Erfahrungsbericht über "Dänischen Bettenlager Vitrine Royal Oak"

veröffentlicht 19.04.2009 | Pengoblin
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Erfahrungsberichte : 126
Vertrauende : 9
Über sich :
"Dies sind meine Überzeugungen und Grundsätze. Wenn Sie Ihnen nicht gefallen - ich hab' auch noch andere." (Groucho Marx)
Ausgezeichnet
Pro schlichtes Design, einfacher Aufbau, akzeptabler Preis
Kontra minderwertige Kleinteile, Transport
sehr hilfreich
Design

"Ein schmuckes Stück Ex-Baum"

INTRO

Die Vitrine Royal Oak haben meine Lebensgefährtin und ich gleich zweimal gekauft – einmal direkt im Laden für meine Wohnung, und etwas später – aus Zeitmangel diesmal via Internet und Zulieferer - für ihre Wohnung.

Beide Vitrinen kosteten uns im April 2009 jew. 299,00 €, hinzu kam im zweiten Fall der Speditionstransport mit 35,00 €.

Was uns an der Serie Royal Oak gefällt (ich habe auch noch die dreitürige Anrichte), ist neben einer robusten Verarbeitung vor allem das schlichte, unverschnörkelte Design, das sich gut mit ähnlichen Möbeln auch anderer Holzarten kombinieren lässt. Die Vitrine ist recht geräumig; wegen der etwas höheren Fußblöcke lässt sich ferner darunter besser reinigen als unter vielen anderen Schränken, zugleich wirkt sie dadurch angenehm 'unklobig'.

ANGABEN ZUM MÖBEL

Die Vitrine ist 45cm tief, 190cm hoch und 100cm breit. Sie besitzt unten zwei flache Schubladen, darüber sitzt ein massiver Zwischenboden. Den Raum hinter den Glastüren kann man mit drei Einlegeböden unterteilen, wobei es jeweils (also pro Boden) Vorbohrungen für jeweils drei unterschiedliche Einlegehöhen gibt. Die wg. der Verglasung relativ schweren Türen sind mit jeweils drei einstellbaren Scharnieren gut befestigt.

VERPACKUNG & TRANSPORT

Die Vitrine ist in drei Kartons recht kompakt verstaut, von denen zwei der Kartons wegen der Seitenteile und der Glastüren recht schwer und sperrig sind – 1,90m lang und, wenn ich recht erinnere, jeweils rd. 35kg schwer. Mit etwas Geschick haben wir aber die komplette Vitrine nebst der kompletten, gleichzeitig erworbenen Royal Oak-Anrichte in meinen älteren Mondeo mit Fließheck reingekriegt. Dafür sollte man unbedingt zu zweit sein, wenn man nicht Obelix heißt, zumal man ja beim Herumwuchten auch auf die Zerbrechlichkeit des Glases achten muss.

Meine Liebste bekam ihre übers Internet georderte Vitrine kostenpflichtig von einer Spedition geliefert, wobei die Lieferzeit rd. 7 Werktage betrug. Was uns hierbei etwas geärgert hat, war die Terminkoordination des Anlieferers, der zwei Tage vorher anrief, nicht um einen Termin zu VEREINBAREN (was man ja wohl bei einer selbstbezahlten Lieferung erwarten darf), sondern um – offensichtlich ohne eventuellen Widerspruch abwarten zu wollen – kurz MITZUTEILEN, dass die Lieferung zwei Tage später zwischen 9 und 13 Uhr erfolgen werde, Punkt – und aufgelegt ohne Rückrufmöglichkeit. Da es jedoch durchaus Leute gibt, die tagsüber arbeiten, durften wir dann zusehen, über das Dänische Bettenlager die Nummer zu ermitteln und unsererseits dort anzurufen, um einen neuen Termin zu vereinbaren – was angabegemäß nicht auf Anhieb ging, und der uns zugesagte Rückruf erfolgte gar nicht erst. Hier besteht in punkto Kundendienst offensichtlich noch Lernbedarf, wenn auch nicht beim Dänischen Bettenlager selbst, sondern bei der entsprechenden Partnerfirma.

Im Endeffekt haben wir dann eine Inempfangnahme zum 'verordneten' Zeitpunkt organisiert, müssen das aber als klaren Negativpunkt werten, zumal ja nicht jede/r das Glück hat, überhaupt so rasch jemand anderen zu finden, der sich vier Stunden in fremder Wohnung hinhockt, um auf irgendwelche Spediteure zu warten.

DIE EINZELTEILE

Die Vitrine besteht aus den folgenden Einzelteilen:
- 2 Seitenwände (die Vitrinenfüße sind hier schon dran)
- Unterboden
- Vitrinenoberseite
- 2 Türen mit Echtglaseinsatz, fertig montiert bis auf die Scharniere
- Trennboden Vitrine / Schubladen
- Querstreben vorne und hinten
- drei Einlegeböden für den oberen Teil
- zweiteilige, dünne Rückwand in Echtholzoptik mit Verbindungsteil aus Plastik
- Bauteile für 2 Schubladen (jew. 4 Seitenteile, Boden, Metallschienen)
- 4 Metallgriffe (2x Schublade, 2x Vitrinentüren)
- jew. 3 Metallscharniere für die Türen nebst Gegenstücken (Scharnierhaltern)
- Kleinteile: Holzdübel, Schrauben, Verbindungsstücke, Nägel (für die Schubladenböden und die Schrankrückseite), Einlegebodenhalterungen etc.

Eine Verleimung von Teilen ist bei der Vitrine nicht vorgesehen, man kann das aber natürlich, z.B. bei den Schubladenböden, natürlich trotzdem machen.

Die Homepageauskunft des DB hält noch weitere Angaben/Hinweise bereit:

Folgende Teile bestehen aus MDF mit Eichenfunier: Topplatte, Einlegeböden, Unterplatte, Rahmenfüllung der Seitenteile
Oberflächenbehandlung: geölt
Holzstärken: 18 - 20 mm
Holzstärken Beine: 60 x 60 mm
Rückwände aus MDF mit Eschenfurnier
Schubladenboden aus beschichteter Hartfaserplatte
Einlegeböden variabel
Schubladenführung aus Metall
Belastbar bis 125 kg

Die Verarbeitung der Teile war sehr gut, mit der Ausnahme einiger Kleinteile, an denen offenbar doch ein Hundertstelcent zuviel gespart worden ist. Auch die Rückwand hätte zumindest ETWAS robuster sein können, wenn man natürlich bei dem Preis auch keine komplett massive Holzrückwand erwarten darf.

DER ZUSAMMENBAU

Unsere bisherigen Erfahrungen mit Möbeln vom Dänischen Bettenlager haben sich auch hier wieder bestätigt: Gute Verarbeitung des Basismaterials, die Bohrungen sind – in angenehmem Unterschied zu so manchen der mir bekannten Ikea-Möbel - da, wo sie hingehören, allerdings ist das beigefügte Kleinmaterial teilweise mangelhaft (ab und an mal eine 'Schraube' völlig ohne Gewinde, einige der Metallteile hatten offenbar auch unerwünschte Sollbruchstellen und waren nicht für ihren gedachten Einsatz geeignet. Die Kleinteile sind sehr genau abgezählt, d.h. Ersatz muss man ggf. dem eigenen Fundus (so vorhanden) entnehmen. Hier wäre es schön, wenn entweder die Qualität der Kleinteile verbessert oder zumindest jeweils ein, zwei überzählige Exemplare beigefügt würden, was die Materialkalkulation wohl nicht sprengen sollte.

Zwar haben wir beim DB auch schon die angenehme Erfahrung gemacht, dass man dort völlig problemfrei nochmal hinfahren und sich ohne großes Hinundher Ersatz für das ein und andere defekte Kleinteil gratis in die Hand geben lassen kann, aber als noch angenehmer bleibt es natürlich in Erinnerung, wenn eine zweite Fahrt gar nicht erst nötig wird.

Die Anleitungsangabe: "rd. 45 Minuten, zwei Personen" haben wir – obwohl durchschnittlich geübt in solchen Dingen - nicht einhalten können, was ebenfalls vor allem an besagten queren Kleinteilen hing. Es dürfte wohl so rd. 100 Minuten gedauert haben. Und allein schafft man das Teil, wie wir meinen, tatsächlich nicht zusammen.

Neben den angezeigten Schraubendrehern und einem Hammer (für die Rückwandnägel) empfiehlt sich u.E. übrigens auch die Hinzunahme eines Gummihammers, um die Teile paßgenau und fugenfrei ineinanderzubekommen.

Die Bildanleitung selbst ist sehr exakt und gut nachvollziehbar, erfordert allerdings z.T. auch genaues Hingucken, damit man genau sieht, wie rum das Teil jetzt wo dran gehört. Trotzdem keine Kritik, was das betrifft.

NACHBEHANDLUNG

Da die Möbel der Royal Oak-Serie unlackiert sind, empfiehlt sich ein gelegentliches Nachölen, damit die Struktur erhalten bleibt. Entsprechende Pflegeöle kriegt man im DB auch, und die Welt kosten sie nicht. Das dürfte auch weiter dazu beitragen, dass das an sich schon recht robuste Holz noch länger unvermackt von den Püffen des Alltags bleibt.

DAS ERGEBNIS / FAZIT

Nach dem Aufbau waren wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Es hat noch ein Weilchen gedauert, bis die Türen richtig feinjustiert waren, was ich vor allem der Kombination aus der doch recht dünnen Rückwand und den in meiner Wohnung sehr alten und daher alles andere als perfekt waagerechten Bodendielen zurechne.

Das Ganze wirkt schlichtelegant und bietet viel Raum z.B. für Gläser, Porzellanschnickeldickel oder – in meinem Fall – Medienwürdigungen.

Ich bereue den Kauf jedenfalls nicht. Ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis für ein Möbel, an dem man voraussichtlich lange Freude zu haben die reelle Chance hat. Wegen der kleinen Mängel (Rückwand zu dünn, mangelhafte Kleinteile, defizitärer Lieferservice) sind es zwar nur schwache 5 Punkte, aber wer den Aufbau erfolgreich hinter sich hat, sollte sich lange ungestört an diesem netten Ex-Baum erfreuen können.

P.S.: Die erfragten Produktdetails sind ja wohl etwas deplaziert. Wieviele Kannen Schrank trinkt man so pro Woche?

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • maikle veröffentlicht 17.05.2009
    die würde zu unserem Tisch gut passen...
  • Wolle0509 veröffentlicht 10.05.2009
    die täte mir auch gefallen
  • Inara veröffentlicht 21.04.2009
    SH schöner Bericht, die Vitrine gefällt mir auch. Gerne hätte ich etwas ausführlicher über Porzellanschnickeldickel gelesen (Grinss!!) LG Karen
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Produktdaten : Dänischen Bettenlager Vitrine Royal Oak

Produktbeschreibung des Herstellers

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 28/01/2008