Erfahrungsbericht über

DAISUKI

Gesamtbewertung (8): Gesamtbewertung DAISUKI

 

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Jetzt folgt die Daisuki, Manga Power pur!

4  25.10.2004

Pro:
gutes magazin für den seinstieg in die mangawelt

Kontra:
die extras lassen zu wünschen übrig

Empfehlenswert: Ja 

ainochan

Über sich:

Mitglied seit:24.10.2004

Erfahrungsberichte:2

Vertrauende:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nun folgt auch schon mein zweiter Bericht bei ciao, und ich hoffe es werden noch viele weitere werden ^-^

Diesesmal soll es um das Gegenstück der Banzai gehen, nämlich um die Daisuki!

1) Was sind Mangas überhaupt?
2) Was ist die Daisuki?
3) Was bedeutet Daisuki?
4) Cover
5) Serien in der Daisuki
6) Extras
7) Rückenbild
8) Preis
9) Qualität
Farbseiten
11) Fazit

zu 1)
Ich denke ich habe in meinem vorigen Bericht schon genug dazu gesagt, aber ergänze ich halt noch ein wenig zu diesem Thema. Das Mangas aus Japan stammen erwähnte ich ja schon, man liest sie aber nicht wie gewöhnliche amerikanische Comics von Links nach Recht, nein, in Japan wird von Rechts nach Links und von Oben nach Unten gelesen. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell, und außerdem macht es Spaß mal so rum zu lesen. Mangas gibt es schon sehr lange, schon die budistischen Mönche zeichneten kleine Bildergeschichten auf Papierrollen. Themen gibt es in Mangas, wie Sand am Meer, für jeden Geschmack und für jede Altersgruppe ist etwas dabei, am besten mal selber in einen gut sortierten Buchladen gehen und sich dort ein paar Heftchen angucken.

Zu 2)
Die Daisuki (ausgesprochen „Daiski“ ) ist extra für Mädchen zusammengestellt worden, nicht das es keine Jungs gibt, die sie nicht lesen würden, haben wir alles schon gehabt, aber die Serienauswahl beschränkt sich doch eher auf Romantik und Kitsch. Das ist manchmal sehr aufmunternd, wenn man nicht nur ernste Probleme beim Lesen zu verarbeiten hat, aber sehr anspruchsvoll ist die „Dai“ damit auch nicht. Die „Dai“ gehört wie die Banzai zu eine Art Sammelmagazin für einzelne Mangaserien, die später dann als Taschenbuch (oder „Tankobon“) in die Läden kommen. Die Druckqualität ist zwar meistens schlechter als in einem Einzelband, dafür hat man die Auswahl mehrer Serien und das alles für einen bescheidenen Preis! Für einen Einsteiger genau das Richtige.

Zu 3)
Tja, „Daisuki“ heißt natürlich auch etwas, da hat sich die Liebe Carlsenredaktion gedacht „Machen wir den Titel mal noch extra kitschig und nennen das Mädchenmagazin „Ich liebe dich““. Na ja, ob sie das wirklich gesagt haben, weiß ich natürlich nicht, aber ich weiß das es wirklich "“Ich liebe dich“ bedeutet, und ist eigentlich auch ziemlich passend, wenn man sich die restliche Zeitschrift genauer anguckt.

Zu 4)
Die Dai-Reds haben sich eine Menge Mühe wegen den Covers gegeben, sie haben versucht jede Serie im regelmäßigen Abstand mal aufs Titelbild zu drucken, halt immer wenn es zu der Serie z.B. ein Doppelkapitel gibt. Leider hatte ich gemerkt, das „God Child“ öfters mal litt, was man von der größeren Unbeliebtheit dieser Serie, gegenüber den anderen, herleiten konnte. Nun gibt es GC nicht mehr in der Daisuki, also hat sich dieses „Problem“ ja gelöst.
Ansonsten ist das Cover oft kietschpink und mit Herzchen und Blumen übersäht, aber es ist ja auch nur ein Cover, und manchen gefällt’s. ;)

Zu 5)
Die Daisuki gibt es ja erst seit 2003, d.h. sie hatte noch nicht so viele Serien, aber ich trage sie trotzdem mal alle zusammen.

Fruits Basket (seit Ausgabe 1 bis aktuell; Bände in Japan 14 - abgeschlossen!)

Toru Honda hat im Leben schon viel Pech gehabt. Ihre beiden Eltern sind früh gestorben und ihre Verwandten wollten sie nicht mit aufnehmen. So lebt sie auf sich alleine gestellt im Zelt auf einem fremden Grundstück.
Was sie nicht weiß, ist, daß das Grundstück zu dem Haus ihres Klassenkameraden Soma gehört. Dieser lebt dort zusammen mit seinem Cousin Shigure in einer Art Männer-WG.
Als das Zelt von Honda bei einem Erdrutsch verschüttet wird und sie zu allem Unglück auch noch Fieber bekommt, laden die beiden sie aber ein, bei ihnen zu wohnen.
Leider entdeckt Honda dann Somas Geheimnis, weshalb er beisher alle Mädchen zurückweist: Sobald ihn eine Frau umarmt, verwandelt er sich in die Katze aus dem Chinesischen Horoskop.
Die auf dem Chinesischen Horoskop basierende Geschichte "Fruits Basket" ist nett erzählt. Der Plott verpufft ein wenig, wenn man weiß, worum es geht. Allerdings sind da noch Hondas Schulkameradinnen, die der Geschichte Leben einhauchen.
Die Zeichnungen des Mangas sind hingegen gut gelungen, aber typisch Shojo. Durch einen geordneten Seitenaufbau lässt sich die Geschichte flüssig lesen.

Skip Beat (seit Ausgabe 1 bis aktuell; Bände in Japan 6 -bisher)

Kyoko Mogami ist ein einfaches Mädchen. Ihr großes Idol ist ihr Freund aus Kindheitstagen Sho Fuwa. Deswegen folgt sie ihm auch nach dem Abschluß der Schule nach Tokyo. Dort bestreitet sie mit mehreren kleinerern Jobs ihren gemeinsamen Lebensunterhalt.
Dazu führt sie noch den gemeinsamen Haushalt, während Sho sich ganz der Musik und seiner Band widmet.
Eines Tages muß Kyoko jedoch erfahren, daß Sho sie nur ausnutzt und für ein Mauerblümchen hält, daß gerade gut genug ist, für ihn zu kochen und zu putzen.
Kyoko sinnt auf Rache und beschließt, ebenfalls Musiker zu werden.
"Skip Beat!" ist absolut Top gezeichnet. Auch wenn einige Zeichungen nicht so toll erscheinen, so passen sie doch zur Situation.
Auch die Story ist hervorragend. Das Seelenleben von Kyoko wird sehr schön und absolut witzig dargestellt.

Kare Kano (seit Ausgabe 1 bis aktuell; Bände in Japan 15 - bisher)

Yukino ist eine absolute Spitzenschülerin. Sie sieht gut aus, ist beliebt und hilft den anderen bei ihren Schularbeiten. So ist sie die beliebteste Schülerin ihrer Klasse.
Doch seid Soichiro Arima in der Klasse ist, hat sie ernsthafte Konkurrenz. Er ist ebenso intelligent wie sie, sieht auch gut aus und hilft ebenfalls den Anderen. Von Yukinos Seite aus beginnt ein Kampf um die Gunst der Klassenkameraden.
Doch Yukino hat auch ein Geheimnis. In Wirklichkeit ist sie nämlich nicht so toll wie sie vorgibt zu sein. Und ausgerechnet gegenüber Arima beginnt ihre Fassade zu bröckeln.
Masami Tsuda schafft es sehr schön, die beiden Seiten von Yukino darzustellen. Der Kampf des hässlichen Entleins, das ein Schwan sein möchte.
Sowohl Grafisch als auch von der Geschichte her ist "Kare Kano" schön zu Lesen.

Prussian Blue (seit Ausgabe 01 - 6 derzeit eine Pause; Bände in Deutschland 1, wird unter dem Namen „Yonen Buzz“ bei Tokyopop weitergeführt)

Hier der erste Manga, der von einer deutschen Zeichnerin, und zwar von Christina Plaka, in der "Dai" erschien.

Die junge Band >Prussian Blue< will den Nachwuchs-Wettbewerb und damit einen Plattenvertrag gewinnen. >Prussian Blue<, das sind: Sayuri Tsushima (Gesang & Gitarre), Jun Imai (Gitarre & Gesang), Keigo Miyake an den Drums und Bandleader Atsushi Kato am Bass. Sayuri wurde von Keigo und Atsushi als neue Sängerin für >Prussian Blue< entdeckt und zieht in die Band WG ein. Und damit beginnen die Komplikationen: Verbindet die Vier außer ihrer bedinungslosen Liebe zur Musik noch etwas anderes?


God Child (seit Ausgabe 01 -10; Bände in Japan 13- bisher)

Miss Shuzette ist tot. Viel zu früh gestorben. Allerdings entdeckt der Gärtnerjunge Ariel, daß eines Nachts sich Männer an ihrem Grab zu schaffen machen und ihre Leiche verschwunden ist.
Dafür geschehen in der Umgebung plötzlich ein paar Morde, deren Merkmal ein grüner Handabdruck ist.
Dann lernt Ariel den jungen Adligen Cain kennen. Gemeinsam gehen sie der Mordserie nach und machen eine traurige Entdeckung.
Die Story ist eine Krimiserie um den jungen Cain. Mit Hilfe seines Wissens um die verschiedenen Gifte löst er seltsame Krimminalfälle und Geistergeschichten. Leider werden die Fälle dabei zum Teil übertrieben.
Optisch erinnert "God Child" an das viktorianische England. Dadurch die detailreichen Zeichnungen erhält dieser Manga ein besonderes Flair.
Der japanische Titel "Count Cain" wurde auf Bitten von Kaori Yuki in den ursprünglich erdachten Titel "God Child" umbenannt.

W Juliet (seit Ausgabe 07/03 bis aktuell; Bände in Japan 14- bisher)

Auf Itos Schule kommt eine neue Schülerin in die Theatergruppe. Es ist Makoto Amano. Sie ist so hübsch, dass sie sofort sogar von den Mädchen umschwärmt wird. Ito muß sie erst einmal vor den anderen retten.
Beim Theaterspielen stellt sich heraus, dass Makoto ein Genie ist. So soll sie sofort in dem Stück "Romeo und Julia" die Julia übernehmen. Dadurch macht sie sich aber Tsugumi, die bisherige Besetzung der Julia, zur Feindin, zumal diese auf Ito als Romeo steht.
Durch einen Zufall bekommt kurz darauf Ito heraus, dass Makoto männlich ist. Er soll nämlich das Dojo seines Vaters übernehmen, will aber lieber Schauspieler werden. Nur wenn er zwei Jahre als Mädchen in der Highschool nicht auffällt, darf er auch Schauspieler werden.
Ito beschliesst, ihm zu helfen, während Tsugumi nach Rache trachtet.
In der Zwischenzeit ist Ito verwirrt. Sie ist ein wenig in Makoto verliebt, aber da er hauptsächlich als Mädchen herumläuft, stellt sie sich die Frage, ob sie etwa lesbisch ist.
Die Ausgangssituation bietet sich natürlich für Situationscomic an. Makoto darf nicht auffallen und Ito ist mit einem Mädchen zusammen.
Grafisch beschränkt sich der Manga auf die Charaktere. Dabei ist die Qualität stark schwankend. Zum Teil detaillierte, zum Teil nur skizzenhafte, karrikative Zeichnungen.

Missile Happy (seit Ausgabe 03/03 bis 07/2004 ;Bände in Japan bisher 2)

Mikako Saeki sorgt sich um ihre Schwester. Für sie ist ein Omiai (Treffen von Heiratskandidaten) mit dem 17-jährigen Ro Kitajima geplant. Als ihre Schwester auf Geschäftsreise geht, beschliesst Mikako Ro auf die Probe zu stellen.
Mit einem Trick schafft sie es, sich bei Ro einzuschleichen. zunächst findet sie ihn unausstehlich und hat Vorurteile wegen Ros reichem Vater. Doch mit der Zeit entwickeln sich sowohl bei Mikako als auch bei Ro Gefühle füreinander, so daß das Omiai etwas anders abläuft, als von Ros Eltern geplant.
Und weil sich Megumi, Mikakos ältere Schwester, während des Omiai in Ros älteren Bruder verliebt hat und sie beide bei Megumi zusammenzeihen, bleibt Mikako zunächst nichts anderes übrig, als bei Ro einzuziehen.
"Missile Happy!" ist eine etwas abgedrehte und witzige Liebesgeschichte. Dabei geht es um ein junges Mädchen, daß zum ersten mal selbstständig handelt und sich dabei über ihre Gefühle im Klaren werden muß.
Grafisch ist der Manga aber nur mittelmäßig. Die Hintergründe, sofern vorhanden, sind recht einfach aber auch die Charaktere sind einfach gezeichnet.
Allerdings schafft es Miki Kiritani mit der Einfachheit auch gut, die Gefühle von Mikako auszudrücken.


Dystopia (seit 01/2004 bis 06/2004; Bände bisher 1)

Und hier noch ein weiterer Manga von einer deutschen Zeichnerin, diesmal von Judith Park!

Lyon und Dionne sind Bruder und Schwester. Nichts auf der Welt kann die beiden erschüttern - solange sie nur zusammen sein können! Auch wenn nicht alles in ihrer Familie optimal läuft, sind Dionne und Lyon glücklich. Bis eines Tages ein unerwarteter Schicksalsschlag die angeblich so heile Welt in Unordnung bringt....

Außerdem soll es ab der nächsten Ausgabe (der 11/04) eine weitere Serie von Judtih Park kommen, sie heißt „Y²“, mehr ist davon noch nicht bekannt..


Zu 6. Extras
Das erste Daisuki Extra war ein Stickerbogen in Ausgabe 1, ehrlich gesagt nicht sehr nützlich und qualitativ auch nicht sehr umhauend, aber es war ja noch ein steininger Anfang. Danach folgte ein Kisu-schlüsselanhänger, da teilten sich schon die Meinungen. Entweder man liebte Kisu und mochte dementsprechend den Anhänger, oder man konnte es nicht ab und verschenkte das Extra sofort. Es folgten kleinere Poster von verschiedenen Serien und die üblichen Sachen wie Sticker. CD’s gab es bis jetzt nicht und ich denke auch nicht, dass es diese so schnell geben wird, was ich Schade finde, aber wer weiß wie die qualitätsmäßig wären.

Zu 7.
Das Rückenbild ist das gleiche wie das Cover, also was kann ich dazu noch sagen? Es verwirrt Neulinge vielleicht etwas, aber ein „richtiger“ Mangafan, weiß ja wie er den lesen muss, nicht wahr?

Zu 8.
Gaaaaaanz zu Anfang, im Urschleim, ja da kostete die Daisuki nur 3€. Dieser wirklich günstige Preis hielt sich aber nur bis Ausgabe #4, ab da kostete sie und kostet immer noch, 5€ und ist, wie ich finde, eigentlich immer noch bezahlbar, da man ja eine Menge zu lesen bekommt. Die 3 € zu Anfang war ja nur ein Schnupperpreis zum Anlocken von Lesern, ich denke das hat ganz gut geklappt, aber nun gut.


Zu 9)
Die Daisuki wurde ungefähr in der gleichen Qualität gehalten wie die Banzai, ganz ok für ein Mangamagazin, auch wenn das Papier in den letzten Monaten immer dünner wurde, so lange man vorsichtig blättert bleibt auch alles heile, nur die Extras sind manchmal etwas mickrig (hey, die Poster sind, meiner Meinung nach, die besten Extras, aber Poster gibt’s doch in fast jeder Zeitschrift ,nicht? ) Die ersten Farbeiseiten sehen immer super aus, sind quietsche bunt und verleihen einem echtes Japanfeeling! Die Übersetzungen sind auch meistens sinngemäß, also ist die Qualität alles in einem ok.

Zu 10)
Die ersten paar Seiten (meistens 8, manchmal auch mehr) enthalten alle wichtigen Infos zu Sachen wie Musik- oder Modetrends in Japan. Halt richtig typisch Mädchen, außerdem gibt es eine Menge Gewinnspiele, wo man meistens tolle Sachen wie Copic-Marker (sehr gute Zeichenstifte), Mangas oder Spielen gewinnen kann. Öfters enthalten sind auch Interviews mit deutschen Mangaka, Specials zu neuen Serien oder Berichte über Cons, also sehr gelungen!

Zu 11)
Ja, also, wo fang ich da am besten an? Es ist wirklich ein gutes Magazin für den Einstieg in die Mangawelt, speziell für den Einstieg in die Mangawelt der Mädchen. So kunterbunt wie die Daisuki ist, ist bestimmt für jeden was dabei, und für 5€ kann man da wirklich kaum was falsch machen. Man sollte sein Augenmark nicht direkt auf die Extras legen, sondern eher über die Zusatzinfos und dann sollte man echt zufrieden sein! Das Format ist auch größer als bei normalen Einzelbänden, vielleicht noch ein Grund mehr, sich lieber erst mal ein Magazin zu kaufen?

PS: Danke für das Durchkämpfen meines Berichtes, ich hoffe er hat euch angesprochen und ihr hinterlasst das eine oder andere nette Kommentar, oder sogar eine hilfreiche Bewertung ;)

© by ainochan

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Kyoko1412

Kyoko1412

07.08.2006 05:34

Also ich hab Daisuki auch als Einstieg in die Mangawelt genommen,und ich finde es wirklich klasse.Mich stört nur total,dass manche Serien nur für 3,4 magazine drin sind und dann wieder rausgenommen werden.Super Bericht!!

Katezu

Katezu

26.10.2004 19:11

Mein liebes hallochen, das ist ja wohl nen ganz harter bericht, wirklich cool ^^ *LG* Katezu

celes

celes

26.10.2004 18:06

so hab mal nen bh gegeben *g*

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