Dampfreiniger - Tipps & Tricks

Dampfreiniger - Tipps & Tricks

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Ich glaube, ich gehöre zu den Dinosauriern, wenn es ums Reinigen mit einem Dampfreiniger geht! Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter bei meinem mittlerweile vorletzten Umzug ihren „Dampfer“ mitbrachte – zum einen, um meine alte Wohnung so sauber zu machen, dass ich ... Bericht lesen





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Fast universell einsetzbar!
Erfahrungsbericht von Pinkifant über Dampfreiniger - Tipps & Tricks
24.09.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: reinigt gründlich, packt auch alten, hartnäckigen Schmutz
Kontra: kleine Dinge lassen sich ebenso gut schnell per Hand reinigen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht


Ich glaube, ich gehöre zu den Dinosauriern, wenn es ums Reinigen mit einem Dampfreiniger geht!
Ich erinnere mich daran, dass meine Mutter bei meinem mittlerweile vorletzten Umzug ihren „Dampfer“ mitbrachte – zum einen, um meine alte Wohnung so sauber zu machen, dass ich sie, ohne dass es mir peinlich war, dem Nachmieter überlassen konnte; zum anderen, um die neue Wohnung bewohnbar zu machen. Denn irgendwie habe ich festgestellt, dass ich meine alten Wohnungen immer ordentlicher übergeben habe als diejenigen waren, die ich übernommen habe.

Solch ein Dampfreiniger – meiner ist vom Tien-Versand – kostete damals noch knapp 1000 DM! Heutzutage gibt es wesentlich günstigere Modelle, die ebenso viel können.
Meinen teuren „Dampfomaten“ sponserten damals jedoch meine Eltern, weil sie sich erhofften, dass ich damit so viel Spaß am Putzen bekommen würde, dass ich zur Hyperhausfrau mutiere.

Ganz ist diese Hoffnung zwar nicht aufgegangen, es gibt jedoch manche Dinge im Haushalt, die ich tatsächlich am liebsten mit meinem Dampfreiniger erledige, besonders dann, wenn´s wirklich gründlich sein soll.

In der Beschreibung meines Dampfers wird darauf hingewiesen, was man alles damit reinigen kann: Böden, Wände, Kacheln, Fliesen, Fenster, Backöfen – im Grunde reinigt ein Dampfreiniger alles, was hitze- und wasserbeständig ist und gleichzeitig auch noch ein bisschen Druck vertragen kann.

Genauso arbeitet solch ein Gerät nämlich: Mit heißem Wasserdampf und Druck.

Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass manche Dinge schneller ohne das Gerät zu reinigen sind, wie beispielsweise ein Spiegel oder ein nicht allzu verschmutztes Fenster – hartnäckige Stellen, z. B. Fugen in verschmierten Küchenfliesen, schreien jedoch geradezu nach einer Behandlung mit einem Dampfreiniger!
Dieser ist jedoch auch kein Allheil- oder Zaubermittel, besonders dann nicht, wenn uralte Verschmutzungen zu lösen sind.
In meiner vorletzten Wohnung beispielsweise übernahm ich eine Toilette, die ich heutzutage wahrscheinlich eher austauschen würde, statt sie zu reinigen. Damals hatte ich jedoch kein Geld und von daher nicht einmal die Möglichkeit, darüber nachzudenken, ob ich mir eine neue Schüssel leisten will.
Trotz der guten Dampfkraft meines Reinigers reichte der Druck selbst bei voll aufgedrehter Power nicht aus, um alle Ränder restlos zu entfernen.
Bei solchen hartnäckigen Verschmutzungen empfehle ich von daher, mit dem Dampfreiniger das Gröbste zu entfernen, mit einem scharfen Putzmittel die Kalkreste abzuätzen und danach nochmals mit dem Dampfer ans Werk zu gehen. Denn nicht immer reicht ausschließlich der Dampf aus, um jeden Schmutz zu beseitigen.

Dampfreiniger funktionieren meistens mit normalem Leitungswasser. Ich empfehle dennoch, destilliertes Wasser zu verwenden. Besonders dann, wenn das Wasser sehr kalkhaltig ist, können die Düsen schon mal verstopfen.
Wichtig ist es ebenso, den Dampfer immer nur mit gefülltem Wassertank wegzustellen, wenn man ihn nicht mehr braucht. Wasser im Tank beugt Kalkansätzen im Gerät vor!

Um den Tank zu füllen, muss das Gerät jedoch abgekühlt sein. Meines lässt sich nur dann öffnen, wenn absolut kein Druck mehr auf dem Wasserverschluss ist. Nach Benutzung kann es schon einmal bis zu einer Stunde dauern, bis es soweit ist. Von daher sollte man sich vorher gut überlegen, was man alles mit einem Schwung säubern will. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man mitten in der Arbeit aufhören muss, weil der Wassertank leer ist und das Gerät von daher keinen Druck mehr hergibt. Dann erst eine Stunde lang zu warten, bis der Verschluss für den Tank sich wieder öffnen lässt, demotiviert zumindest MICH dann so dermaßen, dass ich dann erst mal gar keine Lust mehr zum Saubermachen habe.

Beim Dampfen sollte man also immer daran denken, dass der Inhalt eines Wassertanks nur begrenzt ausreicht.

Dampfreiniger werden mit verschiedenen Bürsten geliefert. Manche sind spitz mit harten Borsten und eignen sich dazu, extrem verhärteten Schmutz zu lösen. Dabei sollte man aufpassen, dass man das Material, auf dem der Schmutz sitzt, nicht beschädigt. Die Aufsätze kratzen manchmal sehr.

Wenn man schonender putzen möchte, nimmt man lieber einen etwas breiteren Aufsatz, dem man zusätzlich noch eine „Mütze“ aufsetzen kann. Meinem Dampfreiniger waren passende Frotteetücher beigelegt, die ich auf die verschiedenen Aufsätze ziehen konnte. Ein altes Handtuch tut´s übrigens auch! Nach dem Benutzen können diese Tücher ganz normal in der Waschmaschine gewaschen werden.
Wenn man mit diesen „Überziehern“ putzt, hat das den großen Vorteil, dass diese den abgelösten Schmutz gleich aufnehmen und man nicht groß nachzuwischen braucht. Wer ohne Überzug putzt, erzielt zwar eine bessere Lösung des Drecks, muss allerdings hinterher die abgelösten Reste mit einem Lappen entfernen. Dennoch ist das Reinigen ohne Überzug manchmal unerlässlich.
Mir geht´s meistens so, wenn ich eine Zeitlang ein bisschen schluderig beim Putzen meines Backofens gewesen bin. Die harten Verkrustungen, die zumeist aus eingebranntem Fett bestehen, bekomme ich nur ganz schwer wieder entfernt. Der Dampfreiniger wirkt hierbei wahre Wunder! Mit der Düse und einem kleinen Bürstenaufsatz lockere ich das eingebrannte Fett und wische den Ofen danach gründlich aus. Wer ordentlicher ist als ich und den Backofen immer sofort reinigt, braucht sich mit solchen Verkrustungen wahrscheinlich eher nicht abzugeben.

Bevor es Mikrofasertücher gab, war der Dampfer meine beste Lösung, um Fenster zu putzen. Heutzutage ist mir das zu umständlich, mein Mikrofasertuch leistet da schnellere und bessere Arbeit. Eine Freundin von mir hat sich jedoch gerade meinen Dampfer ausgeliehen, weil sie beim Renovieren Farbe verkleckert hat und die Scheiben ein bisschen verschmutzt waren. Lackfarbe geht mit dem Dampfer zwar nicht runter, aber normale Wandfarbe schon. Jedenfalls von Fensterscheiben.

Besagte Freundin hat mit dem Dampfer übrigens auch Tapeten von den Wänden gelöst. Ärgerlich ist es, wenn man dabei ist, meistens nur, dass der Tank für solche Aktivitäten dann doch ein wenig zu wenig Wasser enthält. Zum Lösen von Tapeten muss man mit voller Dampfkraft die alten Tapeten befeuchten. Das verbraucht natürlich recht viel Wasserdampf.

Vorsichtig sollte man sein, wenn Kinder in der Nähe sind. Der Dampf, der aus dem Gerät kommt, ist ziemlich heiß. Zwar ist bei meinem Gerät der Druckschalter für die Dampffreigabe für Kinder nicht offensichtlich erreichbar, dennoch würde ich niemals ein Kind mit einem betriebsbereiten Dampfreiniger allein lassen. Die Gefahr einer Verbrühung durch einen Unfall wäre mir einfach zu groß!

Ein Dampfreiniger bietet sich insbesondere für starke Verschmutzungen an, aber auch große Flächen lassen sich gut damit reinigen. Je nachdem, welche Aufsätze und Bürsten man benutzt, kann man so ganz verschiedene Wirkungen für sehr unterschiedliche Einsatzgebiete erzielen.
Ein Dampfer ist eine gute und praktische Sache – jedoch sind die teuersten nicht immer unbedingt notwendig. Heutzutage gibt es gute und günstige Geräte, denen ich persönlich den Vorzug geben würde, wenn ich mich heute für ein neues Gerät entscheiden müsste.
Praktisch ist solch ein Reiniger jedoch allemal. Er packt so manchen Schmutz, dem mit meiner Muskelkraft manchmal nicht beizukommen ist. Und das ganz ohne Putzmittel!

Pinkifant
   
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