Delta Machine (Deluxe Edition) - Depeche Mode

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Delta Machine (Deluxe Edition) - Depeche Mode

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Erfahrungsbericht über "Delta Machine (Deluxe Edition) - Depeche Mode"

veröffentlicht 06.04.2013 | T_Goose
Mitglied seit : 23.11.2000
Erfahrungsberichte : 760
Vertrauende : 180
Über sich :
...
Sehr gut
Pro Nues Album nach 4 Jahren Pasue, "Angel", "The Child Inside", "Soft Touch" und "Soothe My Soul"
Kontra kein echter Kracher dabei, eher langsam, "My little Universe" und "Slow"
besonders hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:

"Delta Machine"

Vorderseite des Covers

Vorderseite des Covers

Hallo liebe Leser. Lange 4 Jahre musste ich auf das neue Depeche Mode Album warten. Am 22.03.2013 war es endlich so weit und "Delta Machine" erschien! Im Vorfeld gab es schon zahlreiche Kritik, die nicht sonderlich positiv waren. Nichts desto trotz habe ich das Album in der Deluxe Variante gekauft. Diese gab es für 12,99 € beim Onlinehändler Amazon.

Depeche Mode

Depeche Mode ist eine britische Synthieband, welche sich 1980 in Basildon, einem Ort in der Nähe von London, gegründet hat. Gründungsmitglieder waren die 3 Schulfreunde Andrew Fletcher, Martin Gore und Vince Clarke, der allerdings nur bis 1981 der Band angehörte. Anfangs nannten sie sich “Composition of Sound“. Dave Gahan wurde kurze Zeit später als Sänger engagiert, und er war es auch, der den Vorschlag für die Umbenennung in Depeche Mode machte. In den Jahren 1982-1995 bestand Depeche Mode aus 4 Bandmitgliedern und wurden von Alan Wilder unterstützt.

In ihrer nun über 30jährigen Bandgeschichte, haben Depeche Mode 13 Studioalben, 4 Livealben und 5 Kompilationen veröffentlicht, von denen sie über 100 Millionen Alben verkauft haben.

Die aktuelle Besetzung besteht aus Dave Gahan (Gesang), Martin Gore (Gitarre, Keyboard, Bass, Gesang) und Andrew Fletcher (Keyboard).

Bisherige Alben

Studioalben:

1981 Speak & Spell
1982 A Broken Frame
1983 Construction Time Again
1984 Some Great Reward
1986 Black Celebration
1987 Music for the Masses
1990 Violator
1993 Songs of Faith and Devotion
1997 Ultra
2001 Exciter
2005 Playing the Angel
2009 Sounds of the Universe
2013 Delta Machine

Live Alben:

1989 101
1993 Songs of Faith and Devotion Live
2006 Touring the Angel: Live in Milan
2010 Tour of the Universe: Barcelona

Kompilationen:

1985 The Singles 81>85
1998 The Singles 86>98
2004 Remixes 81 - 04
2006 The Best of, Volume 1
2011 Remixes 2: 81 – 11

Cover und Booklett

Wie bei fast allen anderen Alben von Depeche Mode auch, ist auf der Vorderseite des Covers kein Bandmitglied erkennbar. Stattdessen gibt es eine rote Häuserlandschaft, welches auch ein Industriegebäude sein könnte, auf weißem Hintergrund. Dazu im neuen Design ein großes Dreieck auf der Seite und zwei Dreiecke nebeneinander. Diese zeigen die Buchstaben D und M, oder aber „Depche Mode“ und „Delta Machine“ zugleich. Die Idee mit den gleichen Initialen für band und Albumname finde ich sehr gelungen.
Die Rückseite zeigt ein schwarz/weiß-Bild, auf dem die drei Bandmitglieder zu sehen sind. Dazu die Titelauflistung der beiden CDs. Zeitangaben fehlen leider.

Das CD-Booklett beinhaltet sämtliche Liedtexte, sowie zahlreiche Fotos. Sowohl in Farbe, als auch schwarz/weiß. Die Gestaltung sieht sehr hochwertig aus. Solche Zugaben zum Album treffen meinen Geschmack voll und ganz.

Die CD-Hülle ist aus festen Karton, in die das CD-Booklett hineingeklebt wurde. So gibt es keine klassische CD mit Kunststoffhülle. Bei mir kommt die gesamte Aufmachung aber hervorragend an.

Varianten

Das Album „Delta Machine“ gibt es als 1-CD-Version und als Deluxe Edition mit 2 CDs. Die erste CD ist in beiden Fällen gleich, sie beinhaltet die identischen 13 Titel. Bei der Deluxe Edition gibt es eine Extra-CD mit nochmals 4 Titeln.

Titelliste

CD 1

1. Welcome To My World (4:56 Min.)
2. Angel (3:58 Min.)
3. Heaven (4:03 Min.)
4. Secret To The End (5:09 Min.)
5. My Little Universe (4:23 Min.)
6. Slow (3:45 Min.)
7. Broken (3:55 Min.)
8. The Child Inside (4:14 Min.)
9. Soft Touch/Raw Nerve (3:23 Min.)
10. Should Be Higher (5:04 Min.)
11. Alone (4:27 Min.)
12. Soothe My Soul (5:17 Min.)
13. Goodbye (5:03 Min.)

Gesamtspielzeit: 57:37 Minuten

CD 2

1. Long Time Lie (4:23 Min.)
2. Happens All The Time (4:19 Min.)
3. Always (5:05 Min.)
4. All That's Mine (3:24 Min.)

Gesamtspielzeit: 17:27 Minuten

Einzeltitel

CD 1

Welcome To My World
Elektronisch ist der Auftakt in das neue Album. Dröhnen, dazu ein gewisser Rhythmus eines Schlaginstruments sind für die ersten Klänge verantwortlich. Bald steigt auch Dave Gahan mit seinem Gesang ein. Mhh, zu Beginn klingt er für mich wehleidig und unmotiviert. Schon macht sich eine erste böse Vorahnung breit. Haben die Kritiker recht gehabt? Doch plötzlich vollzieht sich ein Wandel. Gahan geht deutlich mehr aus sich heraus. Er singt fordernder, genau wie die instrumentale Begleitung. Auch wenn „Welcom to My World“ ein verhältnismäßig ruhig Titel bleibt, so finde ich ihn für den Auftakt doch recht gut gelungen.
Note 2

Angel
Es bleibt weiterhin elektronisch. Synthesizer und Schlagzeug geben erneut den Ton an. Der Gesang kommt erneut von Dava Gahan. Diesmal ist er von Beginn an gleich bei der Sache und gibt einen starken Gesangpart ab. So geht das dargebotene gleich ins Ohr und von dort unter die Haut. „Angel“ ist ganz nach meinem Geschmack. Geht so ein wenig in die Richtung „John the Revelator“ aus dem Album „Playing the Angel“. Hörtipp!
Note 1

Heaven
Die erste Singleauskopplung des Albums steht als nächstes an. Ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass mir diese ruhigen, ja bedächtigen Töne anfangs nicht unbedingt zugesagt haben. Schlagzeug und Klavier sind zwar eine tolle instrumentale Begleitung, aber das war es anfangs auch schon. Der Beat war einfach nur lahm, dazu kam der Gesang Gahans, der eindeutig zu gefühlvoll war! Hier hätte ich mir etwas mehr Pep gewünscht. Allerdings finde ich „Heaven“ inzwischen gar nicht mal so übel. Er ist zwar nicht der Kracher, den ich mir als erste Singelauskopplung erhofft habe, aber in seiner Gesamtheit passt er schon recht gut zum gesamten Album. Somit kommt man an „Heaven“ auch nicht vorbei.
Note 2

Secret To The End
Vorbei ist es mit der Ruhe. Ein fetziger Synthie-Beat bringt einen fantastischen Auftakt, so dass man hier von Beginn an mitgehen kann. Gahans Gesang ist ausdrucksstark und kann mich ebenfalls von Beginn an begeistern. Sehr positiv finde ich, dass er zum Refrain hin noch eine Schippe drauflegen kann und mich nun restlos überzeugt. Kann sich rundum hören lassen.
Note 2+

My Little Universe
Geklimper auf dem Synthesizer fällt mir hier zuerst ein. Dieses monotone Gedudel mit einem fast schon Flüstergesang empfinde ich als recht nervig. Ich kann hier keine richtige Linie erkennen. Mal leise, mal laut, dann schnell und wieder langsam, irgendwie wird ständig hin- und hergewechselt. Klingt nach einer starken experimentalen Phase, die aber nicht mein Gehör findet. Daher weiter zum nächsten Titel.
Note 4

Slow
Eine geniale Blues Nummer von John Lee Hooker ist das erste, was mir bei „Slow“ in den Sinn kommt. Findet auch erst meine Aufmerksamkeit, aber schon bald ändert sich meine Meinung. Der Titel „Slow“ ist hier wirklich Programm. Der Titel kommt nicht wirklich aus sich heraus. Stattdessen plätschert alles vor sich hin. Ödes Schlagzeug, flauer Gesang – damit kann man niemanden überzeugen. Zumindest mich nicht.
Note 4+

Broken
Nach dem Durchhänger, muss es endlich mal wieder etwas Hörbares geben. „Broken“ ist das auch genau das Richtige! Schon die ersten Klänge von Synthesizer und Schlagzeug geben einen tollen Beat vor, ohne dass er zu progressiv ist. Aber das muss er auch nicht. Hinzu kommt zwar ein verhältnismäßig bedächtiger Gesang Gahans, aber es ergibt alles eine mehr als gelungene Kombination.
Note 2-

The Child Inside
Schon die ersten Klänge verraten, dass nun Martin L. Gore an der Reihe ist. Sanfte Klänge mit dem Synthesizer geben ihm eine perfekte Vorlage, die Gore mit seinem Gesang dankbar annimmt. Er haucht dabei seinen Gesang fast schon ins Mikrofon, was meiner Meinung nach seine große Spezialität ist. Zu ihm passt der gefühlvolle Gesang deutlich besser! Hiervon würde ich gerne mehr hören. Ich fühle mich an seine beiden Solo-Alben erinnert, welche ebenfalls unter die Haut gingen.
Note 1

Soft Touch/Raw Nerve
Vorbei ist es mit der Ruhe. Ein flotter Beat, der wie bereits bekannt vom Synthesizer abgeliefert wird, geht sofort ins Ohr. Der Gesang kommt wieder von Dave Gahan, der von der ersten Silbe an voll auf der Höhe ist und seinen besten Gesang von sich gibt. Rundum eine gelungene Kombination, die man sich nicht entgehen lassen darf!
Note 1

Should Be Higher
Der instrumentale Einstieg ist zunächst bedächtig, steigert sich dann aber von Sekunde zu Sekunde. So wird di Spannung langsam aufgebaut, was bei mir gut ankommt. Gahans Gesang ist anfangs noch etwas verhalten, wird dann aber zum Refrain doch ausdrucksstärker, was ausgezeichnet klingt. Den Refrain fleht Gahan förmlich, so wie es nur er kann. So sorgt er für kurze Gänsehautmomente, welche dann aber wieder verziehen.“Should be Higher“ kommt zwar nicht an die Toptitel des, aber ist dennoch solide!
Note 2-

Alone
Düster klingt es hier zu Beginn. Doch schon bald verschwindet diese Stimmung und „Alone“ dreht sich förmlich um 180 Grad. Gesanglich kommt Gahan eher freundlich herüber, was ich so nicht unbedingt erwartet habe. Doch nach dem Refrain wechselt der Stimmung wieder in die anfängliche düstere Stimmung. Keine üble Idee, denn dieser Wechsel hat eindeutig etwas!
Note 2-

Soothe My Soul
Die zweite Single Auskopplung des Albums ist “Soothe my Soul”. Der flotte Beat erinnert stark an „Personal Jesus“, genau wie der später einsetzende Gesang, der wie bei der Mehrzahl der Titel von Dave Gahan kommt. Ist der Auftakt noch etwas verhalten, so gehen sowohl die Instrumente, aber vor allen Dave Gahans Gesang richtig aus sich heraus. Stark! Anschließend wird zwar wieder zu der ursprünglichen Stimmlage zurückgekehrt, aber auch diese kann sich hören lassen. Noch einmal ein gelungener Beitrag, der es verdient hat, als Single zu erscheinen! Schon jetzt freue ich mich auf die Live-Version beim Konzert…
Note 1-

Goodbye
Zum Abschluss gibt es noch einmal eine Mischung aus Soul und Synthesizer. Ein annehmlicher Beat mit einem gefühlvollen Gesang Gahans geht eine tolle Symbiose ein. Daraus ergibt sich ein rundum gelungener Abschluss, der besser nicht sein könnte.
Note 2+


CD 2

Long Time Lie
Weiter geht es auf CD 2, die es bei der Deluxe Version gibt. Elektronische Klänge bestimmen auch hier die instrumentale Begleitung. Hinzu kommt ein Geräusch, was sich stark nach einer Dampfmaschine anhört. Erneut sehr experimentell und erinnert mich an frühere Zeiten, geht so in Richtung „Fly on the Windscreen“. Gahans Gesang ist ist düster, passt aber zur Vorgabe des Synthesizers. Eine recht gelungene Kombination, die es meiner Meinung nach auch auf die erste CD geschafft hätte.
Note 2

Happens All The Time
Im bekannten Elektrostil geht es weiter, wobei “Happens all the Time” deutlich freundlicher ist. Die düstere Stimmung ist verschwunden, was man sich fast gar nicht vorstellen kann. Gahans Gesang ist ebenfalls freundlicher, ja fast schon fröhlich. Es gibt zwar die eine oder andere verhaltene Passage, aber diese bilden die Minderheit. Was auffällt, sind die teilweise doch härteren Synthesizerklänge. Passt aber durchaus zusammen.
Note 2

Always
Bei „Always“ kommt das Elektronikherz vollkommen auf seine Kosten! Doch diesmal kann mich der Titel nicht überzeugen. Irgendwie klingt es vielmehr wie sinnloses Geklimper, als wäre es ein altes C64 Computerspiel. Die Gesangpassagen, die rar gesät sind, sind mitunter hörbar, erinnern einen Hauch ans Erasure, aber dies reicht nicht, um den Titel hörbar zu machen.
Note 4

All That's Mine
Der letzte Titel „All that’s mine“ der Extra-CD ist an der Reihe. Vielleicht kennt ihn der eine oder andere als B-Seite der ersten Singleauskopplung. Der Synthesizer gibt den Beat vor, der diesmal wieder deutlich besser ist. Der Gesang ist anfangs recht monoton, kann aber im Verlauf durch den einen oder anderen Stimmlagenwechsel überzeugen. An die beiden ersten Titel der Extra-CD kommt „All that’s mine“ zwar nicht heran, aber ich finde ihn dennoch gelungen und einen tollen Abschluss.
Note 3+

Fazit

Hat sich das lange Warten auf das neue Album nun gelohnt? Wie sieht es mit der teilweise vernichtenden Kritik im Vorfeld aus? Nun, ich finde, das Warten hat sich schon gelohnt. Delta Machine ist gut, aber nicht unbedingt mit den bisherigen Alben von Depeche Mode vergleichbar. Alle Titel sind durch die Bank weg ruhiger. Es gibt keinen echten Kracher wie „Enjoy the Silence“, „Never let me down again“ oder „Wrong“, wie ich es auch der Vergangenheit gewohnt war. Deswegen aber von einem schlechten Album sprechen zu wollen, finde ich nun aber nicht. „My little Universe“ und „Slow“ gehören meiner Meinung nach zu den schwächeren Titeln, durch die sich das Album im Mittelteil etwas zieht. Aber mit „Angel“, „The Child Inside“, „Soft Touch“ und „Soothe My Soul” haben Depeche Mode meinen Geschmack voll getroffen! Delta Machine gehört zwar nicht zu den besten Alben der Band, aber dennoch ist es hörenswert. Somit vergeb ich 4 Sterne und kann es euch empfehlen.

Ob man jetzt die 1 CD oder 2 CD Variante kauft, muss man selbst entscheiden. Als Fan kam ich um die Deluxe Edition mit 2 CDs nicht herum, aber ansonsten sollte die 1 CD Version reichen.

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Ciao T_Goose

Community Bewertungen

Dieser Erfahrungsbericht wurde 1335 mal gelesen und wie folgt bewertet:
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • eixen0 veröffentlicht 22.11.2016
    BH & Wünsche Dir einen schönen Dienstag & LG SANDRA
  • KiVo veröffentlicht 19.09.2016
    Guter Bericht, ein BH von mir dafür. Gruß KiVo
  • travelgirl veröffentlicht 12.08.2013
    *Wäschenachlieferung*
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