Dark Basic

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Basic mal anders

5  09.04.2002 (16.04.2002)

Pro:
schnell, einfach, einsteigerfreundlich, kostengünstig, einfache Programmierung mit DirectX

Kontra:
Software nur zum Teil auf Deutsch, etwas eigenwilliger Editor, seltsame Fehlersuche

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Benutzerfreundlichkeit

Stabilität:

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Merced

Über sich:

Mitglied seit:25.04.2000

Erfahrungsberichte:8

Vertrauende:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 47 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Welcher Hobby-Programmierer sehnt sich nicht zurück in die guten alte Zeit von Q-BASIC unter DOS...?

Wo alles von Hand gemacht wurde, aber einfacher zu verstehen und zu überblicken war als in modernen grafischen Umgebungen, wo genau das passiert ist, was man programmiert hat und nicht, was in irgendeiner versteckten Einstellung gesagt wurde. Wo man einfach so etwas auf dem Bildschirm ausgeben konnte, ohne mit unhandlichen Objekten zu hantieren, wo man einfach so drauflosprogrammieren konnte...

Damals hat mir persönlich das Programmieren von kleinen Spielchen sehr viel Spaß gemacht. Zugegeben, es sah immer ziemlich schlecht aus, aber es ist was dabei rausgekommen, mit dem man was anfangen konnte. Einziges Manko: Q-BASIC war langsam, sehr langsam - aber es machte Spaß.

Dann kam das Ungetüm namens Windows und alles wurde anders. Alles wurde in grafische Formen gepresst und wer einmal versucht hat mit Visual Basic oder Delphi ein Spiel zu schreiben, der weiß, wie unangenehm die Oberfläche sein kann. Anwendungen erstellt man im Nullkommanichts, aber Spiele? Es macht nicht nur keinen Spaß mehr, es ist auch schwerer etwas flüssiges hinzubekommen.

Der Schlüssel, so sagen viele steckt in DirectX, einer über Funktionen ansteuerbare Routinensammlung, die einem schnelle Befehle zur Spieleentwicklung bereit stellt. Wer mal versucht hat, DirectX in Visual Basic, oder Delphi zu benutzen, weiß wie kompliziert das ist. Man kann es in den Griff bekommen - aber macht es denn noch Spass? Meiner Meinung nach nicht - es ist zu kompliziert.

Ich hatte mit meinem Hobby Spielchen zu programmieren schon fast abgeschlossen, als ich diese dunkle, blau-schwarze Schachtel in einem Regal einer Softwareabteilung entdeckte: Dark Basic.

Eine auf die Spieleentwicklung zugeschnittene Fassung von Basic, mit integrierten DirectX-Funktionen und superschnell. Sowas in der Richtung versprach mir die Verpackung. Der Preis war nicht gerade hoch mit ca 40 EUR und so dachte ich mir: "Was soll's?" und hab es mitgenommen.

Nachdem das Ganze dann auf der heimischen Festplatte installiert war, kam die erste Überraschung: Die Bedienoberfläche war ein bloßer Texteditor - und zwar ein aus der Windowsoberflächer ausgekoppelter, recht unhandlicher Editor. (Später stellte ich fest, dass ein besserer Editor mitinstalliert wurde: xdarkedit.exe!)
Aber egal. Erstmal ausprobieren und so tippte ich die Urzeile der meisten Programmierer ein:

PRINT "HELLO WORLD!"

...und drückte auf Ausführen. Was nun folgte war eine angenehme Überraschung: Weder tat sich irgendein Fenster auf, noch kam eine Fehlermeldung, wegen fehlender Objekte oder was weiß ich. Es kam einfach ein schwarzer Bildschirm, der links oben in weißen Buchstaben HELLO WORLD! zeigte.

Jedem, der der Q-BASIC Ära hinterhertrauert, brauche ich wohl nicht zu sagen, dass ich diese Nacht mit Dark BASIC verbracht habe. Diese und viele weitere...

Dark BASIC ist wirklich BASIC, kein aufgeblassener Visual-irgendetwas-Kruscht, der so schnelle Anwendungsentwicklung erlaubt.
Wer will kann einfach nur Basic programmieren, wie in alten Zeiten - nur sehr viel schneller.

Wer sich jedoch mit den mitgelieferten Tutorials auseinandersetzt wird sehr schnell feststellen, wieviel Dark BASIC eigentlich kann: Die reine Basic-Sprache wurde ohne sie in Ihrer überschaubaren Einfachheit zu gefährden zu der mächtigsten Sprache für Hobby-Spiele-Programmierer überhaupt. Mit einfachen, kurzen Befehlen lassen sich 3D-Objekte aus gängigen 3D-Editoren laden und mit einem weitern Befehl animieren. Dark Basic hat eingebaute Kollisionsabfragen, unterstützt 3D-Sound und vieles, vieles mehr und das alles mit einfachen, zusammengefassten Befehlen und ist dabei sogar noch enorm schnell.

Zugegeben, ein Black&White werden Sie damit nicht auf die Beine stellen können (ganz so mächtig ist DB leider nicht), aber für die meisten Sachen reicht es bei weitem und das einzige was einem wirkliche Grenzen steckt, ist die eigene Fantasie. An Programmierkönnen wird es einem in DB nicht lange fehlen - den einfacher geht es wirlklich nicht mehr, zumindest nicht, wenn man nicht auf die sehr eingeschränkten Klick&Play-Klone zurückgreifen möchte... ;-)

Mit Dark Basic kann der Traum vieler Hobby-Programmierer ein eigenes Spiel zu erschaffen wahr werden. Einfache Spiele (Break-Out etwa) sind bereits in wenigen Stunden geschrieben. Wer sich jetzt noch ein wenig dahinterklemmt und nicht mittendrin aufhört, der kann schon in kurzer Zeit sein Traumspiel in Händen halten... und das ist keine Übertreibung!

Ich kann Dark Basic nur jedem empfehlen, der Hobby-mäßig Spiele schreibt oder das gerne tun würde. Das ist DIE Gelegenheit!

Weiter Infos findet ihr unter www.darkbasic.de!

Viel Spaß!

PS.: Da in den Bewertungen mehrfach die Frage auftaucht: Ja, Dark Basic erstellt .EXE-Dateien. Man kann selbsterstellte Programme sogar ohne weitere Gebühren vertreiben - auch komerziel. Die Lizenz ist nicht auf Shareware beschränkt...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mg1970

mg1970

06.03.2003 17:01

Hört sich sehr interessant an. Ich habe noch uralte Quellcodes aus QBasic: eigene Adventure-Spiele aus den frühen 90ern! Meine Frage: könnte man diese einfach in den Dark Basic Editor kopieren und unter Windows laufende EXE-Dateien erzeugen? Läuft Dark Basic (und die damit erstellten Programme) unter Windows 2000 oder XP? Ich muss nämlich langsam sehen, mal ganz von den alten DOS-Anwendungen wegzukommen, denn bald nützen die mir nichts mehr, bei immer moderner werdender Hard- und Software...

Skater13

Skater13

16.11.2002 17:05

Ich kaufe mir "Dark Basic" auch mal.Man liest sich.

jaxen

jaxen

09.04.2002 11:08

Klingt interessant. Wie sieht das mit RunTime-Dateien für die Programme aus? Oder laufen die Programme aus DarkBasic auch ohne? XU Jaxen

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