Eine fantastische Reise in drei Welten
26. Nov 2001
(23. Jun 2002)
Pro:
fesselndes und atemberaubendes Buch
Kontra:
keinen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Unterhaltungswert:
Humor:
Spannung:
Niveau:
Aufmachung:
mehr
 xSchmiddix
Über sich:
Inaktiv, ab und an les' ich mal 'nen Bericht. CIS und NdV aufs Minimum reduziert.
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-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ >> Die ersten Seiten << -_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ Blättert man das Buch auf befindet sich auf den ersten Seiten eine Kritik über das Buch von Dietmar Gersdorf, welcher für die Süddeutsche Zeitung schreibt. Darunter befindet sich eine Kurzbiographie des Autors Jostein Gaarder.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_ >> Die Bilder << -_-_-_-_-_-_-_-_-_ Im Buch befinden sich einige Bilder, welche in schwarz weiß gedruckt sind. Auf diese möchte ich jedoch nicht näher eingehen. Denn diese sollte jeder für sich selber deuten, da sie genau auf die Geschichte des Buchs eingehen. Anzumerken sei jedoch, dass die Bilder von Quint Buchholz gezeichnet worden sind.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ >> Die Übersetzung << -_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ Da natürlich kaum ein Deutscher die norwegische Sprache beherrscht, ist das Buch von Gabriele Haefs in unsere Sprache übersetzt worden.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ >> Die ISBN Nummer << -_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ Wer sich das Buch bestellen will, sollte folgende ISBN Nummer dabei angeben. ISBN 3-423-12500-4
-_-_-_-_-_-_-_-_ >> Der Preis << -_-_-_-_-_-_-_-_ Ich besitze die 6. Auflage des Buchs und zu aktueller Zeit kostet es 18,50 DM. Ab dem 01.01.2002 wird es 9,50 € kosten.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_ >> Das Vorwort << -_-_-_-_-_-_-_-_-_ Jostein Gaarder schrieb die Geschichte in der sogenannten ICH Perspektive. Alles wird aus der Sich eines Jungen erzählt. Auf der ersten Seite beginnt erst einmal eine kleine Einführung. Der Junge erzählt, dass er vor sechs Jahren vieles erlebt hat, gerne an etwas anderes denken würde, jedoch alles aufschreiben muss, woran er sich noch erinnern kann. Hieran merkt man sehr schnell, dass es sich um eine männliche Person in dem Buch handelt.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ >> Die Geschichte << -_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ Die
Geschichte lässt sich eigentlich in drei Teile aufspalten. Jedoch hat Jostein Gaarder diese so geschickt miteinander verknüpft, dass man häufig denkt, es wäre wirklich nur eine.
Die Reise der beiden beginnt in Arendal und machen sich, wie sich sehr schnell herausstellt, auf den Weg nach Athen. Warum sie ausgerechnet nach Athen fahren stellt sich erst im späteren Verlauf des Buchs heraus. Sie versuchen ihre Frau und Mutter zu finden, die sich vor 8 Jahren nach Athen begeben hat um „sich selber zu finden“. Der Vater nimmt sich dafür extra ein paar Wochen Urlaub um mit seinem Sohn diese lange und beschwerliche Reise anzutreten.
Zwischendurch hält der Vater immer wieder an, um einen Zigarettenpause zu machen. Jetzt fragt man sich natürlich, warum er nicht im Auto geraucht hat. Das hat jedoch einen Grund. Denn bei jeder Zigarettenpause begibt er sich mit seinem Sohn, stehend samt Auto vor einer schönen Landschaft, auf die Reise in die Philosophie. Sie diskutieren über die Fragen des Seins bzw. der Existenz, über Liebe, Menschen und Abenteuer. Später halten sie an einer Tankstelle an, um etwas zu kaufen und den Tank wieder nachzufüllen. Hier bekommt der Junge von einem Zwerg eine Lupe geschenkt. Bis zu diesem Zeitpunkt weiß er nur nicht wofür. Der Zwerg erklärt ihm, dass er diese noch gebrauchen kann.
Als sie schließlich zwei Tage Pause machen, um sich von den Reisestrapazen zu erholen, machen sie in einem kleinen Dorf halt. Der Namen des Dorfes heißt schlicht und einfach „Dorf“. Da der Vater immer wieder gerne ein paar Flachmänner trinkt, jedoch niemals im Buch als Alkoholiker dargestellt wird begibt sich der Junge in eine Bäckerei des Dorfes. Hier bekommt er von dem für ihn bis dahin unbekannten Bäcker in der Nacht vor der Abreise ein paar Brötchen geschenkt. Als er in der Nacht schließlich auf ein Brötchen beißt, merkt er, dass sich darin etwas befindet. Er schaut nach und findet ein kleines Buch, eingebacken in dem Brötchen. Ab diesem Augenblick heißt es „Das Brötchenbuch“.
Heimlich liest er darin, da er dem Bäcker versprechen musste, niemandem davon zu erzählen und es niemandem zu zeigen. Anfangs weiß er nicht so recht, ob er das alles glauben soll, was in diesem Brötchenbuch steht, bis schließlich viele merkwürdige Dinge geschehen, die er in Verbindung mit dem Buch bringt. Welche das sind, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Als sie schließlich in Athen angekommen sind besuchen sie die alten Plätze der Götter und das Orakel von Delphi. Dort begeben sich Vater und Sohn immer wieder auf die Reise in die Philosophie. Je mehr der Sohn in dem Brötchenbuch liest, desto besser wird er im Angesicht des Vater in diesem Thema. Er sagt plötzlich Dinge über das Leben und die Menschen, die sein Vater nie ausgesprochen hätte.
Sie finden ihre Frau und Mutter letztendlich in Athen. Sie trägt den Namen Anita. Der Sohn merkt sehr schnell, dass es nicht nur ein Zufall ist, dass sie sich ausgerechnet hier „finden“ will. Denn rückwärts geschrieben wird aus Anita „Atina“, was für Athen steht. Auf der Rückreise nach Hause (ob die Mutter mit zurück kommt verrate ich nicht, da einem sonst die ganze Spannung genommen wird), erhält der Vater eine große Überraschung, die schließlich auch das Ende des Buchs bildet.
-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ >> Das Brötchenbuch << -_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_ Sehr wohl erhält das Brötchenbuch in meiner Meinung einen eigenen Abschnitt. Den dieses Buch ist eigentlich daran Schuld, was aus der anderen, realen Geschichte, des ganzen Buchs wird.
Er erhält das Buch in Dorf von dem Bäcker und er beginnt darin zu lesen. Was war es da für ein Zufall, dass alles so klein geschrieben ist und er ausgerechnet die Lupe von dem Zwerg erhalten hat. Hier begibt sich der Junge auf eine phantasievolle Reise, welche vielleicht (?) doch war ist. Am Anfang befindet er sich beim Lesen auf einer Insel, nachdem das Schiff gesunken ist. Diese nimmt jedoch kein Ende, sondern wird immer größer. Schließlich trifft er Zwerge, insgesamt sind es 52 Zwerge, wie in einem Kartenspiel. Es steht geschrieben, dass diese nicht gerade die hellsten sind und noch lange nicht alles verstehen, was man ihnen sagt. Doch so einige Überraschungen warten auf ihn, als er die Geschichte der geheimnisvollen Insel liest.
Es gibt Frode, es gibt den Joker und es gibt die 52 Karten, die den Jungen so sehr an das Buch fesseln, dass sehr vieles mit seinem eigenen Leben übereinstimmt. Und ab einem gewissen Zeitpunkt weiß er genau, ob diese Geschichte wahr ist oder nur frei erfunden wurde. -_-_-_-_-_-_ >> Fazit << -_-_-_-_-_-_
Nach meinem damaligen Lieblingsbuch „Sophies Welt“ hat sich Jostein Gaarder mit diesem Buch noch einmal übertroffen. Wenn man es liest, muss man wirklich hellwach sein, damit man versteht, was in dieser Geschichte vor sich geht. Häufig habe ich während dem Lesen gedacht, der Junge wäre ich selbst. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt verstand ich noch nicht einmal das geringste in diesem Buch. Doch im späteren Verlauf bekommt alles einen Zusammenhang.
Das Tolle an der Geschichte ist, dass man selbst eine derartige liest, sich in der Geschichte selbst aber noch einmal eine Geschichte der magischen Insel befindet. So gesehen sind es drei Geschichten in einem Buch, die den Leser selbst mitfiebern lassen. Es ist einfach fantastisch geschrieben und du wirst, ob du willst oder nicht, in diese Person hereinversetzt, welche die Hauptrolle in dem Buch spielt. Verwunderlich ist es nicht, wenn man so weit einmal gelesen, dass der Autor alle Kapitel mit den Namen der einzelnen Karten benannt hat, bis hin zum Joker.
Und eins vorab, der Joker spielt eine verdammt wichtige Rolle für die ganze Geschichte. Gäbe es den Joker nicht, wäre die Geschichte nicht das, was sie nun einmal ist. Mit gut 340 Seiten ist das Buch wirklich nicht das dickste. Und doch fesselt es einen so sehr, dass man nach jedem Kapitel weiterlesen möchte. Mein Fazit ist, dass dieses Buch wirklich einen Kauf wert ist. 9,50 € sind so gut investiert. Und man hat mehr davon, als bei drei Päckchen Zigaretten. Eine Anmerkung zum Schluss: Im Buch taucht die „Purpurlimonade“ auf. Diese habe ich in der Meinung extra nicht erwähnt, da sie alles total durcheinander schmeißt. Wer das Buch liest, wird sich anfangs nur auf die Purpurlimonade konzentrieren. Deshalb habe ich die Erklärung ganz heraus gelassen. Nur zwei Tipps: „Durch den ganzen Körper !“ und „Das Leben ist ein Kartenspiel !“
Vielen Dank fürs Lesen und hoffentlich euch allen viel Spaß beim Lesen des Buchs !
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25.06.2002 08:45
Das hört sich nach einem guten Buch an! Gut zu lesen war auch dein Artikel. Gruß, Southy :o)
24.06.2002 23:54
yepp, las auch erst Sophies Welt, aber das Kartengeheimnis war echt noch um ne Klasse besser....ich dachte nicht nur, ich war der Junge ;-) Grüssle, Birgit :-)
23.06.2002 14:50
Ich habe das Buch schon ewig zu hause liegen, kam aber bisher leider noch nicht dazu es zu lesen... Liebe Grüße Beaver2000