Erfahrungsbericht über

Cyberhome AD M 212

Gesamtbewertung (38): Gesamtbewertung Cyberhome AD M 212

 

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Aussen Hui - Innen Pfui!

3  04.08.2002

Pro:
Features, Preis, nettes Design

Kontra:
Geräuschentwicklung, Zuverlässigkeit, Verarbeitung, Wärmeentwicklung

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

Zuverlässigkeit

mehr


Tut_Ench_Amun

Über sich: Der frisch renovierte BUCHWURM ist umgezogen: buchwurm.org

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 35 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Weil mein alter DVD-Player (Thomson DTH3300) weder CD-R/W noch MP3s abspielen wollte, hatte ich schon immer das Bedürfnis ein Gerät anzuschaffen, dass diese Fähigkeiten besitzt. Die ultimative Gelegenheit bot sich mir im April, wo ich den AD-M 212 von CyberHome, den ich als gebrauchtes Gerät durch Zufall aufgetrieben habe, komplett mit allem Zubehör, kaum benutzt und quasi umsonst erhielt (Tausch). Meinen altgedienten und getreuen DTH3300 hab ich somit ausrangiert und meinem Cousin vermacht, dem es nur auf DVDs ankommt – seither kam im meinem Wohnzimmer stattdessen der CyberHome zum Filme gucken und MP3s abspielen zum Einsatz...richtig gelesen: „kam“, denn wegen diverser Fiesematenten ist er jetzt schon wieder ad acta gelegt und durch ein besseres Gerät (hoffe ich jedenfalls) ersetzt worden. Doch schauen wir mal, was mich an dem Player so genervt hat...

Allgemeines
-------------
Über den AD-M 212 ist schon eine Menge berichtet worden, sodass ich glücklicherweise nicht allzu sehr ins Detail gehen muss und mich auf die interessanteren Eckdaten und Features beschränken kann. Aus der Einleitung wird bereits ersichtlich, dass der Player fast alle derzeit gängigen Formate und Medien schluckt, das reicht von DVD über CDA, CD-R/W bis hin zu MP3-Dateien, CDi und Photo-CDs hingegen mag er laut Bedienungsanleitung nicht, was ich persönlich aber sehr gut verschmerzen kann. Seine „Standard-HiFi“ Aussenmasse (430 x 340 x 90 mm) lassen vermuten, dass in seinem Inneren jede Menge Technik und ein hochwertiges DVD-Laufwerk stecken – dem ist allerdings nicht so: als ich das Gehäuse zwecks Reinigung und gnadenloser Neugier öffnete, bot sich mir ein trauriges Bild von wenig und nichtsdestoweniger billiger Technik. Ein leicht modifiziertes IDE/ATAPI DVD-ROM PC-Laufwerk, ein erschreckend vertrauensunwürdiges Netzteil und 3 Platinen (die wenigstens einen leidlich aufgeräumten Eindruck machen) und zuguterletzt eine abenteuerliche Kabelführung, die verboten und unter Strafe gestellt gehört.

Doch verlassen wir den chaotischen Innenaufbau (die weitaus Wenigsten werden das Gerät jemals aufschrauben wollen) und wenden uns den weiteren Features zu: Der AD-M 212 besitzt KEINEN separaten 5.1 Ausgang, sein Video-Audiosignal wird über ein dreiadriges AV-Kabel oder per optischem Ausgang an den Receiver weitergegeben, zum Anschluss an den Fernseher steht eine Euro-AV Buchse und auch ein SCART-Ausgang zur Verfügung. Auf der Gerätefront finden sich ganze 2 (!) 6,3mm Klinkenbuchsen für Kopfhörer, die sogar über getrennte Drehregler lautstärkemässig anpassbar sind – sehr lobenswert. Entgegen vieler anderer Player besitzt er eine Zehnertastatur zur Titeldirekteingabe (auch am Gerät selbst und nicht nur auf der FB), dies hebt ihn von anderen Herstellern ab und ist begrüssenswert, dürfte aber eher selten genutzt werden. Sein grosses und helles Display informiert gut ablesbar über sämtliche Betriebszustände, Laufzeiten und eingelegte Medien.

Bedienung und Handling
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So nett die Zehnertastatur und der einem Jog-Shuttle nachempfundene Regler für Track-Skip und Zeitlupe auch sein mögen, schätze ich, dass wohl alle Nutzer beinahe ausnahmslos die FB zur Bedienung heranziehen werden und sich kaum jemand dauerhaft vor das Gerät knien. Mit der zwar langweilig gestyleten, aber nichtdestoweniger aufgeräumten FB lassen sich dann auch alle Funktionen nach einer kleinen Gewöhnungszeit fast intuitiv steuern und in den mannigfaltigen OSD-Menüs navigieren. Die FB ist zudem mit phosphorisierenden Tasten ausgestattet, die eine zeitlang im Dunkeln nachleuchten. Apropos Menüs: Diese bieten alles, was man von einem DVD-Player gewohnt ist, von Bildkorrektur über Audioeinstellungen bis hin zum Zoom, sind alle Funktionen vorhanden, die heutzutage in einem solchen Gerät erwartet werden – daher werde ich nicht gesondert auf die Einzelheiten eingehen, dafür ist schliesslich die Bedienungsanleitung da.

Der motorische Laufwerksschlitten fährt nicht nur geräuschvoll ein- und aus, sondern auch der gesamte Antrieb (Spindel und Laserschlitten) ist stets hörbar, sobald man eine Disc ins Innere befördert. Sogleich sucht der Player unter hektischem Sirren die abspielbaren Informationen des eingelegten Mediums, bei den meisten meiner DVDs dauert das im Schnitt bis zu einer halben Minute (1,5 Minuten munteres Suchen der Daten ist der bisherige Rekord) oder schlägt sogar oftmals fehl, wenn die Disc auch nur ein wenig Staub aufweist oder auch nur gering unexzentrisch läuft (nicht alle Discs laufen aufgrund von Fertigungstoleranzen auch wirklich zu 100% rund). In dieser Beziehung ist er dickköpfig und ich benötige häufig mehrere Anläufe (Schublade raus / Schublade rein) um endlich eine DVD zum Laufen zu bewegen. Komischerweise macht das Laufwerk bei Audio-CDs (auch gebrannten) wesentlich weniger Zicken, weigert sich zwar auch dort einige Discs anzunehmen, erweist sich dort aber als wesentlich fehlertoleranter.

Macken & versuchte Gegenmassnahmen
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Wie erwähnt, ist das verbaute PC-Laufwerk langsam und laut, damit ist das Kind wohl werksseitig geboren und kann kaum korrigiert werden – allerdings ist mir schleierhaft, warum so manche DVD / CD erst erkannt wird (wenn auch manchmal sehr spät) und wenig später dann mal wieder nicht, so gerät das Abspielen zu einem Lotteriespiel, bei dem man nicht garantieren kann, dass ein Medium, dass tags zuvor anstandslos lief das heute auch tut. Auch das erfolgreiche Anspielen von (speziell) DVDs ist kein Garant, dass das auch die gesamte Spieldauer so bleibt – oftmals muckt der Player während der Wiedergabe mittendrin rum, macht Sprünge, stottert oder bricht den Film komplett mit höhnischer Fehlermeldung ab (“Disc broken“ oder „No Disc“) Anfangs vermutete ich ein verschmutztes Laufwerk, daher habe ich erst mal eine handelsübliche Reinigungs-CD eingeworfen, worauf hin auch vorerst die nächste Zeit Besserung eintrat.

Danach liefen die letzten 3 Monate beinahe alle Filme zumindest durch, auch wenn die Erkennung bei allen immer noch sehr lange dauerte und bei einigen fast gar nicht klappte. Des Weiteren hatte ich festgestellt, dass die DVDs immer überaus warm nach dem Abspielen aus dem Gerät kamen. Von einem Tag auf den anderen erkannte er nun einen Grossteil meiner DVDs nun überhaupt nicht mehr und ich sah mich genötigt das Gerät mal für eine komplette Reinigung zu zerlegen (liebe Kinder, bitte nicht nachmachen! *g*), da ja die erste Aktion zumindest kurzzeitig Erfolge zeitigte, und da ich ja eh keine Garantie auf den Player habe, konnte ich mir mal nen neugierigen Blick erlauben und einfach mal nachsehen.

Nachdem ich mich über die vorgefundene Teilesammlung im Inneren ausgiebigst „amüsiert“ habe, war eine Demontage des Laufwerks und die (vorsichtige) Reinigung des Laserschlittens und des Antriebs fällig. Wieder zusammengebaut läuft er wieder, wie gehabt: Einige Filme spielt er nicht ab, andere brauchen ewig zum Laden und die starke Erwärmung der Medien bleibt ebenfalls (wundern mich bei DEM billigen Netzteil aber nicht im Geringsten), ausserdem kann man dagegen nichts wirklich tun, der Player steht bei mir schon „frei“ – also weitab anderer Geräte um die Luftzirkulation zu gewährleisten. Es scheint, als wäre das Laufwerk an sich ein wenig eigen und nimmt nur „gute“ Medien, bei allen anderen Discs ist das offenbar stark von deren Toleranzgrenze bzw. der Tagesform des Players abhängig.

Fazit
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Ich weiss nicht, obs daran liegt, dass ich ein Montagsmodell erwischt habe oder die Tatsache, dass es sich um einen Gebrauchten handelt, was ich aber schon fast ausschliessen mag, da im Inneren kaum Schmutz oder – billige Verarbeitung hin oder her - irgendwelche offensichtlichen Beschädigungen vorhanden waren, die sein zickiges Verhalten rechtfertigen oder erklären würden. Ich habe hier und auf anderen Plattformen beinahe ausnahmslos positive Kritiken gelesen, auch Fachzeitschriften mokieren lediglich die miesen Messwerte aber kein Wort ist von meinen Problemen mit dem AD-M 212 zu lesen, so liegt der Schluss nahe, dass es sich bei meinem Gerät doch um ein Montagsmodell mit seltsamen und nervigen Marotten handelt, die oftmals nicht mal reproduzierbar sind. Einen Tag so, am anderen so...

Von den Features her gibt’s nichts zu mosern – er vermag alles, was teurere Geräte auch können, mit Ausnahme eines separaten 5.1 Anschlusses ist eigentlich alles vorhanden, was man für den digitalen Kinogenuss so braucht. Wie dem auch sei: Ich hab mir nach dem ernüchternden Blick ins Gehäuse und dank der immer wiederkehrenden Macken entschieden, jetzt knapp 2 Wochen nach dem Gross-Reine-Machen, ein neues Gerät zuzulegen. Ergo muss ich mich jetzt mit dem Player nicht mehr rumärgern: kein ewiges Warten & Bangen mehr auf die Wiedergabe, kein nervtötendes Sirren des Laufwerks, keine übermässige Erwärmung des Mediums und endlich kein Beten mehr, dass der Film auch komplett durchläuft. Mögen andere ihn als preiswerte Alternative (Marktwert zurzeit ca. 100€) zu anderen Herstellern preisen – meine schlechten Erfahrungen lassen mich zukünftig einen Bogen um CyberHome machen. Nichts gegen preiswerte Alternativen, aber wenn sie schon mit Billigteilen aufgebaut sind und wenn man natürlich in diesem Segment sicher keine hochwertigen Komponenten erwarten kann/darf, so sollten sie doch immerhin funktionieren.

Nach Diktat den neuen DVD-Player antesten gegangen...

Jürgen
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Miraculix1967

Miraculix1967

06.10.2007 16:55

Erster Kommentar hier! Dieser DVD-Player ist inzwischen technisch total veraltet - da sieht man, wie die Zeit vergeht...:-)

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