Wir bauen mit Danwood.
16.02.2006 (13.01.2007)
Pro:
Guter Qualitätseindruck bei günstigem Preis .
Kontra:
Lange Bauzeit, Kommunikation, siehe Text .
Empfehlenswert:
Ja
 JBR1
Über sich:
Mitglied seit:17.06.2002
Erfahrungsberichte:4
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
(Stand: 13.01.2007) Wir bauen mit Danwood, und diesen Erfahrungsbericht schreibe ich vor allem deswegen, weil ich selbst vor unserer Bau-Entscheidung nirgendwo einen wirklich aussagefähigen Bericht über Danwood-Häuser gefunden habe.
Wie alles anfing: Eigentlich wollten wir gar nicht bauen. Wir haben lange Zeit nach einer gebrauchten Immobilie gesucht, aber irgendwie nicht das Passende gefunden. Irgendwann sind wir dann mehr oder weniger zufällig auf ein freies Doppelhaushälften-Grundstück gestoßen, bei dem die andere Doppelhaushälfte schon stand. Frisch fertig, und noch niemand eingezogen. Ich habe bei der Gemeindeverwaltung angerufen und erfahren, dass das Grundstück tatsächlich noch nicht verkauft ist, und habe es dann erstmal für 4 Wochen reservieren lassen. Am Samstag Nachmittag bin ich nochmal hingefahren in der Annahme, dass am anderen Haus dann sicherlich gearbeitet wird, und dass ich dem Besitzer womöglich ein Paar Fragen zu seinem Haus stellen kann. Es wurde nicht gearbeitet, sondern die Leute waren am einziehen. Also habe ich den frischgebackenen Hausbesitzer angesprochen. Und hier kommt nun Danwood ins Spiel. Überraschung Nummer eins: Es ist ein Fertighaus. Sah nämlich nicht so aus. Überraschung Nummer zwei: Es kommt aus Polen. Da sind mir bisher immer nur diese Containerhäuser aus den Fernsehreportagen eingefallen. Überraschung Nummer drei: Ein total begeisterter Bauherr, der mir von erstklassiger Betreuung, Bauausführung und Termintreue berichtete. Die Telefonnummer des Verkäufers hatte er griffbereit.
Eine Woche später hatten wir einen Termin. Der Verkäufer zeigte uns sein Musterhaus, welches er als Büro nutzt, und erklärte uns die Bauausführung und Ausstattung der Danwood-Häuser. Dann ging es auch schon konkret ans Rechnen. Das Haus, welches unser künftiger Nachbar gebaut hat, war ein Viva 211, eigentlich ein freistehendes Haus, welches zur Doppelhaushälfte umgestrickt wurde. Er hatte gut gewählt, die Größe und Raumaufteilung schienen uns optimal, kurzum, wir wollten das gleiche, nur spiegelverkehrt, damit es optisch zum Nachbarhaus passt. Ausserdem war das Baufenster auf "unserem" Grundstück einige Zentimeter zu schmal, so dass kein Viva 211 hineingepasst hätte. Das war jedoch kein Problem, denn das Haus kann zentimetergenau eingekürzt werden. Das kostet eine Änderungspauschale, aber die Materialersparnis wird gegengerechnet. Auch eine Garage kann mitgebaut werden. Nach rund 2 Stunden fuhren wir wieder nach Hause, im Gepäck ein Angebot für "unser" Haus, schlüsselfertig und mit einigen Extras, dazu Pläne und vor allem: Eine komplette Kostenaufstellung inklusive sämtlicher Nebenkosten, die im Zuge eines Bauvorhabens entstehen, und an die man erstmal gar nicht denkt (Z.B. Architekt, Prüfstatiker, Baustrom, Schuttcontainer, Versorgungsanschlüsse, Aussenanlagen usw.). Sowas ist enorm hilfreich, wenn man mit der Bank das Finanzierungsvolumen besprechen muss. Wenn man nämlich alles vorher auflistet, muss man hinterher nicht umständlich nachfinanzieren. Mein Tipp zur Finanzierungs-Kalkulation: Kalkulieren Sie reichlich. Alles wird teurer als man denkt, egal ob mit Danwood oder irgendeinem anderen Bauträger. Granitfliesen kosten nun mal mehr als normale, Echtholztüren sind teurer als Furnier, und einen elektrischen Rolladen bekommt man nicht zum selben Preis wie einen handbetätigten. Das ist kein böser Wille und keine Raffgier des Bauträgers, sondern normal. Tipp für das Finanzierungsvolumen: Nehmen Sie für die erste Kostenaufstellung einige Extras rein, auch wenn Sie die gar nicht wollen. Die können Sie dann bei der genauen Ausstattungsfestlegung wieder entfernen. Auf diese Art erhöht sich der erforderliche Darlehensbetrag durch nachträgliche Sonderwünsche nicht, und es entsteht kein weiterer Diskussionsbedarf mit der Bank. In den folgenden Tagen habe ich nach Informationen über Danwood geforscht, zunächst mit wenig Erfolg. Herausgefunden habe ich, dass Danwood die westeuropäische Vertriebsmarke der polnischen Firma Unibud ist (www.unibud.com.pl, dort kann man sich die Häuser auf polnisch anschauen). Unibud wiederum ist eine Tochtergesellschaft des polnischen Baukonzerns Budimex, der vorwiegend Großprojekte in ganz Europa erstellt. Die Fertighäuser werden also offensichtlich nicht von einer dubiosen Hinterhoffirma zusammengenagelt. Das beruhigt ein wenig. Es folgten noch grobe Kostenvergleiche mit anderen Fertighausherstellern und 2 konventionellen Bauträgern, und nach einigen Tagen Bedenkzeit haben wir uns entschlossen: Wir machen das.
Die Finanzierung war recht schnell geklärt und der Bauwerkvertrag wurde unterschrieben. Nach Überweisung der Anzahlung (5%) haben wir die ersten
Bilder von DAN-WOOD Fertighaus
Pläne erhalten, die wir nach Belieben so lange ändern durften, bis alles unseren Vorstellungen entsprach. Wir haben z.B. Wände verschoben, Fenster geändert und aus der geschlossenen Küche eine offene Küche mit Theke gemacht. Mehr- und Minderaufwand für die Hausherstellung werden natürlich verrechnet, das Ändern und Erstellen neuer Pläne kostete nichts.Dann passierte eine Weile gar nichts, weil sich die Thematik Grundstückskauf, Notartermin, Grundbucheintrag usw. ziemlich lange hinzog. Egal, es war Dezember, und wer will schon im Winter bauen. Während dieser Zeit konnten wir uns aber in Ruhe Gedanken über die Ausstattung des Hauses machen. Hierzu gibt es von Danwood eine Bemusterungs-CD, auf der man alles anschauen und z.B für Fliesen oder Türen zumindest eine Vorauswahl treffen kann. Die eigentliche Bemusterung findet dann aber beim Vertriebspartner anhand von Originalmustern statt, denn eine Fliese schaut "in Echt" schon etwas anders aus als am Monitor. Grundsätzlich kann man sagen, die Auswahl für alle Bereiche, von der Haustür bis zum Wasserhahn, ist groß, die meisten Variationen sind preisgleich, und wenn Aufpreise fällig werden, dann sind diese zumeist angemessen. Ausserdem sind sehr viele Dinge im Standard-Lieferumfang enthalten, die bei anderen Herstellern nur gegen Aufpreis geliefert werden. Als kleine Einschränkung möchte ich anmerken, dass bei der Fliesenauswahl von den über 50 Möglichkeiten ein grosser Teil eigentlich unter der Rubrik "Geschmacklosigkeiten der frühen 80er Jahre" geführt werden müsste. Letztendlich ist das aber egal, denn wenn mir von 35 Badezimmer-Wandfliesen vier verschiedene gut gefallen, dann habe ich mit den 31 hässlichen kein Problem. Ausserdem unerfreulich: Bodenbeläge aus Kork, Linoleum, Massivholzdielen oder auch nur schnödes PVC sind nicht lieferbar. Es gibt nur Teppich (Standardausstattung), Laminat, Fertigparkett und Fliesen (Standard für Bad, Küche, WC, Diele und Hauswirtschaftsraum). Man kann aber für jeden Raum den Bodenbelag aus dem Leistungspaket herausnehmen und erhält dafür eine Gutschrift, die mir halbwegs angemessen erscheint. Wir werden dann auch alles, was nicht gefliest ist, in Eigenleistung machen. Überhaupt: Wenn einem irgendwas nicht gefällt, gilt die Devise: Mach´s selbst. Man kann fast alles aus dem Gesamtpaket gegen Gutschrift herausnehmen. Einziger Nachteil ist, dass man für´s Selbermachen natürlich keine Gewährleistung bekommt.
Genug der Theorie, irgendwann waren dann alle Pläne fertig und unterschrieben, so dass nun die Statik für das Haus erstellt werden konnte. Das dauert ca. 2-3 Wochen. Aus der Statik des Hauses muss dann wiederum ein Statiker anhand der örtlichen Gegebenheiten die Statik der Fundamente für die Bodenplatte berechnen. Die Bodenplatte habe ich bei einer kleineren Baufirma hier vor Ort beauftragt, da diese auch die Bodenplatte der anderen Doppelhaushälfte mängelfrei erstellt hat. Ausserdem war deren Angebot etwas günstiger als das eines anderen Bodenplattenbauers, welches mir der Danwood-Vertreter vermittelt hat. Auf einen Keller haben wir bewusst verzichtet, denn in unserem Baugebiet gibt es schon in geringer Tiefe drückendes Grundwasser, und ein druckwasserfester Keller ist nicht nur relativ teuer; es garantiert mir auch niemand, dass der Keller in 20 Jahren immer noch druckwasserdicht ist. Wir werden statt dessen unsere Garage als Keller-Ersatz nutzen. Die Beauftragung der Bodenplatte bei der örtlichen Firma war auch deshalb ein Glücksgriff, weil mir deren Geschäftsführer sehr viele Dinge abgenommen hat, um die man sich sonst selbst kümmern muss, z.B. Beauftragung des Prüfstatikers (ist nur in Hessen und Brandenburg vorgeschrieben), Vermessung, Papierkram mit dem Bauamt, Abstimmung mit den Energieversorgern, Wasseranschluss usw., deshalb hier schon mal ein ausdrückliches Lob an die Firma Günther & Guntrum Bau in 61184 Karben. Die Bodenplatte wurde termingerecht fertiggestellt und am 25. April ohne Beanstandung durch den Bauleiter von Danwood abgenommen. Der Liefertermin für das Haus wurde auf den 22. Mai festgelegt.
Am 22. Mai um viertel vor sieben ging es los. Unser Haus war auf insgesamt 5 Lastzügen verpackt. Ein 6 Mann starker Montagetrupp von Danwood sowie ein Kranwagen samt Kranführer standen bereit. Dazu kamen im Lauf des Vormittags noch 2 Elektriker. Das Erdgeschoss stand zur Mittagszeit bereits komplett. Leider hat es dann am Nachmittag mehrere Stunden lang geregnet, wodurch die Schalldämmung in der Geschossdecke nass wurde. Da die Geschossdecke aber nach unten hin noch offen ist, wurde mir versichert, dass das alles wieder vollständig und ohne bleibende Schäden trocknet, was mir auch von neutraler Seite so bestätigt wurde. Am zweiten Montagetag um 17 Uhr wurde das letzte Dachteil aufgesetzt. Das Dach ist bereits ab Werk fertig gedämmt und auf der Aussenseite mit einer diffusionsoffenen Unterspannbahn (man lernt jeden Tag neue tolle Wörter!) versehen. Das fühlt sich an wie ein Vliesmaterial und lässt keinen Regen durch, aber es lässt Luftfeuchtigkeit von innen nach aussen abziehen. Sozusagen "Gore-Tex" für´s Haus. Da es immer noch regnete, konnte man sehen, dass das Material seinen Zweck erfüllt. Ich war an den beiden Montagetagen fast permanent auf der Baustelle und kann sagen, dass die Vorfertigung aller Teile absolut passgenau war.Es musste nichts nachgearbeitet oder mit Gewalt an Ort und Stelle gebracht werden. Auch die Präzision bei den Abmessungen ist beeindruckend: Die Planer von Danwood haben für Haus und Garage die volle Grundstücksbreite von 13,71m genutzt, was mir schlaflose Nächte bereitet hat. Als Haus und Garage aufgebaut waren, haben wir nachgemessen: 13,69m, dazu kommen jetzt noch 7mm Aussenputz und die Edelstahl-Dachkante für die Garage (Die Dachrinne sitzt oben auf der Wand). Die Gesamtbreite wird also fast Millimetergenau eingehalten, was auf eine sehr gewissenhafte Werksproduktion schließen lässt. Auch das Montageteam arbeitete sehr ordentlich und gewissenhaft. Die Elektriker waren schon am dritten Tag fertig und fuhren weiter zur nächsten Baustelle. In der zweiten Montagewoche kamen die Installateure für Heizung und Sanitär (deutsche Firma), und waren nach 2 Tagen fertig. Der Kranführer, der nach eigenem Bekunden für sehr viele Fertighaushersteller arbeitet, hat mir erzählt, dass die Qualität der Danwood-Häuser, was z.B. Wandstärke und Solidität der Dachkonstruktion angeht, sich durchaus im oberen Drittel aller Anbieter bewegt. Auch der Prüfstatiker hat das in ähnlicher Weise bestätigt.
Vom Beginn des Hausaufbaus bis zum vorläufigen Ende der Arbeiten vergingen genau 6 Wochen. Vorläufiges Ende deshalb, weil nun erstmal der Estrich trocknen musste. Alle Arbeiten, die davon abhängig sind (Fliesen, Bodenbeläge, Montage der Sanitärausstattung) werden erst begonnen, wenn bestimmte Werte für die Restfeuchte eingehalten werden. Dies wurde durch den Bauleiter regelmäßig mit Hilfe eines Messgeräts überwacht. Nach 5 Wochen waren alle Räume mit Ausnahme des Badezimmers trocken. Der Grund hierfür ist, dass im Bad der Estrich 2 cm dicker ist, um die Rohre der Fußbodenheizung aufzunehmen. An diesem Punkt wurde leider vergessen, dass die Fussbodenheizung in Betrieb genommen werden muss, bevor darauf gefliest werden kann. Dies fiel erst auf, als ich eigentlich schon fest mit dem Beginn der Fliesenlegerarbeiten rechnete. Nun musste also erst der Heizungsbauer bestellt werden und die Heizung anschliessen und starten. Das Aufheizen des Estrichs dauerte nochmal 10 Tage, so dass uns insgesamt fast 3 Wochen verlorengegangen sind. Wäre die Fußbodenheizung sofort in Betrieb genommen und zur Trocknungsbeschleunigung genutzt worden, hätten die Fliesenarbeiten noch deutlich früher begonnen werden können. Nachdem ich mich kurz aufgeregt habe, weil mir allmählich die Zeit knapp wurde (Wohnung war schon gekündigt), hat Danwood reagiert und will nun für eine zügige Abwicklung der Restarbeiten sorgen, so dass wir vermutlich Mitte September umziehen können. Eigentlich wollten wir Ende August mit dem Umzug beginnen. Der Bauleiter hat jedenfalls versichert, dass nun alles schnellstmöglich und zu unserer Zufriedenheit erledigt werden würde. Kurze Zwischenmeldung vom 19.09.06: Es hat nochmal Verzögerungen gegeben, was nun in höchstem Maße unerfreulich ist, da wir zu Ende September umziehen MÜSSEN, komme was da wolle, und immer noch nicht alles erledigt ist. Unter anderem ist das Badezimmer nur eingeschränkt benutzbar, weil zu wenig Fliesen geliefert wurden. Mittlerweile hängt es mir ziemlich zum Hals raus, dass diese Firma offensichtlich so überlastet ist, dass sie es nicht schaffen, Mängel zeitnah zu beheben. Seit dem Montagebeginn waren nun 4 Monate vergangen, was nicht ganz zu den vollmundigen Versprechungen auf der Danwood-Webseite passt.
Und dann ist doch tatsächlich das passiert, womit wir fast nicht mehr gerechnet hätten: Kurz vor Ende September 2006 sind wir in unser neues Haus eingezogen! Am selben Tag war der Fliesenleger da und hat seine Restarbeiten gemacht. Wir sind dann sicherheitshalber noch für 3 Tage zum Duschen in die alte Wohnung gefahren, bevor wir unsere Duschkabine aufbauen wollten (keine Danwood-Leistung, die hatten einfach keine schöne Viertelkreis-Duschkabine). Und nun folgte des Dramas nächster Teil: Bereits bei der "Trockenübung", also dem Dranhalten der Duschkabinen-Komponenten, zeigte sich, dass die Duschwanne schief eingebaut war. Aber so richtig. Die Neigung, diagonal über die Ecken gemessen, betrug stolze 14mm. Das kriegt selbst der begabteste Silikonkünstler nicht dicht. Also haben wir den Bauleiter angerufen, der dann auch einige Tage später kam und sich das Malheur ansah. Erstaunlicherweise behauptete er, dass dies aus handwerklicher Sicht akzeptabel sei, und dass er keinen Anlass sieht, dieses Problem zu korrigieren. Da wir solche Diskussionen auch schon über andere Mängel geführt hatten, die bei der Bauabnahme aufgefallen waren, haben wir diesmal einfach nur gesagt, dass wir auf der Behebung des Problems bestehen und ansonsten die Klärung auf juristischem Wege herbeiführen werden. (Bei den anderen Mängeln war es z.B. so, dass der Bauleiter 2 schief eingebaute Türen für "normgerecht" hielt. Der Bautrupp, der dann irgendwann kam, um andere, "nicht normgerechte" Dinge zu beheben, hat dann nach meinem Hinweis ohne jegliche Diskussion die beiden Türen samt Rahmen ausgebaut und neu montiert (gerade!!), obwohl sie dafür keinen Auftrag hatten. Schon damals habe ich mich gefragt, warum der Bauleiter mir solch sinnlose Diskussionen aufnötigt, wenn das Problem im Handumdrehen gelöst werden kann. Die Erklärung hierfür sollte aber noch folgen). Die Diskussion bezüglich der Duschwanne überließen wir einem befreundeten Bauingenieur, der uns anbot, notfalls auch vor Gericht als Sachverständiger aufzutreten. Trotzdem zog sich das Duschwannenthema mehrere Wochen hin, bis uns der Bauleiter lapidar mitteilte, dass er das Unternehmen zum Monatsende (Oktober) verlassen wird, und dass er alle offenen Punkte an die Zentrale in Berlin abgegeben hat. Aha. Ich habe dann umgehend mit Berlin telefoniert und darum gebeten, dass man mir schnellstens den ab sofort zuständigen Bauleiter schicken möge, damit ich ihm zumindest mal zeigen kann, was noch zu erledigen ist. Der neue Bauleiter war ein gewisser Herr Trofimczuk. Mein Nachbar kannte ihn, denn Herr T. hatte auch sein Haus gebaut. Mein Nachbar sagte dann auch, "Mach dir keine Gedanken, jetzt klappt´s". Naja, abwarten. In der ersten Novemberwoche kam Herr T. vorbei und sah sich die verbliebenen Mängel an (Duschwanne, Haustür, Garagentor und ein Paar Kleinigkeiten). Er war recht wortkarg, aber nachdem er alles gesehen hatte, kam ein ziemlich überraschender Satz, den ich vom alten Bauleiter noch nie gehört hatte: "Ich denke, dass wir bis Ende November alles zu Ihrer Zufriedenheit erledigt haben". Keine Diskussion. Kein Kleinreden der Mängel. So geht es also auch. Hoffentlich folgen den Worten auch die Taten.
Er hatte nicht zu viel versprochen. Es wurde alles innerhalb von 3 Wochen behoben. Nach dem Geradesetzten der Duschwanne war mir auch klar, warum der alte Bauleiter da nicht ran wollte: 2 Fliesenleger waren einen ganzen Tag lang beschäftigt mit Ausbau der Wanne, Einbau zusätzlicher Winkel zur Stabilisierung, Austausch von Fliesen und schliesslich der genauen Ausrichtung der Duschwanne. Dafür liegt das Ding jetzt auch schnurgerade. Wir wohnen jetzt seit fast 4 Monaten in unserem Haus, und wir haben inzwischen wieder einen recht positiven Eindruck. Alles ist solide und (inzwischen) auch exzellent verarbeitet. Bedauerlich ist, dass der alte Bauleiter es fast geschafft hat, unsere Stimmung auf den Nullpunkt zu bringen. Noch bedauerlicher ist, dass das Unternehmen dies zugelassen hat, trotz meiner diversen Reklamationen (sowohl direkt als auch über den Verkäufer). Der neue Bauleiter hat jedenfalls dafür gesorgt, dass Stern Nummer vier wieder in der Schlussbewertung steht. Den fünften Stern kann ich auf Grund des Ärgers mit dem alten Bauleiter leider nicht vergeben.
Anmerkungen: Positiv ist mir aufgefallen, dass sehr viele Materialien von namhaften Herstellern kommen, z.b. Schüco-Fenster, Roto-Dachflächenfenster, Dacheindeckung von Braas, Aussenputz von STO, Elektroinstallation von Busch-Jaeger, Garagentor von Novoferm. Die Heizung ist von Vaillant, mit Heizkörpern von Kermi, und wurde von einer deutschen Fachfirma eingebaut. Das relativiert auch ein wenig den Begriff vom "Ausländischen Haus". Ausserdem: Vom vollen Hauspreis führt der Hersteller Mehrwertsteuer an unseren Staat ab. Die Arbeiter, welche das Haus auf- und ausbauen, werden für die Zeit auf der Baustelle nach deutschem Tarif bezahlt und müssen dafür Steuern und Sozialabgaben hier in Deutschland abführen. Dies sei erwähnt für jene Nörgler, die mir erzählen wollen, ich würde die heimische Wirtschaft schädigen.
Zwei Negativpunkte möchte ich auch noch erwähnen: 1. Die Kommunikation auf der Baustelle gestaltet sich mitunter schwierig, da die meisten Mitarbeiter der Baukolonnen kaum deutsch verstehen. Das hatte zur Folge, dass ich häufig den Bauleiter anrufen musste, der dann meine Wünsche, Fragen und Ideen ans Team weitergab. Das ist nicht wirklich schlimm, aber einfacher wäre natürlich, wenn ein deutschsprachiger zur Baukolonne gehören würde. 2. Es fallen riesige Mengen Müll an. Wir hatten rund 20 Kubikmeter. Die Rechnung des Entsorgungsunternehmens beläuft sich auf über 1000€ . Ich habe inzwischen gelernt, dass das wohl bei jedem Hausbau so ist, aber da die Müllentsorgung bei Danwood laut Vertrag Sache des Bauherrn ist, sollte auch dieser Punkt mal erwähnt werden.
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25.08.2007 15:49
Ein sehr informativer Bericht, vielen Dank!
14.10.2006 03:20
Der Bericht ist sachlich und informativ. Die Darstellung erscheint objektiv.
28.09.2006 15:40
dschaegger987 hat offenbar schlecht recherchiert oder schlicht nur phantasiert: Holz für DAN-WOOD Häuser kommt aus Polen oder Finnland, in diesem Jahr sogar zu fast 90 Prozent aus Deutschland. Bauherren können das über Lieferscheine oder Prüfbescheinigungen gern überprüfen. Vielleicht kann dschaegger987 mal belegen, woher er seine Falschinformation hat?