Cube (1997)

Erfahrungsbericht über

Cube (1997)

Gesamtbewertung (288): Gesamtbewertung Cube (1997)

 

Alle Cube (1997) Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


WILLKOMMEN IM AUSWEGLOSEN ZAUBERWÜRFEL!

4  07.03.2005

Pro:
klaustrophobische Stimmung, "seltsame" Story

Kontra:
wenige Spezialeffekte, eigentlich nur ein einziges Szenario

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


Darkhound

Über sich: Erst 7 Wochen Krankenhaus und nun noch wochenlang Reha irgendwo in der Pampa... tolle Wurst! ;-(

Mitglied seit:27.03.2001

Erfahrungsberichte:1217

Vertrauende:198

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 61 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo Leute,
heute geht’s um einen meiner Lieblingsfilme, zur Feier des Tages mal nicht um das pure Horrorgenre, sondern eher um einen 2000 in den Kinos erschienenen Horror-Thriller, der sich „Cube“ nennt. Zu deutsch: Kubus oder auch Würfel.
Ein Bekannter hatte mir den Film empfohlen, daher musste ich ihn mir auch mal ansehen… er meinte aber gleich, dass es sich hierbei um eine B-Movie Produktion handeln würde: Günstig angeheuerte Schauspieler, kaum daramatische Szenenwechsel und nur recht magere Spezialeffekte. Solange die Handlung stimmt, stört mich so was jedoch nicht…
Übrigens kenne ich bisher nur die VHS-Version, daher schreibe ich besser erneut im Filmarchiv.

Zur Story:
----------------
Niemand weiß genau, wie es beginnt, doch plötzlich finden sich sechs bewusstlose, absolut unterschiedliche Personen in einem würfelartigen Objekt wieder. Nach deren Aufwachen erkunden sie auf eigene Faust ihr neues „Zuhause“, welches aus zahllosen absolut leeren und blockförmig angeordneten Räumen mit Sicherheitsluken besteht. Hinter jeder Luke verbirgt sich ein weiterer Raum, der (bis auf die Farbe) dem vorherigen absolut gleicht, jedoch mit einer anderen Raumnummer versehen ist.
Nachdem sich die drei Hauptcharaktere Leaven (eine Mathematikstudentin, gespielt von Nicole de Boer), Holloway (eine Psychologin, in reell Nicky Duadagni), Worth (ein Schweigsamer, gespielt von David Hewlett) in einem Raum begegnen, suchen sie mit den „Mithäftlingen“ Rennes (ein Ex-Häftling, gespielt von Wayne Robson), Quentin (ein Schlägertyp, gespielt von Maurice Dean Wint ) und Kazan (im Film ein Autist, Andrew Miller als Schauspieler) einen Ausweg durch das Labyrinth. Das Problem an der Sache ist nur, dass der Würfel seine zahllosen Räume im Minutentakt rotieren lässt und trotz der zahlreichen Nummern im Eingang niemand weiß, ob sich dahinter nicht eine der vielen tödlichen Fallen verbergen könnte. Einige Kammern enthalten rasiermesserscharfe Seile, die nächsten zum Beispiel Kohlenmonoxid-Gift., welches man dann aber erst zu spüren bekommt, wenn man schon im Raum ist und sich die Luken automatisch geschlossen haben...

Leavan meint, die Lösung gefunden zu haben, denn in allen Räumen, deren Nummern Primzahlen aufweisen können, blieb die Gruppe bisher unverletzt. Das stimmt auch – leider nur zum Teil! Es handelt sich um eine Vorgabe mathematischer Gesetze, die jedoch noch um eine Komponente erweitert werden muss, sonst kann man sich nicht auf die Rechnungen verlassen. Ein toller Trost (Ironie): Rein von Leavans Logik her würden alle Insassen eher verhungern und verdursten, als zu überleben.
Gerade der Autist Kazan, der kaum mehr als Zahlen, seinen eigenen Namen und das Wort „Gummibärchen“ aussprechen kann, wird zu einer großen Hilfe. Trotz seines vermeintlich geringen Intelligenzquotienten ist er ein Matheass und kommt mit Leichtigkeit auf die Lösung der Gleichung. Doch gerade er stellt das Problem des Teams dar: Er ist eben Autist, versteht gar nicht genau, was um ihn herum geschieht und ist dauernd auf die Hilfe der anderen angewiesen.
Auf Dauer missfällt gerade Quentin die ständige Hilfestellung, die er Kazan gegenüber zu leisten hat, denn beinahe wären alleine durch sein Verschulden alle Charaktere in einem Raum gestorben, nur weil Kazan zuviel Angst vor dem roten Raum hat. (Kazan mag lieber blaue Räume…).

Die Gruppe rottet sich beinahe selber aus, weil die zahlreichen Räume, die alle gleich aussehen, für Paranoia sorgen. Jeder hat mit der Angst vor dem nächsten Raum zu kämpfen und darf zudem überlegen, wem man innerhalb des Cubes überhaupt vertrauen kann… Gibt’s einen Ausweg für die Gruppe?

So, mehr möchte ich hier nicht verraten, sondern eher eine Empfehlung für alle diejenigen aussprechen, die sich den Film vielleicht selber ansehen wollen. Würde ich mehr verraten, dann wäre mein jetziger „Versuch“ beinahe überflüssig.

Die Basics:
--------------------
Ehrlich gesagt kenne ich die Schauspieler aus vorherigen Filmen nicht, auch der Regisseur kommt mir unbekannt vor. Das ist aber kein Wunder, schließlich handelt es sich hierbei um eine Billigproduktion mit einem mageren Budget von 350.000 €, also einem B-Movie, der zwar in den Kinos anlief, dort aber kaum Chancen bekam. Entweder man mochte bzw. mag den Streifen, oder eben nicht.
Der Handlungsort des Films ist halt nur das Innenleben des Cubes, die Story die Flucht aus demselben.
Die Spielfilmlänge beträgt knappe 87 Minuten.

Als Schauspieler agieren…
------------------------------------------
Leaven - Nicole de Boer,
Holloway - Nicky Duadagni,
Kazan - Andrew Miller,
Worth - David Hewlet,
Rennes - Wayne Robson,
Quentin - Maurice Dean Wint,

Regie: Vincenzo Vavali.

Spezialeffekte:
------------------------
Jeder, der gelungene Spezialeffekte innerhalb des Films sucht, wird sicher hoffnungslos enttäuscht. Es gibt (bis auf die Todesszenen in den gefährlichen Räumen) so gut wie gar keine. Hier wird mal eine Nebenrolle zerhäckselt, da stirbt einer der Insassen an einer Gasvergiftung. Alles aber nicht so dramatisch in Szene gesetzt, dass man nun sagen könnte, es wäre bahnbrechend gewesen. Irgendwo alles in anderen Filmen schon mal gesehen, keinesfalls neu. Zerschnittene oder um Luft ringende „Kandidaten“.

Neu hingegen das Szenario: Ein würfelförmiges Etwas mit Schauspielern, die man sonst fast nur von „Big Brother“ kennt. (Um einen Vergleich anzugeben...es spielt natürlich KEINER aus BB mit!)
Laienschauspieler, die nach und nach wie die Fliegen umkippen und den großen Traum vom fetten Geld (oder in diesem Fall: die Freiheit) nicht mehr genießen können.
Spannung kommt einzig und alleine durch die Klaustrophobie auf, die irgendwann im Laufe des Films auch den Zuschauer überkommt: Tausende von stark beengten Räumen, die alle gleich groß sind, gleich aussehen und mit schrecklich grellen Farben (knallrot und mittelblau) versehen sind. Nach einer Weile kann man sich gut in die Lage der Protagonisten hineinversetzen, denn hier würde JEDER nach einer Weile vollkommen durchdrehen.
Die Klettermanöver der Schauspieler seien noch erwähnt. Der Kameramann sorgte dafür, dass mitunter schwindelerregende Kopfüber-Szenen gedreht wurden und hat diese mit waghalsigen Drehungen der Kamera authentisch herüberbringen können.

Meine Meinung:
-------------------------
Obwohl die Dreharbeiten zum Film schon 1997 in Kanada begonnen haben, habe ich ihn erst im Jahre 2000 gesehen – im Kino war er entweder im Jahr 1999 oder 2000, wenn ich mich nicht ganz irre.
Zuerst dachte ich mir, dass er sehr langatmig sein dürfte, denn eine Low-Budget Produktion aus Kanada konnte ich mir kaum vorstellen, gerade nachdem mir mein Bekannter die Story in groben Zügen erklärt hatte. Wirkliche Spannung kann man eigentlich auch nur dann erwarten, wenn ein neuer Raum betreten wird und man nicht weiß, ob er nun „sicher“ oder „unsicher“ ist…
Generell nervt es auf der einen Seite ein wenig, dass alle Räume so schrecklich gleich aussehen, also denjenigen möchte ich sehen, der es dort länger als ein paar Stunden aushält. Das macht jedoch auch schon wieder einen Teil der beklemmenden Atmosphäre aus.

Interessant fand ich vor allem das Verhalten der unfreiwilligen Teilnehmer. Mal sind sie stolz, um einen neuen Ansatz gefunden zu haben, dann wieder tief betrübt, falls etwas Unvorhergesehenes passiert – mal lammfromm und helfen untereinander, dann wollen sich zumindest einige gegenseitig an den Kragen gehen (und tun dies auch manchmal). Einige übersehen das eigentliche Ziel des Ganzen: Zusammen als Gruppe zu überleben. So trifft man auf Seelsorger und hilfsbereite Menschen, mal auf Feiglinge und Egoisten.
Die schauspielerische Leistung möchte ich beinahe unkommentiert stehen lassen…vielleicht sollten noch Nicole de Boer als Leavan und Andrew Miller als Kazan erwähnt werden, die mit ihrer Logik einen Großteil des Films ausmachen.
Spezialeffekte sucht man hier ziemlich vergeblich, doch auch ohne sie hat der Film mehr „Tiefe“, als so manche Millionen Dollar-Produktion, gerade weil es hier nicht um Explosionen, Hightech-Computeranimationen und monströse Kamerafahrten, sondern um den Zusammenhalt der Gruppe geht. Jeder der „Insassen“ erfüllt einen gewissen Zweck und wird für den Auftrag auf irgendeine Art und Weise gebraucht – ist also nicht grundlos dort eingesperrt.

Es handelt sich um einen Horror-Thriller, der angsteinflößend herüberkommt: "Was ist ein Cube, wer hat ihn gebaut, wie kamen wir hinein und zu welchem Zweck überhaupt?" All dies wird nur zum Teil geklärt…

Mysteriöse Grüße, euer Darky
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
JillValentine83

JillValentine83

19.03.2005 22:01

Ich habe den Film gestern gesehn. Doch es bleiben mir zu viele Fragen offen und sowas mag ich nicht an einem Film! Viele Grüsse Jasmin

Birgit1957

Birgit1957

08.03.2005 19:58

Ich habe mir neulich wieder mal ne TV:Movie gekauft für 3,4o€ und da gabs den Film dazu, habe mich schon riesig gefreut. Zuerst hat ihn mein Männel entführt, der zur Zeit seine kranke Mutsch pflegt. er sagte mir, dass es für ihn nichts war. Am nächste Tag war ich dann endlich dran, bis zu den Primzahlen habe ich tapfer durchgehalten, dann habe ich mich lieber wieder dem Fernsehprogramm gewidmet, war mir echt zu eintönig, aber irgendwann schaue ich ihn bestimmt noch mal zu Ende.LG

carmen

carmen

08.03.2005 14:59

Mein Gedanke am Ende war: der einzige der überlebt, ist das wahnsinnige Genie. Hat das nichts zu bedeuten? gruß, carmen

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Philos Spiele Kreta-Cube (Bernhard Schweitzer, Deutschland, 1997) Philos Spiele Ariadne-Cube (Bernhard Schweitzer, Deutschland, 1997) Philos Spiele Theseus-Cube (Bernhard Schweitzer, Deutschland, 1997)
Philos Spiele Kreta-​Cube ​(Bernhard Schweitzer, Deutschland, 1997) Philos Spiele Ariadne-​Cube ​(Bernhard Schweitzer, Deutschland, 1997) Philos Spiele Theseus-​Cube ​(Bernhard Schweitzer, Deutschland, 1997)
Amazon.de Marketplace Spielzeug Amazon.de Marketplace Spielzeug Amazon.de Marketplace Spielzeug
€ 10,95 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 10,95 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 10,95 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: 4.​90
mehr
Versandkosten: 4.​90
mehr
Versandkosten: 4.​90
mehr
 zum Shop  zum Shop  zum Shop
Amazon.​de Marketplace Spielzeug Amazon.​de Marketplace Spielzeug Amazon.​de Marketplace Spielzeug
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 1221 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (3%):
  1. Gayhound
  2. Dr.Premium

"sehr hilfreich" von (97%):
  1. M_Coli
  2. JillValentine83
  3. anne66
und weiteren 56 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.