(D)er(E)klige(L)ebewesen(F)resser-auf französisch

4  27.10.2003

Pro:
Man benötigt später kein Visum für eine französische Schule, international anerkanntes Diplom, man lernt dazu, es ist nicht allzu schwer

Kontra:
Relativ hoher Preis, Arbeits -  und Zeitaufwand

Empfehlenswert: Ja 

Centrefolds

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(Prologue)

Wir haben eine zugegeben etwas schrullige, bzw. komische Französischlehrerin. Nach 4 Jahren Französisch Unterricht am Gymnasium kommt sie an: "So, dieses Jahr ist wieder DELF! Wer will mitmachen?" Nach dem ersten Schock war für mich und ein paar wackere Mitstreiter klar: Ja, hier. Machen wa.

(Meine DELF Erfahrungen)

Zunächst mal fand ich so einiges heraus. Einer der wichtigsten Punkte war: "Ihr müsst Geld bezahlen!" Und zwar nicht allzu wenig. 39 Euro solltens sein + ein Übungsheft für 9 Euro. Das Geld gibts natürlich nicht zurück, auch im Falle des Durchfallens. Das ist ein happiger Beitrag, und einige Eltern werdens sich sicher zweimal überlegen, ob sie ihr "Kind" da mitmachen lassen.
Desweiteren hab ich erfahren, was DELF eigentlich genau heißt. Nämlich "Diplôme d´Etudes de Langue Francaise". Hört sich toll an, isses auch, denn dieses Diplom ist tatsächlich auf der ganzen Welt anerkannt und berechtigt dazu, auf einer französischsprachigen Schule zu studieren, ohne vorher ein Visum abegelegt zu haben (sagt man das so?). Außerdem freut sich ein jeder Arbeitgeber darüber, dass sein potentieller neuer Angestellter so schön fleißig ist und quasi Franze-Überstunden nimmt.

Denn das muss man auch: Überstunden nehmen. Ende des Jahres 2002 fing für uns das Lernen an: Zweimal wöchentlich (in unserm Fall Dienstag und Mittwoch) in der 7. Stunde traf man sich mit dem lustigen Herrn Ziemer (der mittlerweise pensioniert ist, leider) im Musikraum und übte. Wie das aussieht? Wie folgt.
Zunächst mal gibt es da dieses Heft. Es ist weiß mit ein bisschen Schrift drauf, natürlich und drinnen stehen allerlei Aufgaben. Diese Aufgaben lassen sich in zwei Sparten unterteilen: "Oral" und "Ecrit". Perverse suchen Kategorien wie "Anal" aber vergebens. Macht auch nix, denn hier kann man noch mehr lernen. Aufgaben, die unter "Oral" fallen, sind beispielsweise Hörverstehensaufgaben (man hört sich einen Text auf KAssette an und beantwortet hinterher Fragen, meist Multiple Choice), oder man versetzt sich in die Lage eines anderen Menschen und redet mit dem Lehrkörper, usw. Unter Ecrit fallen Aufgaben wie "Was hältst du von der EU"? Oder "Stell dir vor, du wärest Großvater" usw. Dazu soll man dann was schreiben, möglichst fehlerfrei und immer mit Wortbegrenzung.
So lief das also bis März diesen Jahres, bis unsere erste Prüfung anstand.

(Die Prüfung)

Die schriftliche Prüfung fand an einem Samstag Morgen in der Schule statt. Dazu bekamen wir alle ein oaar Zettel mit den Fragen ausgeteilt, und machten uns leise ans Werk. Die Aufgaben waren nicht allzu schwer, auch nicht für mich, einen ewigen Französisch Dreier. Dabei liegen grade in der sprachlichen Richtigkeitmeine Schwächen. Aber alles war okay.

Zwei Wochen später standen dann die mündlichen Prüfungen statt, und da waren wir alle etwas nervöser als bei der schrifttlichen. Wir fuhren nach Paderborn, das ist in NRW (denn in dem Regierungsbezirk fallen wir, mit DELF-Zentrale in Düsseldorf), und betraten dort eine Realschule, wo die Prüfungen stattfanden. Der Witz an der Sache ist übrigens, dass wir hier unser mündliches DELF ablegen sollten, und zwar DELF A1 und A2, warum das eigentlich so ist, weiß keienr so genau. Das richtige Diplom haben wir erst nach A3 und A4, also nach den nächsten Prüfungen. Ist verwirrend, ich weiß. Aber auch egal.
Jedenfalls setzten wir uns dann da hin und warteten bis wir dran kamen. Wir kamen in einen Raum, in dem schon viele andere Schüler warteten, und suchten und zufällige Aufgaben aus, über die wir dann Stichworte schreiben durftn, eine Viertelstunde lang. Dann kamen wir in einen Raum, in dem wir allene mit einer Prüferin (in meinem Fall) saßen. Die sagte irgendwas auf viel zu schnellem Französisch und wir erzählten ihr etwas über unser Thema. Alle gingen mit dem Gefühl nach Hause: "Man, ist das Scheiße gelaufen!", doch am Ende wurden wir alle belohnt: Alle haben bestanden, und zwar mit i Schnitt 16 von 20 möglichen Punkten. Wir brauchten 10, um zu bestehen. Ziemlich einfach, denkt man sich, dafür, was das Diplom bedeutet.

(FAZIT)

viel Organisationsaufwand, aber nicht für uns, ziemlich schweres System, aber nicht für uns, ziemlich coole Folgen, für uns und relativ einfache Aufgaben. DELF A1 und A2 waren pippifax (ja, der Tobi ist schon super :-)), sicherlich auch für Schüler, die nicht grade 1 oder 2 stehen.

Mal sehen wie die nächsten werden...eventuell gibts dann ja auch ne Fortsetzung dieses Berichts. Wenn ich nicht vor Frust dahinsieche oder so.

Meinen Dank fürs Lesen.

Tobias

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Koivu

Koivu

28.12.2005 18:03

DELF A1 und A2 waren echt pippifax. Beim A4 habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Prüfung stark nach Schwierigkeitsgrad schwanken. Mal sind sie schwierig, dann wieder meeeega soft :( Greets Koivu

bin14

bin14

21.06.2005 14:49

Ich mache heute die schriftliche A2 Prüfung...

Andrea86

Andrea86

03.01.2004 15:31

Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, die DELF Prüfung vorzubereiten und dann demnächst die Prüfung abzulegen. Ich finde es eine extrem gute Sache und komme gut damit zu recht, also bisher noch :-). Da ich die Erfahrungen von euch gelesen habe, scheint es mir, als ob die Prüfungen gar ncith so schwer sind...hoffe auf ein erfolgreiches Abschließen :-) Euch allen noch viel Spass damit und ebenso viel erfolg! Lieben Gruß, Andrea***

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