Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
günstig |
| Kontra: |
mieser Klang, kein Antishock, kommt mit variablen Bitraten nicht zurecht |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Wir hören im Büro gerne Musik im Hintergrund. Darum legten wir uns vor einem Jahr den Denver TCM-108 zu. Ich habe ihn nicht selber gekauft, sondern er wurde von einer unserer Schreibkräfte besorgt, die auf TCM schwört. Ich glaub gar nicht, dass die weiß, dass man bei Tchibo auch Kaffee kaufen kann *dreifachgrins*
Für 35 EUR schleppte sie den Denver TCM-108 an und wir probierten ihn aus. Einer der Vorzüge ist es ja, dass man die Sachen innerhalb eines Monats umtauschen kann, ohne eine Begründung.
AuspackenIm Karton befanden sich der Denver TCM-108, ein Netzkabel und die Bedienungsanleitung. Sollte man den Player mit Batterien betreiben wollen, so waren diese nicht enthalten.
Erster EindruckVom Aussehen her machte der Denver TCM-108 einen guten Eindruck. Er sah schick aus und wirkte durch seine runden Formen auch sehr schnittig.
Es handelte sich bei diesem Gerät um eine CD/Tuner Kombination. Außerdem sollte man dort auch Mp3s abspielen können, da man dann nicht so oft die CD wechseln musste. Wir öffneten die Topladeklappe und legten eine CD ein. Diese saß Bombenfest. Wir schalteten den Player ein und hörten die Musik. Es war eine gekaufte CD von Frank Sinatra. Unser Boss mag den so sehr. Der Klang war nicht sehr gut, was nicht an "Ol' blue Eye" lag. Man merkte, dass hier nicht die besten Lautsprecher verbaut worden waren. Es klang blechern. Einige unserer Kollegen waren trotzdem begeistert davon, weil es ja Mp3s abspielen sollte.
Der erste Einsatz Wir nahmen also einen, mit Mp3s bespielten Silberling und legten ihn ein. Es tat sich nichts. Wir benutzten einen anderen, wieder nichts. Wir legten beide Scheiben in einen PC und sie funktionierten. Des Rätsels Lösung kam uns kurz danach. Die beiden CDs waren mit MP3s bespielt, die eine variable Bitrate benutzten. Normalerweise nimmt man nur 128 kb/s, weil das für den Hausgebrauch reicht. Wir schauten also, ob wir noch eine CD mit konstanten 128 kb/s hatten und tatsächlich fand sich noch eine. Diese wurde sofort angenommen und der Denver TCM-108 dudelte los. Auch hier der blecherne Klang. Es war irgendwas countrymäßiges. Na ja, nicht sooooooo mein Fall.
Das Springen zum nächsten Titel ging sehr schnell. Maximal 2 Sekunden und der nächste Song wurde gespielt. Eine CD-Text anzeige gab es nicht. Vermisste aber auch niemand.
Anfälligkeit Sowas wie Antishock kannte der Denver TCM-108 nicht. Eine Kollegin siteß während der Wiedergabe unabsichtlich an den Tisch auf dem er stand. Sofort wurde das Lied unterbrochen und setzte irgendwo wieder ein. Wir dachten schon, wir hätten uns einen Plattenspieler zugelegt. Ein weiterer absichtlicher Rempler ergab, dass auf dem Display ERROR stand und es gar nicht mehr lief. Wir mussten den Denver TCM-108sogar ausschalten, damit er wieder funktionierte.
I wui Radio hörn Das sagte unserer zugereister Kollege aus Bayern so gerne und wollte den Denver TCM-108 auch dahin gehend testen. Der Empfang war mit der Antenne ordentlich und seltsamerweise war der Klang nicht so blechern wie bei der CD. Es ließen sich einige Sender, ich glaube 20 Speicher, soviele bekamen wir gar nicht rein.
Das dicke EndeIch persönlich hätte mir den Denver TCM-108 nicht für zuhause gekauft. Der Ansicht waren auch 80% der Kollegen und so hieß es nach zwei Tagen wieder Abschied nehmen. Der blecherne Klang, keine variablen Bitraten und kein Antishock, waren einfach keine 35 EUR wert.
Unser Urteil lautet eindeutig nicht empfehlenswert.