Eine weitere Zombie Hommage, ganz ohne Biss
15.06.2012
Pro:
sehr fließend geschrieben, gut formulierter Wortwitz, gleichbleibende Spannungskurve
Kontra:
etliche Rechtschreibefehler, kein Gruselfaktor, kompletter Charakterwechsel der Eigenschaften
Details:
Niveau
Stil
Unterhaltungswert
Spannung
mehr
 HaveanBird
Über sich:
Tradition ist das halbe Leben, Fortschritt nur ein halber Gedanke, doch alles andere ist Elemental u...
Mitglied seit:12.06.2012
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 10 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Gnaaarw vielleicht würde es doch noch ein bisschen bissig werden, sofern die Buchseiten nach Menschenfleisch mit einem ordentlichen Schuss Ketchup schmecken. Mark Morris hat zweifelsohne eine gute Arbeit geleistet. Dead Island repräsentiert eines der wohl gewaltverbreitenden Videospiele in der Geschichte der Hack and Slay Games. Jedoch unterscheiden sich die Geschichten wie Tag und Nacht. Es gelingt wirklich nicht jeden Zur Story: Während sich das Original Dead Island, eher mit der Storyline auf einer wackeren Durststrecke hält, da hat Mark Morris ein wahres Zauberwerk mit Eigeninspiration aus dem Hut gezaubert. Auf Banaoi (Dead Island) ist ein tödlicher und überaus ansteckender Virus ausgebrochen. Ursachen sind bisher keine bekannt und ihr (einer von 4 spielbaren Charakteren) wacht stark verkatert in eurem eigenen Hotelzimmer auf, erlebt den Horror und müsst Überleben. Nicht bei Mark Morris. Dort beginnt die Geschichte mitten über den Atlantik, auf sicheren Flug zum Urlaubsparadies Banoi. Drei der vier Charaktere haben beim Blutspendengewinnspiel eine Traumreise gewonnen und alle tragen ihre ganz persönlichen Geheimnisse mit sich. „An sich ist es keine schlechte Idee“ könnte man sich denken, wären da nicht die etlichen Rechtschreibefehler von Claudia Kern (Übersetzerin) und dem alles überfliegenden Auge von Susanne Picard (Lektorat). Mit einem Mal wird aus Iroträger Logan, ein Isoträger Logan. Doch ist dies leider nur eines der vielen banalen Rechtschreibefehler. Nach erfolgreicher Landung werden alle 3 Charaktere mit einem Shuttlebus zum Hotel gefahren. In der Hotelanlage treffen auf die Hotelangestellte Xian Mei, die fehlende der 4 Charaktere. Logan taumelt betrunken durch die Hotelanlange auf der Suche nach weiblicher bespaßung, Purna beobachtet Sam welcher mit seinem Auftritt „Who do you Vodoo B****“ die Masse unterhält und Xian Mei kämpft im naheliegenden Badezimmer um das Überleben einer sterbende Frau. Der erste Ausbruch des Virus beginnt und verkatert erwacht Logan in seinem Hotelzimmer. Von nun an heißt Überleben und das um jeden Preis, doch wer ist bloß Ryder White und was meint er bloß mit „ein Monsun wird die Insel überschwemmen“? Besondere und ätzende Highlights: Sämtliche Ortschaften und Storyverläufe werden von Mark Morris auf eine ganz andere Art und Weiße beschrieben als sie überhaupt der Fall waren. So wird z. B. aus dem willensstarken Rettungsschwimmer Sinamoi, ein verweichlichter, geldgieriger Dummkopf der sich nicht vernünftig mit den Charakteren unterhalten kann, ohne nach jedem Satzende verwirrt zu gucken. Aus der wichtigsten Überlebensstation die Polizeiwache, ist eine Baracke geworden, die nun von 3 Psychopaten besetzt wurde. Einige Wortspiele sind ziemlich gut gelungen ohne dass sie auch nur niedergeschrieben wurden. Sinamoi – Cinamon – Zimtbraune Haut! Die gesamte Geschichte ist fließend, gut lesbar und eloquent geschrieben. Selten hielt ich ein Buch in den Händen welches sich so gut lesen ließ, wie dieses. Der eigentliche Grund des Virus/ Kannibalenkrankheit wird bis zum Ende verschwiegen. Fazit: Ich weiß nur zu gut wie schwer es ist, etwas wirklich durchzuziehen und das Durchhaltevermögen aufzubringen ein Buch zu vollenden. Darum zieh ich trotz mancher Kritik, meinen Hut vor Mark Morris, für die etwas andere Version des eher harmonischen Horrorurlaubes. Trotzdem lässt es sich nicht leugnen, dass jene Bücher die verfilmt werden, immer noch die bessere Version einer Visualisierung repräsentieren, als der daraufhin enttäuschende Film selbst. Genau das ist auch mit den Spielen der Fall. Nie hatte ich das gleichnamige Buch eines Videospieles in den Händen gehalten, welches auch nur ansatzweiße mit dem Original mithalten konnte. Zwar fehlt jeglicher Gruselfaktor in diesem Buch, trotzdem lässt es sich bis zum Ende fließend lesen und sicherlich kann es auch den einen oder anderen Zombiefan, mit seinem eloquenten Wortwitz, ein Lächeln auf die Lippen zaubern.
Preisvergleich
sortiert nach Preis
|
Dead Island - Morris, Mark
Taschenbuch, 320 S., Erschienen: 2011
|
€ 7,99
Händler kann Preis erhöht haben |
21 Bewertungen
|
Versandkosten: versandkostenf...
Verfügbarkeit: sofort lieferbar
|
zum Shop
Buch24
|
|
Dead Island, Mark Morris
2012, 347 Seiten, Maße: 13,6 x 21,3 cm, Kartoniert (TB), DeutschIns Dtsch. ...
|
€ 12,95
Händler kann Preis erhöht haben |
187 Bewertungen
|
Versandkosten: EUR 0,00
Verfügbarkeit: sofort lieferbar
|
zum Shop
Weltbild
|
|
Dead Island: Der offizielle Roman - Mark Morris
Seiten: 347, Broschiert, Panini Books
|
€ 12,95
Händler kann Preis erhöht haben |
3407 Bewertungen
|
Versandkosten: Kostenlose Lieferung
Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden...
|
zum Shop
Amazon.de Bücher
|
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Dead Island / Mark Morris
|
|