Dead Man Walking

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Wenn es mein KInd getroffen hätte...

5  08.09.2001

Pro:
Spannung, das Thema Todesstrafe mal anders geschildert

Kontra:
??

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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sternchen500

Über sich: Bei den Frauen gibt es zwei Möglichkeiten: entweder sind sie Engel - oder sie leben noch. "Cha...

Mitglied seit:13.12.2000

Erfahrungsberichte:110

Vertrauende:69

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 107 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

..vielleicht würde ich dann diesen Film mit anderen Augen sehen. Aber bevor ich mich in meinem Fazit äußere, möchte ich euch erst mehr zu diesem Film erzählen.

Handlung:
*********

Dead man walking ist noch immer der Ruf der in einigen Gefängnissen der USA zu hören ist, wenn ein zum Tode Verurteilter seinen letzten Weg - den Weg zu seiner Hinrichtung - geht.

In diesem Film wird die Geschichte der Ordensschwester Helen erzählt die Kontakt zu dem zum Tode Verurteilten Matthew Poncelet zunächst per Brief hat. In einem seiner Briefe bietet er Helen ihn im Gefängnis zu besuchen und sie willigt ein. Sie erfährt bei ihrer Ankunft, daß Matthew wegen Mordes an zwei Jugendlichen zum Tode verurteilt wurde und auf seine Hinrichtung seit 6 Jahren im Todestrakt wartet. Im Gegensatz zu Matthew wurde sein Komplize nur zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Gefängnis Pfarrer ist von Anfang an dagegen das Helen Matthew besucht, zu mal Helens Orden keine Ordenstracht trägt und er sie auf die Problematik von Frauen im Todestrakt aufmerksam macht.

Helens erster direkter Kontakt mit Matthew macht sie sehr nachdenklich, denn sie trifft auf einen verbitterten und eher trotzig wirkenden Mann, der eigentlich dem Staat die Schuld gibt. Seine Familie kommt ihn nicht besuchen und Insassen des Todestrakt leben isoliert, arbeiten nicht und haben nur 1 Stunde pro Tag die Möglichkeit ihre Zelle zu verlassen. Helen ist recht verstört als sie das Gefängnis wieder verläßt, aber sie nimmt Kontakt zu einem alten und erfahrenen Anwalt auf weil Matthew sie gebeten hat ihm zu helfen, da der Termin für seine Hinrichtung fest gesetzt werden soll.

Auch Helens Freunde warnen sie sich auf diese Aufgabe einzulassen und glauben das es eine Aufgabe ist, die Helen seelisch nicht durch stehen kann. Während ihrem ersten Treffen mit dem Anwalt, erfährt sie alles über den bestialischen Mord für den Matthew zum Tode verurteilt wurde. Er und sein Komplize haben ein junges Pärchen überfallen, die junge Frau vergewaltigt und dann beide durch Schüsse in den Hinterkopf ermordet.

Auch nachdem sie das alles weiß und auch durch einen weiteren Besuch bei Matthew beschließt sie ihm zu helfen, denn inzwischen zweifelt sie an seiner Schuld. Sie sucht seine Familie auf und die Familien der beiden ermordeten jungen Leute. Nun beginnt erst Recht ein Gewissenskonflikt für sie und bei der Anhörung des Berufungsgerichtes wird sie wie eine Aussätzige behandelt.

Die Berufung wird abgelehnt und die Hinrichtung angesetzt. Helen ist verzweifelt und versucht weiterhin Matthews Leben zu retten obwohl die Aussichten dafür sehr schlecht stehen. Sie verspricht Matthew sich für eine Begnadigung einzusetzen, aber inzwischen glaubt Matthew nicht mehr, daß er der Giftspritze noch entgehen kann und bittet Helen ihm als Geistlichen Beistand in seiner letzten Lebenswoche bis hin zur Hinrichtung zu begleiten - und Helen willigt spontan ein.

Nur noch 8 Tage Zeit bleiben bis zum Tag der Hinrichtung und diese Tage verbringt Helen damit für seine Begnadigung zu kämpfen und täglich mehrere Stunden bei Matthew im Gefängnis zu sein.

Mehr möchte ich euch zum Ausgang des Films nicht verraten, denn ihr sollt ihn euch selber ansehen, da ich finde das es ein Film ist ohne unnötiges Schnickschnack zum Thema Todesstrafe.

Infos zum Film:
***************

Tim Robbins - Lebensgefährte von Susan Sarandon - hat es in seiner zweiten Regiearbeit hier wunderbar verstanden das Thema Todesstrafe mit all seinen Seiten zu zeigen. Auf der einen Seite die Familien der Opfer, die natürlich Gerechtigkeit verlangen und wer könnte sie nicht verstehen. Welche Qualen müssen Menschen erleiden die durch einen Mord einen Menschen verloren haben und ich denke am schlimmsten muß es sein, wenn es sich dann ausgerechnet um das eigene Kind handelt. Auf der anderen Seite der Täter und seine Familie. Auch sie werden einen geliebten Menschen durch den Tod verlieren und für sie ist in diesem Moment nicht vordergründig, daß dies geschieht weil es die Strafe für einen Mord ist.

Die Musik in diesem Film ist im Gegensatz zu vielen anderen Filmen nicht aufdringlich und es fiel mir auf, daß ich sie nur teilweise wahr genommen habe.

Besonders die beiden Hauptdarsteller Susan Sarandon als Ordensschwester Helen und Sean Penns als Matthew Poncelet haben ihre Rollen brilliant gespielt. Susan erhielt für ihre Leistung den Oscar und Sean den Goldenen Bären.

Der Film stammt aus dem Jahr 1995 und hat eine Länge von 130 Minuten, die einem aber nicht so lang vorkommen.

Die Altersfreigabe ist so weit ich mich erinnern kann 16 Jahre.

Fazit:
******

Mich hat dieser Film sehr nachdenklich gemacht, denn eigentlich bin ich ein strikter Gegner der Todesstrafe und sehe die Todesstrafe auch als eine Art Mord. Wenn ich bedenke wie oft es schon zu Fehlurteilen kam, viele Prozeße nur noch reine Indizienprozeße sind und wie häufig nach der Hinrichtung der wahre Mörder gestand oder gefaßt wurde, dann kann ich nur gegen die Todesstrafe sein. Aber dieser Film hat mich unsicher gemacht - was wenn es mein Kind getroffen hätte oder treffen würde? Ich weiß nicht ob ich dann immer noch gegen die Todesstrafe wäre. Aber kann die Todesstrafe den Schmerz der Hinterbliebenen wirklich lindern. Genau dieser Punkt ist auch ein wichtiger Aspekt dieses beeindruckenden Films, den ich wirklich nur allen empfehlen kann.

Euer sternchen500

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mozarteum

mozarteum

12.04.2005 23:22

wie du richtig sagst: mord bleibt mord .... lg detlef

netguard

netguard

15.01.2003 21:43

der film isch irgendwie voll langweilig!!

Dark_Angel_Buffy

Dark_Angel_Buffy

23.10.2002 17:33

Der Film hat mich tief berührt. Wir haben ihn im Religionsunterricht angesehen und die ganze Klasse saß am Ende heulend auf ihren Stühlen. Wir sind eine Mädchenklasse. Ich habe mir den Film bestellt, weil ich ihn unbedingt nochmal sehen musste, er ist zwar sehr traurig aber auch sehr gut, genauso wie dein Bericht. BYE Buffy

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  2. Wendy22
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