■■■ Einige Worte zur Ausstattung ■■■
Wie bekannt, kann man bei Dell verschiedene Ausstattungsvarianten konfigurieren.
So ist der D610 mit integrierter Grafik oder mit ATI Mobility Radeon lieferbar. Mein Gerät hat die ATI Karte und 1 Gigabyte RAM - mit weniger Speicher sollte man heute besser nicht einsteigen.
Die Touchpad-Bedienung setzte ich als bekannt voraus. Sie ist in vielen Laptops im Einsatz - mir unterlaufen allerdings trotz jahrelanger Bekanntschaft immer mal Bedienungsfehler.
Ich ziehe deshalb für zügiges Arbeiten die - mitgelieferte Maus - vor.
Geschickter fand ich die Anbringung der vier USB-Buchsen. Möchte man einen Stick benutzen, bieten sich die seitlichen Ports an.
Wird eine USB-Festplatte angeschlossen, sind die hinten angebrachten Buchsen vorteilhafter.
Das DVD-Leselaufwerk kann CDs brennen und läßt sich zur Gewichts- und Stromersparnis auswerfen.
■■■ WLAN-Betrieb ■■■
Für den mobilen Betrieb wichtig ist ein stabiler WLAN Empfang. Hier konnte der Intel 2200 BG Chip punkten.
Vor der Arbeit sollte man lediglich daran denken, die Treiber auf Stand zu bringen. Die Dell-Webseite ist eine Welt für sich - ohne die Service-Tag-Nummer (auf der Rückseite des Geräts) kommt man nicht zum Ziel.
Für den Intel 2200 BG ist eine Firmware-Aktualisierung verfügbar. Mein Eindruck: die Stabilität der Verbindung hat sich durch das Update deutlich verbessert.
Sogar durch zwei Wände und eine Betondecke hindurch waren teils über 11 Megabit möglich (hängt auch vom Router ab, hier steht ein Linksys WRT-54).
■■■ Eignung für Videowiedergabe ■■■
Um die Eignung für den DVD-Betrieb zu prüfen, kaufte ich mir ein separates S-VHS Kabel zum Anschluß an den Laptop.
Der Fernseher sollte vor dem Start des Laptops verbunden werden - andernfalls erwacht der TV-Ausgang nicht.
Auch wichtig: nur mit den Original Dell Treibern für D610 bekommt man in der Systemsteuerung unter "Anzeige" die Videooptionen (inklusive S-VHS Schärfeeinstellung und Monitordetails) zu Gesicht.
Die erste Überraschung: das ausgegebene Bild war über S-VHS recht flau. Hier half das Aufdrehen des Kontrasts am Fernseher.
Zweite Überraschung: die deutsche DVD-Fassung von "Big Lebowsky" (mit Macrovision Aufdruck) war nicht abspielbar.
Es erschien eine leere Box mit einem OK - Knopf, aber ohne brauchbare Fehlermeldung. Lag's am vorinstalliertem Cyberlink PowerDVD DX (in der OEM Version 5.1)?
Oder am eingebauten DVD-Laufwerk (SONY CDRW/DVD CRX 835e)? Das war leider nicht abschließend zu klären...
Andere DVDs liefen problemlos.
■■■ Fazit ■■■
Ein vollständig ausgebauter tragbarer Computer, den ich aufgrund der guten Tastatur und der starken WLAN Leistung oft und gern nutze.
Zum Abspielen von DVDs gibt es bessere Geräte - auch wegen der hohen Blickwinkelabhängigkeit des Displays.
Auf Reisen fiel mir das etwas hohe Gewicht, die kurze, nicht wechselbare Stromleitung und der ungünstige runde Schukostecker auf. Er paßt nicht in gängige Reiseadapter, welche fast nur Flachstecker aufnehmen. Fairerweise muß gesagt werden, daß von Dell alternative Netzteile beziehbar sind - praktischer wäre aber ein Universalnetzteil mit tauschbarem Stecker.
Den Chipkartenleser und das Modem habe ich bisher nie benutzt.
CPU- und Grafikleistung sind top, mit ATI Mobility Radeon X300 und einer Leistung auf P4 Niveau (~ 2 Ghz) ist man gut bedient.
Inzwischen ist der Nachfolger D620 angekündigt und verfügbar.
■■■ PRO und CONTRA ■■■
Punkte, die jeder selbst gewichten muß
+/- schicke, jedoch empfindliche Oberfläche im Silbermetallic-Design
+/- Drosselung im Batteriebetrieb (Display wird dunkler; vermutlich wird CPU heruntergetaktet)
■■■ Eher negativ ■■■
- DVDs können nur gelesen, aber nicht gebrannt werden
- verhältnismäßig weicher Gehäusedeckel
- Mikro für Skype fehlt bei meinem Modell (echtes Manko aus heutiger Sicht; wenn's geht mitbestellen)
■■■ Positive Aspekte ■■■
+ Gerät der Business-Serie mit vollständigen Schnittstellen; Dockingstation verfügbar.
+ Gigabit-Lan, serielle und parallele Schnittstelle,
dazu 4 x USB, separater VGA-Ausgang und S-VHS out.
+ Infrarot und Bluetooth (optional)
+ Modem und Chipkartenleser an Bord
+ eingebauter WLAN Chip mit starker Empfangsleistung
+ Laufzeit von weit über 2 Stunden mit einer Batterie erreichbar
+ mattiertes Display (nicht spiegelnd wie bei vielen Billignotebooks)
© 19.02.2007 - weisshaar40 / kld - exklusiv für Ciao
Anmerkung: die beigelegte Dokumentation fand ich eher ärgerlich, da sie wenig Bezug zum Gerät hat. Aus diesem Grund habe ich den Punkt "Bedienungsanleitung" abgewertet.
09.05.2007 00:48
prima Bericht, der mir sehr hilft, denn man hat mir so ein Teil angeboten. Gruss:Uwe