Von Vögeln und Menschen
27.10.2000
Pro:
eine schlichte Liebeserklärung an Mensch und Tier
Kontra:
einige Klischees und Banalitäten zuviel
Empfehlenswert:
Ja
 Tyrel
Über sich:
Mitglied seit:24.10.2000
Erfahrungsberichte:183
Vertrauende:107
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
„Herrin der Falken“ war das erste Buch, das ich aus dem Darkover-Zyklus gelesen habe, und es hat mich sofort dazu gebracht, mir auch die weiteren Romane zu besorgen. Zudem hat es mir tatsächlich geholfen, meine trotz aller Tierliebe existierende Scheu vor Raubvögeln zugunsten eines großen Interesses abzulegen. Meiner Kenntnis nach hat die Geschichte einen Jugendbuchpreis bekommen, ich halte sie jedoch auch für Erwachsene absolut geeignet.Die Geschichte handelt vom Heranwachsen des jungen Mädchens Romilly, der nicht nur die pubertären Probleme insbesondere beim Selbstverwirklichen in einer patriacharlisch geprägten Welt Probleme machen, sondern auch eine besondere Form des Laran, einer mentalen Kraft, die es ihr ermöglicht, mit einigen Tieren zu kommunizieren und sich in sie hineinzuversetzen. Es ist klar, dass diese Fähigkeit sie überfordert, zumal sich ihr Vater aus persönlichen Gründen weigert, seine Tochter im Umgang mit dieser Gabe zu schulen. Auslöser für Romillys Flucht aus einem sehr liebevollen aber strengen Zuhause sind jedoch Heiratspläne, mit denen sie, die sie aus praktischen Erwägungen immer noch am Liebsten Hosen trägt, sich nicht anfreunden kann, zumal es ihre Trennung von den von ihr so geliebten Tieren bedeuten würde. Sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand, bricht mit der Familie, begleitet von dem Falken Preciosa, mit dem sie eine tiefe Zuneigung verbindet. Trotz der Eigenverantwortung, die sie übernehmen wollte, wird ihr Leben zunächst von anderen bestimmt. Sie gerät, ohne es zu wollen, in den Strudel politischer Wirren; ist gezwungen, ihre Identität als Frau zu verleugnen, die sie gerade erst am Entdecken ist und setzt ihre mentalen Fähigkeiten, deren Ausmaße so wunderbar und doch so gefährlich sind, ein, um Leben zu retten. Der Schluss des Buchs erscheint mir dann doch sehr versöhnlich, denn leider lösen sich nicht alle Knoten des Schicksals so auf, wie es hier idealisierend dargestellt wird. Auch die Episode mit der alten Frau und ihrem Sohn erscheint mir sehr klischeehaft und durchaus verzichtbar.Dennoch halte ich diese Geschichte für eine sehr gelungene Darstellung des Lebens auf Darkover mit einer Titelheldin, deren Entwicklung berührt und einer spannenden, emotionalen Handlung. Für Tierfreunde gebe ich eine besondere Empfehlung.
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26.01.2004 20:10
ein bißchen kurz und zu wenig eigene meinung, deshalb nur ein h.
04.02.2002 14:54
Ein sehr guter Bericht, auch wenn ich schon bessere von Dir gelesen habe. Liebe Grüße Lady Jaelle
15.06.2001 00:21
Ich finde Lessa und DerDerbste sind hier die Einzigen, die sich mit Fantasy-Literatur auskennen. Hätte nie gedacht, dass jemand ein Buch von Bradley für ein Jugendbuch hält.