Ja, leb ich denn in einer Ruine????
12.06.2006
Pro:
nette Mitarbeiter, gute Tarife, gute Preise
Kontra:
versichern scheinbar keine Häuser ab dem Baujahr 1959 . . . .
Empfehlenswert:
Nein
 Sylviane
Über sich:
***beLIEve *** "When ever I accept my own doubt & insecurity, I´m more open to other people. Th...
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Mit unserem neuen Haus kam auch eine neue Gebäudeversicherung auf uns zu. Da wir das Haus mit Hilfe der DEBEKA Versicherung finanziert hatten und damit auch sehr zufrieden sind, wollten mein Mann und ich auch gerne die Versicherung für das Gebäude dort abschließen. Man hatte uns wirklich kompetent und gut beraten, war freundlich gewesen und auf unsere Wünsche eingegangen, kurzum wir fühlten uns gut aufgehoben und daher trugen wir uns auch mit dem Gedanken, alle weiteren Versicherungen, die man so hat, eventuell zur Dekeba zu bringen. Mit der Gebäudeversicherung wollten wir daher den Beginn machen, da diese vollkommen neu abgeschlossen werden musste. Erste Kontakte: Die Debeka sprach uns an wegen der Gebäudeversicherung nachdem wir umgezogen waren. Ganz klar, sie wussten anhand der Zahlung, dass der Kaufvertrag gemacht war und wir uns mit dem Thema Gebäudeversicherung befassen mussten. Da unser Berater in Sachen Finanzierung wohl ziemlich ausgelastet war, schickte er uns einen Kollegen aus einer Filiale im Nachbarort, der sich wohl hauptsächlich mit Gebäudeversicherungen auskennt. So wurde ein Termin gemacht und ich hoffte, dass dieser Mensch genauso nett sein würde wie der Mann, der uns in Sachen Finanzierung betreut hatte. Und das waren sie auch. Sie? Ja, sie kamen im Doppelpack. Ein etwas älterer Herr und ein jüngerer Kollege, der uns wohl später betreuen sollte. Der ältere Herr war wohl als eine Mentor für den jungen Mann dabei. Sollte mir auch recht sein, wollte ich ja gern mein Haus versichern und vielleicht hatte der ältere Mann ja noch ein paar Tipps auf Lager, die dem jungen Kollegen noch nicht bekannt waren. So kochte ich dann erst einmal einen Kaffee und die beiden Herren nahmen auch Vorlieb mit meiner damals noch nicht eingerichteten Küche und sie verziehen mir auch das Fehlen der Untertassen, denn die waren derzeit noch mangels Schränken im Karton, lediglich ein paar Tassen griffbereit. Aber Kaffee hatten wir schon. Das war doch was.
Die Fragen aller Fragen: Man begann uns nach unserem Haus auszufragen. Wann gebaut? Wann das letzte Mal modernisiert? Wann das Dach gedeckt? Was würden wir noch alles tun? Nun, die Herren saßen auf einer absoluten Baustelle. Ich würde sagen, damals war es gerade der Hochpunkt des Renovierens als sie kamen. Lediglich drei Schlafräume waren fertig, gekocht wurde provisorisch und in allen anderen Räumen wurde noch "gerissen" wie man so schön sagt. Wir teilten den Herren also mit, dass wir etliche Fenster ersetzt
Bilder von Debeka Gebäudeversicherung
hatten oder dieses noch zutun gedachten. Ebenso teilten wir mit, dass die komplette Elektrik des Hauses nagelneu verlegt worden war, dass die Wasserleitungen nach oben zum kleinen Badezimmer (das selbst auch nagelneu gemacht worden war) erneutert worden waren (damals konnten wir noch nicht erahnen, dass wir auch die Leitungen unten komplett neu legen mussten und dachten, uns wenigstens das sparen zu können...). Ebenso sahen sie die neuen Haustüren an Vorder-und Hintereingang. Auch war die Isolierung des Hauses stellenweise schon neu, der Rest aber bis zum nächsten Winter auch in Planung. Die Küche war absolut neu gemacht, auch mit allen Leitungen und Abflüssen, die man so braucht, da sie in einen Raum verlegt worden war, der früher Schlafzimmer war. Kurzum, es war im Grunde alles neu gemacht worden, was man machen konnte oder in Planung, was die Herren auch aufnahmen mit Ausnahme des Daches. Hier würde nur isoliert werden und die Eindeckung des Daches mit den Dachpfannen bleiben, da diese einfach noch top in Schuss waren. Wovon die Herren sich auch persönlich auf einem Rundgang über das Grundstück überzeugen konnten. Nach der Heizung wurde auch gefragt. Doch da die 1992 erst neu gekommen war, von Öl auf Gas umgestellt worden war, wollten wir daran auch nichts ändern. Ein Kostenfaktor, der gerne außen vorgelassen werden konnte beim Renovieren unserer Ansicht nach. Weiter wurde aufgenommen, dass beim Haus noch eine Halle und einige Nebengebäude vorhanden seien. Und damit begann dann auch unser Problem. Unsere Nebengebäude sind nämlich zum Teil beheizt mit einem Heizungsrohr, dass unterirdisch unter der Terrasse durchführt und dann eben einen Heizkörper im Nebengebäude speist. Es handelt sich dabei um drei Nebenräume in einem externen Gebäude. Der dritte Raum endet dabei in die 100qm große Halle. Das war das zweite Problem. Die Halle war zu groß. Die Herren wussten nicht genau wie sie das Haus aufnehmen sollten. Gehörte der beheizte Raum nun zum Haus, oder war es ein Nebengebäude? Wie sollte man das nun aufnehmen? Die Halle, die zum Werkeln und als Garage für unseren Wagen benutzt wird, konnte auch nicht eingeordnet werden. Man ließ sich aber nichts anmerken und vertröstete uns, dass das die Zentrale schon regeln würde. Schließlich hätte man so einen Fall selten. Nun, das wagte ich zu bezweifeln, denn ich denke, dass es wohl doch etliche Häuser mit Nebengebäuden gibt. Was ist mit all den Hallen, in denen Wohnwagen, Anhänger und ähnliches untergestellt sind? Was ist mit den kleinen Autobastelhallen, die es gerade in unserer Gegend häufig gibt? Aber gut, die Zentrale würde das regeln.Versprechungen: Man erzählte uns von zwei Arten von Versicherungsverträgen. Einmal gab es einen einfachen Vertrag, der natürlich weniger Leistungen hatte, dafür auch billiger war. Und einmal gab es ein "Deluxe" Paket. Den genauen Namen weiß ich leider nicht mehr. Jedenfalls waren beim zweiten Paket viele interessante Dinge mit versichert, die im Standartvertrag nicht dabei gewesen wären. Ich erinnere da nur an die Bezahlung des Wasserverlustes, wenn man einen Rohrbruch hat. Oder an Hotelkostenunterbringung, wenn man in seinem Haus nicht mehr wohnen kann, wenn ein Schaden zu groß geworden ist. Alles interessante Sachen, auch die Aufräumungskosten nach einem Sturm, wenn zum Beispiel ein großer Baum in den Garten gefallen ist (beim Gedanken an die riesige Kastanie auf dem Nachbargrundstück, die der Sturm schon einmal zerlegt hat und uns einen Teil unseres Apfelbaums gekostet hat), kein schlechter Gedanke. So könnte ich noch etliche Dinge aufzählen, die in diesem besseren Vertrag enthalten gewesen wären. Natürlich auch Standartschäden, die durch Hagel, Wasser, Sturm und Spannungsschäden (Blitz) entstanden sind, diese waren auch vorhanden, aber mit deutlich höheren Summen als beim normalen Tarif.
Preis: Ich kann zum Preis nur soviel sagen, als dass er uns für die Leistungen angemessen erschien. Er richtet sich ja auch immer nach der Größe des Objektes und einigen Eckdaten. Daher kann ich hier schwer pauschal etwas dazu sagen, als dass mein Mann und ich es in Ordnung fanden. Einen Vergleich haben wir in der Gebäudeversicherung der Gothaer, die wir für unsere Eigentumswohnung in einem Zweifamilienhaus abgeschlossen haben und mit dem Mietbesitzer gemeinsam tragen. Diese kostet ziemlich genau das gleiche wie die gute Version der Debekaversicherung und bietet lange nicht die Leistungen wie die Debeka. Daher denke ich, dass das Preisleistungsverhältnis schon prima ist. Das Warten: Ja, die beiden Herren hatten alles aufgenommen, alles eingetragen und erfragt und gingen dann mit unserem unterschriebenen Antrag auf die Gebäudeversicherung von dannen. Eigentlich dachten mein Mann und ich dann, dass alles in bester Ordnung sei. Zum einen hatte die Debeka uns selbst angesprochen wegen einer Gebäudeversicherung, klar wenn sie mit finanziert, da riecht man ja einen Ertrag an Versicherungsprämie, was das Gebäude selbst angeht als Versicherungsmensch. Zum anderen sagte man ja immer wieder, dass unser Gebäude zwar ungewöhnlich sei, aber die Zentrale das schon regeln würde....
Die Zentrale regelt??? Da wir zwecks der Finanzierung immer wieder mal bei der Debeka zutun hatten, sprach uns unser Berater auch auf die Gebäudeversicherung an. Tja, das würde ja laufen, aber die Zentrale hätte noch nicht geantwortet. Sie wären ja dran und es würde nur einige Zeit dauern. Probleme? Nein, keinesfalls. Es läuft. Das Einschreiben: Dann kam nach einigen Wochen ein Einschreiben der Debeka. Mir fiel vor Schreck das Herz fast in die Hose. Ein Einschreiben? Stimmte was mit der Finanzierung nicht? So häufig kauft man kein Haus und Probleme gibt es immer dort, wo man sie nicht erwartet. An die Gebäudeversicherung hatte ich da gar nicht gedacht. Doch darum ging es in dem Einschreiben. Man teilte uns brieflich mit, dass unser Haus nicht zuversichern sei. Es sei 1959 gebaut laut unseren Unterlagen und damit einfach zu alt. Ein Haus diesen Alters stelle ein zu großes Risiko für den Versicherer dar. Punkt eins sei da die Eindeckung des Daches (die ja vollkommen intakt ist). Denn statistisch seien Schäden an älteren Häusern viel häufiger. Dazu käme dann noch unser Nebengebäude und die Halle, die sie nicht versichern könnten. Es gäbe dafür keinen passenden Tarif. Daher sei ein Versicherungsvertrag nicht zustande gekommen zwischen uns. Es täte ihnen leid, aber es wäre nun einmal so. Die Statistik sagt...
Meine Meinung: Ich wohne nun in einem Altbau von 1959, was sicherlich nicht ungewöhnlich ist. Ich habe bisher sämtliche Wasserleitungen erneuert, alle Stromleitungen und auch Isolierungen erneuert und intensiviert. Es sind alle Holzfenster herausgerissen worden (oder stehen die Tage noch an), ebenso die Holztüren, die ja alle noch normalverglast waren. Mein Dach ist vollkommen in Ordnung, so dass da kein Handlungsbedarf besteht. Doch nach diesem Schreiben hatte ich das Gefühl, in einer Ruine zu hausen. Das durfte doch nicht wahr sein. Da renoviert und saniert man von Grund auf und versucht aus einem alten Haus ein Schmuckstück zu machen und dann diese Antwort. Kurz und gut, wenn man nicht versichern will, ist es okay. Die Antwort keinen passenden Tarif zu haben, schlucke ich auch noch. Doch einem Haus, das wirklich mit Liebe und Sachverstand renoviert wird sein Alter vorzuwerfen, ist schon eine andere Sache. Fazit: Wir haben unser Haus natürlich versichert. Und zwar bei einer Versicherung, die uns keinesfalls das Alter des Hauses vorgeworfen hat. Sie bietet im Endeffekt die gleichen Leistungen wie die Debeka und deckt dabei Haus und Nebengebäude perfekt ab. Preislich liegt sie in etwa bei dem, was die Debeka forderte. Ich kann die Debekaversicherung für Gebäude insofern leider nicht empfehlen, denn wer ein älteres Haus dort versichern will, scheint Schwierigkeiten zu bekommen... Die Beratung durch die Mitarbeiter war auf jeden Fall nett und freundlich. Doch wenn ein Gebäudekomplex ein wenig anders als normal ausfällt, kommen sie ins Schwimmen. Daher gebe ich zwei Sterne, denn die Leistungen hätten mich überzeugt, die ich bekommen hätte, wenn man mein Haus hätte versichern können. Mehr ist leider nicht drin und ich muss sagen, dass es mich doch recht enttäuscht hat. So bleiben wir bei unserem anderen Versicherer mit allen anderen Sachen und finanzieren lediglich über Debeka. In dem Bereich sind sie übrigens ohne Tadel, aber das wäre ein anderer Bericht...
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04.12.2009 14:48
Leider nicht ganz hilfreich, wenn man(n) / frau nur über eigene Erfahrungen hier berichtet OHNE alternative Tips od. Empfehlungen zu benennen, denn zu - Zitat : "...habe wir eine andere Verischerung gefunden...." hätte ich gerne eine Verknüpfung zu entsprechender ciao-Seite, wenn dort schon eine Bewertung abgegeben wurde, oder zumindest hier den Namen dieser alternativen Verischerung erfahren !!! => ODER ist das sooo unlogisch ? Zum eigentlichen "Debela-Debakel" gilt meine Meinung : Wenn's ums schwer verdiente (nicht abgezockte) Geld anderer Leute geht, werden die meisten kriminell - egal ob Mafia, Fiskus, Politiker, Konzerne, Versicherungen, Banken, etc.etc.pp bis hin zu mir selbst, wenn ich vor jährlichem Lohnsteuer-Ausgleichs-Antrag sitze ! Mit dem Unterschied : Das eine ist gesellschaftlich kriminalisiert od. hat zumindest DANK BILD einen schlechten Ruf, und die anderen werden legalisiert hofiert und hochgelobt - gem. altem Motto von Julius Ceasar : Gebt dem Volk Brot + Spiele ! DANKE für die Möglichkeit, auf dieser kleinen Planeten-Kugel durch Internet realere Wahrheiten zu erfahren, als die, die man uns "verkaufen" will.
03.08.2006 19:38
Da habt Ihr ja 2 richtige Profis erwischt. Debeka! Das sollte man sich merken! Nix mit denen anfangen... LG, Bärbel
04.07.2006 19:37
Ich kenne derartige Probleme. Auf der einen Seite die Versicherungsbedingungen und das jeweilige Risiko und auf der anderen Seite der Versicherungsnehmer, der das natürlich völlig anders sieht. Aber ärgert euch nicht, es gibt ja noch andere Versicherungsgesellschaften. Gruß Dieter