DELL Latitude D600

DELL Latitude D600

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Nach gut 3 Jahren täglichen Einsatz war es an der Zeit wieder mal ein neues Notebook zu bekommen. Mein altes HP Omnibook 6000 hatte wirklich viel mitgemacht und immer gute Dienste geleistet. Doch nun wurde das Gehäuse an vielen Stellen schon brüchig und das Betriebssystem war auch nicht mehr ... Bericht lesen





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1-6 von 13 Erfahrungsberichten    
> Alle 13 DELL Latitude D600 Erfahrungsberichte anzeigen
Mein neues Heizkissen
Erfahrungsbericht von tgierich über DELL Latitude D600
26.03.2004


Produktbewertung des Autors:   

Verarbeitung sehr gut 
Akkulaufzeit lang 
Kontraste mittelmäßig 
Festplatten-Kapazität groß 
Bedienung/Ergonomie gut 
Software-Ausstattung gut 

Pro: Gutes Preis - Leistungsverhhältnis, Ausstattung, Verarbeitung
Kontra: Tastatur, Bildschirm und Wärmeentwicklung

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Nach gut 3 Jahren täglichen Einsatz war es an der Zeit wieder mal ein neues Notebook zu bekommen. Mein altes HP Omnibook 6000 hatte wirklich viel mitgemacht und immer gute Dienste geleistet. Doch nun wurde das Gehäuse an vielen Stellen schon brüchig und das Betriebssystem war auch nicht mehr so stabil. Also hatte der IT-Support unserer Firma ein Einsehen mit mir und meinem Notebook und daher wurde das Altgerät gegen ein nigelnagelneues Dell-Notebook D600 ausgetauscht.

♫ Vorspiel: Die Technik ♫
Prozessor: Intel Pentium M Prozessor mit 1,4 GHz
Cache: 1MB im Chip integrierter L2-Cache
Chipsatz: Intel 855 PM mit Unterstützung für 4xAGP-Grafikkarte und USB 2.0
Arbeitsspeicher: 512 MB Ram mit 251 MHz
Grafik: ATI Mobility Radeon 9000 mit 64-Bit Technologie, 4xAGP und 32MB DDR-Speicher
Display: 14,1“ XGA TFT (1024 x 768)
Festplatte: 60 GB ATA-100
Modem: Eingebautes Modem (56K V.92)
Netzwerk: Integrierte 10/1000/1000 Gigbit Ethernet Karte
PC-Card-Steckplatz: 1 Steckplatz zu Unterstützung PC-Card Typ ½
Audio: Soundblaster (Software-Emulation), AC97 CODEC, zwei integrierte Stereolautsprecher
Zeigegerät: Integriertes Zeigegerät DualPoint mit Touchpad und Trackstick
Akku: Lithium-Ionen-Akku mit 6 Zellen und 48 Wh
Optischer Speicher: DVD/CD-RW (24x/24x/10x) sowie 3,5“ Diskettenlaufwerk
Wireless Lan: Dell TrueMobile 1300, Wireless Lan nach IEEE 802.11 b/g (Bis zu 54 MBit/S) sowie Dell True Mobile 300 Bluetooth Model 1.1

Anschlüsse:
Rückseite: USB: 2 x USB 2.0 Seriell, Parallel, S-Videoausgang, VGA,
Seitlich: Kopfhörer und Mikrofonanschluss, Infrarot-Port

Abmessungen:
30,8mm x 315 mm x 257mm (H/B/T) ; Gewicht ca. 3,2 kg
Betriebssystem: Windows XP

♫ Das Aussehen ♫
Durch das Dell Tri-Metall Gehäuse wirkt das Notebook sehr ausgefallen und elegant. Dieser Eindruck wird durch die abrundeten Ecken des Notebooks noch unterstrichen. Durch die Verwendung der Intel Centrino Technologie ist das Notebook mit seinem Gewicht und seinen Abmessungen kein Schwergewicht. Mit ca. 3,2 kg lässt es sich einfach und leicht transportieren.
Angesichts der Leichtigkeit des Notebooks wäre eine hohe Empfindlichkeit an das Gehäuse und die Hardware zu erwarten. Doch die Verarbeitung des Notebooks hat daran aber keineswegs gelitten. Das Gehäuse und der Mechanismus für das Display machen einen sehr stabilen und robusten Eindruck. Erste Einsätze in meiner Notebooktasche haben keinerlei Schäden hinterlassen.

♫ Die Performance ♫
Nach dem ersten Einschalten war ich sehr überrascht, wie schnell der Rechner zum Anmeldebildschirm hochfährt. Bis dato war ich von meinem alten HP Omnibook immer gewöhnt, dass ich nach dem morgendlichen Einschalten des Rechner gemütlich mir noch einen Kaffe in der Küche holen konnte, bevor ich überhaupt den Anmeldebildschirm sah. Dies ist bei dem Dell nicht der Fall, nach kurzer Zeit kann ich mich im Netzwerk oder Lokal anmelden.

Die Geschwindigkeit der CPU in Verbindung mit dem großen Hauptspeicher bringt eine sehr gute Verarbeitungsgeschwindigkeit. Ich kann parallel mehrere speicherfressende Anwendungen wie beispielsweise IE, Outlook, Excel, Word und Powerpoint mit verschiedenen Dateien geöffnet haben, ohne dass der Computer sich permanent mit der Festplatte beschäftigen muss. Somit ist auch unterwegs eine höhere Leistung des Akkus zu erwarten, da die Festplatte weniger beansprucht wird.

Die Festplatte mit 60GB Speicherplatz bietet genügend Platz für meine Projektdaten, und der Zugriff auf die Festplatte geschieht auch rasend schnell. Selbst wenn man größere Dateien speichern möchte, kommt es nicht zu wesentlichen Verzögerungen beim Speichern.

Ein wesentlicher Fortschritt im Hinblick auf die Performance stellen die beiden USB 2.0 Anschlüsse dar. Denn über diese Schnittstelle wird eine höhere Datenübertragung möglich, als bei USB 1.1. Für mich ist das besonders wichtig, wenn ich eine Datensicherung auf meine externe Harddisk durchführe. Hier ist bei der Sicherung und Zurückspeicherung von großen Datenmengen eine verbesserte Performance spürbar.

Was das Zusammenspiel zwischen Betriebssystem, Hardware und Anwendungsprogrammen angeht, sind meine Erfahrungen im Hinblick auf Stabilität nicht erwartungsgemäß. War mein damaliger Schritt von Win 98 auf Win 2000 ein großer Schritt was das Thema Stabilität und Systemabstürze war, so enttäuscht mich hier doch mein neues Notebook. Schon bei den ersten Gehversuchen mit dem neuen Gerät kam es zu einigen Abstürzen von Anwendungsprogrammen wie beispielsweise Word oder Powerpoint. Hier hätte ich mir eine größere Zuverlässigkeit gewünscht, so wie ich es von Win 2000 gewohnt bin.

♫ Was zum Gucken und Hören ? ♫
Das Notebook ist wie oben schon beschrieben mit einer ATI Mobility Radeon 9000 Grafikkarte ausgestattet. Da ich den Rechner hauptsächlich für Office-Anwendungen wie Excel oder Powerpoint nutze, ist die Geschwindigkeit der Grafik völlig ausreichend. Die Auflösung von 1024 x 768 ist im Hinblick auf meine Anwendungsgebiete auch völlig ausreichend. Beim Betrieb mit einem Beamer schaltet das Notebook automatisch in eine niedrigere Auflösung.

Der auffälligste Nachteil des Notebooks ist das Display. Beim Betrieb am Stromnetz glänzt das Display durch eine gute Helligkeit und Ausleuchtung. Auch das Betrachten des Displays von der Seite ist kein Problem. Jedoch wirken die Schriften und Grafiken auf dem Display immer etwas unscharf und ein wenig verschwommen. Dies war bei meinem alten HP Omnibook nicht der Fall. Besonders schlimm wird es dann, wenn ich den Computer vom Netz nehme und über die eingebaute Batterie betreibe. Dann verschlechtert sich das Ergebnis erheblich, da die Batterie wohl geschont werden muss.

Im Hinblick auf den Sound bietet das Notebook guten Standard, so dass man ohne weiteres CDs oder DVDs hören bzw. anschauen kann. Zwar wird kein Dolby-Surround geboten, aber für Unterwegs ist die Qualität völlig ausreichend. Und über den seitlich eingebauten Kopfhörer kann man den Sound genießen, ohne seine Umwelt zu stören.

♫ Standfestigkeit ohne Strom? ♫
Wer wie ich, viel beruflich unterwegs ist, schätzt es, wenn man nicht immer auf eine Steckdose im Flugzeug oder Zug angewiesen ist. Das Notebook wird standardmäßig mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgeliefert, der locker zwischen 2,5 und 3 Stunden arbeiten ohne Strom zulässt. Dies hängt immer davon ab, wie stromverbrauchend man arbeitet, sprich Zugriff auf externe Laufwerke oder Wireless-LAN. Auf jeden Fall ist im Vergleich zu meinem alten Notebook eine wesentliche Leistungssteigerung aufgetreten, die es mir erlaubt unabhängig zu arbeiten. Dies ist sicherlich u.a. auch auf die verwendete Intel Centrino Technologie zurückzuführen.

♫ Und wie kommen die Daten in die Büchse? ♫
Wenn nicht über die Telefonleitung oder per Diskette oder CD, bleibt eigentlich nur noch die Tastatur übrig. Das Notebook verfügt über eine 88-Tasten-Tastatur, die auf mich einen sehr billigen Eindruck macht. Das Tastengefühl ist im Gegensatz zu HP Omnibook-Tastatur sehr hart und die Tastatur ist sehr laut. Dies ist besonders störend, wenn man mit mehreren Kollegen auf engstem Raum sitzt und jeder sprichwörtlich auf seine Tastatur einhakt. Außerdem springen die Tasten bei hartem Kontakt so zurück, dass man teilweise unter die Tasten greifen kann und sich somit in der Tastatur verhakt.

Des Weiteren verfügt die Tastatur über ein Touchpad sowie einen Pointing-Stick. Ich weiß, dass es hier viele Anhänger der einen oder anderen Methodik gibt. Ich für meine Fälle verlasse mich dabei immer auf das Touchpad. Dieses ist sehr leicht zu bedienen, und ermöglich eine exakte und einfache Steuerung auf dem Bildschirm. Großes Nachjustieren z.B. bei Zeichnungen in Powerpoint sind nicht notwendig. Der Pointing-Stick ist in die Tastatur eingebettet und ist auch sehr leicht und einfach zu bedienen. Da ich jedoch die Tastatur mittels einem Mischmasch aus 10- und 2-Finger-Suchsystem bediene, bevorzuge ich immer das Touchpad. Aber der Pointing-Stick mit den beiden Maustasten ist ebenbürtig.

Was ich jedoch störend empfinde bei längerem Arbeiten mit dem Notebook ist die Wärmeentwicklung. Auf der linken Seite des Notebooks wird dabei mehr Wärme freigesetzt als auf der Rechten. Ich empfinde diese Wärme beim Arbeiten als sehr störend und blicke schon sorgenvoll auf die kommenden Sommermonate. Mein altes HP Omnibook war dort wesentlich ausgeglichener und besser abgeschirmt gegen die Hitzeentwicklung auf dem Motherboard.

♫ Was ist mit der Zukunft? ♫
Mein Rechner verfügt in der Konfiguration über ein CD-RW/DVD-Laufwerk. Damit kann man einerseits große Datenmengen zwischen den Computern austauschen, aber auch andererseits das Laufwerk zur Sicherung von großen Datenmengen nutzen. Dies ist für mich sehr angenehm, da ich große Datenmengen bei mir lokal auf dem Rechner halte, und somit regelmäßig meine Datensicherung durchführe.

Zwar wurde mir der Rechner mit einem 3,5“ Laufwerk ausgehändigt, aber dieses habe ich sofort in meinem Schreibtisch deponiert, und werde es wahrscheinlich auch vor Ablauf der Leasing in knapp 3 Jahren nicht mehr herausholen. Denn auf meinen Projekten erfolgt der Datenaustausch größtenteils immer wieder über USB-Speichersticks, und diese können einfach an die vorhandene USB-Schnittstelle angeschlossen werden.

Hinsichtlich der drahtlosen Kommunikation ist das Notebook hervorragend ausgestattet. Einerseits verfügt es über eine eingebaute Wireless-Lan Karte, die eine Übertragungsrate von bis zu 54 MBit/S zulässt, und andererseits ist das Notebook mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet, die es zulässt externe Geräte über diese Schnittstelle anzusteuern. Insgesamt sehr damit der Zukunft ziemlich gelassen entgegen, da das Notebook über die Technologien verfügt, die in den nächsten Jahren im privaten als auch im professionellen Bereich immer mehr an Bedeutung gewinnen werden. Insgesamt sehr ich den Computer für meinen Anwendungsbereich als sehr gut ausgerüstet an, und denke, dass größere Investitionen in die Hardware in den kommenden Jahren nicht notwendig sein werden. Lediglich ein eingebautes ISDN-Modem wäre noch wünschenswert, aber es ist ja immer noch das gute alte Fritzchen von AVM vorhanden.

♫ Mein Fazit ♫
Insgesamt fällt mein Fazit für das Gerät recht durchwachsen aus. Auf der einen Seite wird für einen Preis ab ca. 1.299 Euro ein sehr gut ausgestattetes Gerät mit moderner und zukunftsträchtiger Technologie geboten. Mit Bluetooth, DVD-Laufwerk und Wireless-Lan ist man wirklich sehr gut für die nächsten Jahre gewappnet.

Doch auf der anderen Seite haben Dinge der Ergonomie wie Tastatur, Display oder die Wärmeentwicklung des Notebooks geradezu darunter gelitten. Meiner Meinung sind diese Dinge sehr verbesserungswürdig, da gerade die Wärmeentwicklung auf der linken Seite des Gerätes von mir als sehr störend empfunden wird.

Alles in Allem jedoch handelt es sich bei dem Dell Lattitude D600 um ein Gerät, welches sich durch eine hohe Performance und gute Verarbeitung auszeichnet. Das Notebook ist die Verwendung von Office-Anwendungen und zum gelegentlichen Abspielen von CDs und DVDs sehr gut geeignet. Und beim nächsten Hexenschuss brauche ich dann kein Heizkissen mehr, sondern lege mir einfach das Notebook in den Rücken.

Viel Spaß bei Lesen, Kommentieren und vor allem beim Bewerten
wünscht Euch
Tom

   

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