... Ajay, der Datafat aus der KI besorgen sollte, stirbt beinahe, doch Rosa pflegt ihn gesund. Als er nach erledigtem Job abhauen will, hängt sie sich wie eine Klette an ihn und kehrt mit ihm zur Erde zurück.
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Erfahrungsbericht von mima17 über Datafat / Simon Ings 06.11.2000
Produktbewertung des Autors:
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durchschnittlich
Unterhaltungswert
durchschnittlich
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durchschnittlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
stellenweise spannend, durchwegs ironisch
Kontra:
vieles erscheint beliebig und unzusammenhängend
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Simon Ings ist ein englischer Newcomer im Science Fiction-Feld. Dieser Roman ist sein deutsches Debüt - ein Cyber-Thriller.
Handlung
Mit Hilfe der biotechnisch erzeugten Substanz namens DATAFAT werden Teile des globalen Datennetzes zu selbständig handelnden Einheiten, den sogenannten "Massiven". Früher nannte man so etwas eine KI. Es gibt welche im Orbit, in Europa und San Francisco. Sie sollen die Probleme lösen, mit denen die unberechenbare und und schwerfällige Intelligenz des Menschen nicht zu Rande kommt.
Leider entziehen sich die KIs schon bald jeder menschlichen Kontrolle - und machen dem Menschen seine angemaßte Rolle als Krone der Schöpfung streitig. Als eine KI in Rio de Janeiro endlich ein Massiv werden möchte, zwingt sie den Bürgermeister und seine korrupte Verwaltung zu verzweifelten Maßnahmen.
Zu diesen Maßnahmen gehört die Entsendung des Auftragskillers Akay zu einem verschollenen massiv in der Umlaufbahn. Doch die tot geglaubte KI ist höchst lebendig und zeugt laufend sehr kreativ neues Leben. Darunter fällt auch eine junge Frau namens Rosa, die sich um die Reinhaltung der Räume kümmern muß. Ajay, der Datafat aus der KI besorgen sollte, stirbt beinahe, doch Rosa pflegt ihn gesund. Als er nach erledigtem Job abhauen will, hängt sie sich wie eine Klette an ihn und kehrt mit ihm zur Erde zurück.
In der Nähe von San Francisco verstecken sich der Killer und die künstlich gezeugte KI-Tochter vor neugierigen Augen, besonders vor denen der lokalen KI. Alles scheint eine Weile gut zu gehen, und Rosa lernt das Leben auf Erden zu genießen, besonders die Männer. Aber eines Tages muß auch sie der harten Realität Ajays ins Gesicht sehen, als seine Auftraggeber auftauchen...
Fazit
Ings gibt sich alle Mühe, wie William Gibson, der Übervater des Cyberpunk zu schreiben: kühl, detailliert, nah an den Menschen und dem, was sie bewegt. Das gelingt ihm auch stellenweise. Allerdings hat er noch nicht ganz der Bogen raus, wie man eine spannende Handlung von A bis Z aufbaut. Daher ist das erste Drittel des Romans eine Aneinanderreihung von Szenen, die Ajays Motivation, seinen Background zeigen sollen.
Doch diese Sequenzen erscheinen relativ beliebig, verglichen mit dem Rest des Romans, der sich um seine Mission auf der Orbitalstation dreht, wo er Rosa kennenlernt. Sie ist eine Art Candide, als sie ihn trifft: den ersten Erdmenschen und noch dazu einen Mann! Nun entspinnt sich eine Romanze mit Hindernissen. Und Rosa ist eine tickende Zeitbombe, als sie in Kontakt mit den irdischen Massiven gerät - sehr schön und schön ironisch.
Info: Hotwire, 1995; 06/6316, 380 Seiten, aus dem Englischen übertragen von Barbara Slawig, München, Heyne, 1999, ISBN 3-453-15649-8
Simon Ings: Datafat (Heyne 06/6316)
Die Menschheit wollte mittels DATAFAT eine Synthese der künstlichen Intelligenzen des globalen Netzes und einzelnen Menschen schaffen, die den KI´s bei der ...
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