Erfahrungsbericht über

Crunch MRQ 12

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Anlagen-Ersatz bei Rave-Veranstaltungen

5  10.05.2006

Pro:
Guter Klang, Hoher Druck, einfach Spaß

Kontra:
Macht süchtig !  !  !

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Klang

Verarbeitung

Zuverlässigkeit

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VyloX

Über sich:

Mitglied seit:04.05.2006

Erfahrungsberichte:8

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 10 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hi Party-Im-Auto-Macher

Also vor knapp 3 Jahren habe ich bei meiner Ausbildungsstelle nicht schlecht gestaunt:

Ich war gerade im Lager meiner Saturn-Filiale und holte neue Ware per Palette in die Verkaufsfläche. Da entluden meine Kollegen gerade eine komplette LKW-Ladung Crunch MRQ12.

Da habe ich mir gedacht, wenn der Abteilungsleiter so eine Menge eingekauft hat, war es entweder Irrtum oder Schweinepreis.

Es war ein Schweinepreis. So gerade ohne Verlust zu machen wollte er die Dinger für einen VK-Preis von 79,-€ verticken.
Ziel: die Antwort auf einen neu eröffneten Car-HiFi Spezialladen in der Nähe.
Hintergrund: Der MRQ12 war damals der einzige Sub, der nie zurückkam. Jeder war zufrieden mit der Kiste.

Für 79,-€ wollte ich den Bass dann auch haben. Allerdings konnte ich ja mal versuchen einen Personalpreis auszuhandeln.
Leider vergebens, die Marge war auf 0% zusammengestutzt, damit wir möglichst heftiges Aufsehen erregen.
Dazu kamen die Car-HiFi-Tage in meinem Markt und das für Saturn eher ungewöhnliche Angebot, die Bässe direkt im Auto zu testen. Da ich selber warten musste, bis die Werbung vorbei ist, hat mein Kumpel die Kiste für mich gekauft.

Als ich die Kiste endlich mein Eigen nannte, wurde sie gleich gegen die Kiste von Emphaser mit dem Panasonic-Bass getauscht. Nun bin ich nunmal auch damals nicht nur AZUBI gewesen sondern auch Veranstaltungstechniker und DJ. Da hat man ganz eigene Vorstellungen von Sound. Und man kennt sich mit Sound bestens aus.

Fazit vom Experten:

Druck: nicht der größte, aber definitiv zu laut um in kleineren Fahrzeugen einen ausgewogenen Klang zu erzeugen.
Tiefe: Ultra
Kick: etwas hohl, Trennfrequenz runterregeln!!!
Präzision: Hervorragend (Bumm statt Wrumm), selbst bei hohem Pegel. Allerdings sollte, wie immer, die Endstufen das auch liefern.
Design: Dezent & Fett (schwarzer Filz, silberne Membrane, Edelstahlteile und Chrombügel)
Handhabung: Höhö, klein und einfach!
Einziger Minuspunkt: Bei basslastiger Musik kann es zu Lautstärkeschwankungen kommen, wenn die Frequenz(Ton) wechselt. Dies ist auf einen nicht besonders linearen Frequenzgangzurückzuführen. (Habs ausgemessen)
Der Normalsterbliche merkt davon nix.
Verarbeitung: Läuft noch immer sehr gut, auch spitze Gegenstände konnten, beim Herumfliegen im Auto, der extrem harten Membrane nichts anhaben. Einfach nur Hochwertig

So und jetzt zu etwas lustigem. 2004 waren wir mit dem Wagen auf der Nature One in Kastellaun (Golden Ten). Für alle denen das nichts sagt: das ist ein mehrtägiges Open-Air Ravefestival auf einer ehemaligen US-Raketenbasis im Hunsrück. Begleiterscheinung dieses Festivals ist das "Zeltdorf" auf dem Nachbarhügel. 2004 hatte Zeltdorf so um die 60.000 Einwohner, wenn ich mich nicht irre, und war damit für diese kurze Zeit die Größte Stadt im Umkreis von 50km. Jedes fünfte Zelt hat einen eigenen DJ und eine eigene Anlage. Nun waren wir zwar alle DJs, wie wir da so in der Sonne zwischen unseren Autos und Zelten lagen, aber wir hatten keinen Bock gehabt 'ne Anlage mitzunehmen.
Böser Fehler!!! Denn neben uns hatte sich die Mr. Vain-Fraktion eingefunden, und die hatten eine Anlage. Das nervte dann irgendwann so, dass wir einfach den Kofferaum meines Wagens aufgemacht haben, ein Rohr vom Auspuff nach vorne gelegt haben und den Motor sowie das Radio angemacht haben.
Wir waren nicht nur lauter als die, sondern auch sauberer vom Klang. Das ganze ging soweit, dass die meisten der um uns herum lagernden Raver mal vorbeischauen mussten, was wir für 'ne Anlage fahren. Die Reaktion: Entsetzen, Erstaunen und ganz viel peinliche Berührtheit von der Mr. Vain-Fraktion:
Das alles kam aus einem Crunch-Subwoofer und zwei Mac-Audio 13ern in meiner Hecklappe.
Wir haben uns beömmelt!

So laut kann klein sein.

Meine Tipps:
Achtet auf eine gute Endstufenleistung, nehmt ruhig ein wenig mehr als angegeben. Bevor die Schwingspule durchbrennt, verzerrt der Bass an der Auslenkungsgrenze der Mebrane. Bis dahin wird es hammerlaut. Mit zu kleiner Endstufe verzerrt der Bass schon viel früher, bzw. richtiger Weise nicht der Bass sondern die Endstufe. Nur wenige wissen dass. In der Veranstaltungstechnik fahre ich immer Endstufen, die 15-25% mehr Output haben, wie die Boxen Belastbarkeit. Bisher ist mir noch nicht einmal ein Hochtöner abgeraucht, auch ohne aktive Trennung.
Trennung... genau das war mein Stichwort für den nächsten Tipp: stellt die Trennfrequenz manuel und nach Gehör ein. Meistens wirkt sich dieser Wert subjektiv aus.

So und as war auch schon alles.

C Ya soon with a big phatt BOOOOOOOOOOOOM!!!
VyloX
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