Digitale Medien sind nicht nur schnell und praktisch - sie sind auch kompliziert und vor allem: Sie haben eine ganz neue Sprache hervorgebracht. Einige wichtige Grundbegriffe, die praktisch in jedem Text auftauchen können, habe ich für Sie zusammengestellt:
AMD: Advanced Micro Devices. Amerikanischer Prozessor-Hersteller. Knackte als erster die Taktrate von einem Gigahertz.
AOL: Kommerzieller Online-Dienst, in Deutschland ein Gemeinschaftsunternehmen der Bertelsmann AG und des Weltmarktführers America Online. Zur AOL-Gruppe gehört seit 1997 auch der Online-Dienst CompuServe. In Deutschland hat das AOL mehr als 1,5 Millionen Mitglieder (Stand: Februar 2000).
Arpanet: In den 70-er Jahren Vorläufer des Internet für militärische Zwecke.
ATM: Asynchronous Transfer Mode (ATM) bezeichnet eine Netzwerk-Technik, mit der Daten zum Transport in gleichgroße Pakete unterteilt werden. Diese Pakete nutzen - im Gegensatz zur im Internet verwendeten TCP/IP-Technologie - auf ihrem Weg vom Sender zum Empfänger alle den gleichen Weg.
Benutzeroberfläche: Darauf bewegen Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Computer kommunizieren, also per Maus Befehle eingeben oder per Tastatur etwas eintippen.
Bit: Die kleinste Dateneinheit. Ein Bit hat entweder den Wert 0 oder eins. Acht Bit bilden ein Byte. 1 024 Byte entsprechen einem Kilobyte, 1 024 Kilobyte sind ein Megabyte.
BIOS: Basic input/output system. Das Programm, mit der Computer gestartet wird. Verantworlich für die Koordination des Datenflusses zwischen Betriebssystem und Festplatte, Tastatur, Maus, Drucker usw.
Bluetooth: Damit wird eine neue Technologie für die Funkübertragung im Nahbereich bezeichnet. Innerhalb weniger Meter sollen sich mittels Bluetooth Laptops, Drucker, Handys und Organizer drahtlos verständigen können. Hinter dem Projekt stehen unter anderem Ericsson, IBM, Intel, Nokia and Toshiba.
Browser: Programm für den Zugriff auf das World Wide Web im Internet. Die populärsten Web-Browser sind das Programm "Navigator" von Netscape und der "Internet Explorer" von Microsoft. Ohne Browser könnten Sie diese Seite nicht lesen. Siehe auch 'Word Wide Web'.
CD-ROM: Compact Disc-Read Only Memory (Nur-Lese-CD). Optische Speicherplatte für Programme und Daten, die ähnlich wie eine Audio-CD hergestellt wird. Sie kann nicht neu beschrieben werden. Auf eine CD-ROM passen maximal 682 Megabyte digitalisierter Daten. Neue CD-Systeme können ein Mehrfaches dieser Datenmengen speichern.
Chat-Rooms: Diese (auf deutsch) 'Plauder-Zimmer' sind spezielle Dienste im Internet, in denen man sich direkt mit anderen Nutzern ohne Zeitverzögerung unterhalten kann. Auf einen eingetippten Satz des Gegenübers kann man sofort antworten.
Client/Server: Offene Netzwerkstruktur, in deren Zentrum ein leistungsfähiger Computer (Server) steht. Auf dem Server liegt der Großteil der Programme und Daten. An den Server werden kleinere Computer, zumeist PC, angeschlossen.
CORBA: Steht für eine zukunftsweisende Software-Architektur, die es einzelnen Programmteilen (Objekte) ermöglicht, mit anderen zu kommunizieren. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Programmiersprache oder für welches Betriebssystem sie geschrieben sind.
Cyberspace: Künstliche Computerwelt. Wortschöpfung des amerikanischen Science-Fiction-Autors William Gibson in seinem Roman "Neuromancer" aus dem Jahr 1984.
Datenautobahn: Auch Information-Super-Highway genannt; Schlagwort für ein geplantes Breitbandnetz auf Glasfaserbasis. Hohe Übertragungsraten sollen technisch aufwendige Kommunikationsformen wie Video on Demand (Video auf Bestellung), interaktives Fernsehen, Teleshopping oder Telearbeit ermöglichen.
dpi: dots per inch (deutsch: Bildpunkte). Maßeinheit für die Schärfe der Auflösung bei Scannern, Druckern und Monitoren. Je mehr dpi, desto schärfer das Bild.
DSL: Digital Subscriber Line, steht für eine hochentwickelte Technologie zum Transport von Daten über Kupferleitungen. Sie wird auch als "Technologie für die letzte Meile" bezeichnet, da sie dazu dienen kann, Daten aus bestehenden Netzen bis zum Haus des Nutzers weiterzuleiten.
DVD: Abkürzung für Digital Versatile Disk oder Digital Video Disk. Sie soll einmal die Compact Disc (CD) und die Videokassete ablösen. Die DVD sieht genauso aus wie eine CD, bietet aber eine erheblich größere Speicherkapazität von mindestens 4,7 Gigabyte. Erreicht wird dies mit der Verkleinerung der Spurweite und einem empfindlicheren Lesegerät. Damit passen komplette Spielfilme auf eine Silberscheibe.
E-Commerce: Allgemeine Bezeichnung für über Datennetze abgewickelten Geschäftsverkehr. Darunter fallen Warenbestellungen über das Internet ebenso wie der Kontakt zwischen einzelnen Firmen.
E-Mail: Elektronische Post, die in einem Computernetzwerk oder via Datenfernübertragung übermittelt wird.
Emoticon: Ein Kunstwort für Emotion Icon, zu deutsch etwa Stimmungssymbol. Mit diesen Zeichen, die aus Interpunktionszeichen wie Komma oder Semikolon bestehen, kann man in E-Mails oder Chat-Räumen seine Launen und Gefühle ausdrücken. Dazu betrachtet man die Symbole von der rechten Seite. Die Zeichenkombination ;-) etwa zeigt ein zwinkerndes Gesicht.
Ethernet: Ein Protokoll, das die Datenübertragung in lokalen Netzwerken regelt.
Extranet: Netzwerk zwischen Unternehmen einer Branche, etwa zwischen Hersteller und Händler von Lebensmitteln. Das Extranet arbeitet technisch wie das Internet.
Firewall: Schutzsystem, um unerlaubte Zugriffe auf ein privates Datennetz oder aus einem Netz zu verhindern. Eine Firewall besteht entweder aus einem Stück Hardware, einer Software oder einer Kombination von Hard- und Software.
Gigabyte: siehe Megabyte.
GSM: Globales System des Mobilfunks. Vor allem in Europa gebräuchlicher Mobilfunkstandard.
Handheld-PC: (auch PDA: Persönliche Digitale Assistenten) sind Computer im Westentaschenformat. Anders als die üblichen Organizer verfügen sie über PC-Funktionen wie Büroprogramme und erlauben digitale Kommunikation. Handflächengroße Stiftcomputer werden als PalmPC bezeichnet.
HTML: Hypertext Markup Language; Sprache zur Beschreibung von Seiten im World Wide Web. Sie legt die Anordnung von Text, Grafik und Bildern auf einer Web-Site fest. Die Seite, die Sie gerade lesen, wurde in HTML geschrieben. Sie können sich den HTML-Code von Ihrem Browser anzeigen lassen.
HTTP: Hypertext Transfer Protocol. Ein Protokoll, das den erfolgreichen Austausch von Dateien im World Wide Web regelt.
Intel: Amerikanischer Prozessor-Hersteller und Marktführer.
Internet: Weltweites Computernetzwerk mit einheitlichem Übertragungsprotokoll (TCP/IP). Wurde in den 70-er Jahren in den USA zu militärischen Zwecken (ARPANET) entwickelt.
Intranet: Internes Netzwerk in Organisationen oder Unternehmen, das mit der Technik des Internets gebildet wird.
ISP: Internet Service Provider, siehe Provider.
ISDN: Integrated Services Digital Network (diensteintegrierendes digitales Netzwerk) für die Übertragung von Ton, Videofilmen und Bildern. Im Vergleich zum analogen Telefon bietet ISDN höhere Übertragungsraten, bessere Übertragungsqualitäten und einen einfacheren Übergang zu digitalen Geräten.
Java: Netzwerk-Programmiersprache des US-Computerherstellers Sun. Mit Java können Programme unabhängig von Betriebssystemen wie Windows oder Unix über das Internet bereitgestellt werden. Java wird auch in Geräten aus der Verbraucherelektronik eingesetzt. Ein neues Netzwerksystem auf der Basis von Java heißt Jini.
JavaScript: Ermöglicht im Word Wide Web kleinere Applikationen wie Pop-up-Fenster, automatische Datumsanzeigen und Maus-Rollovers. Auch das VotingTool auf RTLnews.de funktioniert nicht ohne JavaScript. Schalten Sie in Ihren Browser JavaScript aus, können Sie die VotingTools nicht mehr sehen.
Konvergenz: Schlagwort für das Zusammenwachsen von Computer- und Fernseh-Technologie. So wird es möglich, über das TV-Gerät auf Online-Angebote zuzugreifen oder auf dem PC TV-Programme zu sehen.
Kryptographie: Verfahren zum Verschlüsseln elektronischer Post. Es macht die übermittelten Daten für Unbefugte unleserlich.
LAN: Local Area Network. Computer-Netzwerk, das auf räumlich begrenztem Gebiet über einen Zentralrechner (Server) verschiedene Computer und Peripheriegeräte verbindet.
Linux: Nicht-kommerzielles Betriebssystem des Entwicklers Linus Torvalds. Tausende Entwickler rund um den Globus arbeiten an dem Projekt mit und stellen ihre Ergebnisse samt Quellcode und ohne Lizenzgebühr frei zur Verfügung.
Mac: Abkürzung für Macintosh. 1984 von Apple eingeführter Personal Computer mit der ersten grafischen Benutzerführung.
M-Commerce: Mobile Commerce, faktisch identisch mit E-Commerce. Allerdings ist M-Commerce via Handy oder anderen portablen Zugangsgeräten zum Internet möglich.
Megabyte: Maßeinheit für die Daten-Speicherkapazität, beispielsweise einer Festplatte oder des Arbeitsspeichers. Je mehr, desto besser.1024 Megabyte sind ein Gigabyte.
Megahertz: Maßeinheit für die Schnelligkeit (Taktfrequenz) eines Prozessors. Auch hier gilt: Je mehr, desto schneller.
MIDI: Musical Instrument Digital Interface. Ein Protokoll, mit dem man Musik digital aufnehmen und abspielen kann. Sounds im Midi-Format hören sich immer an wie aus einem Synthesizer der frühen Tage.
MP3: MPEG-1 Audio Layer-3. Technologie zum Kompromieren von Musik, bei gleichzeitig hochwertiger Soundqualität nahe an der CD. Sorgt vor allem im Internet derzeit für Furore.
MPEG: Moving Picture Experts Group. Sie entwickelt Standards für die Komprimierung von Video- und Audio-Dateien.
Modem: Kunstwort aus den Begriffen Modulator-Demodulator. Das Modem verbindet einen Computer mit dem (analogen) Telefonnetz und wandelt digitale Daten in Tonsignale um und umgekehrt.
Motherboard: Wichtiges Teil des Computers. Auf ihr befinden sich Prozessor, Hauptspeicher und Steckplätze für Sound- oder Grafikkarte.
MS-DOS: Microsoft Disk Operating System. Betriebssystem von Microsoft, das flächendeckend in Personal Computern eingesetzt wurde (und immer noch wird).
Multimedia: Schlagwort, das die Integration von Textinformationen mit Standbildern, Videofilmen und Tönen beschreiben soll. Multimedia-Anwendungen erfordern leistungsfähige Hardware und geeignete Ein- und Ausgabegräte (CD-ROM-Laufwerk, Farbdrucker, Grafik- und Soundkarten etc.).
Netiquette: Kunstwort aus Network und Etiquette. Auf freiwilliger Übereinkunft basierende Verhaltensregeln im Internet. Vor allem im so genannten Usenet wird auf Netiquette geachtet. Das Usenet ist ein Teil des Internet mit tausenden von Diskussionsforen.
Online-Dienst: Dienstleistung für Computeranwender, die über Kommunikationsverbindungen (Modem, ISDN) in Anspruch genommen wird. Online-Dienste wie AOL, CompuServe oder T-Online bieten die Möglichkeit, E-Mail zu verschicken und Informationen abzurufen.
Pentium: Hochleistungs-PC-Prozessor der Firma Intel, der als Nachfolger des Prozessors 80486 ursprünglich 80586 heißen sollte. Da die Zahlenbezeichnung in den USA nicht urheberrechtlich geschützt werden konnte, wurde er nach dem griechischen Wort penta (fünf) benannt.
Pixel: Bildpunkt des Monitors.
POP 3: Post Office Protocol 3. Ermöglicht den Empfang von E-Mails auf Ihrem Rechner. Beim Versenden einer Mail kommt SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) zum Einsatz.
Provider: Firma, die einen Zugang zu einem Netz herstellt. Ein Internet-Provider vermarktet beispielsweise den Zugang zum Internet - abgerechnet wird entweder über einen pauschalen Betrag pro Monat (günstig für Profi-Surfer) oder pro Stunde.
Router: Ein Computer, der in einem Netzwerk wie dem Internet den Datenfluss regelt. Er bestimmt, wie ihre Anfrage zu einer bestimmten Website kommt und auf welchen Wegen die Antwort zu Ihnen kommt.
Server: Leistungsfähiger Computer auf dem der Großteil der Programme und Daten in einem Netzwerk liegen. Am Server werden kleinere Computer, zumeist PC, angeschlossen. Server liefern auch die Informationen, die via Internet abgerufen werden. Ein E-Mail-Server sorgt für die Versendung und den Empfang von elektronischer Post.
SMS: Short Message Service. Kurznachrichtendienst bei Mobiltelefonen, bei dem bis zu 160 Zeichen übertragen werden können.
SMTP: siehe POP 3.
TCP/IP: Transmission Control Protocol/Internet Protocol. Auf diesem technischen Protokoll basiert die Kommunikation im Internet.
TFT: Thin Film Transistor. Weiterentwicklung der von Laptop-Bildschirmen bekannten Flüssigkristall-(LCD-)Anzeigen. Bei der TFT-Technologie wird jeder Bildpunkt (Pixel) des Bildschirms von mindestens einem eigenen Transistor gesteuert. Sie bietet die beste Auflösung bei Flachbildschirmen, ist aber auch am teuersten.
T-Online: Online-Dienst der Deutschen Telekom AG und mit 4,2 Millionen Kunden Marktführer in Deutschland (Stand: Februar 2000). Wurde 1984 unter dem Namen 'Bildschirmtext' (Btx) eingeführt und bietet Internetzugang.
UMTS: Neues, weltweit genormtes 'universales Mobiltelefonsystem'. Es arbeitet auf anderen Frequenzen und ist mit dem bekannten GSM, dem 'globalen System des Mobilfunks', nicht kompatibel. UMTS könnte in zwei Jahren das GSM-System ablösen. Es verfügt über eine deutlich höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit und soll Multimedia-Anwendungen und das mobile Surfen im Internet möglich machen.
UNIX: Betriebssystem, das vor allem in Workstations und Internet-Servern eingesetzt wird - vor allem in denen von Sun Microsystems, Silicon Graphics und IBM.
URL: Uniform Resource Locator, die Adresse einer bestimmten Datei/Seite im Internet.
USB: Der Universal Serial Bus (etwa: universelle, serielle Buchse) ist ein Anschluss für Peripherie-Geräte wie Modems oder Tastaturen an den PC. An einen USB-Port können bis zu 127 Geräte angeschlossen werden. Er erlaubt es auch, Geräte während des PC-Betriebes anzuschließen und sofort zu benutzen, ohne den Rechner neu zu starten. Mittelfristig soll der USB die seriellen und parallelen Schnittstellen ablösen.
Usenet: siehe Netiquette
WAP: Das Wireless Application Protokoll (etwa: Protokoll für drahtlose Anwendungen) bringt speziell aufbereitete kurze Texte und einfache Grafiken aus dem Internet auf das Handy-Display. Damit können User beispielsweise Kontostände per Mobiltelefon abfragen oder Kinokarten reservieren.
Windows 2000: Das neuste Betriebssystem des weltgrößten Software-Herstellers Microsoft gilt als größtes kommerzielles Software-Projekt der Welt. Windows 2000 ist der Nachfolger von 'Windows NT 4.0'.
WML: Wireless Markup Language ist die Sprache für Internetseiten, die auf internetfähigen Handys abgerufen werden können.
World Wide Web: deutsch 'Weltweites Netz'. Das WWW ist der populärste Teil des Internet und wird oft identisch mit dem Begriff Internet gebraucht. Es gilt als die grafische Oberfläche des Internet und bietet die Möglichkeit, mit Hilfe eines so genannten Browsers (Netscape Navigator, Internet Explorer, Opera etc.) über Adressen des Formats 'www.adresse.de' Seiten mit Texten, Grafiken oder Videos aufzurufen.
XML: Abkürzung für Extensible Markup Language, eine neue Sprache für Seiten im World Wide Web. XML ist deutlich flexibler als das bisherige HTML und bietet Programmierern mehr Funktionen.
Zentralprozessor: (auch Central Processing Unit), zentraler Baustein eines Personal Computers, der alle wichtigen Berechnungen erledigt. In einem modernen PC arbeitet beispielsweise ein Pentium-III-Chip von
Intel oder ein Athlon-Prozessor von AMD.
Zip-Dateien: Datenkomprimierte Dateien. Wer eine große Datenmenge via E-Mail oder Diskette versenden möchte, kann via Zipping seine Daten eindampfen und später dann wieder entpacken. Populärstes Programm dafür ist 'Winzip'.
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PS: Ich hab das hier hingeschrieben, weil ich nicht wusste wo ich es sonst hinschreiben sollte !
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