Das unvollendete Bildnis / Agatha Christie

Bilder der Ciao Community

Das unvollendete Bildnis / Agatha Christie

Seine Malerei und seine Leidenschaft für die Frauen haben Amyas Crale berühmt gemacht, sein Tod hingegen war eher unrühmlich. Vor sechzehn Jahren wurd...

> Detaillierte Produktbeschreibung

90% positiv

6 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über "Das unvollendete Bildnis / Agatha Christie"

veröffentlicht 03.09.2003 | Tigerente79
Mitglied seit : 04.12.2001
Erfahrungsberichte : 202
Vertrauende : 47
Über sich :
Ausgezeichnet
Pro Agatha Christie eben
Kontra ?????
sehr hilfreich

"Eine Tochter gibt nicht auf"

Hallo ihr Lieben,

da mir ja einige Punkte durch die Lappen gegangen sind, und ich wieder blau anstelle von lila bin, möchte ich dies natürlich aufarbeiten, und somit folgt heute ein weiterer Bericht von mir.
Es handelt sich erneut um ein Buch meiner Lieblingsautorin Agatha Christie, diesmal mit dem Titel „Das unvollendete Bildnis“.

~*~*Vorab wie gewohnt einige Infos zur Autorin:*~*~

Agatha Mary Clarissa Miller wurde am 15. September 1890 in Torquay, Devon, als Tochter einer wohlhabenden Familie geboren. 1912 lernte sie den Colonel Archibald Christie kennen und heiratete ihn bei Ausbruch des ersten Weltkriegs. 1928 wurde die Ehe wieder geschieden. 2 Jahre später heiratete sie dann den Archäologieprofessor Max E. L. Mallowan und begleitete ihn auf viele Forschungsreisen durch den Orient. Hierbei entstanden einige ihrer Geschichten.
Im Laufe ihres Lebens schrieb die „ Queen of Crime“ 73 Kriminalromane, unzählige Kurzgeschichten, 20 Theaterstücke, 6 Liebesromane (unter dem Pseudonym Mary Westmacott) einen Gedichtband, und ihre Autobiographie.
1965 wurde sie für ihr schriftstellerisches Werk mit dem „ Order of the British Empire“ ausgezeichnet.
Agatha Christie starb am 12. Januar 1976 im Alter von 82 Jahren in Oxford.

~*~*Und nun zum Buch*~*~

Da kann ich euch leider nur sagen, dass es im Scherzverlag erschienen, und 178 Seiten lang ist.
Da ich es in einem Band, mit zwei weiteren Geschichten von A. Christie habe, kann ich euch die ISBN-Nummer leider nicht angeben. Ich hoffe, ihr mögt mir verzeihen.
Gekostet hat mich der Dreierband als Taschenbuchausgabe damals 15 DM, das war aber auch ein Sonderangebot. Ich denke, für ein einzelnes Taschenbuch bezahlt man mittlerweile so zwischen 5 und 7 Euro.

~*~*Inhaltsangabe*~*~

Eines Tages kommt eine junge Frau, Carla Lemarchant, zu dem Meisterdetektiv Hercule Poirot und trägt ihm ihr Problem vor.
Ihr Vater wurde vor vielen Jahren vergiftet, ihre Mutter hielt man für die Mörderin und sie verstarb im Gefängnis.
Carla selbst wusste bis zu ihrem 21. Geburtstag von alldem nichts, sie wurde damals zu Verwandten ins Ausland gebracht.
Erst mit ihrer Volljährigkeit (Zu A. Christie`s Zeiten erreichte man die ja erst mit 21) hat man ihr die ganze Wahrheit erzählt.
Carla kann nicht glauben, dass ihre Mutter ihren Vater ermordet haben soll, vor allem, weil sie einen Brief von ihrer Mutter besitzt, indem diese ihre Unschuld beteuert. Und Carla weiß genau, ihre Mutter würde sie nie anlügen.
Hercule Poirot findet die ganze Sache ziemlich spannend, auch weiß er, dass nur seine Genialität einen Fall lösen kann, der so weit in der Vergangenheit liegt.
Nachdem er sich davon überzeugt hat, dass Carla tatsächlich die Wahrheit erfahren will, egal wie diese ausfallen wird, begibt er sich an den Ort des Geschehens, um mit denen zu sprechen, die noch am Leben sind.
So trifft er zum Beispiel auf die damaligen Nachbarn, Philip und Meredith Blake, die beide eine vollkommen gegensätzliche Meinung über Carla`s Mutter zu haben scheinen.
Er erklärt ihnen, er sei ein Schriftsteller, der ein Buch über Mörder und ihre Taten veröffentlichen will, und bringt sie dazu, all ihre Erinnerungen an damals niederzuschreiben.
Auch die Gouvernante, die mit ihm Haus gelebt hat, erhält einen Besuch von ihm. Sie wirkt so ernst und gesetzt, dass Poirot ihr nichts vorspielen kann. Er erklärt ihr, was ihn tatsächlich hergeführt hat, und auch sie schreibt all ihre Erinnerungen für ihn auf.
Und dann gibt es da noch die jetzige Lady Dittisham, die damals wohl ein Verhältnis mit Carla`s Vater hatte, von dem auch ihre Mutter wusste.
Auch sie kann Poirot überreden, alles aufzuschreiben, was ihr noch bewusst ist.
Und zu guter Letzt hat Carla auch noch eine ältere Schwester, Angela Warren, die Poirot ebenfalls aufsucht, und die auch einen Bericht der damaligen Geschehnisse für ihn anfertigt.

Ich denke, ich kann euch schon verraten, dass alle Berichte einen vollkommen anderen Blick auf die Geschehnisse entstehen lassen. Mehr will ich aber nicht erzählen, sonst wäre euch zuviel der Spannung genommen.


~*~*Wer ist eigentlich Hercule Poirot?*~*~

Er ist neben Miss Marple der zweite große Detektiv der Erfolgsautorin Agatha Christie.
Poirot ist ein kleiner, eingebildeter Belgier, der sehr viel Wert auf seine äußere Erscheinung legt. Vor allem sein großer, schwarzer Schnurrbart ist sein ganzer Stolz. Ihn hegt und pflegt er mit der ihm eigenen Präzision.
Wie auch Miss Marple hat Poirot so seine eigenen Methoden, Fälle aufzuklären. Er hält nichts von allzu großer körperlicher Aktivität, er bevorzugt es, seinen „kleinen grauen Zellen“ die Arbeit zu überlassen. Konzentriertes und strukturiertes Nachdenken meint er damit. Denn er sagt, nur mit „Ordnung und Methode“ lassen sich Kriminalfälle lösen.
Durch den Kontakt zur Polizei und durch seinen Freund Hastings erfährt er die für ihn wichtigen Details eines Falles.
Gerade seine übergroße Eitelkeit ist es, was ich an Hercule Poirot so mag. Er lässt einfach keine Gelegenheit aus, um zu erwähnen, welch ein Meisterdetektiv er doch ist, und dass es für jeden eine Ehre sein müsse, wenn er, Hercule Poirot, sich bereit erkläre, jemanden zu helfen.
Und seine Erfolge geben ihm ja auch Recht!
Hercule Poirot ist ein Mann, der alles mit absoluter Genauigkeit erledigt. Sei es die Lösung eines Falles oder sein Aussehen. Und dies verlangt und erartet er auch von seinen Mitmenschen.

~*~*Meine Meinung*~*~

Meiner Meinung nach ist dies wieder einmal ein sehr gelungenes Buch der Queen of Crime.
Es fehlt ihm absolut nichts an Spannung oder Unterhaltungswert.
Auch den Aufbau finde ich richtig klasse, da durch die einzelnen Berichte der verschiedenen Charaktere diese einmal richtig deutlich dargestellt werden, und sie zum anderen den Mordfall alle so unterschiedlich wahrgenommen haben. Als Leser sympathisiert man ja meist mit dem ein oder anderen, auch dies ist hier nicht anders.
Das Ende, also die Auflösung des Falles durch Hercule Poirot ist wie gewohnt sehr überraschend und absolut sensationell. Also ich bin da nicht drauf gekommen.
Ich fand es einfach spitze, auf welche Art und Weise sich Poirot einen Einblick in die Vergangenheit verschafft, und wie es ihm wieder einmal gelingt, scheinbar unzusammenhängende Dinge in ein Gesamtbild zu fügen.
„Das unvollendete Bildnis“ gehört auf jeden Fall zu den Büchern, die ich mal wieder mehr verschlungen, wie gelesen habe.
Es ist von der ersten Seite an spannend, und verliert bis zum Schluss nichts davon.
Es steckt wie gewohnt voller Verwicklungen, und nur Hercule Poirot gelingt es, sie zu lösen.

Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter, und gebe ihm natürlich auch volle 5 Punkte.

Bis zum nächsten Mal,

LG eure Verena

Community Bewertungen

Dieser Erfahrungsbericht wurde 406 mal gelesen und wie folgt bewertet:
100% :
> Wie bewertet man einen Erfahrungsbericht?
sehr hilfreich

Ihre Bewertung zu diesem Erfahrungsbericht

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • nasrilla veröffentlicht 14.04.2004
    Wieso hattest Du denn Punkte verloren ?
  • Schwaben-Elch veröffentlicht 25.10.2003
    Hört sich gut an, ich glaub, da werd ich mal bei ebay oder so nachschauen ;-)
  • Sternentaler veröffentlicht 13.09.2003
    Wieder ein supi Bericht. Ich glaube, irgendwann demnächst werde ich mir auch wenigstens mal ein A. Christi Buch zulegen und es auch lesen. :-) Ciao, Ute.
  • Haben Sie Fragen? Loggen Sie sich auf Ihr Ciao-Konto ein, um dem Autor einen Kommentar zu hinterlassen. Sich anmelden

beliebteste ähnlich Produkte

Produktdaten : Das unvollendete Bildnis / Agatha Christie

Produktbeschreibung des Herstellers

Seine Malerei und seine Leidenschaft für die Frauen haben Amyas Crale berühmt gemacht, sein Tod hingegen war eher unrühmlich. Vor sechzehn Jahren wurde seine Frau zu lebenslänglicher Haft verurteilt, weil sie ihn vergiftet hatte. Carla, die Tochter der Crales, ist immer noch von der Unschuld ihrer Mutter überzeugt. Sie fordert Hercule Poirot auf, den Fall erneut zu untersuchen: Er soll den Namen ihrer Mutter reinwaschen und herausfinden, was damals wirklich geschah, als Amyas Crale das Bildnis seiner Geliebten unvollendet lassen musste.

Haupteigenschaften

Produktform: Einband - flexibel (Paperback)

Nummer der Ausgabe: 2, 3

Ausgabe: 2., Aufl.

Seitenzahl: 224

Erscheinungsdatum: 2010, 2007

ISBN: 3596175844

EAN: 9783596175840

Titel: Das unvollendete Bildnis

Sprache: Deutsch

Kategorie: Belletristik / Krimis, Thriller, Spionage

Medium: Taschenbuch

Verlag: Fischer Taschenbuch

Höhe: 180 mm

Breite: 115 mm

Lieferstatus: lieferbar

Nummer innerhalb der Reihe: 17584

Titel der Reihe: Fischer Taschenbücher, Unterhaltung

Autor: Agatha Christie

Titel in Originalsprache: Five Little Pigs

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 27/11/2000