Zombies auf Eis
16.11.2009
Pro:
. . . nette Effekte, schwarzer Humor . . .
Kontra:
. . . Low Budget - Produktion . . .
Empfehlenswert:
Ja
 The-Wishmaster
Über sich:
+++ Endlich in den eigenen vier Wänden, aber es muss noch viel renoviert werden +++
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Hallo liebe Leserinnen und Leser! Nach langer Zeit gibt es mal wieder einen Bericht über einen Film. Ausgesucht habe ich mir dabei einen Streifen, den ich auf den Fantasy Film Nights bereits im Original sehen durfte: Dead Snow aus Norwegen aus dem Jahre 2009. Was vom Blutbad im Schnee zu halten ist, lest ihr aber am besten selbst...
| | ° Story | Die Geschichte ist eigentlich schnell erzählt: Eine Gruppe junger Medizinstudenten entschließt sich über die Osterfeiertage zu einem kleinen Trip in die abgelegene Berghütte, um dort ein wenig ausspannen zu können. Kaum ist man in den verschneiten Bergen Norwegens am Ziel angekommen, fehlt allerdings noch eine Dame aus der Freundesriege, weswegen einer der Jungs sich mit einem Schneemobil aufmacht sie zu suchen. Währenddessen fängt der Rest der Truppe bereits mit der Party an, die am Abend jäh unterbrochen wird. Ein alter Wandersmann erbittet Einlass und erzählt den Jugendlichen, dass auf dem Berg Gefahren lauern. Denn just an jenem Ort wären während des zweiten Weltkriegs einige Nazis auf grausame Art und Weise dort ums Leben gekommen, die nun immer noch hier ihr Unwesen treiben würden. Die Jugendlichen ignorieren die Warnungen des Alten natürlich, bis mit einem Mal eine ihrer Freundinnnen verschwunden ist...
| | ° Umsetzung | Natürlich ist die Geschichte in "Dead Snow" nicht wirklich neu und bietet auf den ersten Blick auch keine Innovationen. Natürlich handelt es sich um eine Low Budget-Produktion aus einem Land, welches nicht gerade für seine filmischen Meisterwerke berühmt ist. Und natürlich finden sich auch in "Dead Snow" neben dem blonden Girlie, dem Film-Freak und so weiter die üblichen Stereotypen, die in jeden Horrorfilm gehören wenn es darum geht, dass ein paar Jugendliche auf einer einsamen Hütte die Opfer eines Massakers werden sollen. Aber dennoch macht "Dead Snow" irgendwie verdammt viel Spaß. Der Film braucht gut 30 Minuten bis er in die Gänge kommt. Anfangs versucht man zwar mit einigen netten Sprüchen die Zuschauer auf die Seite zu ziehen, so recht zündet der Streifen allerdings noch nicht. Erst nach einer gewissen Weilt nimmt der anfangs etwas langatmig wirkende Film an Fahrt auf. Die sich zuspitzenden Ereignisse sind dabei zwar abzusehen, aber dennoch gut umgesetzt.
Besonders gut hat mir gefallen, dass man als Besucher der Fantasy Film Nights nicht wirklich etwas über den Film wusste. Zwar war mir das Grundkonzept "Nazi-Zombies jagen Jugendliche auf einsamer Berghütte" bewusst, aber ich hatte nicht die leiseste Ahnung davon, dass wir es hier mit einem Funsplatter-Werk zu tun hatten. Das merkte ich dann erst, als die ersten Nazi-Zombies in Aktion traten und es trotz anfänglich gruseliger Szenen recht schnell merklich lustiger und voll gefüllt mit rotem Kunstblut zuging. Natürlich wird die Gruppe irgendwann in mehrere Teile aufgespalten, aber gerade deswegen kann "Dead Snow" auch über die volle Distanz spannend bleiben. Der Streifen von Regisseur Tommy Wirkola glänzt dabei mit in der Tat tollen Effekten - gemessen am Budget des Streifens. Die Masken der Zombies hinterlassen einen guten Eindruck und sowohl die selbst gemachten als auch die am Computer entstandenen Effekte können sich sehen lassen. Das Kunstblut fließt gleich Liter weise und wer keine Innereien, Gedärme oder fliegende Körperteile sehen kann oder will, ist hier gänzlich verkehrt. Alle anderen dürfen sich über ein gut gemachtes Splatterfest freuen, welches sowohl mit Anleihen an die Genrekollegen daher kommt, als auch ein paar überzeugende eigene Ideen parat hält. Zudem kommt "Dead Snow" noch zugute, dass seine Hauptdarsteller nicht in allen Situationen so plump und stumpfsinnig reagieren, wie man es von den "Opfern" der etablierten Studios aus Hollywood längst gewohnt ist. Nicht zuletzt das macht "Dead Snow" zu etwas Besonderem in der Masse der Splatterstreifen. Der meist tief schwarze Humor tut letztlich noch sein übriges.
| | ° Infos | Titel: Dead Snow Originaltitel: Død snø Regie: Tommy Wirkola Darsteller: Vegar Hoel, Stig Frode Henriksen, Charlotte Frogner, Lasse Valdal, Evy Kasseth Røsten, Jeppe Laursen, Jenny Skaclan, etc. Laufzeit: 90 Minuten Land: Norwegen, 2009 FSK: 18
| | ° Fazit | Wer auf amüsante Splatterfilme steht und den etwas anderen Streifen weitab des Mainstreams sucht, macht mit "Dead Snow" nicht viel verkehrt. Ein filmisches Meisterwerk ist dem Norweger Tommy Wirkola zwar nicht gelungen, "Dead Snow" ist aber abgesehen vom etwas schleppenden Anfang wirklich sehenswert und erhält somit von mir satte vier Sterne.
In diesem Sinne... Stay dark!
The-Master-of-Snow PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen in den norwegischen Bergen ausgesetzt werden... ;)
Shake Heads!
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04.02.2010 15:41
Schau ich noch, mal sehen, ob er mich überzeugt. Wenn ich schon low budget im Zusammenhang mit diesem Genre höre, bin ich einfach voreingenommen.
19.11.2009 09:05
Den muss ich dann wohl auch noch sehen.. der originaltitel gefällt mir irgendwie besser.. lol
16.11.2009 21:53
klingt sehr interessant