Erfahrungsbericht über

Amokspiel - Psychothriller / Sebastian Fitzek

Gesamtbewertung (22): Gesamtbewertung Amokspiel - Psychothriller / Sebastian Fitzek

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Amok im Radio

4  06.05.2012

Pro:
spannend, schön geschrieben,

Kontra:
Charaktere nerven ein wenig, hat ab der MItte das Buches wenig mit dem Klappentext zu tun

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Unterhaltungswert

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

mehr


sweety179

Über sich: Vielen Dank für die vielen tollen Bewertungen =) Leserunden->PGB

Mitglied seit:21.01.2004

Erfahrungsberichte:938

Vertrauende:584

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 136 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo ihr Lieben!
Heute will ich euch mal wieder von einem Buch von Sebastian Fitzek berichten. Es soll heute um „Amok Spiel“ gehen. Wie immer wünsche ich euch viel Spaß bei meinem Bericht und bedanke mich für Lesungen, Bewertungen und Kommentare.

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-=[Fakten]=-
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Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Amok Spiel
Art: Psychothriller
Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2007
Seitenzahl: 425
Kapitel: 40
Preis: 9,99 €
Bezugsort: ausgeliehen von Mama
ISBN: 978 – 3 – 426 – 63718 – 0
Kontakt: www.knaur.de

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-=[Der Autor]=-
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Da ich schon mal einen Bericht über ein Buch des Autors geschrieben habe, werde ich den Part über den Autor kopieren:

„Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Gleich sein erster Psychothriller „Die Therapie“ eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste, wurde als bestes Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert und begeisterte Kritiker wie Leser gleichermaßen. Mit den darauf folgenden Bestsellern „Amokspiel“ und „Das Kind“ festigte er seinen Ruf als neuer deutscher Star des Psychothrillers. Seine Bücher werden in über zwanzig Sprachen übersetzt. Als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fizek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans.“

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-=[Klappentext]=-
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„Heute ist ein guter Tag zum Sterben
Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet. Zu schwer lastet der Tod ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie zu einem brutalen Geiseldrama in einem Radiosender gerufen. Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel: Bei laufender Sendung ruft er wahllos Menschen an. Melden die sich am Telefon mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, wird eine erschossen. Der Mann droht, so lange weiterzuspielen, bis seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt. Doch die ist seit Monaten tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen

Bilder von Amokspiel - Psychothriller / Sebastian Fitzek
Amokspiel - Psychothriller / Sebastian Fitzek Amokspiel - Psychothriller / Sebastian
Amokspiel - Psychothriller / Sebastian Fitzek
zuhören…“

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-=[Meine Meinung]=-
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Und wieder mal gefällt mir der Aufbau des Buches wirklich gut. Für mich ist es immer wichtig dass einige Kapitel vorhanden sind und Abschnitte, bei denen man das Buch auch mal zur Seite legen kann. Ich will mich später nämlich nicht wieder seitenlang in das Buch einlesen müssen. Die Kapitel sind bei diesem Buch wirklich zahlreich vorhanden und sie sind nicht lang, manchmal gerade eine Seite. Meistens gibt es den Kapitelwechsel bei Orts- und nicht bei Spannungswechsel, obwohl das bei diesem Buch eigentlich meist der gleiche Zeitpunkt ist. Es gibt außerdem noch viel wörtliche Rede, die den Lesefluss nicht stört und wirklich gut passt.

Das Cover ist für mich ja nicht sooo wichtig weil ich mich nicht von einem Cover zum Kauf eines Buches verleiten lasse. Aber ich finde immer noch, dass ein Cover wenigstens die Aufmerksamkeit auf sich ziehen muss, damit das Interesse geweckt ist. Man sollte dazu gebracht werden den Klappentext zu lesen und das Buch dann schließlich zu kaufen. Bei diesem Buch was das ja aber nicht nötig, da ich schon einige Bücher von Fitzek gelesen habe und sie ganz gut fand, also habe ich auch noch zu diesem gegriffen. Das Cover ist auch nicht besonderes. Man schaut durch ein Fenster und sieht die Skyline von Berlin. Das einzig besondere ist der Himmel, denn der ist dunkelrot gefärbt. Also wirklich nichts besonderes und mein Interesse hätte das Cover wohl nicht geweckt.

Bei Fitzek haben mir ja meist die Geschichten aus den Büchern gut gefallen. Dann kamen ein paar Bücher, die waren so lasch und nur verwirrend. Bei diesem Klappentext habe ich mir gedacht, nun kommt wieder eine Story genau nach meinem Geschmack. Spannend, ausweglos, ein wenig zu brutal und Minimum einer in dem ganzen Buch hat den Verstand verloren. Ich war sehr enttäuscht als ich die Mitte des Buches erreichte und die ganze Geschichte sich so entwickelt. Aber mehr will ich euch nicht verraten, wäre ja doof wenn ich euch die Spannung nehme wenn ihr das Buch noch lesen wollt. Es geht in dem Buch um Jan May, einem Mann, der in den letzten Wochen seines Lebens alles verloren hat was ihm wichtig war: sein Job, seine Freundin, sein Leben, sein Stolz und seine Ehre. Also stürmt er den bekannten Radiosender 101 Punkt 5 in Berlin und will jede Stunde eine Geisel töten wenn irgendein Anrufer sich nicht mit der Parole meldet: „Ich höre 101 Punkt 5 und jetzt lass eine Geisel frei.“ Das wird er so lange machen, bis man ihm seine Freundin wiederbringt, von der alle behaupten sie sei bei einem Autounfall gestorben.

Die Hauptcharaktere in diesem Buch sind eigentlich zwei Stück. Natürlich kommen noch mehr Charaktere vor, aber Ira und Jan sind diejenigen, die man die ganze Zeit begleitet und die man auch von Anfang an kennt. Jan ist ein ehemaliger Psychologe, der alles in seinem Leben verloren hat. Er will seine Freundin zurück von der er glaubt, dass sie noch lebt obwohl im alle weismachen wollen, dass sie gestorben ist bei einem Autounfall. Ira hingegen ist Unterhändlerin bei der Polizei und wollte sich an dem Morgen eigentlich das Leben nehmen weil ihre älteste Tochter Selbstmord begangen hat und sie sich dafür die Schuld gibt. Ihre jüngere Tochter redet nicht mehr mit ihr, weil sie anscheinend das selbe denkt. Ich finde es gut die beiden das Buch über zu begleiten, weil mich keiner von beiden nervt. Jan ist eigentlich ein ganz netter Mann, der einfach nur das zurück will was ihm am meisten bedeutet hat und was ihm einfach weggenommen wurde ohne irgendeinen Grund. Ira ist schon eine coole Sau, sie ist schlagfertig, lässt sich nichts sagen und ich finde sie schon angenehm. Nur ihre Alkoholsucht hätte nicht so sehr in den Vordergrund gestellt werden müssen. Ich finde die Charaktere gut ausgearbeitet und nicht zu flach, sie sind mir aber auch nicht zu kompliziert, sodass man viel über sie nachdenken müsste.

Das Wichtigste ist und bleibt für mich bei einem Buch immer noch der Schreibstil. Es geht mir bei einem Schreibstil darum, das der Autor sich nicht nur auf seine Story verlässt, sondern dass er diese auch gut rüberbringt. Ich brauche bei einem Psychothriller wie diesem keine ellenlangen Beschreibungen von irgendwelchen Landschaften. Ich will Spannung haben, ich will dass Dinge passieren, mit denen ich nicht gerechnet habe. Ich will einfach einen Schreibstil, bei dem ich nicht fast einschlafe, weil die super tolle und spannende Geschichte damit kaputt gemacht wird, dass der Schreibstil schrecklich ist.

Bei diesem Buch muss ich schon sagen, dass es wie in alter Fitzek-Manier wirklich sehr spannend geschrieben ist. Dem Leser wird nicht mehr mitgeteilt als nötig, aber schon so viel, dass die Spannung wächst und man einfach wissen will wie es weiter geht. Das kenne ich ja bei Fitzek und deswegen mag ich ihn ja auch so gerne lesen. Das wirklich doofe an diesem Buch finde ich, ist die Story, also wie sie rübergebracht wird. Die Story wäre einfach super toll und wirklich mal was anderes, aber leider erfährt man in der Mitte des Buches, dass alles nicht so ist wie es scheint. Ich weiß, dass ich euch nun nicht zu viel erzählen darf weil ich euch ja nicht die Spannung nehmen will wenn ihr das Buch noch vor euch habt. Aber ich finde es schon richtig doof und irgendwie nimmt es mir auch die Spannung. Es geht dann nicht mehr um den Tathergang an sich, sondern eher um die zwischenmenschliche Ebene und das will ich bei einem Thriller von Sebastian Fitzek nicht im Vordergrund haben. Ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut da der Klappentext mich schon so anlockte, aber warum muss die Story sich denn so entwickeln. Da bin ich immer noch geschockt und ein wenig enttäuscht drüber.

Ansonsten kann ich aber mal wieder nichts Schlechtes über den Schreibstil sagen. ich bin ja eh ein Fan von Fitzek und ich wähle seine Bücher meistens wegen dem Stil, weil er damit sogar nicht so gute Stories aufwerten kann und ihm das bisher immer gelungen ist. Das Buch enthält viel wörtliche Rede, was für mich das Lesen leichter macht weil man auch vorankommt. Außerdem finde ich immer, dass man die Personen aus dem Buch nicht beschreiben sollte, sondern sie einfach reden lassen sollte, denn dann lernt man sie als Leser auch richtig kennen und das geht dann fließend. Weiterhin sind keine Fremdworte oder Fachbegriffe enthalten, die nicht spätestes im nächsten Satz erklärt werden oder die sich nicht schon aus dem Zusammenhang ergeben. Das Lesen ist wirklich leicht und geht flüssig, ich habe nicht einmal das Verlangen gehabt das Buch nicht mehr weiter lesen zu wollen, eher fand ich es an manchen Stellen so spannend, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

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-=[Mein Fazit]=-
********************

Zusammenfassend muss ich schon sagen, dass dieses Buch mal wieder ein mittelmäßiges von Fitzek ist. Ich finde es ab der Mitte des Buches einfach nicht mehr dem Klappentext entsprechend, sondern es wird eine ganz andere Story. Das ist aber doof, weil ich ja die Story auf dem Klappentext so toll fand. Ansonsten ist die Geschichte aber gut, den Schreibstil mag ich auch, der Aufbau ist gut, die Charaktere haben mich nicht genervt und das Buch konnte ich ohne Probleme lesen.

Von mir also vier von fünf Punkten.

Yourz,
Sweety179

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Koenigin0310

Koenigin0310

19.11.2012 14:24

interessant und wieder eine Schuld beglichen, LG

Kalisha

Kalisha

21.08.2012 15:20

Frohe Ostern :o)

fringedbag

fringedbag

21.08.2012 10:53

bh

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