... Inzwischen erschienen von ihm die Fantasy-Trilogie "Das Lied von Albion" (Brendow/Bastei-Lübbe) und drei SF-Romane (Bastei). Die fünf Bände des "Pendragon"-Zyklus sind davon sicherlich die besten. Sie werden auch keineswegs von Lawheads allererstem Zyklus übertroffen, "Saga des Drachenkönigs", ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von mima17 über Das Schwert und die Flamme / Stephen Lawhead 19.06.2000
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
durchschnittlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Pro:
spannend, actionreich, teils überraschend
Kontra:
missionarisch, aber nicht klischeehaft; teils nervend
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Kurzurteil: spannend, aber ziemlich christlich. Hier wird Quentin auf eine harte Probe gestellt - was seinen Glauben angeht als auch was sein Königreich angeht. Dies ist der dritte und abschließende Band der "Drachenkönig"-Trilogie.
Der Autor °°°°°°°°°°°°°
Stephen Lawhead, geboren 1950 in den USA, wurde bei uns mit seinem "Pendragon"-Zyklus bekannt, der ebenfalls bei Piper herauskam. Inzwischen erschienen von ihm die Fantasy-Trilogie "Das Lied von Albion" (Brendow/Bastei-Lübbe) und drei SF-Romane (Bastei). Die fünf Bände des "Pendragon"-Zyklus sind davon sicherlich die besten. Sie werden auch keineswegs von Lawheads allererstem Zyklus übertroffen, "Saga des Drachenkönigs", die bereits 1985 in England erschien und in fast allen englischsprachigen Buchhandlungen mit Fantasy-Regal zu finden ist. Lawhead lebt mit seiner Familie in Oxford, England.
Die Saga des Drachenkönigs:
Band 1: In der Halle des Drachenkönigs Band 2: Die Kriegsherren des Nin Band 3: Das Schwert und die Flamme
Handlung °°°°°°°°°°°°°
Quentin wurde im zweiten Band von den Fürsten zum neuen Priesterkönig gewählt, nachdem der alte umgekommen war. Diesen verliehenen Titel muß sich Quentin im dritten und letzten Band, "Das Schwert und die Flamme", hart erkämpfen. Denn das Glück, dessen sich das Königreich zehn Jahre lang erfreut hatte, zerrinnt zu nichts unter den Machenschaften des zurückgekehrten Zauberers Nimrod: Quentins engster Berater Derwin stirbt bei einem Überfall, den Nimrod mit Tempeldienern des Ariel ausführt. Quentins neunjähriger Sohn Gerin wird in den Tempel entführt.
Quentin verfolgt die Räuber, erschlägt im Zorn einen davon, verliert die Gunst des allerhöchsten Gottes und läßt das Schwert im Wald liegen. Seinen Tempel zu Ehren des neuen Gottes zerstören von Nimrod aufgewiegelte Dörfler.
Ohne Tempel, Gottesglauben und heiliges Schwert verliert Quentin jeglichen inneren und äußeren Halt. Es gibt Bürgerkrieg, seine Frau verreist nach Dekra, die Feldherren des Königs zweifeln an seinem Verstand, kurzum: der klassische Hiob-Fall (pun intended!).
SPOILER
Auf verschlungenen Umwegen taucht das Schwert wieder auf, doch Quentin muß es von einem allzu ehrgeizigen Fürsten mit Gewalt zurückerobern. Ein innerer Wandel in seiner Einstellung zuGott befähigt ihn dazu. Dann befreit er den entführten Gerin und tötet Nimrod. Das Reich ist wieder geeint und gesund.
Mein Eindruck °°°°°°°°°°°°°°°°
Lawhead wurde 1951 geboren und war in seiner Studentenzeit stark in christlichen Verbindungen engagiert. Diese christliche Ausrichtung in seiner Fantasy ist überall deutlich sichtbar. Sie wird jedoch nicht dogmatisch ausgedrückt, sondern spiegelt sich in der jeweiligen Handlung und der Motivation der Romangestalten wider. Leider passiert es dem Erzähler immer wieder, daß er seinen Figuren - besonders den geistigen Führern - lange Monologe in den Mund legt, in denen sie über die Qualität und Notwendigkeit des Glaubens an ein allerhöchstes Wesen dozieren. Die so Belehrten schlucken die Doktrin auch meist widerspruchslos - schließlich sollen sie ja die Handlung zum gewünschten Ende voranbringen, das dann meist darin besteht, das Wirken eben dieses postulierten Gottes zu belegen.
Man sollte die drei Romane nicht einzeln, sondern in einer Reihe zusammen lesen. Die Hauptfigur nämlich, Quentin, entwickelt sich im Verlauf der Trilogie von einem unbedarften Novizen zum Retter der Welt, dem Priesterkönig. Er macht also ein spirituelles Wachstum durch, das so besser zu erkennen ist. Dieses Wachstum hat - wie in jedem Artus- und Ritterroman - mehrere Stationen. So etwa die Todesnähe, der Zweifel am Glauben/Gott, Erfahrung der Liebe/Minne, Liebe zum König des Landes (eine Einheit!), Kampf gegen diverse böse Wesen: Gegner des Glaubens, Vernichter der Welt, Verkörperungen unchristlicher Tugenden usw.
Diese Wesen können auch in den eigenen Reihen zu finden sein, so etwa Jaspin, der Bruder des Königs in Band 1, und bei Fürst Ameron, der das Schwert des Königs raubt. Die meisten aber wollen nur die Macht an sich reißen: Nimrod, der Zauberer, seine Marionette Jaspin, und Nin der Verheerer. Natürlich werden sie von den Bewahrern christlicher Tugenden vernichtet.
Michael Matzer (c)2000/2006ff
Info: The Sword and the Flame, 1985, 397 Seiten, aus dem US-Englischen übertragen Frieder Peterssen, München, R. Piper, 1998/99
Pro: Action & Tempo, spannend Kontra: weiterhin dozierend und um den wahren Glauben ringend
...- und Ritterroman - mehrere Stationen. So etwa die Todesnähe, der Zweifel am Glauben/Gott, Erfahrung der Liebe/Minne, Liebe zum König des Landes (eine Einheit!), Kampf gegen diverse böse Wesen: Gegner des Glaubens, Vernichter der Welt, Verkörperungen unchristlicher Tugenden usw.
Diese Wesen können auch in den eigenen Reihen zu finden sein, so etwa Jaspin, der Bruder des Königs in Band 1, und bei Fürst Ameron, der das Schwert des Königs raubt. Die meisten aber wollen nur die Macht an sich reißen: Nimrod, der Zauberer, seine Marionette Jaspin, und Nin der Verheerer. Natürlich werden sie von den Bewahrern christlicher Tugenden vernichtet.
Die Trilogie wird abgeschlossen mit dem Band "Das Schwert und die Flamme".
Der Autor
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Stephen Lawhead, geboren 1950 in den USA, wurde bei uns mit seinem "Pendragon"-Zyklus bekannt...
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