... Er schrieb Romane und Erzählungen für Kinder und Erwachsene: Das Kartengeheimnis, Sofies Welt, Der seltene Vogel, Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort, Maya oder das Wunder des Lebens und zahlreiche andere Bücher mit anderen Autoren.
Sein Vorwort/Mein Vorwort:
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Jostein ... Bericht lesen
wegzuwerfen. Floria ist entsetzt. Wie konnte sich Augustinus nur so verändern? Aus dem geliebten Ehemann und Vater ihres Sohnes ist ein strenger Gottesmann geworden. Floria schreibt ihm einen Brief ? und rechnet mit ihm ab.
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Erfahrungsbericht von noloko über Das Leben ist kurz - Vita brevis / Gaarder, Jostein 20. Januar 2005
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert:
hoch
Humor:
wenig humorvoll
Spannung:
ohne Spannung
Niveau:
anspruchsvoll
Aufmachung:
sehr schön
Pro:
schöne Schreibweise, Kritik an der Kirche, emanzipatorisch, Philosophie
Kontra:
Fußnoten stören manchmal den Lesefluss
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
DAS LEBEN IST KURZ
Ein Aufruf an alle, dass Leben zu genießen wie es ist, Gefühle zuzulassen und sich nicht in irgendwelchen Bekenntnissen und Moralvorstellungen gefangen nehmen lassen um dadurch gefühlstot und stumpf zu werden
Autor: ‾‾‾‾‾‾‾‾ Jostein Gaarder ist 1952 geboren, er hat Philosophie, Theologie und Literaturwissenschaft studiert und Philosophie gelehrt. Er schrieb Romane und Erzählungen für Kinder und Erwachsene: Das Kartengeheimnis, Sofies Welt, Der seltene Vogel, Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort, Maya oder das Wunder des Lebens und zahlreiche andere Bücher mit anderen Autoren.
Sein Vorwort/Mein Vorwort: ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾ Jostein Gaarder beschreibt am Anfang wie er einen Brief von Floria an Augustinus den Bischoff von Hippo in einem Antiquitätengeschäft gefunden hat. Dieser Brief nennt sich Codex Floriae. Er hat ihn erworben und vom lateinischen ins Norwegische übersetzt. Er fand heraus, dass der Brief Ende des 16.Jahrhunderts datiert ist. Er meint, dass eine alte Vorlage aus dem 4.Jahrhundert dazu existiert. Außerdem hat er die Vatikanische Bibliothek in Rom um eine ausführliche Analyse des Briefes gebeten, diese hat aber später bestritten, den Brief je erhalten zu haben.
Ich weiß nicht, ob es diesen Brief wirklich gegeben hat. Ich denke, wenn es ihn wirklich gab war es von großem Interesse der Kirche ihn nicht zu publizieren und somit ist es sehr unwahrscheinlich, dass er von einem Antiquitätenhändler verkauft wurde. Aber gerade wenn der Codex nicht existiert ist es eine große schriftstellerische Leistung von Gaarder, diesen Brief anhand von tatsächlichen Gegebenheiten zu rekonstruieren oder sogar zu erfinden und dann auch noch zu kommentieren, vor allem, weil manche Fußnoten darauf hinweisen, dass Gaarder dieses Zitat in der philosophischen Welt nicht finden oder interpretieren konnte.
Klappentext: ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾ Jahrelang währte die Liebe zwischen Floria und dem berühmten Kirchenvater Augustinus, eine Liebe, der immerhin ein gemeinsamer Sohn entsprang. Wie muss Floria sich fühlen, als Augustinus sich für seine Liebe zu Gott – und damit gegen die Liebe zu ihr entscheidet? In ihrem langen Brief stellt sie ihm die entscheidenden Fragen: Warum ist alles, was zwischen uns war, plötzlich Sünde in deinen Augen? Warum ist die Frau die Verführerin und der Mann der Verführte? Warum schließt deine Liebe zu Gott jede Leidenschaft für eine Frau aus? In ihrer provokanten Argumentation rüttelt Floria an einer Moral, mit der sich die Männer bis heute – und nicht nur in der Kirche – über die Frauen erheben.
Inhalt: ‾‾‾‾‾‾‾‾ Das ganze Buch besteht aus diesem einen Brief von Floria Aemilia an Aurel Augustin, Bischoff von Hippo. Sie baut den Brief anhand der Bekenntnisse von Augustinus auf, die man ihr, möglicherweise auf seinen Wunsch hin, zu lesen gegeben hatte.
Sie beschreibt ihre Enttäuschung über seine Entscheidung sie zu verlassen, und dabei kritisiert sie seine Glaubenssätze und auch allgemein die der Kirche. Augustinus Bekenntnisse beschäftigen sich immer wieder mit der sogenannten „Sinneslust“, zu der er die Sexualität wie auch Geruch-, Gehör und Geschmackssinn zählt, und dass er diese vollständig abschaffen will, damit seine Seele rein wird. Floria hält ihm seine Widersprüchlichkeiten und Irrungen in dieser Sache vor, und begründet das damit, dass Gott die Welt mitsamt Mann und Frau dazu geschaffen hat auch in dieser zu leben, und zwar mit ihren Sinneseindrüchen. Bevor sich Augustinus der christlichen Lehre verschrieb, lebte er 15 Jahre mit Floria zusammen und sie zeugten zusammen einen Sohn, mit Namen Adeodatus (der von Gott Gegebene), den er später als „Frucht der Sünde“ bezeichnete, was Floria verständlicherweise sehr verletzt hat. Augustinus nahm Adeodatus mit und entriss ihn so den Händen Florias. Auch über Augustinus Mutter wird geredet, in den Bekenntnissen, wie auch in dem Brief. Floria ist der Meinung, dass sie einen sehr großen Teil dazu beigetragen hat, dass Augustinus diesen Weg gewählt hat, denn sie war diejenige, die Augustinus von Floria entfernen wollte und für die es ihre Lebensaufgabe war, alle ihre nächsten zum Christentum zu bekehren.
Am Ende des Briefes fordert Floria Augustinus auf umzukehren und wieder seine Sinneseindrücke anzunehmen. Außerdem beschreibt sie ihm ihre Angst vor den Theologen, welche die Frauen nicht als das schätzen was sie sind, sondern nur als Verführerinnen der Männer darstellen. Doch sie glaubt nicht, dass sie ihn noch erreichen kann, sie zählt in zu den lebenden Toten, sowie er ein Leben der „Sinneslust“ mit dem Tod verglichen hat.
Floria beruft sich in ihren Aussagen immer wieder auf den römischen Staatsmann, Redner und Philosoph Cicero (106-43 v. Chr.), er gilt als jemand der versucht, das Beste aus verschiedenen philosophischen Systemen zu einem einzigen zu verschmelzen.
Sie schreibt auch immer wieder „das Leben ist kurz“ (was Augustinus damals zu ihr gesagt hat, bevor er an ihren Haaren riechen wollte) und will dadurch ihre Angst zeigen, dass sie womöglich sehr viel Schönes verpasst haben und dass die Möglichkeit bestehen könnte, dass das Leben nach dem Tod doch zu Ende ist, oder zumindest ist ihre Auffassung, dass Seelenheil nicht bedeutet, die Seele zwanghaft Freizuräumen, so wie Augustinus das immer versucht hat, sondern dass vielleicht gerade Liebe und „Sinneslust“ zum Seelenheil führen kann. Augustinus hat Floria seines Seelenheils wegen verlassen und Floria glaubt, dass er damit sein Seelenheil aufgegeben hat.
Das Nachwort ist von Otto A.Böhmer geschrieben und enthält zusätzliche Informationen über Augustinus Leben
Ich besitze die Taschenbuchversion auf dem vorne ein schönes gemaltes Bild ist, es ist ein Zimmer dargestellt und ein Bett indem ein Paar sich liebt. Es ist in warmen Farben gehalten und man sieht dass die Sonne durch die geschlossenen Jalousien durchscheint. Für mich drückt es eine harmonische angenehme Stimmung aus, die von einem sich liebenden Paar ausgeht. Und keineswegs dunkle Sünde.
Das Buch hat 130 Seiten und die dtv Taschenbuchversion kostet 8 Euro. Es ist mit zahlreichen Fußnoten versehen, in denen Jostein Gaarder Aussprüche Florias kommentiert oder Hinweise auf Philosophien oder die Bekenntnisse von Augustinus gibt. Manchmal ist der Lesefluss dadurch etwas behindert, vor allem wenn die Fußnote auf der nächsten Seite fortgeführt wird und der Text aber nicht. Aber darüber kann hinweggesehen werden, da das Buch nicht kompliziert zu lesen ist, da es sehr gefühlvoll ist, und eine relativ große Schrift hat.
Anmerkung: Mechthild M.R.Hofmann hat ein weiteres Buch geschrieben indem Augustinus Floria antwortet, es heißt „Unvergängliches Leben“. Ich habe es nicht gelesen und kann daher auch kein Urteil darüber abgeben.
Leseprobe: ‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾ Stell dir eine fruchtbare Landschaft mit Menschen und Tieren vor, mit Blumen und Kindern, Wein und Honig. In dieser Landschaft gibt es auch ein entsetzliches Labyrinth. Stell dir nun vor, heiliger Bischof, du, der einst mein kleiner neckischer Bettgesell gewesen ist, stell dir vor, du habest dich in diesem tiefen Labyrinth verirrt. Du findest keinen Ariadne-Faden*, der dich aus den Irrgärten zurück in das Paradies führen kann, in dem du bisher gelebt hast. Aber tief unten im Labyrinth herrschen die Theologen und Platoniker. Jedes Mal wenn ein neuer Mann das Labyrinth betritt, vermehrt sich ihre Anzahl. Jedem reden sie nämlich ein, alles außerhalb des Labyrinthes sei Teufelswerk. Denn auch du hast dich den Theologen angeschlossen, auch du bist jetzt in der Tiefe des finsteren Labyrinths zu einem Menschenfresser wie die anderen geworden.
*Ariadne gab Theseus ein Garnknäuel mit, als er im Labyrinth von Knossos das Ungeheuer Minotaurus töten wollte, dem die Stadt Athen alle sieben Jahre sieben Jungfrauen und sieben Jünglinge opfern musste. Mithilfe dieses Fadens fand Thesaurus danach wieder den Weg aus dem Labyrinth
Fazit: ‾‾‾‾‾‾‾ Das Buch hat mich sehr aufgewühlt, es stellt sinnvoll den ganzen christlichen Glauben in Frage und ist sehr leidenschaftlich verfasst, von/über eine Frau die zur „Konkubine“ von Augustinus erklärt wurde. Ich empfehle es Erwachsenen und Jugendlichen je nach Interesse und Reife. Und wer sich in irgendeiner Weise mit den Bekenntnissen von Augustinus beschäftigt, für den kann das Buch vielleicht eine Interpretationshilfe sein.
Pro: ein schwieriges Thema klasse dargestellt Kontra: keines
...von seiner früheren Geliebten "Floria". Das es die Geliebte gewesen sein muss, konnte er daraus schließen, da er die "Bekenntnisschriften" von Aurelius kannte. Als er die Pergamentbögen herausnahm könnte er einen Gruß an Augustinus entziffern, welcher lautete: "Floria Aemilia grüßt Aurel Augustin, Bischof von Hippo." Der Besitzer des Ladens und Jostein Gaarder sind sich jedoch uneinig, ob dieser Brief ein Original oder nur eine Abschrift, wenn nicht ... ...es laut eigenen Worten in das Norwegische. Nun beginnt die eigentliche Geschichte, welche nur aus einem überlangen Brief von Floria an Augustinus besteht.
Die Geschichte spielt sich komplett im römischen Reich ab, ca. vier Jahrhunderte nach Christus.
Kennengelernt haben sie sich laut ihren Worten unter einem Baum in der Universität, als sie mit einer Freundin zu ihnen kam. Floria beschreibt ihre sehr intensive, sündhafte und jahrelange Beziehung ...
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28.12.2001
Wir sind Menschen, Aurel! Bewertung fürDas Leben ist kurz - Vita brevis / Gaarder, Josteinvon
Lenovo
Pro: lustbetont, poetisch, voller Lebensweisheit Kontra: viel zu kurz
...die Augen, so tief, wie das unseren Blicken nur möglich war. Und kamen wir uns dabei nicht vor wie eine einzige lebendige Seele, die sich in sich selbst zu spiegeln schien?“
Wir erfahren von Floria, wie ihre Liebesgeschichte ihren Anfang nahm, welche Hürden sie nahm und welchen Widrigkeiten sie trotze. Das Bild einer perfekten Liebesbeziehung und einer außergewöhnlichen Freundschaft baut sich vor unserem inneren Auge auf.
Warum ist diese ... ...Aurel, und du darfst dir das Essen schmecken lassen ...Wenn du eine schöne Blume siehst, dann darfst du daran riechen. Obwohl du das ja heute als „körperliches Begehren“ bezeichnest ... Wir sind als Menschen erschaffen, Aurel. Und wir sind als Mann und Frau erschaffen. Wir sollen nicht versuchen, als etwas anderes zu leben denn als das, was wir sind. Wäre das nicht Gotteslästerung? Wir sind Menschen, Aurel. Zuerst müssen wir leben, und ...
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23.06.2002
Keine leicht e Kost...... Bewertung fürDas Leben ist kurz - Vita brevis / Gaarder, Josteinvon
Lilli1906
Pro: Tiefe Gefühle einer leidenschaftlichen Frau wunderschön verbalisiert Kontra: nicht leicht zu lesen, viele Verweise und Fußnoten
"Das Leben ist kurz - Vita brevis" ist eine sehr gelungene Erzählung einer Liebe. Einer Liebe zwischen Floria und Augustinus, dem Bischof von Hippo. Schon alleine diese Konstellation macht deutlich, daß es Schwierigkeiten geben muß. augustinus verläßt Floria und den gemeinsamen Sohn, weil er glaubt, nicht gleichzeitig Gott und eine Frau lieben zu können bzw, zu dürfen.
So wie es geschrieben ist, ist diese Erzählung nicht sehr leicht zu lesen, besonders ... ...Lesen etwas verwirren. Hat man allerdings, wie ich, einige Jahre lang Latein gelernt, sind gerade diese Fußnoten sehr interessant.
Menschen, die an der Lehre der kath. Kirche 8siehe Zöllibat u.ä.) so ihre Zweifel hegen, werden in diesem Buch viele gedankliche Anregungen finden,,,
Allerdings heißt dies keinesfalls, daß es sich bei "Vita brevis" um eine trockenen, sachliche und etwas langweilige Erzählung handelt. Im Gegenteil. Dieses Buch quillt ...
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Pro: regt zum nachdenken an; richtige Lesemenge für "zwischendurch"... Kontra: Fußnoten nehmen überhand und stören somit, Geschichtskenntnisse empfehlenswert
...An und für sich ist das Buch so aufgebaut, als das es sich um eine wahre Geschichte handelt; die ganzen Fußnoten und dergleichen lassen darauf schließen. Gleichzeitig jedoch bewirbt Siglinde Kramer im "Südkurier" (und eben auch im Klappentext), dass es sich hier um "eine kühne Phantasie" handelt, "die Gaarder hier entwickelt".
Fakt ist und bleibt aber dennoch, dass es sich bei "Das Leben ist kurz" um ein zweifelsohne besonderes Buch handelt. Es ... ...vermutlich nicht kennen, gestaltet sich das Gesamtverständnis doch ein wenig schwieriger. Gleichzeitig schafft es Gaarder (oder eben Floria selbst), uns einen Einblick in ihre und teilweise auch Augustins Selle zu erlauben. Floria beschreibt ihre Liebe, ihre gemeinsame Vergangenheit; gibt Einblick in die "Geheimnisse zweier Liebenden" ~ aber auch in ihre Enttäuschung, ihren Schmerz, ihren Wehmut und eben auch ihre Wut über den Usus, dass "Männer ...
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Pro: schön geschrieben und regt zum Nachdenken an Kontra: da wüßte ich keins
...allem für Jugendliche verständlich ist. Das bekannteste ist mit Sicherheit "Sophies Welt".
Vita brevis, ins deutsche übersetzt "das Leben ist kurz", erzählt die Geschichte einer Frau mit dem Namen Floria welche sehr intensiv und sündhaft liebt und eines Mannes, angeblich der heute als heiliger Augustinus bekannt ist, welcher zwar weniger sündhaft, aber dafür auch weniger intensiv zu lieben scheint. Wenn man nun noch weiß daß sich diese Geschichte ... ...müssen und verletzt damit sogar das Gebot der Liebe indem er Floria verläßt und den Kontakt mit dem gemeinsamen Sohn abbricht.
Doch Floria versucht diesen und jene in Folge aufgetretene Schicksalsschläge in Briefen zu verarbeiten die sie möglicherweise auch dem Bischoff (!) Augustinus geschickt hat. Es entstand eine Art Tagebuch von dem eben Gaarder behauptet es in Brasilien gefunden zu haben und die Übersetzung als das Buch verfaßt zu haben was ...
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Unterhaltungswert:
Humor:
Spannung:
Niveau:
Aufmachung:
sehr hilfreich
20.11.2000
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