Erfahrungsbericht über

Der Augensammler - Psychothriller / Sebastian Fitzek

Gesamtbewertung (15): Gesamtbewertung Der Augensammler - Psychothriller / Sebastian Fitzek

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Der Augensammler

4  10.04.2012

Pro:
Story, Charakter, Aufbau, Schreibstil größtenteils

Kontra:
Schreibstil zum Schluss

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Unterhaltungswert

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

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sweety179

Über sich: Juni -> Umzugsstress

Mitglied seit:21.01.2004

Erfahrungsberichte:948

Vertrauende:587

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 158 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo ihr Lieben!
Heute will ich euch mal wieder von einem Buch berichten. Es soll heute um das Buch „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek gehen. Wie immer wünsche ich euch viel Spaß bei meinem Bericht und bedanke mich für alle Lesungen, Bewertungen und Kommentare.

****************
-=[Fakten]=-
****************

Autor: Sebastian Fitzek
Titel: Der Augensammler
Art: Psychothriller
Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 439
Kapitel: 83
Preis: 9,99 €
Bezugsort: www.buecher.de
ISBN: 978 – 3 – 426 – 50375 – 1
Kontakt: www.knaur.de

********************
-=[Der Autor]=-
********************

Da ich schon mal einen Bericht über ein Buch des Autors geschrieben habe, werde ich den Part über den Autor kopieren:

„Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Gleich sein erster Psychothriller „Die Therapie“ eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste, wurde als bestes Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert und begeisterte Kritiker wie Leser gleichermaßen. Mit den darauf folgenden Bestsellern „Amokspiel“ und „Das Kind“ festigte er seinen Ruf als neuer deutscher Star des Psychothrillers. Seine Bücher werden in über zwanzig Sprachen übersetzt. Als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erschein Sebastian Fizek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans.“

********************
-=[Klappentext]=-
********************

"Er spielt das älteste Spiel der Welt:
Verstecken.
Er spielt es mit deinen Kindern.
Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden.
Doch deine Suche wird ewig dauern."

*************************
-=[Meine Meinung]=-
*************************

Der Aufbau dieses Buches gefällt mir ehrlich gesagt richtig gut. Ich brauche ja immer Kapitel oder Abschnitte, bei denen ich das Buch auch mal zur Seite legen kann, weil ich nicht immer viel Zeit zum Lesen habe. Bei diesem Buch fand ich den Aufbau von Anfang an toll. Es sind 83 Kapitel, die wirklich immer sehr wenige Seiten haben und immer auf einer neuen Seite beginnen. Einzelne Abschnitte kann man bei den Kapiteln nicht mehr finden, aber bei der Kapitellänge ist das wirklich okay. Die Kapitel sind durchnummeriert und von Prolog und Epilog umfasst.

Wie ihr ja wissen solltet, lasse ich mich

Bilder
Der Augensammler - Psychothriller / Sebastian Fitzek Der Augensammler - Psychothrill
Der Augensammler - Psychothriller / Sebastian Fitzek
schon eine Weile nicht mehr so sehr vom Cover lenken. Ich finde aber, dass es schon aussagekräftig sein sollte, da es mich dann dazu bringt, einen Klappentext zu lesen, der bringt mich wiederum dazu, ein Buch vielleicht zu kaufen. Bei diesem Buch musste mich das Cover aber gar nicht dazu bringen, denn ich hätte es eh gelesen. Das liegt daran, dass ich schon einige Bücher von Fitzek gelesen habe und sie gar nicht mal so schlecht fand. Da konnte ich ja nicht einfach aufhören und dieses Buch nicht mehr lesen. Man sieht auf dem Cover eigentlich nur einen gelben Streifen auf einem dunklen Hintergrund. Nach dem <lesen muss ich sagen, dass ich nicht unbedingt meine, dass es was mit dem Buch zu tun hat. Eigentlich gar nichts. Aber ich bin ja ein Fan von minimalistischen Covers, weil man einfach mehr Wert auf die Story an sich legt.

Und da wären wir auch schon bei der Story. Hier muss ich aufpassen, dass ich nicht zu viel verrate, denn ich will euch ja nicht die Spannung nehmen, wenn ihr das Buch noch lesen wollt. Okay, es geht – wie der Name schon sagt – um den Augensammler. Er wurde von der Presse so genannt, da er sich von seinem Opfer immer das linke Auge mitnimmt. Obwohl man gar nicht genau weiß ob er es mitnimmt – es ist einfach weg. Bei den Opfern handelt es sich immer um Kinder. Dessen Mütter wurden schon getötet und in den Händen dieser Mütter fand man eine Stoppuhr, welche die Zeit anzeigt die man noch hat, um das Kind zu finden, bevor es auch noch umgebracht wird. Den Vater des Kindes hat keiner angerührt. Man hat also eine bestimmte Zeit in der man das Kind noch retten kann und natürlich versucht die Polizei das. Auch Alex Zorbach will den Augensammler finden.
Ich muss ja sagen, dass ich ein Fan von realistisch aufgebauten Stories bin, weil ich sie einfach spannender finde wenn ich mir vorstelle, dass sie auch im echten Leben passieren könnten. Ich will ehrlich sein: ich würde gar nicht wollen dass so etwas wirklich real wird, was in diesem Buch geschieht, aber ich will wenigstens die Vorstellung haben, dass es sein KÖNNTE, denn dann lese ich viel lieber. Denn wenn ich eine Story lesen will, die nicht realistisch ist, dann kaufe ich mir ein Fantasybuch und keinen Thriller. Ich muss also zusammenfassend sagen, dass ich mir bei diesem Buch die meiste Zeit schon vorstellen konnte, dass die Story Wirklichkeit ist. Nur der Schluss bringt mich dazu, am Ende doch ein wenig daran zu zweifeln.

Alex Zorbach ist in diesem Buch einer der wichtigsten Charaktere, eigentlich der Hauptcharakter. Man fängt in dem Buch bei ihm an, man wechselt auch immer wieder zu ihm und begleitet ihn bei der Geschichte. Man wechselt auch mal die Betrachtungsweise, doch Alex wird bei der Suche nach dem Augensammler extrem eingebunden und man kann ihn schon als Hauptcharakter bezeichnen. Er ist ein ehemaliger Polizist, der nun Journalist ist. Er musste im Dienst eine kranke Frau erschießen, weil sie die Absicht hatte ein Baby zu töten. Eigentlich hat er alles richtig gemacht, er kann mit seiner Schuld aber nicht leben und kann somit den Beruf des Polizisten nicht weiter ausüben. Er will aber ein wenig in seinem Genre bleiben und schreibt bei seiner Zeitung meist über Verbrechen. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass er sich mit dem Augensammler auseinander setzt. Alex ist im mittleren Alter, hat einen zehnjährigen Sohn namens Julian und eine bald Ex-Frau, die ein wenig übergeschnappt ist – so empfinde ich es. Auf jeden Fall liebt er seinen Sohn abgöttisch und irgendwie weiß man nicht so recht, wieso Nicci und er nicht mehr zusammen sind. Er ist Polizist gewesen und sie glaubt irgendwie an übersinnliche Mächte und Kräfte – da frage ich mich, wie das eh mal zusammen passte. Aber gut, soll keine Frage sein mit der ich mich beschäftige. Auf jeden Fall ist Alex mir sympathisch und ich mag ihn gern begleiten. Mag auch daran liegen, dass man ihn nicht immer begleitet und auch mal in die Perspektive von anderen rutscht, aber mich nervt er nicht und das finde ich schon mal gut.

Nun kommen wir aber wieder zum wichtigsten Punkt bei einem Buch für mich – dem Schreibstil. Ich bin ja der Meinung, dass des nicht DEN richtigen oder DEN falschen Schreibstil gibt, es kommt eben immer darauf an, was für ein Buch man gerade liest. Bei einem Thriller wie diesem brauche ich zum Beispiel keine langen Beschreibungen der Landschaft oder der Begebenheiten, wie ich es bei einem Frauenroman erwarten würde. Ich brauche hier Spannung, der Stil soll mich dazu bringen, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Dafür muss entweder die Story sehr spannend sein mit einem mittelmäßigen Schreibstil mindestens, oder der Schreibstil muss mich fesseln. Vielleicht könnt ihr daraus schon lesen, dass ich der Meinung bin, ein guter Schreibstil kann eine Story aufwerten, ein schlechter Stil kann eine gute Story aber genauso gut zerstören. Bei diesem Buch hatte ich ehrlich gesagt hohe Erwartungen an den Schreibstil und auch an die Story, weil ich schon eine Weile nur noch Bücher von Fitzek gelesen habe, die mir nicht so gut gefallen haben. Außerdem meinte meine Mutter, dieses Buch wäre wirklich gut. Zur Story habe ich ja schon einiges gesagt, nun kommt der Schreibstil. Ich finde ihn persönlich gut gewählt, ich habe nicht mal ein wenig daran zu meckern. Ich finde das Buch an sich sehr einfach geschrieben, es gibt keine Dinge, die man erst nachschlagen müsste um sie zu verstehen. Es gibt keine Fremdworte, keine Fachausdrücke, die man sich selbst erarbeiten muss. Das Buch ist somit leicht zu lesen und wirklich verständlich geschrieben. Auch die viele wörtliche Rede erleichtert meiner Meinung nach das Lesen, weil man sich dann besser in die Story einfinden kann – das ist bei mir wenigstens so. Weiterhin ist mir aufgefallen, dass Fitzek genau weiß, wann er wie viel verraten kann ohne den Leser die Spannung zu nehmen, aber auch ohne ihn zu sehr im Dunkeln tappen zu lassen. Das ist mal wieder eine gute Mischung gewesen. Er wandert hier aber nicht so zwischen verschiedenen Schreibstilen wie es schon bei anderen der Fall war. Ich finde es natürlich wieder klasse, dass man mal aus der Sicht des Augensammlers die Story erzählt bekommt, mal aus der Sicht von Alex. Was ich nicht so gut finde, was mir aber schon ein paar Mal aufgefallen ist bei Fitzek, ist die Art, wie er das Buch enden lässt. Ich meine damit nicht unbedingt das offene Ende, was hier nur halb offen gelassen wird, sondern dass er das Ende so schnell kommen lässt und das Buch damit wieder ein wenig unrealistisch wirkt. Das ganze Buch über habe ich gedacht, dass die Story auch im echten Leben hätte passieren können, auch wenn es schwer zu glauben gewesen wäre. Aber zum Schluss liest es sich so, als würde er ein schnelles Ende erzwingen wollen und das nimmt mir irgendwie den Spaß am Lesen und auch den Realismus. Vielleicht ist das von mir auch zu viel verlangt, weil ich dann bestimmt behaupten würde, das mir das Buch zu langweilig ist, aber bei diesem Buch kommt es mir einfach so vor.

*******************
-=[Mein Fazit]=-
*******************

Und da sind wir schon wieder bei meinem Fazit. Ich muss schon sagen, dass ich die Story aus dem Buch wirklich gut finde, der Charakter gut ist und der Aufbau mir gefällt. Auch der Schreibstil ist gut gewählt, bis auf den Schluss, der wirklich abgehackt rüber kommt. Da ich von dem Buch nicht unbedingt schwärmen kann, es aber wohl empfehlen würde, ziehe ich nur einen Punkt ab.

Von mir gibt es also vier von fünf Punkten und eine Empfehlung.

Yourz,
Sweety179


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
pyragoon

pyragoon

04.12.2012 07:55

nachlieferung :-)))

pyragoon

pyragoon

15.11.2012 07:52

bh stau. komme wieder!!!

t.schlumpf

t.schlumpf

22.07.2012 09:35

Mit frisch gewaschenem Dessous zurück ;o)

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