Mensch, schmeckt das gut!
23.07.2005 (15.06.2011)
Pro:
sieht gut aus, schmeckt hervorragend, tolle Sauce, zartes Ragout
Kontra:
relativ aufwendig, das Legieren ist nicht einfach und einiges an Vorbereitungsarbeiten
Empfehlenswert:
Ja
 Thomasina
Über sich:
...
Mitglied seit:22.01.2003
Erfahrungsberichte:477
Vertrauende:165
Dieses Rezept wurde von 192 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
***Ausgangslage*** Heute möchte ich Euch einmal mehr über ein Rezept schreiben, welches wunderbar schmeckt und toll aussieht. Ich habe es schon mehrmals zubereitet. Es handelt sich um ein Putenragout.
***Zutaten*** Was benötigt Ihr hierfür? Nun, für 4 Personen müsst Ihr folgende Produkte griffbereit haben:
750 Putenbrustfilet 1 Zwiebel 1 Möhre (125g) 1/2 Stange Porree (Lauch) 1 Glas (345g) marinierte Artischockenherzen 3 EL Oel Salz weisser Pfeffer 3/8 l Hühnerbrühe (Instant) 1/3 l trockener Weisswein 1 Becher (200g) Crème fraîche 2 Eigelbe 4 Zitronenscheiben und Zitronenmelisse zum Garnieren Reis ***Zubereitung***
Wie verarbeitet Ihr nun all das zu einer Speise? Also, als erstes spült Ihr das Fleisch ab, tupft es trocken und schneidet es in mundgerechte Stücke. Hierauf schält Ihr die Zwiebel und würfelt sie fein. Danach erhitzt Ihr Oel in einem Topf und bratet darin das Fleisch portionenweise an. Die Zwiebel bratet Ihr gleich mit. Sobald alles Fleisch angebraten ist, gebt Ihr alles zurück in den Topf und würzt es kräftig mit Salz und Pfeffer. Hierauf giesst Ihr die Brühe und den Weisswein an. Alles zusammen lasst Ihr in einem geschlossenen Topf ca. 20 Minuten garen.
Natürlich denkt Ihr daran, den Reis rechtzeitig aufzusetzen! Am besten macht Ihr das an dieser Stelle. Nun machen wir es auf Thomas Art, Ihr habt 10 Minuten Zeit! Ihr müsst nun nämlich die Möhre schälen und den Porree putzen und beides in feine, kurze Streifen schneiden. Nun sind Eure 10 Minuten vorbei und gebt jetzt das Gemüse in den Topf. Die Artischockenherzen lasst Ihr unterdessen abtropfen. Kurz vor Ende der Garzeit erhitzt Ihr die Artischocken mit. Ebenfalls die Crème fraîche rührt Ihr ein und lasst alles aufkochen. Währenddessen verrührt Ihr die Eigelbe und wenig kaltes Wasser. Damit legiert Ihr das Ragout. Dieses darf aber keinesfalls mehr währenddessen kochen! Das Ragout serviert Ihr mit Zitronenscheiben und Zitronenmelisse garniert.
Dazu reicht Ihr den Reis, den Ihr mit Kräutern garniert und geröstete Mandelblättchen darübergebt. ***Zubereitungszeit***
Also ich habe für dieses Rezept 30 Minuten. Aber wer lieber das Gemüse zuvor vorbereitet rechnet am besten mit 40-50 Minuten, je nach Uebung. ***Eigene Meinung***
Wie gesagt, habe ich Euch meine Art der Zubereitung mitgeteilt. Natürlich könnt Ihr das Gemüse zuvor vorbereiten. Die Anforderungen an die Zubereitung möchte ich als ziemlich hoch einstufen. Denn feine, kurze Streifen von Gemüse werden vielleicht nicht alle täglich zubereiten. Aber das schwierigste kommt noch! Was die Artischockenherzen betrifft, so könnt Ihr diese auch weglassen, es schmeckt genauso gut. Ich selber habe verschiedene Male schlechte Erfahrungen mit Artischockenherzen gemacht und zögere deshalb damit. Denn sie sind doch recht teuer und wenn die Qualität nicht stimmt, dann reut mich das Geld. Aber sie wären jedenfalls sehr gesund. Was ist nun aber das schwere? Nun, das ist das Ragout mit dem verrührten Eigelb zu legieren. Das Ragout darf nicht mehr kochen, ansonsten "gerinnt" das Eigelb und das ganze sieht dann nicht schön aus. Wie schmeckt und sieht es nun aber aus? Also die Pute ist überraschenderweise äusserst zart. Das Highlight dieses Ragouts ist jedoch zweifelsohne die Sauce aus der Crème fraîche, welche mit dem Eigelb legiert ist. Das schmeckt einfach himmlisch. Ich gebe sehr gerne von dieser Sauce über das Reis, das mundet mir dann wunderbar. Die feinen, kurzen Gemüsestreifen sind ein Blickfang. Das sieht gut aus und man weiss, wieviel Arbeit dahinter steckt. Die Möhren schmecken richtig gut und auch der Lauch hat einen angenehmen, jedoch keinesfalls zu starken Geschmack und beide Gemüse sind gerade richtig im Biss.
***Fazit*** Ich kann Euch dieses Rezept voll empfehlen. Die Sauce des Ragouts schmeckt hervorragend und das Fleisch ist ganz zart. Die Anforderungen an die Zubereitung würde ich als hoch einstufen, da das schneiden der feinen, kurzen Gemüsestreifen doch ein wenig "Know-how" voraussetzt und das Legieren mit dem Eigelb für ungeübte Köche sehr schwierig ist, wenn es wirklich gut aussehen soll. Aber das ganze schmeckt ganz sicher hervorragend, was die Zubereitung wert macht. Ich wünsche gutes Gelingen! LG Thomas :-)
Aktionen zu diesem Rezept
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17.10.2011 09:31
Lecker! Gerne ein BH!
08.10.2011 17:38
mit Pute kann ich mich nicht anfreunden ;)
07.10.2011 15:06
is auch kopiert :-)