Cristo Redentor, Rio de Janeiro

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Cristo Redentor, Rio de Janeiro

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Erfahrungsbericht über "Cristo Redentor, Rio de Janeiro"

veröffentlicht 23.01.2009 | esposa1969
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Wow!!! Mein Zucker & Zimt Bericht mit 100% BH!!! Ich bin begeistert! DANKE
Ausgezeichnet
Pro Touristenattraktion
Kontra der Nebel!
sehr hilfreich

"Cristo, wie in Watte gehüllt"

Cristo im Nebel

Cristo im Nebel

Hallo meine lieben Freunde, Leser und Bewerter,

heute möchte ich euch über ein weiteres Highlight meiner Brasilienreise berichten:

= = = CRISTO REDENTOR - ERLÖSERSTATUE = = =

in Rio de Janeiro.

Obwohl, Highlight ist gut. "High" im Sinne von "hoch" sitzt die Statue ja, nämlich 709 Meter hoch ist der Corcovado ( deutsch = Der Bucklige ), auf dem die Erlöserstatue thront. Sie selbst ist mit 38 Metern ebenfalls recht hoch. Aber "light" im Sinne von "licht, hell",davon konnten wir an diesem Tage bei weitem nicht sprechen. Aber ich berichte euch am besten von Anfang an ....

= = = Fakten : = = =
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Die weltberühmte Christusstatue Cristo Redentor ( deutsch = Christus, der Erlöser ), auch Erlöserstatue genannt, am Gipfel des Corcovado breitet ihre Arme über Rio de Janeiro aus. Das Werk des französischen Bildhauers Paul Maximilian Landowski ( * 4. Juni 1875 in Paris; + 27. März 1961 in Boulogne-Billancourt )
aus dem Jahre 1931 ist 38 Meter hoch und wiegt 1145 Tonnen. Die Spannweite der Arme bemißt 28 Meter. Der Kopf und die Hände wurden nach Gipsmodellen gefertigt, die der französische Bildhauer in seinem Atelier nahe Paris hergestellt hatte. Er schuf die Statue in fünfjähriger Arbeit nach den Plänen des brasilianischen Ingenieurs Heitor Silva Costa. Hinauf gelangt man üblicherweise mit einer traditionellen Zahnradbahn ( Trem de Corcovado ). Diese erklimmt in einer Strecke von 3,5 km den 709 Meter hohen Corcovado.Vom Corcovado aus hat man einen Ausblick über das Stadtzentrum von Rion, den Pao de Acugar ( deutsch = Zuckerhut ) und auch über die 14 km lange Rio-Niterói-Brücke. Der Corcovado liegt inmitten einer der schönsten Nationalparks Brasiliens - im Tijuca Nationalpark. Ein Ort, der bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt ist. Viel Grün, naturbelassene Pflanzenwelt und eine Ruhe, die zum Verweilen einlädt.

Anläßlich der 100-jährigen Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal begann man 1922 mit der Errichtung. Finanzierungsprobleme verzögerten den Bau aber um fast zehn Jahre, ehe nach der Unterstützung der Erzdiözese Rios, des Vatikans und Frankreichs schließlich die Einweihung am 12. Oktober 1931 stattfinden konnte. Die Statue ist aus Stahlbeton und mit einem Mosaik aus Speckstein versehen - um die Erlöserstatue gegen Umwelteinflüsse und Witterung zu schützen - das aber insgesamt gesehen einheitlich grau wirkt. Von den 38 Metern, die das Monument mißt, sind allein 30 Meter die Christusstatue und 8 Meter hoch ist der Sockel, in dessen Inneren sich eine Kapelle befindet, die 150 Personen fasst. Anlässlich des 75. Jahrestages der Errichtung wurde die Christusstatue im Jahr 2006 zum katholischen Wallfahrtsort geweiht.

Seit 2002 gibt es zusätzlich zur Treppe mit 220 Stufen auch drei Panorama-Aufzüge ( für je bis zu 14 Personen ) und vier Rolltreppen, um die Aussichtsplattform bei Statue zu erreichen. So können bis zu 9000 Personen/ Stunde befördert werden. Auch gehbeeinträchtigte Personen können nun mühelos die Aussichtsplattform erreichen

Den ausgebreiteten Armen sagt man zweierlei Bedeutungen nach :
Zum einen sollen diese symbolisieren, wie Jesus sowohl die Einheimischen als auch die Fremden willkommen heißen mag, zum anderen scheint es gerade so als möge er seinen Segen über die Stadt erteilen.

In einer Abstimmung vom 07.07.2007 in Lissabon wurde die Erlöserstatue Christo Redentor in einer privaten Initiative neben Chichen Itza, Chinesische Mauer, Kolosseum, Machu Picchu, Petra, Taj Mahal zu einem der neuen sieben Weltwunder erklärt. Als eine der höchsten Statuen weltweit scheint diese Bezeichnung nicht weit hergeholt zu sein.


= = = Anreise : = = =
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Mit dem Flugzeug : Flughafen Rio de Janeiro Galeão Antonio Carlos Jobim International.
Mit der Bahn : Bahnhof Rua Cosme Velho.
Mit dem Bus/ Reisebus : Busbahnhof Novo Rio.
Pkw : Straßen zum Corcovado.
Oder eben wie wir mit einem vom Hotel ( siehe HotelOthon-Bericht ) gechartertem Touristen- und Sightseeing-Bus.


= = = Öffnungszeiten : = = =
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Bergbahn : Täglich 08.30 - 18.30 Uhr ( Abfahrt alle 30 min. )


= = = Eintritt : = = =
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Mit der Bahn :
30 R$ ( ca. 10,00 Euro ) / Erwachsene,
15 R$ ( ca. 5,00 Euro ) / Kinder von 6-12 Jahren,
frei / Kinder unter 6 Jahren.
Mit dem Pkw : ca. 2,00 Euro pro Fahrzeug, zzgl. 2,00 Euro pro Fahrgast.


= = = Kontaktadressen : = = =
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Trem do Corcovado,
Rua Cosme Velho 513,
22241-090 Rio de Janeiro
Tel: (+55) (021) 25 58 13 29.
Fax: (021) 25 58 13 29.
E-Mail: trem@corcovado.com.br
Internet: http://www.corcovado.com
www.cristoredentor.com.br


= = = Das Erlebte : = = =
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Wie oben bereits erwähnt, fuhren wir mit einem Sightseeing-Bus den Corcovado hinauf. Organisiert wurde das gesamte Paket vom Hotel aus, da mein Schwiegermutter wegen der Kriminalität, die in Rio herrscht, Angst hatte sich auf eigene Faust auf Stadtbesichtigungstour zu begeben. So zahlten wir 100 R$ pro Person ( ca. 33,00 Euro ) für die Stadtrundfahrt inkl. Abholung vom und Bringung zum Hotel, Besichtigung des Cristo Redentor, Sambodromo und Maracana Fußballstadion. Zudem war auch ein professioneller Fotograf dabei, der die gesamte Tour per Video-Kamera festhielt, was man dann als 3er Pack DVD ( auf der wir dann die Darsteller waren ) kaufen konnten für umgerechnet ca. 30,00 Euro, was wir auch erwarben. Wir fuhren also durch Rio und dem Tijuca Nationalpark bis zur Parkplatzstelle des Corcovados. Von dort aus ging es mit kleineren Fahrzeugen weiter hinauf ( leider nicht mit der Zahnradbahn ), die ermäßigte Eintrittskarte über 8 R$ war im Tourpreis mit inbegriffen. Oben angekommen und abgesetzt, schwante uns schon, was wir NICHT sehen werden : Cristo Redentor und den Panoramablick über Rio, da oben angekommen der komplette Berg in Nebel gehüllt war! Wie in Watte gepackt konnten man plötzlich seine Hand kaum vor den Augen sehen und das im Hochsommer, da Brasilien am 18.12., der Tag unseres Besuches ja nunmal hochsommerliche Temperaturen aufweisen sollte und es zwar angenehm "warm" war, aber eben furchtbar diesig.

Vorbei an einem Souveniershop steckte man seine Eintrittskarte in eine Art Drehkreuz und folgte den Rolltreppen hinauf zur 1. Panoramaebene, von der aus man eben NICHTS sah, weiter via Lift zum Podest der Erlöserstatue. Sehr sehr viele Falter und Schmetterlinge begleiteten unser Schritte. Anhand der aufgestellten Tafeln, konnte man erahnen, was für einen Blick man hätte haben können und in welche Richtung man hätte schauen können, um eben den Pao de Acugar, die Copacabana und die Rio-Niterói-Brücke betrachten zu können ... Wir waren bitter bitter enttäuscht. Als ich nach oben schaute, konnte ich Cristo nur ganz ganz schemenhaft erahnen :-( Ich stand minutenlang wie erstarrt davor, da ich soviel Pech einfach nicht glauben wolte, aber man tröstete mich : Dieses Wetter herrscht oft vor, so schlimm wie heute sei es wohl seit Jahren nicht mehr gewesen, aber generell sei es hier oben oft sehr nebelig. Später sah ich dann die DVD mit eingespieltem Panaorama-Ausblick, die mehr der freundliche Fotograf freundlicherweise mit auf meine DVD spielte, damit ich wenigstens etwas von meinem Besuch hatte, aber leider leider blieb Cristo uns fast gänzlich verborgen. Ein einziges Mal und das nur für wenige Sekunden konnte ich leichte Züge seines Gesichtes erkennen.

Unten im Sockel befindet sich dann die bereits oben erwähnte Kapelle,in der man natürlich nicht fotografieren darf und in der sich die Neigierigen drängten. Nach etwa einer halben Stunde kehrten wir wieder nach unten, weiles ja eben nicht viel zu sehen gab. Wenigstens waren wir nun mal oben, trösteten wir uns und wenigstens bekam ich wegen der Nicht-Sicht auch keine Höhenangst. Noch schnell ein paar Souvenirs aus dem ziemlich teuren Andenken-Shop ergattert ( T-shirt für Felipe, Magnet, Postkarten, Statue ... ) - handeln ist erlaubt und es wird auch darauf eingegangen - und dann führte unsere Tour auch weiter. Wir hätten auch noch länger bleiben können, vom Tourunternehmen aus, aber keiner wollte mehr das sehen, was nicht zu sehen war ....

Vielen Dank für euer Mitgefühl, für´s Lesen, Bewerten und Kommentieren!

by esposa1969

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Katzimoto veröffentlicht 04.11.2013
    Wir haben ihn damals nebelfrei erlebt, aber ich habe gerade einen Roman von Ana Veloso, in dem der Bau der Statue vorkommt, gelesen und dort kommt auch so eine Nebelszene vor :0)
  • jojodinchen veröffentlicht 23.01.2013
    bh
  • Rentier08 veröffentlicht 29.07.2012
    bh
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Produktdaten : Cristo Redentor, Rio de Janeiro

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Ciao

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