Daredevil

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Dareman, Spiderdevil ... was denn nun ?

2  23.03.2003

Pro:
Humor

Kontra:
Unlogisch, schon mal gesehen

Empfehlenswert: Nein 

Albaro

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:318

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 100 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Einleitung
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Donnerstag war ich im Kino und es lief in zwei Kinos die Premiere von Daredevil, einem neuen Film über einen Superhelden der Marvel-Comic-Serien.
In Deutschland ziemlich unbekannt, in Amerika jedoch ein gern gelesenes Comic.
Nach den positiven Erfahrungen mit Spiderman wollte ich ihn natürlich sehen. Hier mein Bericht dazu.

Die Story
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Der kleine Matt Murdock sieht als 12-jähriger Junge seinen Vater, einem Ex-Boxer bei einem Verbrechen. Matt rennt weg und dabei passiert ein folgenschwerer Unfall, bei dem er durch eine erbgutverändernde Flüssigkeit erblindet.
Dabei entwickeln sich auch andere übersinnliche Fähigkeiten wie ein super Gehör und ein Wahnsinnstast- und Geruchssinn.
Sein Vater und er schwören sich niemals aufzugeben und der Vater beginnt wieder zu boxen. Leider weigert er sich wie von seinem Ex-Chef, einem Kriminellen, gefordert einen Kampf zu verlieren und wird daraufhin ermordet.
Der kleine Matt schwört Rache und bekämpft von diesem Tage an das Böse als „Daredevil“, in einem blöden roten Kostüm mit Teufelshörnern.
Na gut, Daredevil ist er nur nachts, denn tagsüber engagiert er sich als Anwalt für die Armen im Stadtteil „Hells Kitchen“.

Dort hat er zu kämpfen gegen den King Pin, einem reichen Kriminellen, der Topanwälte einsetzt um seine „Schäfchen“ vor dem Knast zu schützen, einem Killer namens Bulls Eye und anderen kleinen Ganoven.

Bei seinem Rachefeldzug lernt er Electra Natchios kennen, in die sich Matt unsterblich verliebt. Bei dem Versuch ihren Vater vor einem Attentat zu schützen gerät dieser ums Leben und es sieht für Electra so aus, als wäre Daredevil der Täter und nicht wie tatsächlich Bulls Eye.

Nun schwört ihm auch noch Electra Rache. Und dann ist da noch so ein Reporter, der sich Daredevil an die Fersen gehangen hat um ihn zu enttarnen.

Mehr mag ich über die Story nicht verraten.

Die Schauspieler
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Ben Affleck (Das Schnuckelchen von J.Lo) spielt Daredevil sehr überzeugend, denn er schafft es sowohl den Anwalt der Armen als auch den Rächer gut und realistisch darzustellen, er hat jedoch nicht die sympathische Ausstrahlung von Tobey Macquire in Spiderman.
Michael Clark Duncan, der große Schwarze aus Green Mile ist der Bösewicht King Pin. Er spielt seine Rolle sehr überzeugend und die Kühle und Coolheit des Gangsterbosses kommt klar herüber. Und keiner raucht eine Zigarre so unsympathisch wie er ;-).

Collin Farrell (sollte Britney S. nicht mal was mit dem gehabt haben ?) spielt Bulls Eye, einem begnadetem aber bekloppten Dartspieler, der seine Opfer mit fliegenden Gegenständen tötet und eine Dartscheibe in die Stirn gebrannt hat. Selten sieht man im Kino so überzeugende Irre wie Collin Farrell.

Jennifer Garner (Alias Agentin bei Pro7) spielt Electra und überzeugt durch ihre Optik und ihrem Kampfsportfähigkeiten.

Die Effekte
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Daredevil spielt eher in einem düsteren Ambiente, welches die triste und Dunkelheit des Verbrechens deutlich verstärkt. Die Farben sind grau, braun, schwarz, dunkles Rot. Das ganze passt gut zu der Welt des Daredevil, dessen Leben von Rache, Zweifeln und Ängsten geprägt ist. Sehr gelungen sind solche Szenen, in denen der Gehörsinn des Helden gezeigt wird und sich die Umgebung wie bei einem Radarbild in seinem Gehirn abzeichnet. Auf diese Weise sieht er auch wie Herzen aufhören zu schlagen, wie sie bei einer Lüge schneller schlagen und ähnliches. Am schönsten ist die Szene wo Matt durch den auf Electra prassenden Regen ihren Körper und ihr Gesicht sieht. Eine sehr romantische und schöne Szene.
Leider sind viele Kampfszenen auch aus der Sicht von Daredevil gezeigt und man erkennt die hektischen Szenen nur sehr schlecht und undeutlich. Das verstärkt zwar die Sichtweise des Blinden, ist aber für den Zuschauer nervend.

Die Filmkritik
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So, nun geht es rund.

Die Story ist altbacken und kommt uns doch sehr bekannt vor. War es bei Spiderman der Biss einer manipulierten Spinne, so ist bei Daredevil die Chemikalie pur für seine Fähigkeiten verantwortlich.
Ach die Kräfte sind recht ähnlich, sprich besseres Gehör, der Gleichgewichtssinn und auch Daredevil springt und fliegt über Dächer und Häuser. Er braucht dazu jedoch einige Erfindungen, wie seinen Blindenstock mit Extras.
Wie er die entwickelt hat bleibt jedoch ungeklärt.
Der Rachefeldzug für das Gute beginnt mit einem tragischen Einschnitt in das Leben des Superhelden. War es bei Spiderman der Tod des Onkels, so ist es hier der Tod des Vaters.
Natürlich bietet auch Daredevil die Liebesgeschichte zwischen dem Helden und einer Frau, wie auch bei Spiderman gibt es hier Probleme mit der Identität des Helden und des normalen Matt. Na gut, sie haben sich was einfallen lassen: Bei Daredevil küsst die Schöne zuerst den normalen Matt, bei Spiderman bekam der Held den ersten Kuss … aber da macht die Story auch nicht neu.

Was mich am allermeisten aufregt … der Film ist absolut unlogisch aufgebaut. Er wirkt auf mich sehr gekürzt und unvollständig.
Spiderman baut ruhig auf und erzählt die Geschichte vom Kind bis zum Helden sehr detailliert und nachvollziehbar. Bei Daredevil beginnt der Film mit einer Rückblende die dem Film keinen Benefit für den Handlungsstrang bietet und der Sprung vom jungen Matt zum Helden ist nur grob dargestellt. Wie der Held seine Waffen entwickelt hat fehlt völlig und man wundert sich daher manchmal warum er alles kann, was er kann.

Noch schlimmer ist es bei den Bösen. Wieso hat Bulls Eye solche Sprung-und Flugfähigkeiten? Bei Spiderman brauchte der Böse auch ein Mittelchen um diese Fähigkeiten zu bekommen. Das erscheint zumindest logisch. Bei Daredevil fehlt die Logik völlig.
Und wieso ist der King Pin so stark ? Sind denn in diesem Film alle Leute Superhelden oder Schurken ?

Zu Gute halten sollte man dem Film, das er an einigen Stellen sehr humorvoll ist und witziger wirkt als Spiderman.

Leider fehlt ihm der Charme und die Sympathie der Spidermanstory und vor allem die Ausstrahlung von Tobey Macquire.

Fazit
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Alles schon einmal gesehen, nur besser. Daher mein Fazit: Nur ansehen, wenn nichts besseres läuft. Ansonsten reicht es den Film mal aus der Videothek zu entleihen !

Euer Carsten

© by C.Krehl 2003; 980 Wörter

---Bush sorgt dafür das Amerika von der Weltmacht zur Witzfigur wird--
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Travelwriter

Travelwriter

21.05.2003 20:58

Stimmt, in manchen Filmen wird wirklich beim Drehbuch gespart. Die von dir aufgezählten Ungereimtheiten beweisen das. lg Andreas

kmdc_angel

kmdc_angel

28.03.2003 15:35

das einzigste, was ich kritisieren kann, sind die absätze. die bewirken nur, dass man den text schlechter lesen kann. film ist übrigens klasse, mfg matthias

Gina_012

Gina_012

25.03.2003 10:59

Danke für die Warnung, Zeit soll man ja schließlich nicht verschwenden, Gruß Gina

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