Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Preis, Aufmachung, Idee |
| Kontra: |
Rechtschreibfehler, fehlende fachliche Kompetenz |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Musicals gewinnen in letzter Zeit immer mehr an Beliebtheit, sowohl in Deutschland als auch international. Manchmal möchte man sich über das Wissen aus handelsüblichen Vorabend-Zeitschriften hinaus informieren und fachlich kompetente Berichte lesen . Da ich seit einigen Jahren die Zeitschrift "musicals" lese, gelangt mir nur gelegentlich die Da Capo in die Hände.
Aufmerksam geworden bin ich damals auf die Erstausgabe durch einen Werbeaushang am Schwarzen Brett in der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg (Die Schule kooperiert wohl mit der Zeitschrift). Da nun ein Konkurrent der musicals in Aussicht war, wollte ich diesen unmittelbar auf die Probe stellen. Zum Preis von 3 € ergatterte ich also am 1.September 2003 ein druckfrisches Exemplar.
Das Magazin besteht aus ca. 50-60 bunten Seiten auf Hochglanzpapier. Auf dem Titelblatt ist meist ein Foto aus einer aktuellen Musical-Produktion abgedruckt sowie kleinere Hinweise der Titelthemen. Mein erster Eindruck war also recht positiv.
Dann fing ich also an zu lesen. An dieser Stelle sei noch ein Aspekt erwähnt: Ich bin selber in dieser Branche tätig und lese oder kaufe diese Zeitschriften, um mich auf dem laufenden über den aktuellen Stand auf dem Musical-Markt sowie über die Tätigkeiten der Kollegen zu halten, als auch über anstehende Auditions.
Der erste Bericht, den ich las handelte vom Musical "Disney`s Der König der Löwen" (Hamburg). Da ich in diesem Theater vier Jahre lang zugegen war, hatte ich ganz besondere Erwartungen an diesen Artikel. Während des Lesens hatte ich zunächst den Eindruck, dass es sich hier nicht um eine Fachzeitschrift handelte, sondern lediglich um eine billige Nachahmung des Marktführers. Der Schreibstil war eher umgangssprachlich und keineswegs kompetent, doch am meisten störten mich die unzähligen Rechtschreibfehler!
Ich dachte mir zunächst - nun gut, vielleicht war ausgerechnet dieser Artikel noch nicht fertig ausgearbeitet und wurde aus Zeitmangel oder ähnlichem nicht mehr Korrektur gelesen.. Also blätterte ich weiter und erspähte einen Artikel über die Stage School Hamburg. Auch hier eher eine Enttäuschung: viele Rechtschreibfehler und keinerlei fachliche Kompetenz - da hätte sogar ich einen weitaus professionelleren Artikel schreiben können...
Wenn das Lesen schon keine große Freude bereitet, so hofft man wenigstens auf eine schöne bildliche Darstellung der Thematik. Doch leider auch hier eine Enttäuschung: einige Fotos sehen aus wie privat oder zufällig geschossen - es sei denn, sie wurden aus einem Pressearchiv der Stage Entertainment oder anderer großen Produktionen zur Verfügung gestellt.
Als kleines Bonbon findet man in der Mitte des Heftes ein Poster mit einem Darsteller oder einer Darstellerin aus einer aktuellen Produktion. Doch selbst dieses Poster in der Größe DINA3 ist nicht gerade anregend zum Anbringen an die Wand: die Farben sind blass und das Motiv reißt einen auch nicht unbedingt vom Hocker.
Inhaltlich findet man in der Da Capo Berichte über Premieren, laufende Musicalproduktionen und ab und an Berichte und Werbung aus der Stage School Hamburg.
Laut Informationen auf der Homepage hat sich der Ursprung für die Erstellung des Musical-Magazines bereits im Jahr 2000 gelegt, als das Internet-Magazin "Die-Musicalkritik.de" guten Anklang bei Lesern gefunden hatte. Im Herbst 2002 schließlich schlossen sich ehrenamtliche Redakteure und Mitarbeiter zusammen und arbeiteten an der ersten Printausgabe von Da Capo.
Die Zielgruppen sind von den Machern aus "Menschen (...), die sich unter dem Begriff Musical bislang wenig Konkretes vorstellen konnten" (www.da-capo-magazin.de). Sehr interessant.. Wieso sollten Menschen die sich unter Musical wenig vorstellen können oder sich kaum dafür interessieren, eine Fachzeitschrift kaufen? Das wäre, als wenn ich eine Fachzeitschrift über Angeln zulegen würde (Anmerkung: Ich habe mit Angeln nicht das Geringste zu tun und es reizt mich nicht annähernd).
Des weiteren werden als Zielgruppe angehende und bereits professionelle Bühnenschauspieler genannt. Da ich selber, zwar mehr von der tänzerischen Seite, aber dennoch aus der Richtung komme, kann ich nicht behaupten, dass diese Zeitschrift mich als Zielperson anspricht. Zwar werden Fotos und Berichte von aktuellen Produktionen gedruckt, aber mehr auch nicht und selbst das in nicht allzu hoher Qualität.
Interessant ist auch das Motto der Da Capo: "Der Leser ist König". In diesem Sinne sollte sich vielleicht mal einer erbarmen, ihnen die Meinung mitzuteilen..
Das Team besteht aus ehrenamtlichen Mitarbeitern, die selber noch für andere Verlage arbeiten. Da Capo ist seines Ermessens nach unabhängig, doch ich finde teilweise merkt man einen Einfluss der Stage School - sei es über die Produktion von "Von Engeln und Dämonen" und die Workshops. Zugegeben kann man eine Schule nicht wirklich als parteiisch ansehen, aber in gewisser Hinsicht hat es schon einen Einfluss auf die Berichte über die betreffenden Themen (alles erstklassig und hervorragend).
Wie ich auf der Homepage erfahren habe, wird die Da Capo ohne zentrale Redaktion produziert, so dass dadurch angeblich keine geregelte Schlussredaktion möglich ist, was ich nicht nachvollziehen kann: Im heutigen Zeitalter der medialen Kommunikation dürfte so etwas die geringsten Schwierigkeiten bereiten. Jedenfalls wird behauptet, dass durch die kurzfristige Übermittlung einiger Texte keine Korrekturlesungen mehr möglich seien und sich eben dadurch die Rechtschreibfehler sammeln. Das ist eine Ausrede, die ich in keinster Weise nachvollziehen kann: Zunächst einmal hat jedes Schreibprogramm auf dem PC heutzutage eine automatische Rechtschreibprüfung, wo falsch geschriebene Wörter entweder eigenständig verbessert oder zumindest angestrichen werden. Außerdem kann mir keiner weis machen, dass der Inhalt der erstmaligen Ausgabe einer Zeitschrift erst ein oder zwei Tage vor Redaktionsschluss geschrieben wird. Des weiteren finden sich sogar auf der Internet-Präsenz zahlreiche Rechtschreibfehler, und diese kann man nun wirklich nicht klein reden, da man die Internet-Seite jederzeit ändern und bearbeiten kann.
Die Da Capo kann man in nahezu allen zeitschriftführenden Bahnhofs- und Flughafengeschäften oder auch in einigen Musikgeschäften oder Stilke-Filialen zum Preis von 3 € erhalten. Darüber hinaus kann man die Zeitschrift auch für 23 €/Jahr abonnieren, wodurch man eine Ersparnis von 1 € erzielt.. Das Magazin ist mittlerweile auch in Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien und Großbritannien erhältlich.
Möchte man ältere Ausgaben nachbestellen, so kann man das direkt beim Verlag oder online tun.
Das Magazin erscheint in einer Auflage von 20.000 Exemplaren und erscheint ca. alle sechs Wochen.
Der Kontakt geht über:
Jörg Beese
Sport- & Kulturpublizistik
Am Vehrenkamp 54
27324 Eystrup
email: redaktion@da-capo-magazin.de
Telefon: 0 42 54 - 80 28 63
Insgesamt bin ich eher enttäuscht von diesem Magazin. Zwar hielt ich den Preis anfangs für recht günstig, doch leider ist auch das Ergebnis dementsprechend und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist alles andere als ausgeglichen. Da die musicals alle zwei Monate zum Preis von 6,50 € erscheint, handelt es sich dann lediglich um einen Preisanstieg von 2,50 €, der sich aber ungemein als gute Investition entpuppt. Das Magazin liefert weder gute Berichte noch herausragende Bilder. Abgesehen davon sind vielleicht mal lediglich ein oder zwei Audition-Termine abgedruckt, so dass sich selbst unter diesem Aspekt der Erwerb nicht lohnt.
Wenn mal längere Bahnfahrten anstehen, so kaufe ich mir die Da Capo auch manchmal für den Weg, da sie einen nicht besonders beansprucht und schnell durch gelesen ist. Meine Empfehlung bekommt sie jedenfalls nicht, aber ein Sternchen plus wegen der guten Heftqualität und der eigentlich guten Idee.
Für weitere Informationen kann man die Internet-Präsenz unter www.da-capo-magazin.de besuchen. Dort gibt es auch Leseproben sowie Fotos und Informationen inklusive Rechtschreibfehler...
| weitere Erfahrungsberichte |
Die Zeitschrift für Musicalfreunde
Bewertung für Da Capo von
pandolito
Pro: Stil, Aufmachung, Inhalt und Preis
Kontra: Viele Tippfehler, teilweise unausgegoren
Wer in der deutschen Musicallandschaft regelmäßig Informationen über Neuinszenierungen, aktuelle Entwicklungen und Darsteller haben wollte, hatte früher nur zwei Alternativen zur Auswahl: Die "Musicals", das Fachblatt der Branche und "Blickpunkt Musical" ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
30.05.2004
(20.03.2005)
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Kurzweilig und günstig für Endverbraucher
Bewertung für Da Capo von
NordlichtHB
Pro: übersichtlich, auf deutschsprachigen Raum bezogen, viele Tipps und Vorschauen
Kontra: Für Fachleute vielleicht zu "verbraucherfreundlich" geschrieben
Ich habe die Da Capo seit einem Jahr abonniert. Vorher hatte ich sie gelegentlich am Bahnhof geholt, da ich eigentlich nicht ioft ins Musical gegangen bin, mir was das einfach zu teuer. Hatte mir zweimal die zeitschrift Musicals geholt, die mir aber viel ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
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hilfreich
17.12.2007
(18.12.2007)
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