Der 1. Mord - Roman / James Patterson

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Der 1. Mord - Roman / James Patterson

ISBN: 9783442360758 - Verlag: Blanvalet mehr

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Ein grausamer Doppelmord erschüttert San Francisco! Ein Fall für Inspector Lindsay Boxer, den einzigen weiblichen Detective bei der Mordkommission, und den »Club der...
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Mörderische Hochzeitsnacht.
Erfahrungsbericht von BulmaZ über Der 1. Mord - Roman / James Patterson
01.06.2009


Produktbewertung des Autors:   

Unterhaltungswert hoch 
Spannung ziemlich spannend 
Wie ergreifend ist die Story? berührt ein wenig 

Pro: gelungener Spannungsbogen  ~  überraschende Wendungen  ~  sympathische Figuren
Kontra: -

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Selten kommt es nur vor, dass ich Autoren, die mich einmal enttäuscht haben, eine zweite Chance gebe. Genau genommen kam es in der Vergangenheit nur zweimal vor. Einmal wurde ich gleich noch mehr enttäuscht, das andere Mal positiv überrascht. Der Empfehlung einer Freundin folgend, die einen ziemlich ähnlichen Geschmack in Sachen Büchern hat wie ich, entschied ich, ein drittes Mal eine zweite Chance zu vergeben. Diesmal handelte es sich um einen Autor, von dem ich vor Jahren einmal ein unheimlich schlechtes Buch gelesen hatte und daher beschloss, auch ihn nicht mehr anzufassen. Wenn besagte Freundin allerdings so aus dem Häuschen ist, sollte ich mir das dann doch vielleicht nicht entgehen lassen. Immerhin hat jeder Autor ja mal einen schlechten Tag, nicht wahr?

>> Der 1. Mord – James Patterson <<

Von allein hätte ich diesen Roman wohl nicht gekauft, da der Klappentext so furchtbar langweilig und standardmäßig klingt. Dennoch waren meine Erwartungen recht hoch.

… Bezugsquelle & Preis …

Gekauft habe ich die Taschenbuchausgabe des Romans bei eBay. Dort habe ich ohne Porto 1,50 € bezahlt. Neu kostet der Roman 8,95 €.

… Eckdaten …

Titel: Der 1. Mord
Originaltitel: 1st to die
Autor: James Patterson
Übersetzung: Edda Petri
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsjahr: 2004
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 350 Seiten

… Der Autor …

James Patterson (* 22. März 1947 in New York) ist ein US-amerikanischer Krimiautor.
Patterson wuchs im US-Staat New York auf und studierte Englische Literatur an der Vanderbilt University in Nashville. 1971 begann er als Werbetexter bei der internationalen Werbeagentur J. Walter Thompson und wurde innerhalb kurzer Zeit Leiter der Werbeabteilung. Von 1990 bis 1996 war er Vorsitzender des nordamerikanischen Unternehmensteils.

Nebenher begann er mit dem Schreiben von Kriminalromanen und 1976 erschien, nach anfänglichen Schwierigkeiten einen Verlag zu finden, sein erster Roman Die Toten aber wissen gar nichts. Nach mehreren Einzelromanen begann er 1992 seine Erfolgsserie um Alex Cross, den Washingtoner Polizeipsychologen. Seit 1996 widmet er sich verstärkt dem Schreiben und 2001 folgte die Serie mit Lindsay Boxer, Inspektorin in San Francisco. Seit 2006 schreibt er, basierend aus Motiven aus seinem früheren Roman Der Tag, an dem der Wind dich trägt, an der Serie „Maximum Ride“.

Quelle: www.wikipedia.de

… Der Club der Ermittlerinnen …

1. Der 1. Mord
2. Die 2. Chance
3. Der 3. Grad
4. Die 4. Frau
5. Die 5. Plage
6. Die 6. Geisel
7. Die 7 Sünden
8. 8th Confession [bisher nur auf Englisch]

… Der 1. Mord …

San Francisco wird von einem grausamen Doppelmord in Atem gehalten: In einer schicken und noblen Hotelsuite wird ein frisch getrautes Ehepaar tot aufgefunden – der Bräutigam erstochen, die Braut post mortem sexuell missbraucht. Die erfahrene Ermittlerin Lindsay Boxer ist entsetzt, obwohl sie im Verlauf ihrer Karriere schon so einiges gesehen hat. Doch sie kommt zusammen mit ihrem neuen Partner Chris Raleigh nicht zum Luft holen – denn ein zweites frisch vermähltes Paar wird tot aufgefunden, schlimmer zugerichtet als das Erste. An jedem der Mordschauplätze hat der Täter offenbar absichtlich Beweise zurückgelassen, die es von Lindsay und Chris zu verstehen gilt. Gerade, als sie glauben, sie haben eine Spur, schlägt der Killer jedoch erneut zu. Diesmal allerdings in einem anderen Bundesstaat.


Die Situation wird zunehmend ernster, da der Täter den Ermittlern stets einen Schritt voraus zu sein scheint. Lindsay Boxer gründet deshalb zusammen mit der Reporterin Cindy, der Staatsanwältin Jill und der Gerichtsmedizinerin Claire den so genannten ‚Club der Ermittlerinnen’. Ohne das ständige Reviergehabe der Männer bei Polizei und FBI wollen sie den Mörder dingfest machen…

… Eindrücke …

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, klingt der Klappentext langweilig. Langweiliger noch, als meine eigene Inhaltsangabe. Der Eindruck, dass es sich bei „Der 1. Mord“ wieder einmal nur um einen Standardthriller handelt, scheint sich auf den ersten gut 50 Seiten auch zu bestätigen. Aber spätestens ab dem zweiten Teil [der Roman gliedert sich in vier Teile] des Romans wird klar, dass James Patterson trotz aller Standards und Klischees einen sehr spannenden und mitreißenden Roman zu Wege gebracht hat, der den geneigten Genreliebhaber in seinen Bann ziehen kann.

Gerne und oft als effektvolles Stilmittel benutzt, gibt’s auch hier einen Prolog, der tragisch anmutet und jede Menge Fragen bezüglich einer der Hauptfiguren aufwirft. Direkt danach lernen wir eben jene Figur erstmal kennen und sehen uns kurz darauf auch schon mit dem ersten der drei Doppelmorde konfrontiert. Die Ermittlungsarbeit beginnt ohne große Umschweife und man ist mittendrin im Thrillergeschehen. Soweit so gut. Was die Morde an Innovation vielleicht vermissen lassen, machen sie aufgrund der Brutalität ihres Hergangs wieder wett. Patterson weidet sich zwar nicht ausschweifend an Details, verschont den Leser aber trotzdem nicht mit Andeutungen und Einzelheiten, die das Kopfkino des Lesers gehörig anheizen. Ein großer Pluspunkt, wie ich finde. Interessant ist dabei auch, dass es in den ersten 2/3 des Romans immer wieder kurze Kapitel gibt, in denen man dem Mörder über die Schulter schauen darf. Dabei stellte sich bei mir persönlich zunächst ein wenig Ernüchterung ein. Denn prinzipiell stehe ich Romanen, in denen der Mörder bekannt ist, kritisch gegenüber. Bisher haben sich Autoren, die es so gehandhabt haben [bis auf eine Ausnahme] immer selbst des Überraschungsmomentes beraubt. Dem Leser wird allerdings irgendwann klar, dass Patterson ihn in die Irre führen will – und zwar ganz gehörig. Daher ist es in „In der 1. Mord“ auch nicht negativ zu bewerten, dass der Name des Mörders genannt wird. Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass sich die Ereignisse gegen Ende überschlagen und man sich selbst als Leser gar nicht mehr entscheiden kann, was man denn nun hinsichtlich des Mörders glauben soll. Dieser Fakt erzeugt eine unglaubliche Spannung und gerade gegen Ende eine immens hohe Rasanz. Allein dieses Aspektes wegen konnte mich James Patterson wirklich sehr positiv überraschen. Soviel Spannung, ein so intelligentes Katz- und Mausspiel, das einem sogar im Epilog noch den Atem anhalten lässt, hätte ich nicht erwartet. Respekt.

Die Ermittlungsarbeit an sich ist ebenso recht spannend und unterhaltsam gestaltet. Sie ufert nicht aus und der Autor verrennt sich nicht in unnützem forensischen Geschwafel. Dennoch unterscheidet sich „Der 1. Mord“ in dieser Hinsicht wenig von anderen Serienmörder – Thrillern. Schlimm finde ich dies nicht, da Patterson es dennoch gut versteht, nicht in gängige Klischeefallen zu tappen. Wenn doch, kann man aufgrund der Spannung wohlwollend darüber hinwegsehen. So z.B. über die kleine Romanze, die sich ganz zaghaft zwischen Lindsay Boxer und Chris Raleigh entwickelt. Sie wirkt nicht plump oder gewollt, sondern läuft nur am Rande ab. Der Fokus ist nur selten auf der Liebelei zwischen den beiden und stellt die vorsichtigen Annäherungen der beiden auch nicht in den Vordergrund. Aufgrund dessen kann man selbst als Leser auch ein wenig mitfühlen, was ja im letzten Thriller, den ich gelesen hatte, ganz und gar nicht der Fall war.
Bevor ich diesen Roman angefangen hatte zu lesen, ist mir natürlich nicht entgangen, dass immer ganz groß mit dem ‚Club der Ermittlerinnen’ geworben wurde. Auf meiner Taschenbuchausgabe klebt sogar ein Sticker mit genau dieser Aufschrift. Um ehrlich zu sein, hat mich dies ein wenig abgeschreckt. Vermutlich, weil ich wohl geballten und überflüssigen Feminismus erwartet hatte – getreu dem Motto: Die unterdrückten Mädels, die eigentlich viel mehr können, als ihre Vorgesetzten, müssen sich jetzt mal so richtig durchsetzen in der Männerdomäne. Ganz so schlimm ist es hier dann freilich doch nicht. Dennoch klingt immer mal wieder etwas davon durch. Warum Patterson dies mit einbauen musste, ist mir unklar. Vielleicht hat er es für seine männliche Pflicht gehalten, oder so. Wie auch immer – man muss kein Emanzengeschwafel ertragen, es bleibt alles im erträglichen Rahmen.

Pattersons Schreibstil ist recht angenehm und schmucklos. Fast schon normal für einen solchen Thriller. Er verwendet keine sonderlich verschachtelten Sätze und hält ein gleichmäßiges Verhältnis zwischen Dialogen und Erzählung. Einzig interessant sind die verschiedenen Erzählperspektiven. Der große Hauptteil des Romans ist aus Sicht der Protagonistin Lindsay Boxer geschrieben. Dies vermittelt eine Art Nähe zwischen den Geschehnissen und dem Leser. Einige wenige andere Kapitel, die, in denen man den Mörder begleitet, sind aus auktorialer Sichtweise erzählt. Ich mag den Stilwechsel, da er zum einen klar abgrenzt und zum anderen frischen Wind in die Geschichte bringt.


Die Figuren in Pattersons Roman sind allesamt nichts Besonderes.
Dennoch unterscheiden sie sich aufgrund ihrer persönlichen Hintergründe von den gewohnten Thrillerfiguren. Lindsay Boxer zum Beispiel ist geschieden, lebt allein mit ihrer Hündin und ist eigentlich ziemlich einsam. Des Weiteren allerdings leidet sie an einer lebensbedrohlichen Anämie, die sie ihren Freundinnen und Chris zunächst lange verschweigt. Lindsay ist die typische Ermittlerin, die sich an einem Fall festbeißt und wild entschlossen ist, ihn auch zu knacken. Sie hat das für Romanfiguren typische Gerechtigkeitsbedürfnis, das hier auch ziemlich gut passt.
Genauso verhält es sich mit den anderen drei Damen. Claire, die rundliche dunkelhäutige Pathologin, ist im Gegensatz zu Lindsay glücklich verheiratet. Vom Wesen her ähnelt sie ihrer Freundin allerdings. Staatsanwältin Jill hat lernen müssen, sich von ganz unten nach oben vorzuarbeiten und dabei viel Durchsetzungsvermögen beweisen zu müssen. Passend zum Club der Ermittlerinnen also. Die Vierte und Letzte im Bunde ist die Reporterin Cindy Thomas. Auf Lindsay gestoßen ist sie eigentlich nur, weil sie sich verbotenerweise Zugang zum ersten Tatort verschafft hat. Ihre Art, die sich von der sensationsgeiler Reporter unterscheidet, war es letztlich, die Lindsay überzeugen konnte.
Genau genommen sind die vier Damen vom Ermittlerclub also ziemlich durchschnittlich und haben, wenn man es negativ ausdrücken wollen würde, wenig Substanz. Dennoch kann die Tatsache überzeugen, dass Patterson nicht der Versuchung erlegen ist, aus den Vieren verbitterte, Männer hassende Singles zu machen.

Alles in allem hat mir „Der 1. Mord“ recht gut gefallen – viel besser auf jeden Fall als ich es im Vorfeld erwartet hatte. Es handelt sich bei diesem Thriller um einen wirklich solide guten Thriller, der mit einem gelungenen Spannungsbogen, einer temporeichen Story und einem Ende voller Wendungen und Überraschungen aufwarten kann. Aus diesem Grunde werde ich mir wohl die anderen Teile dieser Reihe auch noch zulegen und Stück für Stück lesen. Offensichtlich handelt es sich bei dieser Serie doch wieder mal um einen Spannungsgaranten. Trotzdem vergebe ich nur vier gute Sterne. Dies liegt nicht daran, dass ich etwas Wesentliches an diesem Roman auszusetzen hätte, sondern einfach nur daran, dass ich für fünf Sterne schon wirklich etwas Besonderes geboten bekommen möchte. Außerdem vergleiche ich wohl bewusst oder unbewusst immer noch jeden Thriller mit denen von einem meiner Lieblingsautoren, die allesamt die volle Anzahl an Sternen bekommen haben.


   
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28.06.2004
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15.05.2007
Frauen braucht das Land!
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Pro: Spannend, eiskalt und gefühlvoll!
Kontra: Nichts!

Hallo an alle Leseratten bei Ciao und den Rest! Ich habe es doch tatsächlich geschafft, mal wieder ein Buch zu ende zu lesen. Ich weiß, kaum zu glauben, aber wahr. Nach meinem letzten Buch (Leuchtendes Land von Patricia Shaw, siehe Bericht), welches je ... Bericht lesen

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17.08.2004
~~~ Der 1. Mord ~~~
Bewertung für Der 1. Mord - Roman / James Patterson von Hope777

Pro: neue Serie voller Frauenpower
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... Buchdaten Autor: Patterson, James Titel: Der 1. Mord Originaltitel: 1st to die Verlag: Blanvalet Erschienen: Juli 2003 ISBN-10: 3442360757 ISBN-13: 978-3442360758 Seiten: 350 Einband: Taschenbuch Serie: Womens Murder Club 01 Autorenportrait ... Bericht lesen

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04.04.2010
Der Club der Ermittlerinnen
Bewertung für Der 1. Mord - Roman / James Patterson von anonym_180

Pro: Sehr spannend mit völlig unerwartetem Ausgang
Kontra: ---

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06.04.2008

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01.01.1970


Die 2. Chance - Thriller / James Patterson

Haupteigenschaften

Produktform: Einband - flexibel (Paperback)

Erscheinungsdatum: 2004

Seitenzahl / arabisch: 352

ISBN: 3442360757

EAN: 9783442360758

Titel: Der 1. Mord

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