Bibliophiler Halbleinenband im Edelpappschuber. Deutsche Erstausgabe 1998Ein Tierfotograf wird bei einem Auftrag schwer verletzt. Während er wochenlang im Koma liegt, bekommt er... mehr
Erfahrungsbericht von HHenning über Das Sakrament / Clive Barker 07.12.2002
Produktbewertung des Autors:
Niveau
sehr anspruchsvoll
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
sehr spannend
Wie ergreifend ist die Story?
sehr ergreifend
Pro:
Mal etwas anderes
Kontra:
Nicht unbedingt für jeden Fan von Barker
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Edition Phantasia einmalige Auflage von 250 Exemplaren Hardcover, vom Autor signiert mit blauem Pappschuber 1998 (GB 1996) ISBN 3-924959-46-3 Übersetzung: Thomas Hag Originaltitel: Sacrament 447 Seiten 14800
Barker macht sich wieder einmal auf zu anderen Bereichen der Literatur. Bevor mit Everville (Stadt des Bösen) den zweiten Teil von The Art verfaßt hat, bewegte er sich mit The Thief Of Always (Der Dieb der Zeit/Das Haus der verschwundenen Jahre) ja bereits auf anderen Wegen, doch hier war es lediglich eine „Variante“, denn dieses Märchen mit seinen klassischen Elementen war noch nicht so weit von dem sonstigen Werk entfernt wie dieser Roman. Zwar beinhaltet dieser auch magische Fragmente, doch diese stehen nicht im Vordergrund – die eigentliche Geschichte könnte auch ohne sie funktionieren. Das Gut gegen Böse weicht hier einer Suche nach dem Sinn des Lebens, was zwar ein ähnlicher Archetyp für Geschichten ist, aber völlig anderen Regeln folgt. So schwingt hier zwischen allen Zeilen die Identitätsfrage im Hintergrund mit. Nicht nur der Hauptprotagonist und seine beiden „Wegbegleiter“ versuchen ständig ihre Wurzeln und den wirklichen Sinn ihrer Existenz zu begründen – Barker zeigt auf, daß selbst nach außen scheinbar fest im Leben verankerte Menschen auf der Suche nach etwas sind. Sei es nun so verborgen und verschlüsselt oder offensichtlich in der Unentschlossenheit in bestimmten Situationen. Dabei läßt der Autor dem Leser jedoch seinen eigenen Weg, die eigene Variante für das Sein zu finden. Die dabei vorherrschende „gehobenere“ Sprache wirkt hierbei passend und trotz starken Gebrauchs von Fremdwörtern nicht überladen. Seine Deutung im spirituellen Bereich stellt er nicht als die „wahre“ und unumstößliche Offenbarung dar, sondern als einen Anstoß, den er für sich selbst durchdacht hat (was wieder mal durch die Verwendung eines schwulen Hauptcharakters deutlich wird). So sollte man dann auch dieses Buch lesen – möglichst unvoreingenommen und mit einem offenen Auge.
Die Ausstattung, welche die Herausgeber dem Buch zukommen ließen ist wieder einmal sehr geschmackvoll. Angenehm feste Seiten und eine schlicht schöne Aufmachung laden zum Lesen ein. Dunkelblauer Umschlag und Pappkarton, ein goldener Buchrücken mit passender Schrift, sowie ein Lesebändchen – der Satz ist ebenfalls dem Werk entsprechend und weder verschwenderisch noch zu klein um gut gelesen zu werden. Mit der Signatur des Autors hat es diesmal auch geklappt (bei Der Dieb der Zeit wurde es ja leider aus terminlichen Gründen nichts), was vor allem die Sammler erfreuen wird, die auf die Wertsteigerung spekulieren. Die Übersetzung ist nicht ganz so gelungen, wie es bei den letzten Büchern Barkers der Fall war. Es scheint, als wäre auch Thomas Hag noch auf die frühere Schreibweise eingeschossen.
William Rabjohns lebt in Manchester mit seinen Eltern und dem älteren Bruder, der ihm immer vorgezogen wird. Als dieser stirbt zerbrechen daran fast beide Eltern und William wird weiterhin wie ein drittes Rad am Wagen behandelt. Um die Trauer zu überwinden trifft der Vater die Entscheidung in ein kleineres Dorf namens Burnt Yarley zu ziehen, doch seine Frau versinkt immer mehr im Delirium ob des Verlusts. Will trifft auf einem Fluchtversuch vor diesem tagtäglichen Elend das Paar Jacob Steep und Rosa McGee, die ihm sagen, er wäre etwas Besonderes. Ob dieser Behandlung und der Magie, die von beiden ausgeht, fühlt er sich von ihnen angezogen und versucht bei ihnen zu sein. Jacob Steep zeigt ihm ein Stück seiner faszinierenden Welt, in der alles vergänglich ist und eine Faszination vom Ausrotten verschiedener Lebewesen ausgeht. Durch einen Zwischenfall, bei dem Will in die Gedanken von Steep blickt, verliert der „Ersatzvater“ die Lust an seinem „Kind“ und er muß die einzigen Menschen verlassen, denen er anscheinend je etwas bedeutet hat. Er widmet sich der Fotografie von Tieren in schockierenden Posen – ein Waschbär, der in einer Mülltonne kramt, Eisbären auf einer Müllkippe… Von dem Band, daß zwischen Steep und ihm vergißt er jedoch nie und der Drang sich der Vergangenheit zu stellen wird immer stärker. Auch in Steep rührt sich etwas ähnliches und er will endlich befreit sein von dem Geist, der ihn seitdem quält. Alles läuft auf ein abschließendes Treffen zwischen den beiden hinaus, die auch nur auf der Suche nach sich selbst sind…
Prädikat: Nachdenklichere Kost – nicht unbedingt für jeden Fan von Barker uneingeschränkt zu empfehlen !!!
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Ein Suuuper Buch Bewertung für Das Sakrament / Clive Barkervon
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...Hallo liebe ciac.com Leser,
heute mal über ein Buch das ich gerstern zu ende gelesen habe. Das Sakrament von Clive Barker. Zum Autor:
Ich bin schon lange ein großer Fan von Clive Barker undd ich bin fast sicher das schon fast jeder mal eine Verf ...
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Pro: leicht zu lesen Kontra: Kein Horror wie in "Bücher des Blutes"
In "Das Sakrament" geht es um Will, der Tierfotgraf ist und durch ein unglücklichen Zusammenstoß mit einem Eisbären auf die Spur eines seltsamen Mörderpärchens gebracht wird. Klingt seltsam, ich weiß. Dieses hat es sich zur Aufgabe gemacht jede austerbe ...
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Das Sakrament
Das Haus der verschwundenen Jahre
Galileo
5.) Fazit
Ein Meisterwerk der modernen fantastischen Literatur. Für Freunde des Genres Horror absolut empfehlenswert. Wem die Romane von Stephen King gefallen der wird auch sicher Freude an den Werken von Clive Barker haben.
Zitat von Stephen King: >> Clive Barker ist so gut, daß mir im wahrsten Sinne des Wortes die Spucke wegbleibt....
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