Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Interessante Kunst |
| Kontra: |
für Anfänger garnicht geeignet und Hobbydeuterinnen weniger geeignet |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Neu Überarbeitet habe ich hauptsächlich den Punkt * Praxis* und meinen Erfahrungen habe ich noch ein paar Worte hinzugefügt. Also, wer den ursprünglichen Bericht schon gelesen hatte, braucht sich nur diese `Kapitel´ vornehmen ;-) . . .
Der Dali Tarot
Warum eine Tarotbeschreibung?
Tja, ich bin seit fast 12 Jahren dem Kartenlegen verfallen. Aber nur gelegentlich für mich oder mal für meine Schwester. (Leider habe ich nicht so viel Zeit dafür, wie ich gerne hätte....)
Damals haben wir eigentlich zusammen die Schwäche für dieses `Spiel´ entdeckt und uns auch gemeinsam auf die Suche nach unseren ersten Karten gemacht. Es war dann bloß ein kleines Büchlein zum "Wahrsagen mit Skatkarten" aber im laufe der Zeit haben sich bei mir, sowie auch bei meiner Schwester, mehrere verschiedene Tarotdecks angesammelt.
Den Dali Tarot habe ich vor 2 Jahren von meiner Schwester dann zu Weihnachten geschenkt bekommen.
Zuerst habe ich ihn ziemlich lange gar nicht recht beachtet, da ich beim ersten in Augenschein nehmen schon bemerkt habe, dass ich da sehr viel Zeit brauche, um mich mit den Karten bzw. mit der Art der Bilder vertraut zu machen und ich einfach lange nicht die Zeit und vor allem die Ruhe gefunden habe, mich dem Deck zu widmen...
Dennoch habe ich trotzdem langsam angefangen, mir die Karten nach und nach anzusehen und versucht mich auf sie einzuarbeiten....
Nun, um einen guten Bericht zu schreiben, muss ich davon ausgehen, dass ein Teil der Leser nicht unbedingt mit dem Thema vertraut ist. Darum zuerst einige Grundinformationen:
Also: Tarot im allgemeinen gehört in die Welt der Esoterik. Es hat nichts mit Wahrsagen zu tun, kann aber echte Lebenshilfe bieten. Ein Tarot Kartenset besteht in der Regel aus 78 Tarot Karten, welche in 22 Karten der großen Arkana und 56 Karten der sogenannten kleinen Arkana unterteilt sind (näheres darüber später) und einem Begleitbuch, das alle Informationen zum Benutzen der Karten liefert, die Karten und ihre Bedeutung beschreibt und verschiedene, meist gängige Legemethoden zeigt. Es gibt auch eine ganze Menge verschiedener Tarot Sets, aber hier geht es nun um den Dali Tarot....
>>>>> Verpackung und Aussehen <<<<<
Als Geschenkset geeignet ist `mein´ Dali Tarot in einer schönen azurblauen, sehr stabilen Schachtel aus Karton verpackt. Diese misst 19cm auf 26cm und ist 4cm hoch.
In goldenen Lettern oben der Schriftzug DALI, unten der Schriftzug TAROT. In der Mitte die Karte `Der Magier´ mit einem Bildausschnitt von Dali aus jüngeren Jahren, welche eine 2. Karte schräg verdeckt.
Auf dem Boden der Schachtel befinden sich ebenso 2 übereinander liegende Karten in grau auf weißem Grund (der untere Teil der Schachtel ist komplett weiß) worauf sich kurze Infos befinden über den Inhalt der Schachtel und ein Hinweis, dass dieses Tarot Set eine einzigartige Jubiläums-Sonderausgabe zu Dali´s 100. Geburtstag am 11. Mai 2004 ist.
Umhült ist die Schachtel mit dünnem Cellophan, das leicht zu entfernen ist. Ich ritze einfach mit dem Fingernagel (man kann auch ein kleine spitze Schere nehmen) auf der Rückseite zwischen Deckel und Boden am Rand das Cellophan ein.
>>>>> Inhalt <<<<<
Beim öffnen der Schachtel kommt zuerst das Tarotbuch zum Vorschein, welches das selbe blaue Design und die selbe Abbildung auf dem Umschlag aufweist, wie die Schachtel. Das Buch ist eine Taschenbuchausgabe. Unter dem Buch befinden sich die Karten (diese sind auch in das dünne Cellophan gehüllt) eingelassen in einen weißen Plastikeinsatz, wie man sie von diversen Spielen od. Spielesammlungen kennt.
Die Karten messen 8cm X 14cm, was relativ groß und im Gebrauch sehr unhandlich ist.
Sie sind leicht zu entnehmen, da hierfür im Plastik eigens Aussparungen sind, wo mindestens je 2 Finger Platz zum entnehmen finden.
>>>>> Erste Eindrücke <<<<<
Da ich zuerst einmal neugierig auf die Illustration der Karten war, sah ich mir jede von ihnen kurz an. Wie schon vorhin erwähnt, merkte ich schnell, dass ich einige Zeit brauchen würde, um mich an die Karten zu gewöhnen, sowohl an die Größe als auch an die Abbildungen.
Salvador Dali war ein exzentrischer Surrealist und das spiegelt sich in den Abbildungen der Karten wieder. Was wiederum nun mal nicht jedermanns Sache ist und auch eine Frage des persönlichen Geschmacks bzw. des Kunstverständnisses, ob die Karten gefallen oder nicht. Für mich jedenfalls sind die Karten sehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe so gar keinen Kunstverstand, muss ich gleich eingestehen, und ich wusste auch gar nicht so recht, wie mein Schwesterherz auf die Idee gekommen ist, mir ausgerechnet dieses Deck zu kaufen. *schulterzuck* Aber einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul... und interessant finde ich das Deck allemal und ich will auch gar kein professionelles Urteil über die Bilder (Kunst) von Salvador Dali abgeben. Denn was mir gefällt, hat mit Kunst oft nichts zu tun und wahre Kunst entbehrt oft meinem Verständnis.....
Bei näherem betrachten der Karten sind meine Eindrücke sehr vielfältig. Dali hat mit seinen Werken ja absichtlich Widersprüche und Kritik auf sich gezogen.
Nun habe ich mir also alle Karten einzeln durchgesehen und mir sind einige aufgefallen, die mir besonders oder gar nicht gefallen haben und einzelne sind mir einfach positiv ins Auge gefallen.
Besonderen gefallen finde ich an den Karten:
X Schicksalsrad (in der Mitte ein rundes Mosaik, das an das Radix eines Horoskops erinnert, in blau und weiß und außen orangegelb gehalten mit lila Band verziert, wirkt auf mich ansprechend.
Der Page der Münzen (in der Mitte ein fröhliches Kind in hellgelbem Kleid, das mich sofort gefangen hat)
Gar nicht gefallen mir die Karten:
IIII.Herrscher (er sieht sehr streng aus und ist in warnendem rot gehalten)
VII Der Wagen (zu dunkel mit schwarz und rot und allgemein ein düsterer
Eindruck)
Ins Auge gefallen sind mir:
XIIII Mäßigkeit (hell, ein nacktes junges Mädchen als Engel mit weißen Locken und hellroten Flügeln, sehr freundlicher Eindruck)
2 der Münzen (außen helles ocker, in der Mitte Kontrast in blau das Abbild eines stark muskulösen nackten Mannes mit fächerartigem Kopfschmuck)
Auffallend ist im Dali Tarot auch, dass sehr viele nackte Personen dargestellt werden. Vorwiegend von Frauen, wie z.B. bei XIIII Mäßigkeit, VIII Gerechtigkeit und XVII Stern.
Aber auch Männliche wie z.B. bei 2 der Kelche, 4 der Kelche und XV Teufel.
Im Anschluss werde ich einige Fotos dieser Karten einstellen…
>>>>> Das Buch <<<<<
Es misst 15cm X 22cm, ist 1,3cm dick und umfasst 192 Seiten.
Der Autor ist Johannes Fiebig neben einer Reihe weiterer Mitarbeiter.
Das Inhaltsverzeichnis weist aus:
Vorwort
Tarot Universal Dali
Der Aufbau des Dali Tarot
Deutungstips zum Dali Tarot
Praxis des Tarot-Kartenlegens
Beschreibung und Deutung der Karten mit der große Arkana,
bestehend aus:
Der Magier, die Hohepriesterin, die Herrscherin, der Herrscher, der Hierophant, die Liebenden, der Wagen, Gerechtigkeit, der Eremit, Rad des Schicksals, Kraft, der Gehängte, Tod, Mäßigkeit, der Teufel, der Turm, der Stern, der Mond, die Sonne, Gericht, die Welt, der Narr.
Kleine Arkana, unterteilt in:
Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen, wo es jeweils eine Königin, König, Ritter, Page und jeweils Karten von 1(As) bis 10 gibt.
Die Bildquellen
Zur Entstehung des Dali Tarot
Zur Bedeutung des Dali Tarot
Anmerkung / Literatur
Ich werde nicht auf jeden Punkt des Inhaltsverzeichnisses eingehen. Das würde den Rahmen sprengen.
Nur soviel:
>>>>> Entstehung <<<<<
Das Tarot Universal Dali entstand Anfang der 1970er Jahre als der Tarot-Boom gerade erst begann. Dali war der erste prominente Bild-Künstler, der eine komplettes Tarot Karten Set neu schuf. Wobei die Karten nicht alle komplett von ihm gemalt wurden, sondern ein Teil davon von anderen Malern stammt und von Dali nur illustriert wurden, teils in Form von Kollagen:
Das Vorwort wurde von Frau Dr. Annette Köger-Kaufmann, der Leiterin des Deutschen Spielkartenmuseums verfasst.
>>>>> Wer war Salvador Dali?? <<<<<
Mit vollständigem Namen Salvador Felipe Jacinto Dali y Domenech wurde er am 11. Mai 1904 im katalanischen Figueres geboren.
In der Schule fällt seine künstlerische Begabung schon früh auf und erste Bilder werden 1918 im heimischen Stadttheater gezeigt (als Dali gerade mal 14 J. war). In der Zeit war er auch schon als Autor aktiv.
1921 nimmt er an der Kunsthochschule San Fernando in Madrid sein Studium auf. Nachdem er seine Professoren heftig kritisiert, wird Dali 1923 für ein Jahr und 1926 endgültig von der Akademie verwiesen.
1929 trifft er während einem Parisaufenthalt mit den Surrealisten André Breton und Paul Eluard zusammen, in dessen Frau Gala er sich verliebt und diese von da an seine Geliebte, Frau und Muse ist.
Nach Einzelausstellungen in Paris und der USA folgen weitere in London und New York mit riesigen Erfolgen.
1940 flüchten Dali und Gala vor den Kriegswirren ganz nach Amerika.
1941 wird dort eine erste Retrospektive seiner Werke gezeigt und seine Autobiographie "The Secret Life of Salvador Dali" erscheint.
Nach weiteren Veröffentlichungen fahren die Dali´s 1948 nach Spanien zurück, wo er in den folgenden Jahren unermüdlich malt, schreibt und inszeniert.
Große Ausstellungen in aller Welt machen Dali berühmt und die Preise für seine Bilder steigen enorm. Die letzten Jahre sind ruhiger und der Tod seiner Frau Gala 1982 trifft ihn sehr. Alter, Depressionen und Krankheiten zeichnen ihn und 1984 trägt er bei einem Brand in seinem Schlafzimmer schwere Verbrennungen davon. Im Januar 1989 stirbt Dali in der Torre Galátea und wurde nach seinem Wunsch unter der Bühne seines Museums in Figures beigesetzt. (Auszug aus dem Kapitel ~ Aus dem Leben des Salvador Dali~)
>>>>> Die Bildquellen <<<<<
Interessant dabei ist, dass das Verzeichnis sehr genau auf die Herkunft und den Ursprung der Kartenbilder eingeht. Hier teilweise auch bekannt gegeben, was auf den Karten abgebildet wird. Z.B. beim I. Magier Oben: die Bögen der Sainte Chapelle, Paris
Unten: Das Abendmahl (1955), The National Gallery of Art,
Chester Dale Collection, Washington, Salvador Dali (Ausschnitt)
Und von welchen Künstlern er Bilder für sein Tarot herangezogen und bearbeitet hat. Z.B. der Eremit IX: Von Jacopo dé Barbari oder VI die Liebenden von Jan Gossaert, genannt Mabuse und noch vielen anderen mehr, wobei auch einige Karten ohne weitere Angaben bleiben.
>>>>> Praxis <<<<<
Wer noch nie mit Tarotkarten gearbeitet hat, sollte sich Zeit nehmen und sich ausgiebig mit den Karten vertraut machen und zuerst einige Zeit mit dem ziehen von Tageskarten beginnen.
Morgens oder vor dem zu Bett gehen mischt man die Karten und zieht eine Karte, um zu sehen, was am bevorstehenden Tag auf einen zukommt.
Dies ist eine sehr gute Möglichkeit, auch die Bedeutung der Karten zu verinnerlichen, da man die Bedeutung besser aufnimmt und darüber nachdenkt. . .
So auf die Karten eingestimmt, kann man sich langsam auch an einfache Legemuster wagen.
Bevor wir beginnen, sorgen wir dafür, dass wir nicht gestört werden. Ein ruhiger Platz, an dem man Entspannt und ungestört `arbeiten´ kann.
Die Karten können auf verschiedene Weise gemischt werden. . .
Wer auch mit den Umgekehrt liegenden Karten arbeiten möchte, was einem einen noch tieferen Einblick verschafft, der sollte die Karten großflächig auf dem Tisch mischen.
Diese Art zu mischen, bzw. verkehrte Karten zu deuten möchte ich aber Anfängern nicht empfehlen, da leider auch viele Tarotbücher auf die Bedeutung umgekehrt liegender Karten nicht eingehen und es auch ein bisschen mehr Erfahrung und Intuition zum verstehen der Deutung erfordert.
Ich selbst wähle sehr, sehr selten diese Mischmethode.
Am Anfang ist es ratsam, die Karten ganz normal zu mischen. Wir entscheiden uns zu erst, welches Legemuster für unsere Angelegenheit am besten in Frage kommt und konzentrieren uns dann auf die Frage, die Person oder die Situation, die uns beschäftigt und mischen ruhig und ohne jegliche Hektik die Karten durch, bis wir das Gefühl haben, dass es genug ist.
Nun breiten wir die Karten verdeckt, fächerförmig vor uns aus und ziehen die Anzahl der Karten, die wir für das ausgewählte Legeschema benötigen.
Meist zieht man ja die Karten zu Rate, wenn man sich über Angelegenheiten nicht klar ist, oder in unsicheren Situationen steckt, oder einfach wissen will, wie sich eine Angelegenheit entwickelt.
Für den Anfang bietet sich jetzt ein einfaches Schema an, das uns Aufschluss über die gegenwärtige Situation, die Vergangenheit und auch die zukünftige Entwicklung zeigt.
Hier werden die Karten gemischt und 3 Karten gezogen. Diese werden wie folgt verdeckt platziert:
Die erste Karte zeigt die gegenwärtige Situation und wird in der Mitte platziert.
Die zweite Karte gibt Einblick in die Vergangenheit, oder die Ursache für die jetzige Situation und liegt links von der ersten. . .
Die dritte Karte gibt uns einen Ausblick in die Zukunft, in welche Richtung sich die Situation entwickelt und wird rechts der ersten platziert. . .
Dann beginnt man eine nach der anderen aufzudecken und die Bedeutung der einzelnen Karten nachzuschlagen.
Für die persönliche Legung gibt es noch eine ganze Menge verschiedener Legeschemas zur Auswahl.
Die bekanntesten sind:
Das Kreuz > hier werden 4 Karten gezogen, die Aufschluss über
Das Thema gibt (liegt links)
was man nicht tun sollte (liegt weiter rechts)
was man tun sollte (liegt versetzt oben zwischen 1 u. 2)
wohin es führt, wofür es gut ist (liegt versetzt unten zw. 1 u.2)
Das Keltische Kreuz > hier werden 10 Karten gezogen und geben eine tieferen Einblick in eine Situation
Die Lage der Karten: 1. Darum geht es (liegt in der Mitte)
2. Das kommt hinzu (liegt quer auf der ersten)
3. Das wird erkannt (liegt über den beiden ersten)
4. Das wird gespürt (liegt unter den ersten beiden)
5. Das hat dahin geführt (liegt links der ersten beiden)
6. So geht es weiter (liegt rechts von den beiden ersten)
7. So sieht es der Frager (liegt weiter rechts unten)
8. So sehen es die anderen, hier findet es statt (liegt über der 7.)
9. Das erwartet od. befürchtet der Frager (liegt über der 8.)
10. Dorthin führt es (liegt über der 9.)
Diese Legung ist schon etwas für Kartenleger, die sich bereits gut mit den Karten vertraut gemacht haben.
Jeder, der sich damit befasst, merkt schnell selbst, wann er soweit, bzw. bereit ist für anspruchsvollere Legungen.
Eines der beliebtesten Legeschemas ist vielleicht:
Das Beziehungsspiel: > hier werden 7 Karten gezogen und wie folgt ausgelegt:
1. Sinifikator, zeigt die Situation, in der sich die Beziehung befindet,
das Thema, das die Bez. regiert. (liegt in der Mitte)
Die folgenden 6 Karten werden je in einer Säule links und rechts der Themenkarte ausgelegt, und zwar entspricht die linke Säule mit den Karten 7, 6 u. 5 dem Frager und wird, wie geschrieben von unten (5) nach oben (7) ausgelebt. Die rechte Säule mit den Karten 2,3 u. 4 entspricht dem Partner und wird w. geschr. von oben (2) nach unten (4) gelegt.
Gedeutet werden die Karten wie folgt:
2.u.7. Die oberen, zeigen die bewusste Ebene, auf der sich die
Partner begegnen. Was sich jeder denkt, jeder im Kopf hat.
Die bewusste Einschätzung der Bez.
6.u.3. Die mittleren, stehen für den seelischen Bereich der Bez.
und zeigen, was jeder im Herzen trägt, fühlt, empfindet,
ersehnt oder auch befürchtet.
5.u.4. Die unteren stehen für das Auftreten, die nach außen gezeigte
Haltung, was jeder der beiden - möglicherweise als Fassade -
zeigt, unabhängig von den Gedanken u. Gefühlen. . .
Das waren nun die bedeutendsten Legemuster. Jedes Tarotbuch enthält mindestens 2-4 verschiedene Legemuster, die genau erklärt sind.
Wenn man sich mit dem Tarot eingearbeitet hat und schon seine Erfahrungen gesammelt hat, kann sich auch eigene Legemuster entwerfen, ganz individuell auf die eigenen Situationen zugeschnitten. . .
>>>>> Erfahrung <<<<<
Bei meinem ersten arbeiten mit diesem Dali Tarot habe ich nun alle Karten auf meinem Tisch liegen und mische sie mit beiden Händen richtig durcheinander. Dann ordne ich sie und mische sie in der Hand noch mal etwas durch.
Aufgrund der Größe der Karten ist das sehr ungewohnt und etwas umständlich.
Dann breite ich sie fächerförmig vor mir aus und ziehe die Anzahl Karten, die ich für mein gewähltes Legesystem brauche. Allerdings ist meine persönliche Legung für diesen Bericht nicht relevant, deshalb lasse ich diese weg.
Aber allgemein kann ich sagen, dass Tarot für jeden Lebenshilfe, Rat oder auch manchmal Bestätigung bieten kann.
Es ist erstaunlich, welche Erkenntnisse man mit dem Tarot erwerben kann. Tiefe Einsichten in die schwierigen Situationen des Lebens, wodurch man Verständnis für die Abläufe und auch die Entstehung der Probleme bekommen kann.
Ich beschäftige mich nur gelegentlich mit dem Tarot, wenn ich Antworten brauche auf gewisse Fragen oder manche Zusammenhänge ausleuchten möchte. Ich sammle auch alle möglichen Kartensets, da es mir Spaß macht, neue Karten auszuprobieren. (es gibt ja soo viel verschiedene Kartendecke, nicht nur Tarot)
Im Umgang mit diesem Set jedoch ist viel Übung und intuitives Gespür nötig um damit zurecht zu kommen bzw. für jeden individuellen Fall schlüssige Aussagen zu bekommen. Der kleine Einblick in die einzelnen Karten, die ich nach meiner ersten Legung näher kennengelernt habe, genügt lange nicht, das ganze Tarot zu verstehen. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich an dieses Deck zu gewöhnen und mit den Karten versiert und intuitiv umzugehen, wird noch ein bisschen mehr Zeit benötigen. Aber ich habe bemerkt, dass ich, während ich diesen Bericht geschrieben und die Texte nochmals gelesen habe, auch eine bessere Beziehung zu diesem Deck bekommen habe und das macht mich sehr neugierig auf weitere Legungen damit. Trotzdem wird dieses Tarotdeck nicht zu meinem Favoriten aufsteigen können, da mir die Deutungstexte zu viel drum herum reden…
>>>>> Fazit <<<<<
Dieses Tarotdeck kann ich nur weiter Fortgeschrittenen mit gutem Gewissen empfehlen. Weshalb ich aber keinen Punkt abziehen möchte. Denn nach einiger Einarbeitung und wer sich sehr Intuitiv auf die Tarotdeutung versteht, kann durchaus an diesem Deck gefallen finden. Zumal die Karten selbst schon einzelne Kunstwerke eines berühmten Malers unserer Zeit sind.
Einsteigern muss ich aber dringend davon abraten sich daran zu versuchen. Es gibt sehr viele andere Tarotsets, die sich bestens für Anfänger eignen. (Mal sehen, vielleicht stell ich ein solches auch bald vor.)
Einen Punkt Abzug gibt es aber für die weit ausholenden Deutungstexte und das fehlen zur Deutung verkehrter Karten. Auch die unhandliche Größe der Karten ist nicht zu vergessen.
Wie gesagt, mit einem Punkt Abzug möchte ich dieses Tarotdeck versierten Tarot-Kartenlegerinnen mit Liebe zur Kunst gerne weiterempfehlen.
>>>>> Preis <<<<<
Da ich das Set als Geschenk bekommen habe, kann ich nicht sagen, was es gekostet hat.
Bei Amazon habe ich nachgesehen, gibt es das Set ab 16,99 €. Aber auch eines für 99,00€ *schock* habe ich dort gesehen….
Ich hoffe mein Bericht ist nun nach der Bearbeitung auch für `nicht Kartenleger´ verständlich und freue mich über jede Lesung, Bewertung und auch über Kommentare.
Schöne Woche wünsch ich euch ;-)