Über sich:I'm only flesh and bone / Still they want blood from stone
/ And they cry more more more (Wax, &qu...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 73 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
... wurde in zahlreichen Büchern und Filmen ja schon öfters dargestellt - teils in recht krasser Form. Der Anfang des Jahres auf den Markt gekommene Roman "Das Skript" von Arno Strobel ist hier ein gutes Beispiel - aber auch wirklich "gut" ?
So kam ich zu "Das Skript"
Ich bin ja eher ein Leser, der auf Abwechslung im Genre steht - sprich: zwei Bücher aus einem und demselben Genre hintereinander zu lesen, das ist nicht mein Ding. Nun war also in meinem "persönlichen" Buchleserotationssystem ein Thriller angesagt - und einige Berichte zu Arno Strobels "Das Skript" hatten mich da neugierig gemacht. Auch, um meinem Ebook neues Lesefutter zu beschaffen (ich lese in Bus und Bahn fast nur noch mit dem Ebook-Reader) ordete ich bei buecher.de entsprechend die Ebook-Version und zahlte 7,99 € dafür - in gedruckter Taschenbuchform kostet das Buch in Deutschland 8,99 €, in Österreich 9,35 €.
Zum Autor
Der 1962 in Saarlouis geborene Arno Strobel ist studierter Versorgungstechniker, wechselte aber letztlich in die Branche der IT-Unternehmensberatung. Nach zunächst selbstständiger Tätigkeit arbeitet er nun seit längerer Zeit für eine in Luxemburg ansässige Bank. Seiner schriftstellerische Ader als Buchautor geht Strobel aber erst seit 2002 nach - sein Erstlingswerk "Magus - die Bruderschaft" erschien in just diesem Jahr beim dtv-Verlag. Sein bislang neuestes Buch mit dem Titel "Das Skript" erschien Anfang 2012 und ist sein bislang fünfter erschienener Roman. Strobel hat aber nebenbei auch etliche Kurzgeschichten verfasst, die er teilweise auf seiner Homepage veröffentlicht hat. Arno Strobel hat sich als Autor ziemlich auf Kriminal- und Thrillergeschichten spezialisiert - sein genanntes, neuestes Werk ist auch diesem Genre zuzurechnen.
Zu "Das Skript"
Darum geht es
Nina Hartmann, Studentin, wohnhaft in Hamburg, bekommt unerwartet eine Paketsendung von einem ihr unbekannten Absender. Neugierig öffnet sie die Lieferung und ist bald mehr als schockiert: der Inhalt des Pakets erweist sich als eine Art Manuskript für ein Kapitel eines Kriminalromans, welches, und hier kommt die makabre Note, auf menschlicher Haut geschrieben wurde, die auf einen Holzrahmen gespannt ist.
Sofort wird die Polizei eingeschaltet und schnell stellen sich Zusammenhänge des Pakets mit dem Entführungsfall einer jungen Frau namens Heike Kleenkamp heraus, der Tochter eines Hamburger
Bilder von Das Skript - Psychothriller / Arno Strobel
Das Skript - Psychothriller / Arno Strobel
Großverlegers. So wird die für diesen prominenten Entführungsfall extra eingesetzte BAO "Heike" mit dem Fall befasst und Kriminalhauptkommissarin Matthiessen und ihr Assistent Erdmann versuchen, den Autor dieses Manuskripts zu ermitteln - er muss der Entführer der verschwundenen Frau sein.
Schnell wird klar, dass der gesuchte Täter offenbar ein wahnsinniger Fan eines Buchautoren ist, anhand dessen letztem Roman er seine Taten orientiert...
Aufbau und Struktur
Die Geschichte erzählt Autor Arno Strobel recht linear - die Geschichte beginnt dabei mit einem kurzen Prolog, in dem uns Strobel als Leser gleich mit recht starkem Tobak "willkommen" heißt - eine verzweifelte, junge Frau leidet in irgendeinem Verließ Höllenqualen und wird von einem offenbar geistesgestörten Typen gequält. In der Folge gibt der Autor in mit römischen Ziffern überschriebenen Zwischenkapiteln dem Leser immer wieder einen kurzen, aber heftigen Einblick in die Situation, in der das so malträtierte Opfer sich befindet - teils in recht eindringlicher Bildsprache. So erlebe ich als Leser immer wieder einen Perspektivwechsel, Hauptsächlich erleben wir jedoch die Story dieses Romans als "Zuschauer" der ermittelnden Kommissare Mathiessen und Erdmann und lernen dadurch recht viele, unterschiedliche und teils illustre Typen kennen. Die Erzählweise und die Struktur dieses Romans ist also nicht gerade außergewöhnlich und eigentlich so oder so ähnlich auch von anderen Romanen vergleichbaren Inhaltes bekannt. In seinen Beschreibungen und Schilderungen ist für mich dabei das Bemühen des Autors erkennbar, betont "neutral" zu bleiben - was nicht heißt, dass es dabei immer auch "gefühlsneutral" im Erzählstil des Autors zugeht. Arno Strobel jedenfalls ist bei aller formalen Sachlichkeit in seinem Erzählstil spätestens dann, wenn er das Seelenleben des gequälten Opfers schildert, alles andere als "cool" und distanziert - dies macht die dann teilweise jeweils recht heftigen Kapitel wiederum noch etwas eindringlicher für den Leser.
Charaktere und Figuren
Die Hauptfiguren dieses Romans sind eindeutig die beiden ermittelnden Kommissare Mathiessen und Erdmann. Zu Beginn der Geschichte herrscht schon fast so etwas wie eine stets hinter der Maske der dienstbedingten Kollegialität unterdrückte Abneigung. Da ist zunächst Andrea Mathiessen, die als Hauptkommissarin einen Dienstrang oberhalb dem von Stefan Erdmann steht, und dies lässt sie ihren Kollegen nur allzu gerne spüren - Erdmann ist eindeutig in der "Assi"-Rolle und erfüllt die Dienste, wie es etwa Harry Klein im Zusammenspiel mit seinem Chef Stefan Derrick zu tun pflegte, sprich: Erdmann "darf" seine ihm vorgesetzte Kollegin von A nach B fahren, während Mathiessen sich dabei die Fallakten anschaut, was ihr wiederum bei nachfolgenden Vernehmungen stets Vorteile bietet. Aber es ist nicht nur dieser Umstand, den er kurz als "Zickigkeit" umschreibt - viel mehr stört Erdmann an seiner Kollegin die "Überperfektion", mit der sie alles angeht, was sie tut. Dazu zieht Mathiessen ihren Kollegen immer mit seinem chicen Styling auf. Er solle sich nicht so anziehen, als sei er der Chef - so die klare Ansage. Aber dieses Verhältnis bessert sich letztlich punktuell, nachdem der bald beide Kommissare im Zuge ihrer Ermittlungen durch die zwischenzeitlichen Vorkommnisse immer mehr emotional am Geschehen beteiligt werden.
Meine Leseerfahrung und Meinung
Arno Strobel gibt sich viel Mühe, den Leser seines Buches sofort "mitten ins Geschehen" zu bringen. Der Prolog, der die auswegslose und verzweifelte Lage der geschundenen Heike Kleenkamp in recht drastischer Art und Weise schildert, geht nicht nur im übertragenen Sinne unter die Haut und ist nichts für schwache Nerven. Routiniert wirkt dagegen die Erzählung der Geschehnisse und Abläufe, die sich mittlerweile "draußen" abspielen - dabei habe ich als Leser keinerlei Wissensvorsprünge vor den ermittelnden Charakteren dieser Geschichte, ein Fakt, der mir persönlich ja sehr zusagt - ich mag es einfach nicht, als "allwissender" Leser darauf zu warten, bis die in der Story ermittelnden Charaktere "endlich" genauso schlau sind, wie ich es schon eine ganze Weile gewesen bin. Allerdings hat das Buch auch eine Schwäche: "Das Skript" ist doch nach seinem Strickmuster teils deutlichst sichtbar an Motiven aus vergleichbaren Thrillerstorys orientiert - "Tattoo" etwa, eine Verfilmung mit August Diehl in der Hauptrolle, beleuchtet ein diesem Roman zugrunde liegendes, ganz ähnliches Thema und auch in zahlreichen anderen Filmen oder TV-Serien ist das Sujet, in der es um menschliche Haut als "Objekt" geht, vielfach vertreten. So ist Arno Strobels Roman "Das Skript" im Kern eigentlich eine Komposition aus weitläufig bekannten Motiven. Teils sind es die genannten Vorbilder ähnlicher Sujets, der Aufbau und die Struktur des Romans erinnert durchaus an Werke anderer Thriller-Autoren und ist mit "routiniert" zu bezeichnen, Auch das Thema "Mord / Straftat nach Romanvorlage" ist so ein Muster, welches ich aus vielen Krimis und Thrillern kenne. Abläufe und Handlungen der Hauptpersonen sind ebenso eigentlich vorauszusehen (frei nach dem Motto: "Die mögen sich nicht ? - Ha, die werden sich bald richtig mögen ! ") Dennoch packte mich der Roman bei aller gebotenen Routine und von anderen Werken vergleichbaren Handlungsschemata durchaus - denn Arno Strobel ist ein wirklich guter Erzähler, der viel Detailversessenheit auf Beobachtungen und Beschreibungen in seine Geschichte einzufließen zu verstehen weiß. Auch, wenn er für meinen Geschmack das Rad mit der Story dieses Romans nicht wirklich neu erfindet, die "Magie", mich als Leser irgendwie doch zu fesseln, die hat er durchaus drauf. Kurios ist dabei der Ansatz des Autors, den Titel des Romans, nach dem der augenscheinlich psychisch kranke Täter seine Taten orientiert und verübt gleichzusetzen mit dem eigentlichen Titel dieses Romans - genau, der Täter handelt nach einem Roman mit dem Titel "Das Skript" und in einer Szene , wo die Kommissare - auf diese Spur kommend - eine Buchhandlung besuchen, stellt sich sogar heraus, dass der Einband des im Roman vorkommenden Buches 1:1 dem Cover des Taschenbuches gleicht, welches ich da vor meiner Nase (in meinem Fall auf meinem Ebook-Reader) habe. So entsteht ein kleiner Eindruck einer "Spiegel im Spiegel im Spiegel" Geschichte, die mit vielen Wendungen und Drehungen letztlich auch teils zu verblüffen weiß. Der Spannungsbogen ist dabei recht gekonnt aufgebaut worden und der - wegen teils drastischer Darstellungen von an Folterungen erinnernde Rituale des Täters - nicht immer leicht zu lesende Lesestoff blieb somit durchgehend bis zum Ende des Romans für mich spannend.
Leseprobe
Zwischenkapitel IV, Seite 65
Ihre schmerzbenebelten Sinne registrierten, dass die Tür irgendwo hinter ihr geöffnet wurde, langsam, denn der Lichtschein tastete sich wie ein Dieb in den Raum. Als sie hörte, wie die Schritte näher kamen, schloss sie die Augen. Vielleicht würde das Monster sie am Leben lassen, wenn sie es nicht gesehen hatte ? Vielleicht gab es dann keinen Grund, sie zu töten ?
Letztlich konnte mich "Das Skript" doch recht gut unterhalten. Zweifellos ist der Autor ein guter Erzähler, der es versteht, auch durch die Schilderung auch kleinerer Dinge und Details durchaus spannend zu erzählen. Aufbau, Sujet und Handlung sind im Grundgerüst allerdings nur von vergleichbaren Werken bekannte Gegebenheiten, doch dies trübt das Lesevergnügen doch keineswegs. So erfindet Arno Strobel in diesem Roman zwar das "Rad" der Thrillerunterhaltung nicht neu, jedoch ist ihm mit "Das Skript" ein durchweg guter Krimi/Thriller gelungen. Wegen der doch teils recht argen und detailliert dargestellten Folter- und Schmerzszenen ist die Lektüre auf jeden Fall nichts für schwache Gemüter - doch diese Kapitel bilden nicht den Kern der Story sondern dienen in erster Linie der Verbreitung eines gewissen Schock- und Horrorelements, was der Geschichte durchaus nicht schlecht zupass kommt. Unterm Strich gebe ich vier Sternchen und eine Leseempfehlung ab.
obel!Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt – auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christ...
obel!Eine Studentin bekommt per Post rätselhafte Botschaften zugeschickt – auf Menschenhaut geschrieben. Die Polizei verdächtigt den früheren Bestsellerautor Christ...
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07.09.2012 21:59
Und noch mal eine kürzere BH-Warteliste!
21.08.2012 10:35
du machst mich arm ;o)
20.05.2012 15:44
bh