Mit besten Grüßen von "Schwanzus Longus"
30.01.2006
Pro:
einer der besten Filme die ich kenne
Kontra:
absolut keins
Empfehlenswert:
Ja
 Papa_Santano
Über sich:
Man soll ja immer positiv denken. Doch das Licht am Ende des Tunnels ist oftmals auch der entgegenko...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 77 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vorwort: Ich glaube den englischen Humor kann man entweder nur abgrudtiefst verabscheuen, oder ihn als die perfekteste Art des Humors bezeichnen. Dies gilt nicht nur für Monty Python, sondern auch für Mr.Bean und den unvergessenen Benny Hill. Ich gehöre zur Gruppe der Leute, die den englischen Humor vergöttern. Monty Python´s Truppe ist für mich dabei das Beste, was England im Bereich des Humors je hervorgebracht hat. Monty Python´s Flying Circus fesselt mich auch heute noch an den Fernseher und selbstverständlich steht der Film, um den es in diesem Bericht gehen soll, ganz oben auf meiner persönlichen Beliebtheitsskala. Das Leben des Brian hat einfach alles, was man sich als Freund des englischen Humors wünschen kann.
Die Handlung: Im Prinzip wird hier die Geschichte von Jesus Christus erzählt, wobei man sich nicht unbedingt exakt an die Worte der heiligen Schrift gehalten hat, um die Geschichte von Jesus zu interpretieren. Erzählt wird das Leben des Brian, einem Juden, dessen Leben dem von Jesus erstaunlich gleicht. Der Anfang des Films erinnert noch an einen der vielen Monumentalfilme, der 60er Jahre. Man sieht die Heiligen Drei Könige wie sie dem bekannten Stern folgen und schließlich in einem Stall ankommen, um dem neugeborenen König der Juden zu huldigen. Die Kindsmutter, die es zunächst einmal vom Hocker wirft, sieht die Szenerie ein wenig anders, denn sie beschimpft die drei Weisen aus dem Morgenland auf übelste. Und gehuldigt wird dem Kind ja schon mal überhaupt nicht. Wie auch bei Jesus erfährt man nicht, wo Brian die ersten Jahrzehnte seines Lebens verbracht hat, denn nach dem Opening im Stall von Bethlehem, geht der Sprung direkt zu Brian im zarten Alter von etwa 30 Jahren. Noch immer lebt er bei seiner Mutter, die sich hier und da auch schon mal im horizontalen Gewerbe versucht.
"Gepriesen sind die Siechen"......... So oder so ähnlich meint das gemeine Volk den Prediger zu interpretieren, der da seine berühmte Bergpredigt abhält. Was der Prediger, der hier wohl Jesus Christus darstellen soll tatsächlich sagt, geht bei dem ganzen Lärm völlig unter. Das gemeine Volk hat aber auch wichtigeres zu tun, als den Worten des Messias zu folgen. Schließlich gilt es zu klären, ob und wer da eine Rübennase hat. Brian, in Begleitung seiner Mutter hingegen möchte den Worten des Predigers lauschen, bekommt jedoch nicht wirklich etwas mit. Seine Mutter hat eh keinen Bock auf den ganzen Scheiß. Viel lieber würde sie zu einer Steinigung gehen. Es soll schließlich ein Einheimischer sein. Es folgt ein absolutes Highlight des Films, in Form der Steinigung. Nein, nicht Brian soll gesteinigt werden, sondern ein alter Mann, der es wagte den Namen "Jehova" in den Mund zu nehmen. Dies darf natürlich nicht ungesühnt bleiben und so versammeln sich eine große Anzahl männlicher Bürger, um den Verurteilten zu steinigen. Sagte ich männlich....? Nun das ist so nicht ganz korrekt, denn obwohl zur Steinigung nur Männer zugelassen sind, ist doch jede Menge Weibsvolk anwesend. Der vor den Toren der Stadt stationierte Händler von Bärten und Steinen dürfte ich über mangelnde Umsätze nicht beklagt haben. "Jehova" wird dann schließlich auch dem selbsternannten Richter zum Verhängnis. Kurzum, er wird anstelle des Verurteilten gesteinigt. Hat zwar keinen geistigen Nährwert, ist aber auf jeden Fall herrlich anzuschauen. Ich werde hier jetzt nicht jede einzelne Szene beschreiben, dies würde den Rahmen eindeutig sprengen. Ein Handlungsabschnitt bedarf meiner Meinung nach aber auf jeden Fall einer kurzen Beschreibung. Brian landet im Verlauf des Films vor Pilatus und wer den Film kennt wird mir zustimmen, das dies mit die beste Szene des ganzen Films ist. Pilatus, hier dargestellt von Michael Palin wird dem Zuschauer als absolute Witzfigur präsentiert. Neben dem Umstand wohl mehr Männlein, als Weiblich zugetan zu sein, hat Pilatus einen Sprachfehler. "Schleudert den Purschen zu Poden" reicht um zu sagen was ich meine. Übrigens hatte Pilatus einen guten Freund, einen wirklich guten Freund. "Schwanzus Longus" war sein Name und von seiner Frau "Inkontinenzia" will ich erst überhaupt nicht anfangen. Der arme Prian wird während seiner Vorführung vor Pilatus mehrfach auf den Poden geschleudert. Der Zenturio verrichtet dies natürlich sehr gerne und Pilatus sonnt sich in seiner Macht. Brian, der sich nicht wirklich einer Schuld bewusst ist, nutzt ein Handgemenge um Pilatus zu entkommen und versucht sich in der Not als Prediger. Brian wird dann noch kurz von einem UFO entführt, doch landet er schnell wieder auf der Erde, wo er den römischen Legionären entkommen muss.
Der Film endet, wie man eigentlich auch erwartet hat, mit der Kreuzigung von Brian, der sich, wie jeder andere auch gefälligst nur 1 Kreuz nehmen durfte. Die Römer sind da sehr genau. Geistiger Nährwert des Films:
Im Prinzip Null, doch genau so soll es ja auch sein. Alles andere wäre eine Schande für Monty Python gewesen. Darsteller:
Wie ich eben schon erwähnte, spielen die Hauptdarsteller des Films, mehrere Rollen. Mir persönlich gefällt dies sehr gut, da ich die Jungs von der Monty Python Truppe eh als genial einstufe. Im einzelnen spielen ( die wichtigsten Rollen ):
Brian: Graham Chapman Brian´s Mutter: Terry Jones 1. Heiliger König: Graham Chapman 2. Heiliger König: Michael Palin 3. Heiliger König: John Cleese Stan / Loretta: Eric Idle Judith: Sue Jones Davis Matthias: John Young Pilatus: Michael Palin Kerkermeister : Terry Gilliam Sein Gehilfe: Eric Idle Prophet: Terry Gilliam: Steinigungsbeamter: John Cleese Bild und Tonqualität:
Ehrlich gesagt war und ist mir diese völlig wurscht. Ich war froh diese Kostbarkeit des englischen Films endlich auf DVD kaufen zu können. Die VHS-Videocersion hatte ich schon länger, doch diese DVD musste ich einfach haben. Bild und Ton sind in Ordnung, für mich zumindest völlig ausreichend. Da der Film eh nicht mit besonderen Special-Effects ausgestattet ist und schließlich auch schon ein paar Jahre alt ist, kann man sich hier glaube ich nicht beschweren. Bonusmaterial:
Bedenken sollte man, dass es sich hier um einen Streifen von 1979 handelt. Demnach darf man kein umfangreiches Bonusmaterial erwarten. Ein Blick auf andere Produktionen der Chaos-Truppe sind aber dennoch mit dabei. Was will uns der Film sagen....?
Im Prinzip nichts. Der Streifen dient lediglich der Unterhaltung. Unterhalten wird man hier auch auf jeden Fall, wenn man denn mit dem schwarzen Humor der Briten etwas anfangen kann. Als der Film in die Kinos kam, gab es natürlich nicht nur Begeisterung. Ich kann schon verstehen, dass sich da einige militante Christen auf den Schlips getreten fühlten. Auf der anderen Seite ist es mit diesem Film so wie mit aktuell politischem Kabarett. Erlaubt ist im Prinzip fast alles, Hauptsache man macht seine Sache gut. Und dies hat die Monty Python Truppe auf jeden Fall gemacht. Diesen Film kann man sich auch immer wieder anschauen, egal zu welchem Anlass. Im direkten Vergleich zu den Rittern der Kokosnuss ist mir Das Leben des Brian auf jeden Fall lieber. Ich denke, dass man mit diesem Film einen Meilenstein geschaffen hat, an dessen Genialität man in späteren Jahren nicht mehr herankam. Ich finde dass jeder einzelne Darsteller ganz hervorragende Arbeit abgeliefert hat und Dank einer straffen Regie, wird der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig, oder beginnt sich zu ziehen. Mein Fazit:
Das Leben des Brian ist einer der besten Filme, den ich je aus dem Genre Comedy gesehen habe. Strengkatholische Menschen werden diesen Film nicht besonders mögen, oder vielleicht doch...? Ich habe keine Ahnung, doch diesen Film sollte jeder einmal gesehen haben. © Papa_Santano am 30.01.2006 für Ciao
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09.03.2006 20:37
Klasse Bericht zu einem der schrägsten Filme überhaupt :-) lg Linda
17.02.2006 16:35
supergeiler bericht. ich liebe diesen (und natürlich sämtliche andre) monty phyton filme. zum schräglachen, auch nach dem 20. mal. ich sach nur: kult, kult, kult !!!
16.02.2006 13:20
Hach ja, das ruft Erinnerungen wach - den Film sollte ich mir auch endlich mal wieder anschauen! Schöner Bericht! LG Katrin