirkt der Film ganz gut .
Kontra:
Der Film ist zu lang, die Schauspieler sind nicht gut und die Optik ist miserabel .
Empfehlenswert:
Ja
 Lady-Alexa
Über sich:
Mal da.. mal nicht.
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D A T E N Originaltitel: Cradle of Fear Produktionsland: England Produktionsjahr: 2001 Originalsprache: Englisch Regie: Alex Chandon FSK: Keine Jugendfreigabe
Laufzeit: ca. 120 Minuten H A N D L U N G
Die Freundinnen Mel und Nikki sind nachts unterwegs. In einer Disco reißt Mel einen attraktiven Mann auf. Doch die Bekanntschaft wird ihr zum Verhängnis. Am nächsten Tag kann sie sich an die Nacht kaum erinnern, aber ab diesem Moment sieht sie seltsame Monster und als sie bei Nikki übernachtet bemerkt sie, dass der Typ ihr ein Geschenk dagelassen hat ... Emma und Sophie brechen in ein Haus ein, um ihn zu bestehlen. Doch der Mann ist zu Hause und die Mädchen ermorden den alten Mann. Doch die Freundschaft der Mädels ist nicht so stark, wie sie dachten, und Sophie misstraut Emma immer mehr. Sophie tötet Emma und macht sich mit der Beute aus dem Staub. Doch zu Hause bekommt sie schon bald überraschenden Besuch ...
Nick und seine Frau rasen durch die Stadt. Dabei überfährt Nick einen Mann, sorgt sich aber nur um sein Auto. Später haben die beiden Probleme beim Sex, weil Nick ein Bein verloren hat und ihm das sehr zusetzt. Doch Nick kommt auf eine haarsträubende Idee und ermordet einen alten Freund - um sein Bein zu stehlen. Mit dem neuen Bein läuft zunächst alles gut, bis dieses sich selbstständig macht ... Richard ist Journalist. Bei einer Nachforschung stößt er auf eine Internetseite, "Sick Romm", wo man gegen Geld Leute live foltern und ermorden kann. Richard ist begeistert und verfällt schnell der Side. Als diese plötzlich aus dem Netz verschwindet, bricht seine Welt zusammen. Er macht sich auf die Suche nach dem Seitenbetreiber, und findet ihn schließlich auch. Doch als er dort auftaucht, läuft alles ganz anders, als Richard sich das vorgestellt hat ...
Der Serienkiller Kemper sitzt in einer Irrenanstalt. Doch in der Stadt geschehen seltsame Morde, und "The Man" scheint irgendwie mit Kemper verbunden zu sein. Die 4 Morde scheinen alle mit ihm in Verbindung zu stehen, und Inspektor Neilson hat nur noch ein Ziel: Er will zu Kemper, und ihn töten. Doch "The Man" wird nicht stillschweigend zusehen ... D A R S T E L L E R L I S T E
Dani Filth … "The Man" David EcEwen … Kemper Edmund Dehn … Detective Neilson Emily Booth … Melissa Eileen Daly … Natalie Rebecca Eden … Sophie Melissa Forti … Nikki Lauie Brownsell … Nick Emma Rice … Emma Stuart Laing … Richard Neilson Barry Lee-Thomas … Chief Inspector Roper
M U S I K
Der Titel lässt wohl den ein oder anderen Aufhorchen, weil eine gewisse Ähnlichkeit zu einem ganz bestimmten Bandnahmen besteht. Für alle, die sich da nicht so gut auskennen, sei es nun auch extra gesagt: Die Band Cradle of Filth hat die Filmmusik gemacht, und der Sänger Dani Filth spielt im Film die Rolle "The Man". Wer mit dem Bandnamen absolut nichts anfangen kann, der kann auf Youtube diverse Musikvideos der Band anschauen, und diese Bildungslücke schließen.
F I L M K R I T I K
Was an dem Film zunächst einmal auffällt, ist die Optik, die vor allem einmal sehr billig wirkt, und zum anderen stark an diverse Free-TV-Pornos erinnert, die so gerne des Nachts auf einigen Sendern gezeigt werden. Nun, von dem Bild sollte man sich aber nicht allzu sehr beeindrucken lassen, denn von der Qualität einmal abgesehen, hat der Streifen doch einiges zu bieten. Zunächst einmal finde ich den Inhalt gar nicht so schlecht, auch wenn man das natürlich nur in Relation zu anderen Genrefilmen sagen kann. Es gibt gleich 4 Storys, die nacheinander gezeigt werden, verbunden von einer kleinen Rahmenhandlung, die am Ende noch zu einer kleinen 5. Story ausgebaut wird. Somit haben wir einige Geschichten, was doch für einige Abwechslung sorgt, und da die einzelnen Episoden verschieden sind hat man das Gefühl, einige Kurzfilme hintereinander zu sehen - auch wenn sie dann doch in Zusammenhang gebracht werden. Das ist schon einmal überaus positiv zu bemerken, und wenn man bedenkt, was man in dem Genre ansonsten so an Handlungen vorgesetzt bekommen kann, wirkt die Geschichte gleich noch um einiges besser. Die recht gelungene Handlung ist aber nur ein verhältnismäßig kleiner positiver Aspekt im Vergleich zum dem, was den Film eigentlich ausmacht. Und das ist (wer hätte das gedacht?) Blut wohin man auch schaut. Blut gibt es reichlich, dabei sind die Effekte zum Großteil recht gut, oder zumindest brauchbar, und einige richtig gute Splattereinlagen machen das Ansehen zu einem wahren Vergnügen. Amputierte Körperteile zwischendurch, etliche Hiebe auf diverse Köpfe überstreut mit dem ein oder anderen Gemetzel sorgen für reichlich Unterhaltung, sofern man damit etwas anfangen kann. Dazu kommt noch, dass einige der Storys atmosphärisch ganz gut geraten sind, vor allem die 4. finde ich gut gelungen, überaus bedrückend und intensiv, was noch einmal für richtig Antrieb vor dem Finale sorgt. Unterstrichen wird das Ganze noch von einer recht gelungenen Musik, auch wenn zum Teil die musikalische Untermalung arg aus dem Rahmen fällt, einige Szenen sind unterlegt (passend zur Optik), mit dem typischen Pornogedudel, unmelodisch, reizlos und langweilig, aber wenigstens ist das nur in den entsprechenden Szenen so (soll heißen, wenn gerade jemand nackt ist).
Die Schauspieler sind leider ziemlich schlecht, zum Großteil einfach viel zu überzogen und denkbar unglaubwürdig. Aber sie erfüllen ihren Zweck und bluten aus allen erdenklichen Körperöffnungen (alte + neue), und zum Glück braucht man dazu ja nicht allzu viel Talent. Einziges Highlight ist Dani Filth, der zwar schauspielerisch auch nicht allzu viel zu bieten hat, aber zumindest optisch einiges hermacht. Das ist schon um einiges mehr, als man von den anderen Darstellern behaupten kann. Die Damen sind meist leicht bekleidet, sehen (passend zur allgemeinen Filmoptik) so aus, als wären sie soeben einem Porno entsprungen, und so spielen sie auch. Da ein bisschen Gejapse, dort etwas Gestöhne - fertig ist die Leiche. Nun, die Schauspieler sind wirklich nicht der Renner, aber zumindest schaffen sie es, nicht vollkommen zur Lachnummer zu werden - auch wenn einige Darstellungen schon sehr, sehr hart an der Grenze sind. Charaktere gibt es sowieso nicht, gerade einmal Stuart Laing und Barry Lee-Thomas schaffen es die meiste Zeit nicht vollkommen lächerlich zu wirken. Nun, immerhin etwas. Insgesamt sind die schauspielerischen Leistungen aber trotzdem schwach. Insgesamt wirkt der Streifen doch recht gut geraten, die Storys wirken abwechslungsreich und über zu wenig Blut kann man wirklich nicht klagen. Allerdings ist der Film mit 120 Minuten einfach zu lang, die Handlung ist - wenn auch ganz brauchbar - nicht stark genug, um den Film so lange zu tragen, und gegen Ende wird das Anschauen dann doch etwas mühsam. Auch wenn es im Film keine merklichen Längen gibt, bleibt im Nachhinein der Eindruck, dass der Film zu lang war, das schlägt sich natürlich negativ auf den Gesamteindruck nieder. Dafür gibt es gute Musik, wenn auch nicht an allen Stellen. Alles in Allem macht der Film aber keinen schlechten Eindruck, die guten Splatterszenen entschädigen für die meisten Schwächen, schließlich schaut man sich einen solchen Film genau deswegen an. Allerdings bleibt trotz der Vorzüge die miese Optik, unter der vor allem die Atmosphäre leidet.
G E S A M T E I N S C H Ä T Z U N G
3 Sterne und eine Empfehlung.
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Filme und Bücher sind nicht meine Welt, sei nicht enttäuscht wenn ich keine Kommentare abgebe
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Kein Film für mich. LG Rowen
06.12.2007 19:23
bh