Über sich:Hallo liebe Ciao-Mitglieder! Ich habe leider das Foto rausgenommen, da ich mir selber auf diesem Fot...
Mitglied seit:29.11.2000
Erfahrungsberichte:67
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 9 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Das Musical-Melodram «Dancer In The Dark» des dänischen Regisseurs Lars von Trier ist mit vier Trophäen der große Gewinner bei der Verleihung des Europäischen Filmpreises 2000. Die bereits mit der Goldene Palme von Cannes ausgezeichnete tragische Geschichte einer tschechischen Immigrantin in den USA wurde am Samstagabend in Paris zum besten Film des Jahres gekürt; sein Regisseur erhielt den Publikumspreis. Doch weder der für seine Reiseunlust bekannte von Trier noch seine ebenfalls zweifach prämierte Hauptdarstellerin Björk waren zur Gala ins Chaillot-Theater am Eiffelturm gekommen.
Bei dem in 27 Länder übertragenen Spektakel sprach die von Wim Wenders geleitete Europäische Filmakademie Sergi Lopez den Preis als bester Schauspieler zu. Der Spanier spielt den zwielichtigen Titelhelden in einem französischen Thriller (»Harry, un ami qui vous veut de bien» - Harry meint es gut mit dir) eines in Deutschland geborenen Regisseurs (Dominik Moll). Für Hollywood-Flair in Paris sorgten die in den USA erfolgreichen Stars Jean Reno (»Mission Impossible») und Richard Harris (»Gladiator»), die mit Sonderpreisen ausgezeichnet wurden.
Rupert Everett und Antoine de Caunes präsentierten die eng an die Oscar-Verleihung angelehnte Show, der auch Roberto Benigni fernblieb. Der italienische Schauspieler und Regisseur (»Das Leben ist schön») wurde wie Reno für den europäischen Beitrag zum Weltkino geehrt. Hongkong-Regisseur Wong Kar-Wai holte sich die silberne Figur für sein wunderbares Melodram «In The Mood For Love» (Kategorie internationaler Film) zumindest selbst ab. Das beste Drehbuch schrieben Angnes Jaoui und Jean-Pierre Bacri mit «Le Gout des Autres» (»Lust auf Anderes»).
Filmdebütantin Björk hatte für die Rolle der Selma in «Dancer In The Dark» schon die Goldene Palme von Cannes als beste Schauspielerin erhalten. Diese Ehrung wurde ihr nun erneut von der Europäischen Filmakademie und dem Publikum zugesprochen. Die Streitereien während der Dreharbeiten mit dem eigenwilligen Regisseur Lars von Trier sollen aber nicht der Grund gewesen sein, warum gleich beide der Gala in Paris fernblieben.