Erfahrungsbericht über "Das Schwarze Auge - Das Geheimnis des Königs / Daniela Knor Piper"

veröffentlicht 10.11.2004 | goswin
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Erfahrungsberichte : 223
Vertrauende : 38
Über sich :
Sehr gut
Pro lebendige Figuren
Kontra offenes Finale
sehr hilfreich

"Das Geheimnis des Königs"

* Vorwort:
"Das Schwarze Auge" ist ein Rollenspiel (ohne PC). Man schlüpft in die Rolle eines Helden (z.B. Krieger, Magier, Elf, Zwerg) und erlebt mit einigen Mitspielern ein Abenteuer. Geleitet wird das Ganze von einem Spielleiter, dem Meister. Die Abenteuer kann man in Form von Heften käuflich erwerben. Zusätzlich erscheinen regelmässig Romane über diese Spielwelt.
"Rhiana-die Amazone" ist eine Serie von DSA-Romanen, die stets Rhiana als Hauptfigur haben. Vom 3. Teil der Serie handelt der folgende Bericht:

* Inhalt:
Klappentext:
"Kriegerprinzessin Rhiana und die talanischen Flüchtlinge wollen Albernia endlich verlassen, doch Rhiana erhält einen Hinweis auf das Versteck des Vermächtnisses ihres Vaters, dem sie vor der Abreise nachgehen will. Während der tobrische Herzog Kunibrand Truppen ausheben lässt, um den Thron des Mittelreiches zu erobern, und Baronin Sarja gegen die Prinzessin intrigiert, suchen Rhiana und Finni in den nebelverhangenen Sümpfen des Deltas nach einer geheimnisvollen Insel. Ohne zu ahnen, wie nah der Flammenbund ihnen bereits auf den Fersen ist ..."

* Die Autorin:
Die Autorin Daniela Knor hat bereits einen DSA-Roman (Blaues Licht) und einen Roman aus der kurzen Armalion-Serie(Der Tag des Zorns) verfasst. Zudem ist gerade ihr DSA-Roman "Roter Fluss" erschienen. Die Homepage der Autorin findet ihr hier /www.daniela-knor.de.vu

* Mein Kommentar:
Ich bin ein wenig zwiegespalten, was dieses Buch angeht. Es gibt Dinge die mir sehr gut gefallen, aber auch einen Punkt, den ich gar nicht mag.

Ich fange mal mit den positiven Sachen an.
Die Autorin schafft es, lebendige Figuren zu erschaffen. Sie benutzt dazu die Perspektive des unbeteiligten Erzählers, der sie jedoch Gedanken jener Figuren hinzufügt (als kursiver Text kenntlich gemacht), die gerade im Fokus des Interesses stehen. Diese Methode bringt den Leser näher an das Geschehen heran. Aus
Hauptfiguren wie aus einfachen Statisten werden lebendige Wesen, deren Handlungen man besser folgen kann. Die Methode birgt aber auch eine Gefahr. Die "Bösen" werden so sehr schnell entlarvt. Entweder, weil man ihre negativen Gedanken zu lesen bekommt oder weil eine wichtige Person sehr lange keinen

Gedanken mit dem Leser teilt. Aber alles in allem finde ich diese Erzählweise sehr angenehm.
Die Figuren sind sehr schön beschrieben, selbst wenn man die Vorgängerromane nicht gelesen hat oder es schon etwas länger her ist, bekommt man eine Vorstellung von den wichtigsten Protagonisten.

Die Handlung des Buches ist gelungen. An einigen Stellen gibt es ein paar kleine Längen, aber im Großen und Ganzen gibt es da nichts auszusetzen.

Kommen wir zum Negativen. Es ist ja der Plan der Macher einer solchen Serie, dass der Leser verführt wird, auch den nächsten Roman zu lesen. Demzufolge bleiben stets ein paar Handlungsfäden offen. Das ist in Ordnung. Nicht in Ordnung ist aber, wenn von 3 Handlungsfäden nur einer halbwegs beendet wird. Die anderen beiden Fäden haben zudem noch nicht einmal eine Verbindung zum Hauptstrang um Rhiana. Wenn man die Vorgängerromane nicht gelesen hätte, wüsste man nicht worum es eigentlich gehen soll. Diese Cliffhängertaktik der Verlage stört mich sehr und führt auf Dauer eher dazu, dass man die Folgeroman doch nicht kauft, weil man ein ähnliches Ende erwarten muss.

Das Cover des Buches zeigt ein Schiff vor einer Burg. So richtig vermag ich da keine Verbindung zum Inhalt zu sehen. Der Titel des Buches ist in Ordnung, da er zumindest die Handlung des Haupterzählstrangs gut beschreibt.

Das Buch hat eine Kurznotiz zur Autorin, eine Aventurienkarte, eine Liste der handelnden Personen und ein Glossar. Damit hat sich trotz Verlagswechsel (von Heyne zu Piper) nichts Wesentliches an der Qualität und der Aufmachung der Bücher geändert. Es fehlt mal wieder eine genauere Karte der Umgebung, aber die fehlt ja in 95% der Bücher. Aufgefallen ist mir die Papierdicke des Buches. Es hat knapp 360 Seiten sieht aber nach 500 aus.

* Mein Fazit
Tja, wie bewertet man so ein Werk? Für die Beschreibung der Personen bekommt die Autorin von mit volle Punktzahl, für die Beschreibung der Handlung 4 Sterne. Für das Finale würde ich eigentlich nur einen Stern vergeben.
Alles in allem habe ich mich für 4 Sterne entschieden. Schliesslich bringt einem das Buch ja ein paar Stunden Freude, bevor man sich "nur" ein paar Minuten über das Ende ärgert.


Community Bewertungen

Dieser Erfahrungsbericht wurde 1379 mal gelesen und wie folgt bewertet:
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Magier6 veröffentlicht 20.07.2005
    Ich finde gerade die 2 offen gelassenen Handlungsfäden animieren zum weiterlesen, die geschichte von Rhiana schreitet immer weiter vorwärts, es ist wie im spiel selbst wo ein Charakter immer mehr Erfahrung sammelt, aber auch die Abenteuer immer schwerer werden! Jedenfalls ist es ein gutes Buch will nicht sagen das beste aber sehr gut. Die restliche Kritik sagt mir doch zu.
  • x-zine veröffentlicht 16.11.2004
    Und weiter geht es im DSA-Bereich - heissa, das freut sich der RPG/Fantasy Redakabenteuer in mir *g*
  • Laia veröffentlicht 10.11.2004
    Schade, dass du nur den Klappentext abgeschrieben hast, statt ein paar eigene Worte zu finden, aber ansonten ein informativer Bericht. *mfg*
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Produktdaten : Das Schwarze Auge - Das Geheimnis des Königs / Daniela Knor Piper

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Autor: Daniela Knor Piper

Autor Nachname: Piper

Autor Vorname: Daniela Knor

Autor Name invertiert: Piper, Daniela Knor

Titel: Das Schwarze Auge - Das Geheimnis des Königs

Thematik: Fantasy

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