Dämonentränen - Die Chroniken der Anderwelten 3 / Peter Lancester

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Dämonentränen - Die Chroniken der Anderwelten 3 / Peter Lancester

ISBN: 9783937419053 - Verlag: Eldur

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100% positiv

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Erfahrungsbericht über "Dämonentränen - Die Chroniken der Anderwelten 3 / Peter Lancester"

veröffentlicht 03.04.2006 | brunnerb
Mitglied seit : 07.12.2003
Erfahrungsberichte : 16
Vertrauende : 0
Über sich :
Ausgezeichnet
Pro Realistische und gelungene Charaktäre
Kontra zu wenig Lektorat
sehr hilfreich

"Fast perfekt"

Abgesehen von einigen schlampigkeitsfehlern - wohl am Lektorat gespart? eines der besten Bücher die ich gelesen habe:

Das größte "Problem" der ersten beiden Bücher ist jetzt auch beseitigt: Endlich ein super Titelbild

Ob Dämonentränen, der dritte Band einer fünteiligen Serie, für sich alleine stehen kann, mag ich nicht beurteilen, da ich die beiden Ersten gelesen habe. Die Geschichte ist so rund und abgeschlossen, dass sie ein eigenes Buch sein könnte, denn die Hauptperson kommt in den ersten Teilen nur sehr am Rande vor. Wer die ersten beiden Bände nicht gelesen hat, für den habe ich am Ende noch einmal eine Zusammenfassung geschrieben.

Am Ende des zweiten Bandes war ich sehr gespannt, was weiter geschehen würde, darum war ich am Anfang enttäuscht, dass die Handlung um Eva nicht weitergeführt wird.
Das dritte Buch entpuppt sich jedoch als stärkster Band, der bisher erschienen Teile.
Die Hauptperson ist Mona, ein Flugteufel. Sie lebt in der Anderswelt, welche durch Portale tief im Erdinnern mit unserer Welt verbunden ist. Vor einigen hundert Jahren sind Menschen von der Erde in die Anderswelt gelangt und haben dort die Stadt Unterhessen gegründet, die in einer natürlichen Höhle liegt. Draußen lauern die Flugteufel, weswegen die Menschen diese Welt nicht weiter erkundet haben. Flugteufel sind weibliche Wesen, ähnlich Harpyien: hässlich, mit großen Flügeln, sehr stark und mit der Fähigkeit zur Gestaltwandlung. In Gestalt der Tochter eines Präfekten wird sie nach Unterhessen verschleppt. Von dort versucht sie zu fliehen und gelangt versehentlich in unsere Welt. Hier kann sie sich nicht mehr in ihre richtige Gestalt zurückverwandeln und wird, da sie die Menschen anfällt und nicht sprechen kann, in eine psychiatrische Anstalt verlegt. Dort stellt man zwar fest, dass ihre Organe gänzlich anders angeordnet sind, tut dies aber als medizinisches Kuriosum ab. In der Anstalt vegetiert Mona für einige Jahre dahin, bis ein findiger Wissenschaftler entdeckt, dass sich in ihrem Blut Substanzen befinden, mit denen sich trefflich Geschäft machen lässt. Also wird sie in ein Forschungsinstitut überstellt und dort als Blutlieferant missbraucht. (Der Oberwissenschaftler glaubt, sie sei eine Art Vampir) Dort gerät sie in die Hände von Frank, einem linkischen schwer sehbehinderten Pfleger. Er lehrt sie sprechen und erkennt, dass sie gar nicht das verrückte Monster ist, dass sie zu sein scheint. Mona lernt von ihm menschliche Umgangsformen und bricht mit ihm aus. Sie verlieben sich, ziehen von München nach Hamburg und versuchen ein normales Leben zu führen.
Das ist der eine Strang der Geschichte, der im Jahre 1963 beginnt.

Die zweite Handlungsebene beginnt 1987:
Hier wird Mona entführt und von einem seltsamen Mann im Rollstuhl und seiner Gefährtin mit spitzen Ohren verhört. Obersdorf, ein reicher Mann mit Wiener Akzent und Silvana, ein Wesen aus der gleichen Welt wie Mona, wollen dorthin zurück und Mona soll ihnen den Eingang zeigen.
Mona hat ihre Vergangenheit allerdings verdrängt und damit auch die Erinnerung wie sie wieder zurück kommt. Obersdorf setzt sie unter Hypnose, damit sie sich wieder erinnert. Mona flieht, Obersdorf hetzt ihr eine Truppe aus Schlägern nach, die sie wieder zurückbringen soll. Während ihrer Flucht beginnt Mona sich zu erinnern.
Sie stellt fest, dass sie von Spanien nach Deutschland gebracht wurde und da sie sich erinnert, schafft sie es, ihre Flügel wieder zu entfalten. Dabei kommt es zu einem dummen Missverständnis mit der Familie, bei der sie Unterschlupf gesucht hat. Zurück bleiben zwei Tote. Die Verfolgertruppe mit Silvana und Obersdorfs Schlägern kämpft mittlerweile auch untereinander. Besonders Miguel, der Anführer und Silvana die elfenartige Frau aus der anderen Welt geraten aneinander. Als die Gruppe auf Mona stößt, hat diese viele ihrer Erinnerungen wieder gewonnen und tötet zwei der Verfolger. Auf Grund ihres Misserfolges beginnen sich die überlebenden Verfolger selbst zu bekämpfen. Miguel dreht durch und will Mona im Gegensatz zum strikten Befehl seines Bosses töten. Silvana verhindert das, schaltet Miguel aus und beginnt Mona zurückzuschleppen.
Miguel ist jedoch nur betäubt und nimmt die Verfolgung auf. Silvana und Mona streiten sich, Miguel findet sie, es kommt zur Katastrophe.
Mehr will ich nicht verraten, sonst kommt ja keine Spannung mehr auf ;)
Am Ende erinnert sich Mona auf jeden Fall an alles und vieles wird erklärt.

Meine Eindruck:
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Ein durch und durch gelungenes Buch. Eines der besten, die ich je gelesen habe. Alles ist sehr gekonnt in Szene gesetzt und der Autor unterlässt es, ein billiges und unglaubwürdiges Happy End herbeizuschreiben. Ich freu mich schon auf den nächsten Band.

Hintergrund bzw. Zusammenfassung der ersten beiden Bände:
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Es gibt eine andere Welt, die so genannte Anderswelt, die mittels der blauen Portale mit unserer Welt verbunden ist. Einer der Zugänge liegt auf der Burg Grauenfels. Einer der Vorfahren der jetzigen Besitzer (Otto, ein Erfinder seine Frau Eusebia ihre Tochter Eva, sein Bruder Friedrich) hat den Zugang im Mittelalter entdeckt und dort in der anderen Welt begonnen Bergbau zu betreiben. Graf Friedrich - nicht zu verwechseln mit seinem gleichnamigen Nachfahren - entdeckt eine verlassene Stadt des alten Volkes und bringt seine Arbeiter dorthin. Natürlich darf niemand wissen, worauf sein Reichtum beruht. Und dass dort am Ende der Wendeltreppe eine Welt liegt, mit einem anderen Himmel und zwei Monden, hätte in seiner Zeit zum sofortigen Verbrennen auf dem Scheiterhaufen geführt. Ein Mitglied des alten Volkes, den es auf die Erde verschlagen hat, taucht bei ihm auf. Magnus lehrt ihm einige der Techniken des alten Volkes, die verdächtig nach fortgeschrittener Genetik aussehen.
Bisher haben sich Friedrich und seine Leute nur in einem Höhlensystem aufgehalten dass von einem Mitrilltor von der Außenwelt geschützt wird. Draußen gibt es eine Welt mit zwei Monden, mit Wäldern und Wiesen, aber ohne Städte. Flugteufel machen nachts die Welt unsicher, weswegen sich die Bauern nur unter Tags und unter Bewachung auf ihre Felder begeben.
Friedrich macht sich angetrieben von Magnus auf, um das alte Volk und das Geheimnis der Unsterblichkeit zu finden. Seine Expedition kehrt nicht mehr zurück und die Bergwerksarbeiter drohen mit Aufstand. Da sie von ihrem Burgherren auf der Welt nichts Gutes zu erwarten haben, verschließen sie den einzigen Zugang zur unserer Welt und geraten in Vergessenheit.
350 Jahre später entdecken ihre Nachfahren den Eingang. In Unterhessen versklaven die Menschen auf eine künstlich erzeugte Rasse, die wie kleine Pferde mit Händen aussehen. Unter der Führung von Lesley, proben einige den Aufstand gegen ihre Sklavenhalter und entdecken dabei den Ausgang in unsere Welt.
Die Herrscher Unterhessens schicken ihnen die Garde hinterher und es kommt auf der Burg zu einem unschönen Gemetzel. Am Ende sind die Gardisten entweder tot oder in der Psychiatrie.
Einer jedoch fasst Zuneigung zu Eva, der Tochter des Burgherrens und gemeinsam mit ihm kehren Eva, Friedrich und Otto nach Unterhessen zurück.
Sie wollen von Unterhessen aus die fremde Welt erforschen. Doch alles geht schief. In Unterhessen wird Friedrich verhaftet und Eva bleibt nichts anderes übrig, als in die Garde einzutreten, um sich Geld zu verdienen. Ihr Freund, ein Hauptmann der Garde, versucht sie zu schützen, doch mächtigere Personen hintertreiben ihre Pläne. Den Herrschern von Unterhessen ist es nicht recht, wenn ihre mittelalterliche Bevölkerung die Wahrheit erfährt. Schlussendlich gelingt Otto, Eva und Friedrich die Flucht nach draußen. Sie wandern in der fremden Welt und haben auch ein Mittel gegen die Flugteufel.
Allerdings geht ihnen dieses nach einiger Zeit aus. Friedrich wird von den Flugteufeln getötet, Otto schwer verwundet. Eva muss mit ihrem Vater nach Unterhessen zurück, wo inzwischen eine Revolution stattgefunden hat. Zutiefst enttäuscht kehrt sie mit ihrem Vater in unsere Welt zurück. Das ist das Ende des zweiten Bandes.


Ich habe das Buch bei Amazon gekauft:
Preis ca. 10 €
Eldur Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2005 (Amazon hats leider erst im März ausgeliefert, obwohl ich im Dezember bestellt habe :(
ISBN: 3937419055

(Band1: Das blaue Portal
Band 2: Unterm Doppelmond)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • enworfan veröffentlicht 21.11.2007
    Guter Bericht! Finde auch deine Zusammenfassung gelungen. --- Ist tatsächlich eins der besten (Fantasy)Bücher der letzten Jahre! Leider kann ich echt nicht verstehen, warum diese Reihe nicht die Besteseller-Listen erobert. Liegt wohl an zu wenig Werbung.
  • ClaudiHH veröffentlicht 04.04.2006
    Interessant! SH :-) LG Claudi
  • MasterT86 veröffentlicht 04.04.2006
    Das hört sich ja spannend an. Lg Tobias
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Produktdaten : Dämonentränen - Die Chroniken der Anderwelten 3 / Peter Lancester

Produktbeschreibung des Herstellers

ISBN: 9783937419053 - Verlag: Eldur

Haupteigenschaften

EAN: 9783937419053

ISBN: 3937419055

Autor: Peter Lancester

Titel: Dämonentränen - Die Chroniken der Anderwelten 3

Thematik: Fantasy

Erscheinungsdatum: 2006

Medium: Taschenbuch

Ausgabe: 1., Aufl.

Verlag: Eldur

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