Chili mit Schoko und Schärfe
21.02.2008
Pro:
ohne Fertiggewürz, ungewöhnliche Zubereitung
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
 pizza-toni
Über sich:
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance.
Mitglied seit:18.02.2008
Erfahrungsberichte:3
Vertrauende:2
Dieses Rezept wurde von 125 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Neulich schwärmte eine Bekannte von einem Chili con Carne, ohne Fertiggewürzmischung gekocht. Das Rezept hat sie aus einer Fernsehsendung, bei der zudem noch nützliche Tipps verraten wurden. Ich habe dieses Rezept und die Tipps ausprobiert. Als erstes nehme man einen großen Edelstahltopf. Edelstahl deshalb, weil man es ordentlich auf Temperatur bringen kann. Diesen erwärmt man nun, noch OHNE das Öl. Dieses gibt man erst dann in den Topf, wenn dieser heiß ist. Wenn man das Öl gleich mit erhitzt, wird es schneller heiß als der Topf, fängt an zu rauchen und entwickelt krebserregende Stoffe. Als Öl sollte man Rapsöl verwenden. Dieses kann man höher als beispielsweise Olivenöl erhitzen und ist zudem geschmacksneutraler. Hat das Öl die richtige Temperatur entwickelt, brät man das frische, 100%ige Rinderhack an, wenn möglich frisch vom Schlachter. Tiefgefrorenes Hack setzt zu viel Wasser frei und wird nicht kross. Das Hack (in etwa 200g pro Person) sollte man auch nicht zerbröseln, sondern in kleinen "Stückchen" anbraten. Dadurch wird es außen kross und bleibt innen schön saftig. Wichtig: nicht zu häufig umrühren! Ansonsten können sich die Poren des Fleisches nicht schließen und es würde zu viel Wasser abgeben.
Erst nach dem Anbraten des Hacks werden die klein geschnittenen Zwiebeln und die Knoblauchzehen hinzugegeben, nicht vorher, da sie sonst verbrennen würden. Ist auch dieses angedünstet, wird gewürzt, und zwar mit Pfeffer, Salz und Kreuzkümmel. Würde am Anfang gewürzt werden, würde der Pfeffer verbrennen und das Salz Wasser ziehen. Nun kommen die Chili. Habanero für die Schärfe (Aussehen wie eine kleine Paprika), süßliche rote Chilischoten (länglich) für die Frische/Süße zum Ausgleich. Chili haben 10 unterschiedliche Schärfestufen. Die Habanero ist die Schärfste, eine langt für 4 Portionen. Dabei werden die Innenwände (besonders scharf) entfernt. Die Chili zerkleinert man und gibt sie ebenfalls in den Topf. Hinzu fügt man nun Tomatenmark, welches man mit andünstet, für den schönen fruchtigen Geschmack und die dunkle Farbe. Kurz darauf gibt man Dosentomaten hinzu. Diese deshalb, weil sie direkt nach der Ernte verarbeitet werden und durch ihre Reife einen intensiven Geschmack besitzen. Jetzt gibt man noch etwas Rinderbrühe hinzu, bevor es zum Gemüse geht. In jedem Chili müssen Mais und Bohnen hinein. Tiefkühlmais ist knackiger und frischer als vorgekochter Dosenmais. Bei den Bohnen verwendet man Kidneybohnen, die man auf einem Sieb abtropfen lässt. Meist sind die Bohnen noch von der schleimig aussehenden Flüssigkeit umgeben. Dies ist nur Wasser und aus den Bohnen freigesetzte Stärke. Man kann zur Verbesserung der Optik die Bohnen abwaschen. Hinein damit. Für den Frischekick kann man nun noch gewürfelte Paprika und frische Oregano hinzufügen. Um dem scharfen Chili noch etwas Süße und eine schöne dunkle Farbe zu verleihen, gibt man am Schluss noch eine halbe Tafel 70%ige Zartbitterschokolade hinzu. Nun alles 10 Minuten köcheln lassen und mit Brot, Kartoffeln oder Reis genießen. Ist schnell zubereitet und schmeckt am nächsten Tag übrigens noch besser.
In etwa folgende Zutaten (2 Personen), ist aber variabel: 400g frisches Rinderhack 1 große Zwiebel 3 Knoblauchzehen 250ml Rinderbrühe 1 kleine Dose Tomaten 2 EL Tomatenmark Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel 1 Paprika, grün 1 Habanero 2 Chilischoten 1 kleine Dose Mais, Kidneybohnen Frischer Oregano 70% Zartbitterschokolade Rapsöl
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21.02.2013 17:20
Oha, heutzutage ist man ja häufig überrascht, was in Hackfleischgerichten so alles drin sein könnte. Dass auch Schokolade verwendet werden kann, habe ich noch nie gehört. Aber warum nicht, die Süße stelle ich mir in Kombination mit dem Chili sogar richtig gut vor.
17.02.2013 22:31
Das beste Chili-Rezept überhaupt! LG, Ruth
04.01.2013 18:46
Das Rezept klingt lecker - und toll finde ich auch die Hinweise zu den Zubereitungstricks :0)