Critters - Sie sind da

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da kommt schon wieder was aus dem All..

2  03.11.2009

Pro:
unterhaltsam

Kontra:
trotzdem schlecht

Empfehlenswert: Nein 

Lady-Alexa

Über sich: Mal da.. mal nicht.

Mitglied seit:24.08.2003

Erfahrungsberichte:745

Vertrauende:287

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 228 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Originaltitel: Critters
Alternativtitel: Critters - Sie beißen!
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 1986
Regie: Stephen Herek
Laufzeit: ca. 82 Minuten

Dee Wallace .. Helen Brown
M. Emmet Walsh .. Harv
Billy Green Bush .. Jay Brown
Scott Grimes .. Bradley 'Brad' Brown

Wenn ein Film damit beginnt, dass man im weiten Weltraum einen Plastik-Stein herumfliegen sieht, kann das nichts gutes bedeuten. Wenn das Steinchen ein Planet sein soll, wird es sogar noch schlimmer, und wenn Aliens auftauchen, denen man ihr Alter (immerhin mehr als 20 Jahre!) sofort ansieht, ist auch dem letzten Zuschauer klar: Das kann nur ein Trash-Movie sein. Ein alter Monsterfilm, in diesem speziellen Fall geht es um Aliens. Auf einem abgelegenen Planeten gelingt es einigen Critters zu flüchten (offenbar wurden sie gefangen gehalten, das muss sich der schlaue Zuschauer aber selbst dazudenken), andere Aliens jagen ihnen hinterher. Natürlich landen all diese Viecher auf der Erde. Es dauert länger als 40 Minuten, bis der erste Critter tatsächlich zu sehen ist, bis dahin werden die Monster nur angedeutet. Dafür sieht man die Alien-Verfolger, die (Überraschung!) menschliche Gestalt annehmen und sich mit viel Krach, Haue und Bum-Bum zu den Critters durchfragen. Die Geschichte ist so einfach, dass man sie blind miterzählen kann, auf eine Überraschung wartet man vergebens. Nach der leider etwas lahmen Anlaufzeit geht es aber nach einer halben Stunde endlich los, und die Weltall-Monster fallen über eine Familie her. Die Familie Brown lebt auf einem abgelegenen (was auch sonst?) Hof in einem kleinen Kaff irgendwo im Nichts. Dort fallen die Critters ein. Fellkugeln die ulkige Geräusche machen und alles fressen, was sich bewegt. Anfangs sind die Viecher nicht zu sehen, was dem Film ein bisschen Charme verleiht, da man denkt, der Film ist sich seiner technischen Schwachstellen bewusst und umgeht geschickt die Blamage. Doch man irrt, denn die Dinger tauchen dann doch noch auf. Und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass irgendjemand Gummibälle mit Fell überzogen hat, und diese dann durch die Gegend schmeißt.

Die technischen Unzulänglichkeiten einem alten Film vorzuwerfen ist wahrscheinlich nicht ganz fair, und man muss dazusagen, dass der Film im Rahmen seiner Möglichkeiten wahrscheinlich das beste daraus gemacht hat. So oder so, auf jeden Fall sehen die Biester natürlich nicht erschreckend aus, und der ganze Film hält sich konsequent im Trash-Monsterfilm-Bereich auf. Der Film schockt natürlich niemanden, die Monster sind eher knuffig als schrecklich und die Spannung hält sich in engen Grenzen. Zum einen ist zu jedem Zeitpunkt klar, wer überleben wird, zum anderen ist die Auflösung auch schon nach wenigen Szenen klar. Es gibt in dem Film so viele Überraschungen wie Flachbildschirme, und was dem Zuschauer bleibt, ist sich an dem Zeitgeist zu erfreuen, über die Critters zu lachen und den Film so wie er ist zu genießen. Der Anlauf ist zwar etwas fad, aber es kommt dann doch noch Schwung in die Sache, Monsterjagd und hysterische Frauen inklusive. Bemerkenswert wie immer in Filmen dieser Zeit ist die tiefempfundene Selbstverständlichkeit, mit der die Männer für den Schutz zuständig sind und den Frauen alleine jede Überlebensfähigkeit abgesprochen wird. 1986 war eben (noch) keine Zeit für Heldinnen. Der Film erfüllt sämtliche Klischees, die man sich in diesem Genre nur vorstellen kann. Die kreischende Frau, der junge, freche Sohn der zum Helden wird, der Vater, der der starke Beschützer ist, aber dann verwundet werden muss, damit der Sohn Held sein kann und so weiter. Die Monster jagen einem keine Schauder über den Rücken, sondern regen eher zu Uiiii und wie niedlich-Sagern an. Die schauspielerische Leistung entspricht der damaligen Zeit, etwas überzogen aber liebenswert, naive Frauen neben heldenhaften Männern. Im Nachhinein fühlt man sich zwar leicht unterhalten, Langeweile kommt ab der Hälfte nicht mehr auf, und ein paar Kracher sorgen zumindest gegen Ende hin für Schwung. Trotzdem kann der Film insgesamt kaum überzeugen, zu viele Chancen bleiben ungenutzt. Alte Monsterfilme gibt es zu Hauf, und da die Critters nichts Besonderes bringen und auch nicht unbedingt zur Kultfigur reichen, versingt der Streifen in der Bedeutungslosigkeit. Genrefans können sich ja unterhalten lassen, ansonsten ist das Zeitverschwendung. Ich vergebe 2 Sterne und keine Empfehlung.

Irgendwie kommen mir gerade Zweifel, ob es wirklich eine so gute Idee war, die folgenden 3 Teile auch mitzunehmen..


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Futzi100

Futzi100

16.12.2009 01:41

Ist lange her, dass ich den gesehen hab. Sollte ich aber mal wieder tun. Fand den eigentlich ziemlich gelungen.

LSR_Online

LSR_Online

11.11.2009 20:19

Hab ich tatsächlich noch nie gesehen...

Edelgroove

Edelgroove

11.11.2009 19:07

Ich glaube, den dritten Teil fand ich gut, weil Leonardo DiCaprio mitspielt. ;-) Grüße *Edelgroove*

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