Da mir mein Lenovo T61p immer langsamer wurde und nun auch die Weihnachtsreisen zu der Familie anstehen und ich nicht wieder nur die ganze Zeit vor der XBox 360 meines Bruders sitzen will, wollte ich ein Laptop haben der folgende Eigenschaften erfüllte:
Großes Display ab 15,6“, dedizierte Grafikkarte für kleine Spiele, Sandy Bridge Plattform um nicht alle Jahre ein neuen Laptop kaufen zu müssen und möglichst mit einem guten Sound mit Subwoofer. Der Dell XPS 17 L702x konnte alles das bieten und noch ein bisschen mehr. Und für einen Preis von 740€ noch in meinem Budget.
Build to Order:
Da mir kein Onlinehändler das bieten wollte was ich wollte musste ich den Weg direkt über Dell nehmen. So kam zu den Standart Dell XPS L702x noch ein Analog DVB-T Tuner und eine beleuchtete Tastatur mit dazu. Zu den einzelnen Komponenten gehe ich aber gesondert ein. Kopierte/ herunter geleierte Produkteigenschaften gibt es in anderen Berichten genug.Bestellt wurde Anfang Oktober und bei dem voraussichtlichen Lieferdatum musste ich mir erst mal ans Herz fassen. Die wollten mir weiß machen das die Lieferung über 5 Wochen in Anspruch nehmen würde. In der Realität hatte ich das System aber schon nach knapp 2 Wochen. Da ich direkt bei Dell bestellt habe konnte ich noch die Dell eigenen Gutscheine nutzen für die kostenlose Lieferung und 10% Rabatt auf das Dell XPS Laptop System.
OVP:
Versand wird durch UPS und deshalb überreichte mir der freundliche UPS Fahrer ein quadratischen Pechschwarzen Karton. Auf den großen Flächen nur das kleine silberne Dell Logo. Mein Nachbar konnte dennoch erkennen dass es sich um einen Laptop Karton handelte.
Beim öffnen bekommt erst mal die Nase etwas zu tun. Es riecht wieder nach neuem Auto. Im kleinen länglichen Karton befinden sich Netzkabel, Netzteil und in meinem Fall noch das Zubehör für den DVB-T Tuner. In einem seitlichen Karton befinden sich Dokumentation und eine Dell Treiber und Utilitys DVD. Wo gibt es das den noch dazu ^^ Heute ist doch alles nur noch auf die Festplatte kopiert. Wenn überhaupt kommt man nur noch durch das Image auf der Festplatte an Treiber und Software heran.
Optisches:
Als ich den Dell XPS L702x aus der Fließdecke zog dachte ich mir „Man, wie klobig. Der passt doch nie in meine 17“ Laptoptasche!“ Erinnert mich leise an die wuchtige G Klasse von Mercedes Benz. Aber es täuscht, der Dell XPS L702x passt perfekt in meine 17“ Tasche.
Was mir sehr an diesem Gerät gefällt ist der sparsame Umgang von Klavierlack und Glanzoptik. Nur die Aluminium Zierleisten und das Dell Logo glänzen. Und Klavierlack kommt nur in den Zwischenräumen der Tastatur und in der Infoleiste mit Power Button und Hotkeys zum Einsatz. Nur in der Infoleiste kommt man maximal zum Sammeln von Fingerabdrücken. Wer keine Finger wie Hulk hat wird den Zwischenraum der Tastatur mit der Klavierlackoptik nie berühren.
Deckel und Unterseite des Laptops sind grau. Genauso grau wie man es von der Fernseher Elektronik kennt. Auf dem Deckel ziert, wie üblich für Dell, hier im geriffelten Aluminium das Dell Logo. Bei diesem Laptop gibt es noch die Besonderheit dass das Display nicht direkt ganz hinten am Laptop eingehängt ist, sondern ca. 2 – 3cm nach innen versetzt ist. Das hat zufolge dass das Display nicht voll umgeklappt werden kann (aber wer brauch das schon?).
Den Platz hinter dem Display lässt Dell nicht, mehr oder minder Sinnvoll, ungenutzt. Von hinten aus gesehen ist links ein weiß beleuchteter XPS Schriftzug. Das mag mir ja noch in den Sinn kommen, immerhin leuchtet bei fast schon jedem Hersteller irgendwas hinten am Laptop. (Zum Beispiel das bekannte Apple Logo auf dem Deckel der MacBooks, das HP Logo auf dem Deckel mancher Pavilion Laptops, das i Tüpfelchen bei Lenovo Thinkpad, …) Was sich mir aber nicht erschließen will und einer meiner größten negativen Kritikpunkte ist, ist auf der rechten Seite eine weiße LED für die Festplattenaktivität und die Status LED des Akkus. Beide LEDs nicht von vorne einsehbar. Was solln das hinterm Display??? Eine LED für die Festplattenaktivität und eine für den Zustand des Akkus ist ja Standard und gut. Aber was nützen mir die LEDs wenn die uneinsehbar hinterm Display sitzen? Der beleuchtete XPS Schriftzug mag ja mehr Hersteller PR zu sein, aber mein Gegenüber interessiert es bestimmt nicht ob meine Festplatte arbeitet oder ob mein Akku so langsam leer wird. Ein gut platzierter Spiegel auf dem Schreibtisch mag eine große Hilfe sein, aber was machen wenn der Laptop im „auf dem Schoss“ Betrieb läuft? Oder schlicht kein Platz für ein gut platzierten Spiegel da ist bzw. sieht das ja auch doof aus immer hinter dem Laptop ein Spiegel auszurichten. In diesem Sinne hätten die LEDs auch wegfallen können.
Um es nun etwas abzukürzen: Vorne befindet sich nichts. Von vorne aus gesehen links befinden sich ein SD(HC), MMC und Memory Stick (Pro) Kartenleser hinter einer fest arretierten blende (rein drücken und danach heraus ziehen). Nach dem großen Lüftungsgitter befindet sich einsam und verlassen eine USB 2.0 Buchse. Auf der Gegenüberliegenden Seite befindet sich abgesehen vom DVD-+R/RW (Blueray Player optional) 2x 3,5mm Kopfhörer Ausgänge (einer davon auch S/P DIF fähig), 1x 3,5mm Mikrofon Eingang und eine USB 2.0 eSATA Combo Buchse.
Wie es für eine Desktop Ablöse üblich ist befinden sich die meisten Anschlüsse hinten am Laptop. So befinden sich in meinem Fall von hinten aus gesehen von links nach rechts DVB-T Antennenanschluss, Display Port, HDMI, RJ45 Buchse für LAN und DSL, Kensington Buchse, Netzteilbuchse und 2x USB 3.0.
Gefallen tut mir der sehr große Servicedeckel am Boden des Laptops. Mit nur einer Schraube kommt man so an RAM Riegel und Festplatten ran.
Die Info und Hotkey Leiste ist sehr übersichtlich. Der Powerbuttom sitzt vor dem Dell Logo unterm Bildschirm. Läuft das Laptop leuchtet das Power Symbol weiß, im Sleep Modus (Energie Sparen) pulsiert das LED Licht von schnell Hell auf langsam aus. Hier steckt die Liebe zum Detail. Aufwecken lässt sich das Laptop nur über dem Powerbuttom (an meinem großen PC reicht eine beliebige Taste auf Tastatur oder Maus). Mit auf der Leiste befindet sich ein weiß beleuchtetes Antennensymbol – Leuchtet es WLAN Aktiv, wenn nichts leuchtet ist WLAN deaktiviert. Im Gegensatz zu meinem alten Acer oder zu meinem letzten Laptop, blinkt bei WLAN Aktivität nichts. Mit am Board noch 3 Hotkeys, das mit dem Zahnrädern öffnet das Windows 7 eigene Windows Mobilitätscenter, das 3 Propeller Symbol lässt sich mit etwas verknüpfen und die Waves Taste öffnet die Waves MaxxAudio Einstellungen. Hier wieder die
Bilder von Dell XPS 17 (L702X)
Liebe zum Detail, beim Anschalten zieht sich eine Art la ola Welle durch die Info/ Hotkey Leiste.
Prozessor:
In meinem Fall bekam ich ohne Aufpreis den Intel Core i5 2430M mit 2x 2,4GHz Standardtakt, bis zu 2x 3GHz Turbo Boost und 800MHz Idle Takt. Durch SMT erscheinen im Windows Task Manager 4 CPU Threads. Bei Online Händlern hätte ich „nur“ den Core i5 2410 mit 2x 2,3GHz bekommen. Aber die Hundert Megahertz mehr machen den Kohl auch nicht fett. Die 3MB Cache sind Standard. Ein warmes Zuhause findet der Core i5 2430M auf dem aktuellsten Sandy Bridge Sockel 1155. Die Temperaturen liegen in einem sehr guten Bereich. Beim Einschalten hält sich die Temperatur unter 40°C. Bei meinem normalen Büro und Internetkram mit einem Browser Game in Hintergrund schwangt die Temperatur zwischen 42°C und 47°C bei aktivem Lüfter. Bei inaktivem Lüfter schwangt die Temperatur zwischen 47°C und 53°C. Beim Windows Leistungsindex ging die Temperatur auf maximal 71°C hoch, hielt sich aber nicht lange die Temperatur.
""Was ist Intel Turbo Boost?""
Brauch eine Anwendung die mit 2 oder mehreren Kernen nichts Anfangen kann viel Leistung kann der Turbo Modus alle anderen ungenutzte Kerne herunter takten oder gar ganz abschalten und den Kern der belastet wird hoch Takten (Übertakten/ Over Clocken)
""Was ist SMT/ Hyper Threading?""
Bekannt aus den Zeiten wo der Pentium 4 noch der letzte Schrei war gab es mehrere Serien des Pentium 4 mit HT (Hyper Threading). Obwohl der Pentium 4 damals noch einen einzigen Kern hatte, tauchten unter Windows 2 Kerne auf. Das ist heute nichts anderes. Ein 2 Kern Prozessor (Dual Core) oder ein 4 Kern Prozessor (Quad Core) oder gar auch ein 6 Kern Prozessor (Hexa Core) „schummeln“ dem Betriebssystem noch mal so viel Kerne unter. Bei 2 Kernen sind das 4 sogenannte Threads, bei 4 sind es 8 und bei 6 sind es 12 und so weiter.
Man rechnet KEINE CPU Kerne zusammen. Aus 2x 2GHz werden so KEINE 4GHz. Genauso wenig sind die „extra“ Threads von SMT/ HT keine richtigen CPU Kerne. Sie haben nicht die Leistung eines richtigen realen CPU Kerns. Den mehrwert von 2 Kern CPUs mit SMT zu richtigen 4 Kern CPUs ohne SMT liegt gerade mal bei ca. 13%. Ach ja 4x 2GHz (ob SMT oder nicht) sind immer noch keine 8GHz. Wenn man 2 Autos mit 100PS hat, hat man auch nicht ein Auto mit 200PS. Es bleiben 2 Autos mit 100PS.
RAM:
In meinem System sind 2x 2GB DDR3 mit 1333MHz von Samsung verbaut. Laut Dell Konfigurator und Dell Systeminfo sind maximal 16GB möglich. Es sind nur 2 Speicherbänke vorhanden die nach oben und unten ungewöhnlich viel Platz haben. Entweder zur Kühlung oder die Topmodelle haben 4 Speicherbänke. Keine Ahnung, ist nur so ein Gerücht mit den 4 Bänken.
Grafik:
Intel IGP HD3000 ist eine im Prozessor sitzende „Integrierte Grafik Einheit“. Sie soll für den täglichen Internet und Bürobedarf völlig ausreichen. Laut Intel soll die IGP HD 3000 auch mit Full HD Filmen und mit diversen kleinen Spielen zurechtkommen. Die Intel IGP HD3000 Grafik gibt sich dediziert mit 64MB vom Arbeitsspeicher zufrieden. Kann sich aber dynamisch auf bis zu 1696MB aufblähen. Die Intel IGP Grafik hat einen Standardtakt von 650MHz und kann wie der Prozessor selbst durch den Turbo Modus auf bis zu 1,2GHz heran wachsen. In diesem Laptop wird der Wert aber niemals erreicht da davor die dedizierte nVidia Grafikkarte einspringt.
Und bleiben wir gleich bei der dedizierten Grafikkarte. In meinem Fall ist die Standardgrafikkarte von Dell verbaut, die nVidia GeForce GT550M (gegen Aufpreis mit GT555M und oder 3D Paket). Mit ihren großen 1GB langsamen DDR3 Speicher sollte genug Dampf da sein für einige aktuelle Spiele. Ältere Spiele, abgesehen vom Kaliber Crysis, mögen kein Problem sein. Durch nVidias Hyper Memory bedient sich die Grafikkarte noch großzügig, wie die Intel IGP, je nach bedarf mit am Arbeitsspeicher. Der Grafik Prozessor taktet mit 475MHz, der Video Arbeitsspeicher mit 900MHz und die Shader mit 950MHz.
Die Temperaturen liegen im Intel IGP Betrieb bei fast konstanten 43°C. Beim Windows Leistungsindex hing sich leider mein Temperatur Kontrolle Tool (GPUz) auf. Aber mit FurMark 1.9.0 bekam ich im Burnin Test bei 400x300 eine maximale Temperatur von 64°C.
Benchmarks:
""Windows Leistungsindex – 5,2""
Prozessor 6,9
Arbeitsspeicher 5,9
Grafik (Aero) 5,2 (Intel IGP HD 3000)
Grafik (Spiele) 6,7 (nVidia dedizierte Grafik)
Primäre Festplatte 7,8 (Crucial RealSSD C300 mit SATA3 6GB/s)
""FurMark 1.9.0"" Benchmark mit 400x300 ohne MSAA
18 Bilder pro Sekunde maximal 64°C GPU
""SuperPI 1.5XS"" bei 1M Durchlauf
13.778s maximal 60°C CPU
""Cinebench 11.5""
CPU – 2.70 maximal 75°C CPU
OpenGL – 28.58 Bilder pro Sekunde
""3D Mark 2011""
Eingangstest - 1859
Kühlung:
So viel zur Kühlung kann ich gar nicht sagen da man diese nicht ohne eine komplette Demontage des Gerätes einsehen kann. Was mir aber aufgefallen ist, ist dass die Lüftungsgitter sehr groß sind. Und die sich dahinter befindlichen Kupferlamellen ebenso wuchtig sind. Gekühlt wird hörbar von einem Lüfter. Dieser ist sehr dynamisch. Liegt keine Last an und ist nichts los schaltet der Lüfter ab und bleibt großzügig aus wenn man im Internet nur eine Seite hoch oder runter scrollt. Liegt Last an schaltet sich der Lüfter ein. Und wenn der Lüfter läuft ist er hörbar, kein leises Lüftchen, man hört ihn deutlich. Jetzt nervt mich das persönlich gar nicht, mein Spiele PC ist um längen lauter. Ich sage immer dazu „Ein Porsche ist auch laut“. Für Silent Freaks ist dieser Laptop gar nichts. Zumal das rauschen unter Volllast Dimensionen annehmen kann wie ein großer Standventilator. Aber eines muss man dem Konzept lassen – Alles bleibt im coolen Bereich.
HDD:
In meiner Konfiguration steckte eine sehr schnelle Western Digital Black WD3200BEKT – 75PVMTO mit 320GB Speicher, 7200U/min, 16MB Cache und SATA 2 Support im Laptop. Die Western Digital Black Serie eignen sich hervorragend für Gamer und wo ein hohes schnelles Datenaufkommen verarbeitet werden muss. In den üblichen Mainstream Laptops befand sich meiner Erfahrungen meistens eine Western Digital Blue die mehr auf Preis/ Leistung ausgerichtet ist. In besonders Stromsparenden Systemen kommt auch die Western Digital Green Serie zum Einsatz wo es nur darum geht Strom zu sparen bzw. Sie effizient zu nutzen. Deshalb hat mich eine Western Digital Black schon etwas verwundert. Die Startzeit von Idle auf „ich will was von dir“ ist so schnell das ich gar nicht schnell genug auf den nächsten Ordner klicken kann um somit ein stocken zu verursachen. Manchmal merke ich abgesehen vom lauten Betriebsgeräusch gar nicht dass die Festplatte überhaupt im Idle war.
So toll und schnell die Festplatte auch ist, sind ihre Stärken auch gleich ihre schwächen. Die schnell rotierenden Scheiben mit 7200 Umdrehungen pro Minute hört man und heizt auch. Sie vibriert zwar nicht, aber das rauschen nimmt man wahr. Besonders dann wenn der CPU/ GPU Lüfter nicht aktiv ist. Es rauscht halt vor sich hin, das Rauschen habe ich am Anfang für den sehr langsamen drehenden Lüfter für CPU und GPU gehalten, bis es klack machte und die Festplatte sich in den Ruhezustand geschaltet hat. Die Festplatte habe ich wegen meiner SSD umgebaut und sitzt nun unter der linken Handballenablage die sich doch deutlich erwärmt wenn die Festplatte ihre runden dreht.
Die Festplatte ist ab Werk wie folgt aufgeteilt – 100MB Systemreserviert, knapp 20GB System Recovery und der Rest eine Systempartition.
Einbau einer Zweiten HDD/ SSD:
Dell macht es da einem im Gegensatz zur Konkurrenz sehr einfach. Service Deckel am Boden öffnen, 4 Schrauben am leeren Festplattenkäfig lösen, am Käfig selbst befinden sich 4 Schrauben zum festschrauben der HDD/ SSD. Beim einschieben der Festplatte mit Käfig muss man ein Stück weit zwischen Mainboard und Gehäuse rein gehen damit man die Festplatte herunter bekommt. Dabei hat man nicht viel Spiel. Aber abgesehen davon, was für ein geiler Service und wie bedacht die Leute von Dell an die Zukunft sind. Bei Acer fehlt Käfig und Schrauben, bei Asus fehlen je nach dem Schrauben oder beides wie bei Acer und Sony ist ganz Schlau, da fehlt gleich der ganze SATA Anschluss damit man auch ja nicht einfach so eine SSD oder HDD rein steckt. Hier beim Dell XPS 17 L702x ist alles da. Der Einbau meiner Crucial RealSSD C300 6GB SSD ging noch nie so einfach. Durch den Sandy Bridge Chipsatz wird meine SSD mit SATA 3 also mit 6GB/s bedient/ angesprochen. Der Start des Betriebssystems dauert teilweise kürzer als bei so manchen Smartphone. Wenn ich mir folgendes erlauben darf – Gooooiiiiilllllll.
Optisches Laufwerk:
In meinem System steckt ein Super Multi CD-R/RW, DVD+-R/RW Brenner. Optional gibt es ein DVD+-R/RW, Blueray Combo Laufwerk. Es ist sehr leise und taugt somit auch für die eine oder andere dezenten Unterhaltung mit einer Film DVD.
Display:
Mein Display ist 17,3“ groß und hat eine maximale Auflösung von 1600x900 was dem 16:9 Format entspricht. Also Kinofilme ohne schwarze Balken schauen. Optional gibt es hier noch die Aufstockung auf Full HD (1920x1080) und oder 3D fähigen 120Herz Display. Ich habe mich für den kleinen Standard entschieden da die Grafikkarte somit nicht in Full HD rendern muss und ich bei meinen Augen eine große Schrift habe ohne groß zoomen zu müssen. Man wird halt auch Alt :D Das Display ist LED beleuchtet und ist dadurch sehr hell. Für mich zu hell so das ich es selbst bei Tageslicht 4 Stufen (von 15) herunter schalte. Umständlich da man für jede Stufe die Taste mehrmals drücken muss da beim drauf bleiben die Werte nicht automatisch weiter sinken/ steigen.
Touchpad:
Das Multigesten Touchpad ist sehr groß. Es beherrscht den Umgang mit bis zu 3 Fingern oder dem Handballen denen spezielle Effekte zugeordnet werden können. So drückt man mit dem Handballen aufs Touchpad um alle Fenster zu Minimieren. Oder man wischt mit 3 Fingern von Links nach Rechts oder anders herum um Bilder in einer Diashow zu wechseln. Ich benutze aber maximal das blättern mit 3 Fingern. Die 2 Touchpad Tasten sind sehr weich gefedert aber auch sehr leise dadurch. Abschalten kann man das Touchpad bei externer Maus auch, eine orange LED über dem Touchpad signalisiert das es deaktiviert ist. Sinnvoll und Schick wie ich finde.
Tastatur:
Bei der breite und bei diesem 17“ XPS von Dell kommt nun eine „vollwertige“ Tastatur zum Einsatz, soll heißen – mit Zahlenblock. Das hat mir beim XPS 1710m doch sehr gefehlt. Wie es Apple und Sony vor gemacht haben sind die Tasten hier einzeln aufgehängt und nicht wie üblich alles auf einer art Tastaturmatte. Die Tasten sind äußerst weich gelagert. Im normalen Schreibfluss merkt man kein spürbares Feedback. Schnell wird da mal ein Buchstabe vergessen. Wie bei den Touchpad Tasten hat dass weiche Lager wiederum den Vorteil dass Sie sehr leise sind. Vielschreiber wird die Tastatur zumindest nicht aufs Gehör schlagen. Im Großen und Ganzen möchte ich die Tastatur als angenehm bezeichnen. Ich bin weitaus schlimmeres gewöhnt.
In meinem Fall habe ich die Hintergrundbeleuchtete Tastatur einbauen lassen. Sie wird weiß beleuchtet und erinnert mich sehr stark an die indirekte Beleuchtung (komplette Tastatur erstrahlt) von Apple. (Logitech G Serie Tastaturen beleuchten zum Beispiel die Tasten direkt – Nur die Taste bzw. das Symbol auf der Taste leuchtet) Sie lässt sich in 3 Stufen regeln, volle Beleuchtung, halbstarke Beleuchtung und aus.
Lautsprecher:
Mein Hauptkaufgrund für den Dell XPS 17 L702x sind die in vielen Tests gelobten Lautsprecher. Dell konnte den Lautsprecherbauer schlecht hin – JBL mit ans Board holen. Das Ergebnis ist ein 2.1 Soundsystem die klingt wie eine kleine Ministereoanlage. Ohne Witz(!) Man merkt dem Laptop die großen Stereo Boxen und dem Subwoofer von JBL sehr an. Dem Subwoofer meiner 5.1 Anlage am Spiele PC kommt das System zwar nicht nahe, aber für ein Laptop ist der klang wirklich etwas was ich noch nie an einem Laptop hatte. Kaum zu glauben das man aus dem Standard Realtek OnBoard Soundchip so viel heraus holen kann. Ungewöhnlich auch die sehr Umfangreiche Konfigurationsmöglichkeit in den Dell Audio by Realtek bzw. Waves MaxxAudio Einstellungen. Dabei lohnt sich das Durchhören der verschiedenen Einstellungen bzw. gleich das lesen der Anleitung da einige Effekte dynamisch fürs erste nicht wahrnehmbar sind. Andere wiederum lässt einen erstaunen was für eine Leistung in den Lautsprechern steckt. Das durchprobieren lohnt sich auf jeden Fall.
Der Sitz der Stereo Lautsprecher ganz vorne auf der Handballenablage wird gerne kritisiert. Aber bis jetzt kam es gerade mal 2x vor das ich mit meinem Arm einen Lautsprecher abgedeckt habe. Den Ton so weit vorne zu haben ist aber für mich noch etwas ungewohnt. Die Lautsprecher sind klar und haben von der Lautstärke her einen ungeahnten Druck.
Modem:
Modem gibt es keins und ist auch nicht buchbar. Die Zeiten sind wohl nun endgültig vorbei.
LAN:
Hier haust eine Realtek PCIe Gigabit Netzwerkkarte wie Sie in Milliarden von Geräten schon zum Einsatz kommt. Was soll ich noch dazu sagen, bei der Masse scheint Sie sich ja vollkommen bewährt zu haben. Freilich und selbstredend auch DSL fähig und versteht sich auch mit den alten Zeugs wie 10BaseT oder 100BaseT also 10/100 MBit/s. Programme über Netzwerk installieren geht mit passender Hardware schnell und sicher. Ich bin übers Netzwerk auch schneller als von USB 2.0 Stick.
WLAN:
Bei mir der Standardkontroller – Intel WiFi Link 1000 BGN (802.11b 11MBit/ g 56Mbit/ n maximal 300MBit)
Firewire:
Firewire ist auch nicht vorhanden und ist leider auch nicht buchbar.
BT:
Kommt in meinem Laptop nicht zum Einsatz ist aber optional buchbar.
DVB – T Tuner:
Fernsehrherz was willst du mehr. Eine Gegend wo ich Empfang habe zum Beispiel :P Aber dafür kann der AVerMedia H339 Hybrid Analog/ DVB-T Tuner ja nichts. Mit im Lieferumfang sind eine Antenne die einer Küchenschabe ähnelt und ein Adapter auf Koaxial Eingang. Was mir aber so ein bisschen stinkt ist eine fähige Software. Bzw. überhaupt eine Software. Denn im Lieferumgang gibt es nichts an Software dazu. Tja da nimmt man halt vorliebe mit dem Windows Media Center. Aber wie gesagt findet der hier in dem Loch nichts. Aber es verärgert mich das Windows Media Center den DVB – T Tuner nicht als Radio Tuner missbrauchen kann. Das ging bei meinem HP Laptop noch. Sehr schade … muss mir doch mal Kabelfernsehen zulegen. Ich probiere es zu Weihnachten mal in einer anderen Stadt. Vielleicht habe ich bei meiner Familie mehr Glück.
Akku:
Sieht aus wie ein Hundeknochen, könnte also einer unter Millionen sein. Highlight hier ist der kleine Knopf auf der Vorderseite den man 1x drückt und man in 5 weißen LEDs angezeigt bekommt wie voll der Akku noch ist. Der Dell Inc. JWPHF Lithium Ionen Akku liefert 11,1V und hat eine Kapazität von 56Wh. Das soll laut Tests bis zu 2,5h – 3h für mobilen Betrieb sorgen. In anbetracht der 4h – 8h Laptops sind die Laufzeiten für die Größe und dem System gering. Optional gibt es noch einen über 90Wh großen Akku. Allerdings neigt sich der Hintern des Laptops dann ein Stück weit nach oben.
Netzteil:
Das Netzteil ist zwar sehr flach, dafür aber breit. Das Dell AC/ DC Adapter DA130PE1-00 liefert 19,5V bei maximal 6,7A. Unter Dell läuft es auch als Standard 130W Netzteil.
Besonderheiten ist der tolle Dreck und Staubfänger (Ironie) in Form einer Kabelschlaufe. Nett und Sinnvoll, aber Stoff oder von mir aus auch Plastik hätte es auch getan statt dem Gummi Ding. Weitere Besonderheit ist der blaue Ring am Netzstecker des Laptops. Dieser leuchtet sobald das Netzteil Strom hat. Mag auf dem Schreibtisch schön aussehen, vor allem nachts wenn das halbe Zimmer damit beleuchtet wird. Aber ab und zu liegt der Laptop über die Nacht neben mir mit auf dem Bett und da ist der blaue Ring schon etwas hell. Weiter störend könnte das hörbare Geknister aus dem Netzteil sein. Allerdings stört mich das genauso wenig. Dasselbe Geräusch hatte ich in meinem HP Laptop Netzteil auch und da viel viel lauter das es dort wirklich genervt hat.
Netzkabel:
Mit ca. 1m zwar nicht so übelst geizig wie bei Sony, aber lang ist es auch nicht. Reicht bei mir gerade so von Steckdose zum Netzteil was auf dem Schreibtisch liegt.
Betriebssystem:
Standard ist Windows 7 Home Premium 64 Bit Service Pack 1 installiert. Optional gibt es noch Windows 7 Business. Ein Datenträger ist nicht vorhanden. Sollte mal was mit der Festplatte sein bräuchte man in meinem Fall eine Windows 7 Home Premium 64 DVD. Gegen Aufpreis (5€) gibt es noch eine DVD mit dem Betriebsystem mit dazu. Wer allerdings Programme für Image und klonen hat bzw. mit Windows Sichern- und Wiederherstellen ein komplettes Backup der Systemplatte gemacht hat ist auch auf der sicheren Seite.
Treiber:
Treiber sind 1x entpackt auf der Festplatte vorhanden wo Sie nur laufende Nummern haben die keiner Zuordnen kann und 1x auf der mitgelieferten DVD. Schick das Dell zumindest noch eine DVD mit Treibern und der nötigsten Software mit bei legt. Die Treiber an sich waren aber sehr alt. So war noch der nVidia Treiber 268 drauf dabei haben wir schon die 280 überschritten. Aber es läuft und das ist für mich das wichtigste.
Software:
McAfee Internet Security - mit 15 Monate Lizenz nach Anmeldung mit der E-Mail Adresse. Nach Neuinstallation muss es von der Homepage von McAfee herunter geladen werden.Dell Stage inklusive Stage Bilder, Stage Video, Stage Musik, Stage Remote, … - Dell Stage ist eine Kooperation mit Microsoft wo es möglich ist mit einem Windows Mobil Handy oder einem Windows Media Server bzw. Windows Decoder für den Fernseher Multimediale Inhalte zu genießen, zu tauschen oder zu Synchronisieren. Das einzige was mir da sehr gefallen hat war das AccuWeather App was sich wie eine Minianwendung auf dem Desktop platziert hat und groß Wetter, Datum und Uhrzeit angezeigt hat. Nach Neuinstallation muss es umständlich über Umwege bei Dell herunter geladen werden. Das AccuWeather App habe ich vergebens gesucht.
Dell Data Safe Backup – Ein Tool zum erstellen von Backups und zum brennen von Recovery Datenträgern. Nach Neuinstallation muss es umständlich über Umwege bei Dell herunter geladen werden. Um das Recovery Image auf CD/ DVD/ … zu brennen bedarf es noch einer umständlichen und bei mir nicht funktionierten Online Authentifikation.
Dell Data Safe Online – Das selbe wie Data Safe Backup nur das man für eine begrenzte Zeit lang einen kleinen Online Speicherplatz gestellt bekommt um dort seine Daten zu sichern.
Dell Supportcenter – Dells antwort auf dem Werkzeugkasten bei IBM/ Lenovo. Hilft bei Treiber und Updates, Testet Hardware und zeigt sehr detaillierte Informationen des Systems an. Auf Treiber DVD vorhanden.
Dell Webcam Central – Ein kleines Programm womit man mit Hilfe der Webcam Bilder und Videos aufnehmen kann und Sie mit vielerlei Effekten „verunstalten“ kann. Wie zum Beispiel den eigenen Kopf in einem Raumschiff das animiert durchs All fliegt. Oder ein Hunde/ Katze Kopf der den eigenen Kopf und Mimik folgt. Nach Neuinstallation muss es umständlich über Umwege bei Dell herunter geladen werden.
Microsoft Windows Office 2010 Starter – Mit Office Word und Excel und Werbung. Und das Beste, macht man den Fehler dieses zu installierten, installiert sich gleich ein virtuelles Laufwerk mit dazu was irgendwie keiner vermag wieder zu entfernen. Selbst wenn man Office 2010 Starter komplett von der Festplatte haut das Laufwerk bleibt. Lässt sich meines Wissens wie gehabt umständlich über Umwege bei Dell herunter laden.
Ebay Desktop Verknüpfung – Und meines Wissens nach noch ein Ebay Browser Plug in. Pfuiteufel, das erste was von der Platte flog.
Roxio Brennsoftware, Adobe Reader, Adobe AIR, Zune (eine Art PDF Reader), Intel Turbo Boost Monitor, … summa summarum hält sich das alles bei Dell sehr in grenzen.
Bugs:
Verwunderlich, aber mir sind keine Aufgefallen. Erschreckend das es so was noch gibt. Technik die einfach Einfach funktioniert.
Fazit:
Groß, klobig, kantig … wie die G – Klasse von Mercedes Benz. Im Dell XPS 17 L702x steckt im Laptop das gewisse Feuer von reinen Gamer Laptops. Das schicke und schlichte von Business Laptops. Aber auch das verspielte und Multimediale von Entertainment Laptops. Laut Datenblatt soll es ein DTR (Desktop Replacement) sein. Ich finde das trifft gut zu. Groß, Leistungsstark, Grafikpower… allerdings siehst es mit der Mobilität nicht so sonderlich aus, wie bei DTR aber üblich. Und ein Leisetreter kann der Laptop sein (SSD und inaktiven Lüfter), ist er aber ab Werk mit schneller lauter HDD als Systemplatte nicht. Im Großen und Ganzen kann ich mit guten und ruhigen gewissen sagen das es eine Maschine ist die einfach optimal funktioniert. Selten habe ich Geräte die man startet und es funktioniert einfach. Ich denke das ist das wichtigste was zählt. Und ein Alleskönner der vieles kann nur nichts professionell ist mir lieber als ein Fachidiot der sich selbst für die einfachsten Laienaufgaben quer stellt.
Update1:
Nach gefühlten hundert Seiten Text habe ich bemerkt das die Leertaste manchmal etwas träge reagiert. Soll heißen, Sie brauch etwas mehr "haue" bis ein Leerzeichen registriert wird. Scheint aber nur ein Problem zu werden wenn der Laptop schon eine weile im Betrieb ist.
Als ich zu Weihnachten bei meinen Eltern war und mal mit dem Laptop auf der Couch saß meinten viele die an mir vorbei kamen "Bohr, ist der groß". Da ich eine Hose an hatte gehe ich mal stark davon aus das der Laptop auf meinem Schoss gemeint war :D Stehe mit meiner Meinung dass das Gerät ziemlich wuchtig ist nicht alleine da.
22.03.2012 09:41
besonders gut und ausführlich beschrieben. lg Maria
08.03.2012 09:38
Toller Bericht!
15.02.2012 10:13
TOP-Bericht! Das hochverdiente BH werde ich nachliefern! Kann aber ein paar Tage dauern! LG Günter :-)