... Der eingefleischte Bildleser wird nach diesem Bericht und Wallraffs Buch “Der Aufmacher“ seine Morgenlektüre mit anderen Augen betrachten. Warum? Dazu später.
VORGESCHICHTE
Vorweg will ich anmerken, dass ich kein Leser der BILD-Zeitung bin, da ich ihr eher kritisch gegenüber stehe. ... Bericht lesen
Taschenbuch, DeutschVor zwanzig Jahren erschien zum ersten Mal Gunter Wallraffs inzwischen legendärer Bericht aus dem Innern der \"Bild\""-Zeitung \""Der Aufmacher\"", in ...
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....der Weg, den ein Artikel der BILD-Zeitung nach Günter Wallraffs Meinung bis zur Erscheinung in Deutschlands Revolver-Blatt Nr.1 durchläuft. Der eingefleischte Bildleser wird nach diesem Bericht und Wallraffs Buch “Der Aufmacher“ seine Morgenlektüre mi ...
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Guten Tag, liebe Ciao-Gemeinde! Heute habe ich beschlossen, euch erneut auf ein großartiges literarisches Werk hinzuweisen - ein absolutes Muss für den belesenen Deutschen! Es handelt sich um Günter Wallraff's Klassiker "Der Aufmacher" - ein Buch, dass di ...
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sehr hilfreich
17.11.2000
Da sehe ich die Geschichte nicht Bewertung für Der Aufmacher - Der Mann, der bei Bild Hans Esser war / Günter Wallraffvon
choose.life
Pro: Ein packendes und erschreckendes Buch Kontra: zu kurz
So kommentierte der Leite der BildRedaktion Hannover immmer Geschichten, die nicht "bild-like" waren.
Es war im Jahre 1977, da arbeitete der "Redakteur" Hans Esser vier Monate eben bei dieser Redaktion der Bild in Hannover. Dieser Mann war kein geringer ...
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Pro: Auch dem blindesten Bildzeitungsleser geht ein Licht auf Kontra: Es gibt auch hoffnungslose Fälle
...Das Buch "Der Aufmacher" war 1977 Günter Wallraff`s erstes Buch über die Zeit in der er beim Bildverlag Hans Esser war. Er arbeitete dort einige Monate unter falschen Namen und deckte viele der Mißstände in diesem Verlag auf. 1979 kam dann der zweite Teil ...
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Pro: Super interessant was die Bild Zeitung alles treibt Kontra: nichts
Biografie des Autors:
Günter Walraff wurde am 1.Oktober 1942 in Burscheib (Köln) geboren.
Er absolvierte ein Buchhändlerlehre und übte später auch diesen Beruf aus.
In den 50er Jahren wurde er schriftstellerisch aktiv und verfasste Gedichte.
1963 wo ...
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Recherchen des bekannten Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff, der sich unter dem Namen Hans Esser 1977 für vier Monate bei Bild in Hannover einschlich. Sein Äußeres paßte er den Gepflogenheiten an: Höhensonnengebräunt, in Anzug und Krawatte, mit Siegelring und Herrenparfüm sprach "Esser" beim Redaktionsleiter Schwindmann (Name geändert) vor -- und wurde genommen. Ein ehemaliger Werbetexter, leistungsorientiert und kapitalbewußt -- daraus könnte man ein funktionierendes Gewinde machen, ein unscheinbares Schräubchen in der gigantischen Meinungsmache-Maschinerie des Axel Springer Verlags. So glaubte man zumindest. Das Prinzip der Bild-Zeitung bzw. der Boulevard-Zeitung schlechthin ist denkbar einfach und wird von Wallraff gekonnt aufgezeigt: Innerhalb einer strengen Hierarchie müssen schlecht bezahlte Redakteure vor Superlativen strotzende Geschichten abliefern, die nur dann politisch sein dürfen, wenn diejenigen, die Bild unterstützen, es wollen. Soziale Mißstände passen nicht ins Bild und werden spätestens auf dem Schreibtisch des Redaktionsleiters wegredigiert, was nicht sensationell genug ist wird verfälscht oder "aktualisiert" -- auch Sachverhalte, die sich vor Jahren ereigneten, sind in Bild immer brandaktuell. Daß bei dieser täglichen Volksverdummung, der Freakshow zum Mitnehmen, Menschen in den Tod gehetzt werden, wird bedenkenlos hingenommen. Wallraff berichtet von einem Selbstmörder, der noch nicht den Schneid für den letzten Schnitt hat. Der Redakteur versucht am Telefon, doch noch seine Geschichte zu bekommen: "Sie reden doch nur so, Sie trauen sich das ja doch nicht richtig." Ein weiterer Dialog: "Da haben sich zwei Kinder mit Kleinkalibergewehren beschossen." -- "Dufte, prima. Tot?!" -- "Nee, nur schwer verletzt." Redaktionsalltag. Wallraff erfuhr auch, wie Bild sich im Wahlkampf engagiert, verbal auf die sogenannten Linken einprügelt und den Populisten zur Macht verhilft. Da wird posiert und in Szene gesetzt, wird positive Publicity gegen ständige Verfügbarkeit und gewisse Gefälligkeiten getauscht, wird ganz nebenbei ein konservativ-reaktionäres Weltbild der arbeitenden Bevölkerung vermittelt. Ist all dies vergangen und vergessen, gibt's das nicht mehr? Schauspieler, die von Bild in den Selbstmord getrieben wurden, jugendliche Kriminelle, die wochenlang als Stereotyp für den ausländischen Straftäter hinhalten müssen, anhaltende hysterische Berichterstattung über Kindesmißbrauch, religiöse "Wertevermittlung" im aufklärerischen Gewand -- angesichts dieser heutigen Realität von Bild und der weitestgehend gleich funktionierenden Konkurrenz möchte man es bezweifeln. Doch Wallraffs Buch, dem weitere nicht minder lesenswerte folgten, hat sicher zur Verbesserung der Zustände beigetragen und gehört auch heute noch zur politischen Pflichtlektüre für jedermann. --Erik Möller