Über sich:Telekom Azubi mit Drang zu Rollenspielen, böser Musik ;) und seltsamem Fahrzeug ...
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Nachdem ich per glücklicher Fügung und Hilfe des Gottes Ebay nun einen weiteren Teil der genialen Reihe um John Cranston und Bruder Athelstan erwerben konnte, kann ich nun natürlich euch nicht verschonen. Ich muss euch hier berichten wie ich zu diesem Buche stehe :))
Vorweg sollte man sagen das es sich um einen Kriminalroman handelt der im London des Jahres 1380 spielt. Die Hauptfiguren sind :
Sir John Cranston, seines Zeichens Coroner seiner Majestät. Ein lebensfroher, trinkfester und wohlbeleibter Vertreter des Gesetztes in London.
und der
Benediktiner Mönch Athelstan, Secretarius und Rätsellöser für Cranston. Er leitet eine kleine Gemeinde an der Cheapside von London
Diese beiden bilden ein Detektivduo, dessen Charme man sich nur schwer entziehen kann. Doch nun zur eigentlichen Story.
In London tagt das Parlament um über geplante Steuererhöhungen des momentanen Regenten John von Gaunt zu debattieren. Unter den Parlamentsmitgliedern auch eine Delegation
aus Shropshire. Ausser ihrem Status als Mitglieder des Parlament sidn diese auch durch eine gemeinsame Vergangenheit verbunden. Sie sind die Ritter vom Schwan. Nun geschehen unerklärliche Morde unter den Rittern vom Schwan und Cranston wird auferlegt den Mörder zu fassen. Natürlich steht ihm Athelstan hilfreich zur Seite, aber er hat seine höchst eigenen Probleme. Auf seinem Friedhof schein ein Dämon aufgetaucht zu sein und eines der Pfarrkinder wurde angegriffen. Ob dieser Erscheinung verunsichert ist er zunächst nicht ganz bei der Sache. Besteht etwa eine Verbindung zwischen dem Angriff und den Morden? Wie passt das Verschwinden der Katzen in das ganze Bild? Und warum stellen sich die Ritter vom Schwan so gegen Cranston und Athelstan?
All dies möge der geneigte Leser selbst herausfinden. Ich kann nur viel Freude dabei wünschen und genießt die Spannung, denn meiner Meinung nach hat es Paul Harding wunderbar geschafft den Leser ins mittelalterliche London zu versetzen. Die liebevolle Beschreibung selbst der verdrecktesten Löcher in der Cheapside lassen ein so detailliertes Bild im Kopf erscheinen das man mein man wäre direkt dabei. Die Story selbst ist wieder einmal so gestrickt das es sehr sehr vertrackt ist die Lösung vor den beiden Ermittlern zu entdecken. Die Charaktäre haben alle ihr eigenständiges Leben und wieder einmal denke ich mir das man als Schriftsteller zwangsläufig Schizophren sein muss; ihr erinnert euch an "Stark" von King?. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen wie sonst so viel Dynamik in die Personen gesetzt werden könnte ohne sich selbst in sie hereinzuversetzen. Und das gilt nicht nur für die Hauptpersonen. Auch die "Nebenrollen" sind sehr gut ausgearbeitet, was wohl auch daran liegt, dass es sich hierbei um eine Reihe von Romanen handelt die alle in etwa zur Gleichen Zeit mit denselben Personen spielen.
Zu guter letzt kann ich das Buch jedem Kriminalroman Fan guten Gewissens empfehlen. Ein anderer mag vielleicht hier seinen Einstieg finden, da die Geschichten mit viel Witz und Charme erzählt sind. Nur sollte man aufpassen das man nicht in eine Lesewut verfällt, sonst ist die Nacht schneller rum als einem lieb ist. Was ich noch positiv erwähnen möchte ist, das man nicht die verhergehenden Bücher gelesen haben muss um das Buch zu verstehen. Jede Geschichte dieser Reihe ist ein in sich geschlossener Teil und schreibt so dem Leser keine Reihenfolge vor, in der er zu lesen hat.
Nun noch die trockenen Daten Paul Harding Parlament der Toten / The House of Crows Knaur Verlag ISBN 3-426-63092-3 Preis hmm hier steht 14,90 DM :) ich habs auf ebay für 3€ bekommen, Amazon führt es leider nicht mehr.
So, ich hoffe ich hab euch neugierig gemacht, denn hier folgen ein paar Lesetips für diejenigen die noch weitere Berichte über die Abenteuer Cranstons und Athelstans lesen möchten: http://www.ciao.de/Tod_auf_der_Themse_Harding_Paul__Test_2550287
"Zu guter letzt kann ich das Buch jedem Kriminalroman Fan mit gutem Gewissen empfehlen" Ähm...bezieht sich das "mit gutem Gewissen" auf den Fan? Also eine Eigenschaft? Weil sonst müsste es ja "guten Gewissens" heißen ;))) Greeetz vom Sööör
Die Charaktere sind hier so stark und liebevoll gezeichnet, dass man das Buch einfach gerne lesen muss. Das Miterleben des Mittelalters ist ein zweites starkes Argument dabei.
02.06.2003 16:11
"Zu guter letzt kann ich das Buch jedem Kriminalroman Fan mit gutem Gewissen empfehlen" Ähm...bezieht sich das "mit gutem Gewissen" auf den Fan? Also eine Eigenschaft? Weil sonst müsste es ja "guten Gewissens" heißen ;))) Greeetz vom Sööör
02.06.2003 14:55
wat O_o ach du herrje... :op du schreibst ja noch komplizwikter als der autor selbst ^^ danke für die verweise *knutsch* grüßle monja
02.06.2003 11:32
Die Charaktere sind hier so stark und liebevoll gezeichnet, dass man das Buch einfach gerne lesen muss. Das Miterleben des Mittelalters ist ein zweites starkes Argument dabei.