... Dalai Lamas gefunden hatten, unterzogen sie den Knaben einer Reihe von Tests, die er alle bestand, und so war klar: Das gefundene Kind war wirklich der XIV. Dalai Lama, weltliches und geistiges Oberhaupt Tibets. Zwar hatte er noch eine Weile seinen älteren Bruder Lobsang Samten als Spielgefährten, ... Bericht lesen
Heute schreibe ich über ein sehr ergreifendes und interessantes Buch, welches ich gerade erst vor kurzem zuende gelesen habe. "Die Autobiographie des Dalai Lama XIV". Ich bin nicht gerade der religiöste Mensch, daher überlegte ich zuerst noch ob ich dieses Buch kaufen soll (um Euro 8,70 bei Amazon), doch nach vielen weiteren Empfehlungen endschloß ich mich dann doch dazu. Und ich Bereue es nicht ein bisschen, den man muß dafür kein bisschen Religiös sein und es liest sich wahrlich verständlich und fliessend.
Zur Person:
Tenzin Gyatso wurde 1935 in Taktser geboren, einem kleinen tibetischen Dorf im chinesisch geprägten Nordosten des tibetischen Hochlandes. Fünfjährig wurde er als 14. Dalai Lama inthronisiert. 1950, wenige Wochen nachdem kommunistische Truppen der neu gegründeten Volksrepublik China den Osten Tibets unter ihre Kontrolle gebracht hatten, wurde er zum Oberhaupt von Tibet ausgerufen. Verhindern konnte der damals 15jährige den chinesischen Einmarsch in Lhasa freilich nicht. Seiner vorbeugenden Flucht ins grenznahe Chumbi-Tal folgte nach Abschluß des sogenannten 17-Punkte-Abkommens die Rückkehr. Nach wachsenden Unruhen in Tibets Osten und dem Aufstand von 1959 floh er, gefolgt von Zigtausenden, ins indische Exil. Dort hat er sich seither mit der Exilregierung im nordindischen Himalaya-Städtchen Dharamsala eingerichtet und versucht durch eine Demokratisierung der Exilgemeinde, durch Lehre und persönliches Vorbild für die Sache Tibets einzutreten. Wie diese Sache Tibets auszusehen hat wird indes mehr durch die Exilregierung und den von ihr gelenkten Informationsfluß bestimmt, als durch den in seiner Haltung stark von Gandhis Idee des gewaltfreien Widerstandes überzeugten Dalai Lama. Für seine Haltung erhielt er 1989 den Friedennobelpreis zugesprochen. Er sieht sich mehr als einfacher Mönch, denn als Gottkönig, für den er allgemein angesehen wird.
Inhalt:
Der Dalai Lama, oder Tenzin Gyatso, wie sein Mönchsname lautet, wurde am 6. Juli 1935 in einer armen Bauernfamilie in der tibetischen Provinz Amdo als normaler Junge geboren. Als Zweijähriger wurde er von einer Suchexpedition, die aus ausgewählten Mönchen bestand, gesucht und schließlich auch gefunden. Dies war für den damals kleinen Lhamo wohl weniger lustig, denn er stellte sich unter seiner Kindheit anderes vor, wie z.B.:"Sich ihn ein Hühnernest zu setzten und mit den Hühnern zu gackern". Für den Jungen war seine Kindheit somit gelaufen. Um sicherzugehen, daß sie wirklich die Reinkarnation des XIII. Dalai Lamas gefunden hatten, unterzogen sie den Knaben einer Reihe von Tests, die er alle bestand, und so war klar: Das gefundene Kind war wirklich der XIV. Dalai Lama, weltliches und geistiges Oberhaupt Tibets. Zwar hatte er noch eine Weile seinen älteren Bruder Lobsang Samten als Spielgefährten, doch für lange Zeit war das in den kalten Mauern des Potala-Palastes gefangene lamaistische Oberhaupt als kleiner Junge ziemlich unglücklich. Zwar hatte er noch eine Weile seinen älteren Bruder Lobsang Samten als Spielgefährten, doch für lange Zeit war das in den kalten Mauern des Potala-Palastes gefangene lamaistische Oberhaupt als kleiner Junge ziemlich unglücklich.
Kaum fünfjährig wurde er offziell zum Dalai Lama ausgerufen und übernahm die volle Staatsgewalt am 1. November 1950. Am 17. März 1959, eine Woche, nachdem der Aufstand gegen die chinesische Besatzung losbrach, flüchtete er unter abenteuerlichen Umständen aus Tibet und erreichte Ende März die Grenze nach Indien, wo er seitdem lebt.
"Seitdem residiert er dort, um etwa hunderttausend tibetischen Flüchtlingen Identität und Beistand zu geben und Zeichen der Hoffnung für die sechs Millionen unter chinesischer Herrschaft lebenden Tibeter zu sein.
Zitate aus dem Buch: S.347 "Frauen ... wurden in Krankenhäuser wie das in Gyantse gebracht, das überall als »der Schlachthof« bekannt war. Dort wurden sie zur Abtreibung gezwungen und dann zwangssterilisiert." "Ich erwähne diese Dinge nicht, um gegen meine chinesischen Brüdern und Schwestern zu hetzen, sondern um die Menschen aufzuklären. Es gibt sicher viele gute Chinesen, die keine Ahnung haben, was in Tibet vor sich geht. Ich führe diese grauenvollen Fakten auch nicht aus Verbitterung an..."
S.127 Als wir schließlich im Bahnhof von Beijing ankamen, war ich äußerst nervös, beruhigte mich aber ein wenig, als ich die Riesenmenge junger Menschen sah, die versammelt war, um uns zu brgüßen. Aber ich merkte schon bald, daß ihre Zurufe und ihr Lächeln bloß Heuchelei waren und daß sie auf Befehl dort standen, worauf meine innere Unruhe wieder aufflackerte."
Zum Buch:
Titel: Das Buch der Freiheit Autor: Dalai Lama XIV Verlag: Lübbe Preis: ab Euro 8,70
Meine Meinung:
Eine spannende, ergreifende und tragische, aber auch sehr interessante Autobiographie. Sie erzählt die Geschichte des XIV Dalai Lamas. Er erzählt seine Geschichte und das leicht verständlich. Man erfährt zugleich sehr viel über den Buddismus, die vorherrschende Religion Tibets und seine Folgen. Was mich besonders beeindruckt hat ist diese wahre menschlichkeit welche der Dalai Lama in seiner Geschichte Preis gibt. Ein Mensch mit Herz und Verstand, mit welchem er Vorildlich für Freiheit und Gerechtigkeit streitet und protestiert. Nur zu Empfehlen!!!
...bestand, und so war klar: Das gefundene Kind war wirklich der XIV. Dalai Lama, weltliches und geistiges Oberhaupt Tibets. Zwar hatte er noch eine Weile seinen älteren Bruder Lobsang Samten als Spielgefährten, doch für lange Zeit war das in den kalten Mauern des Potala-Palastes gefangene lamaistische Oberhaupt als kleiner Junge ziemlich unglücklich. Zwar hatte er noch eine Weile seinen älteren Bruder Lobsang Samten als Spielgefährten, doch für lange ... ...... wurden in Krankenhäuser wie das in Gyantse gebracht, das überall als »der Schlachthof« bekannt war. Dort wurden sie zur Abtreibung gezwungen und dann zwangssterilisiert." "Ich erwähne diese Dinge nicht, um gegen meine chinesischen Brüdern und Schwestern zu hetzen, sondern um die Menschen aufzuklären. Es gibt sicher viele gute Chinesen, die keine Ahnung haben, was in Tibet vor sich geht. Ich führe diese grauenvollen Fakten auch nicht aus Verbitterung ...
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...wie ein roter Faden durch das Leben des tibetischen "Gottkönigs".
Mit Hilfe eines sehr angenehmen Schreibstils führt der Dalai Lama den Leser in eine Welt, die uns mehr oder weniger fremd ist, sofern wir uns nicht vorher schon mit Buddhismus und Tibet beschäftigt haben. Doch er schafft es uns diese Welt anschaulich werden zu lassen.
Sehr persönlich und tiefgehend berichtet er über seine Kindheit und die Erziehung, die er genossen hat. Er beschreibt ... ...wissen nur sehr wenige um das Leiden der Menschen in Tibet.
Dieses Buch hat mir gezeigt, dass es auch außerhalb der Nachrichten Länder gibt, in denen Menschen unterdrückt werden. Dagegen unternimmt niemand etwas. Dieses kleiene fleckchen Erde hat ja auch nichts, was im Interesse der Welt liegt. Ich finde es faszinierend wie der Dalai Lama für Freiheit streitet. In einem Kommentar wurde angeregt, daß ich die wichtigsten Stationen seines Seins anführen ...
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...So wird aus dem Kind das weltliche und religiöse Oberhaupt von Hunderttausenden von Tibetern. Bis zur Volljährigkeit werden die Staatsgeschäfte jedoch von einem Regenten geleitet. Der Dalai Lama wächst auf umgeben von Dienern, Tutoren, Gewandmeistern, abgeschirmt von seinem Volk. Bis zu seinem fünfzehnten Lebensjahr verläuft sein Leben in normalen Bahnen. Im Sommer 1950 beschließt das benachbarte China Tibet von ‚imperialistischen Einflüssen ... ...einzuverleiben. Das friedfertige Volk wird skrupellos überrannt und grausam unterdrückt. Das Regime um Mao versucht alle religiösen Aktivitäten zu unterdrücken und rückt mit seiner ‚Volksbefreiungsarmee’ bis Lhasa vor. Neun Jahre lang versucht der Dalai Lama sich mit den chinesischen Aggressoren zu arrangieren, versucht mit diplomatischen Mitteln sein Volk zu schützen. Erst 1959, als sein Leben ernsthaft bedroht wird, rät ihm das Staatsorakel ...
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Pro: spannende und realitätsnahe Story,simpel zu lesen, tiefe Eindrücke Kontra: ???????
Der Dalai Lama, das geistliche und weltliche Oberhaupt der buddhistischen Menschen und Lehren, bringt uns sein Leben und das seine Volkes in diesen, knapp 400 Seiten fassenden Buch ( aus dem Englischen von Günther Cologna) auf angenehme und leicht verständliche weiße näher. Anders als von mir erwartet berichtet der Dalai Lama in einer so einfachen und direkten Art und Weise, wie es je ein Mensch tun könnte. Er schreibt liebevoll über seine Familie ... ...könnte man annehmen er führe das Leben eines Gefangen. Die durch sein Schicksal verbunden Embährungen scheinen ihm nie wirklich viel ausgemacht zu haben und er führt bis Dato ein, wie ich glaube, interessantes und spannendes Leben. Dieses Leben und auch die Ereignisse die damit verbunden waren sind ausführlich und Bürgernah geschrieben, so das man keine Probleme hat sich in seine Lage zu versetzen. "Okkulte" Riten und festlichkeiten sind sehr schön ...
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Niveau:
Stil:
Unterhaltungswert:
Wie ergreifend ist die ...
Aufmachung:
hilfreich
23.09.2006
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