Der DDR-Fragebogen

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Der DDR-Fragebogen

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... Der Lehrplan sah vor, dass in einem bestimmten Zeitraum Bücher gelesen werden, um diese dann im Unterricht zu rezensieren. Wer keine Lust hatte, ein Buch zu lesen, sah sich im Nachmittagsprogramm den Film zum Buch an und war somit auf dem Laufenden. Die Programmgestalter wussten ganz genau, ... Bericht lesen





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In den Köpfen vorhanden, von der Bildfläche verschwunden
Erfahrungsbericht von Turbinefan über Der DDR-Fragebogen
28.09.2010


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Gute Fragen
Kontra: Hätten mehr Fragen sein können

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo zusammen,

vor etwa 4 Monaten habe ich euch Fragen beantwortet, die den Tod betreffen. In meinen damaligen Ausführungen erwähnte ich, dass Fragebögen nicht mein Ding sind, aber es zwei Bögen gibt, die mein Interesse geweckt haben. Die Fragen und Antworten zum Tod kennt ihr bereits. Nun möchte ich euch Antworten auf den DDR-Fragebogen geben, denn ich bin in der DDR geboren, habe dort 30 Jahre gelebt, habe dort geheiratet, unsere Kinder wurden in der DDR geboren, ich bin dort zur Schule gegangen, habe eine Lehre erfolgreich absolviert, hatte einen sicheren Arbeitsplatz, habe über jeden Mist gemeckert, wollte weg und war doch glücklich.

1. KOMMST DU AUS DEN NEUEN BUNDESLÄNDERN, WENN JA, WOHER?

Ja, ich bin in den neuen Bundesländern geboren. Lebe seit meiner Geburt im heutigen Land Brandenburg, dem vielleicht schönsten Bundesland in Deutschland. Bayern einmal ausgenommen, denn dieses Völkchen und die atemberaubenden Landschaften sind einzigartig. (Hier gibt es bestimmt widersprüchliche Meinungen)

2. WIE ALT WARST DU ALS DIE WENDE KAM UND WIE HAST DU SIE ERLEBT?

Was verstehst Du unter Wende? Den 9. November 1989, dem Tag als die Mauer fiel oder den 3. Oktober 1990 als die DDR ersteigert wurde?
Die Wende ist für mich nicht nur ein Tag, sondern ein ganzer Prozess gewesen, der viele Monate, ich möchte sagen, sogar Jahre andauerte.
Als die Mauer fiel war ich 30 Jahre jung und hatte eine Armeezeit hinter mir, die ich gehasst habe, die mich aber irgendwie weiter gebracht hat. Die Maueröffnung erlebte ich auf meiner Arbeitsstelle. Ein Kollege rief durch die Werkhalle „ Wir sind endlich frei“. Durch die tägliche Berichterstattung aus Rundfunk und Fernseh, kam diese Nachricht für mich nicht überraschend. Ich nahm das Ganze mit gemischten Gefühlen auf, denn ich konnte mir vorstellen, was jetzt passiert. Ich muss dazu sagen, dass ich schon zu DDR-Zeiten, es war 1987, einmal in „Westdeutschland / Westberlin“ sein durfte. Eine Tante meiner Frau hatte ihren runden Geburtstag und unserem Besuchsantrag wurde stattgegeben. Natürlich gab es schon zwei Jahre vor der Maueröffnung das Thema Flucht. Egal wie und was wir damals diskutiert, geplant und wieder verworfen haben, ich werde nie die Worte der Tante vergessen, die sie damals zu uns sagte.
„Ein vereintes Deutschland wäre verdammt schön, aber ihr aus dem Osten werdet lernen müssen mit Drogen, Gewalt, Arbeitslosigkeit und politischer Korruption umzugehen. Hier im Kapitalismus wird ebenso schön geredet wie im Sozialismus und es wird ein sehr langer und harter Weg werden“. Wie recht hatte diese Frau.
Tja, und dann ging alles ganz schnell und die Mauer war offen.
Übrigens durften unsere Kinder nicht mit nach Westberlin reisen, denn die „Oberen“ wollten schließlich sicher gehen, dass meine Frau und ich auch wieder zurück kommen.

3. WAS WAR DEINER MEINUNG NACH GUT IN DER DDR?

In erster Linie das soziale System. Krippen- und Kindergartenplätze waren in ausreichender Menge vorhanden. Selbst Schichtarbeit der Elternpaare war kein Problem. Das Schulsystem war sogar Vorbild für einige skandinavische Länder. Nach Abschluss der Schule stand für jeden eine Lehrstelle zur Verfügung, auch wenn es nicht immer in seinem Wunschberuf war.
Ich z.B. wollte damals Koch werden, aber es wurden in dem Jahr nur weibliche Bewerber angenommen. Für mich brach eine Welt zusammen! Ohne Mühe fand ich aber trotzdem eine Ausbildungsstelle als Werkzeugmacher.
Das Gesundheitssystem war sehr gut ausgebaut. In den Städten gab es Polikliniken, in denen viele Fachärzte ihre Praxis hatten. Ein Labor, eine Röntgenabteilung und diverse Behandlungszimmer waren ebenfalls dort eingerichtet. Da alles in einem Haus zu finden war, entfielen weite Wege, falls der Patient an einen Facharzt überwiesen wurde.

4. WAS HAT DIR NICHT GEFALLEN?

Auf jeden Fall die großen Lücken in der Versorgung und die damit verbundenen Zuteilungen bzw. Maximalabgaben bei besonders seltenen Artikeln. So kam es eben vor, dass es pro Person nur ein Kilo Bananen gab. Wohl dem, der eine große Familie hatte und mehrere Personen zum Einkaufen mitnahm.
Wenn sich irgendwo im Geschäft eine Menschenschlange bildete, hieß es sofort anstellen und dann erst fragen was es gibt!
Kurz vor Weihnachten bin ich immer nach Berlin gefahren, um vernünftige Orangen zu kaufen. Da Berlin Hauptstadt der DDR und damit Regierungssitz der DDR war, wurde die Stadt stets bevorzugt beliefert. In der Provinz gab es nur „Fidels Rache“ zu kaufen. So nannten wir die grasgrünen, sehr sauren und extrem kernhaltigen Orangen aus Kuba.
Bei uns hieß es immer: „Es gibt alles, nur nicht immer, nicht überall und schon gar nicht, wenn es gerade gebraucht wird“.

Ein Problem war es an einen Studienplatz zu gelangen. Ohne den Beitritt zur sozialistischen Einheitspartei ging so gut wie nichts in diesem Bereich.

5. WIE HAT DIR DAS SCHULSYSTHEM DER DDR GEFALLEN?

Das Schulsystem war völlig ok. Nicht umsonst haben andere Länder dieses System übernommen. Auch wenn es mancher nicht glaubt, aber auch wir im Osten lernten Lesen, Schreiben und Rechnen. Bei den Fremdsprachen war Russisch Pflichtfach, Englisch dagegen freiwillig. Die damalige Sowjetunion war eben unser großer Bruder.
Staatsbürgerkunde habe ich gehasst, denn was da gelehrt wurde, habe ich nie richtig verstanden. Dementsprechend sahen auch meine Noten in diesem Fach aus.
Viel Wert wurde auf den Sportunterricht gelegt. Schulsport gab es mehrmals pro Woche und wurde auch außerhalb des Unterrichts gefördert. Schade, dass es heute nicht mehr so ist.

6. FÜR FRIEDEN UND SOZIALISMUS SEID BEREIT....!(BEGRÜßUNGSSATZ DER LEHRER UND SCHÜLER)

Immer bereit! *grins*
Ich hatte damit keine Probleme und habe mich auch nie gefragt, warum es diesen Spruch gab und welche Bedeutung er hat.
Als wir FDJ-ler wurden, war es damit ja auch vorbei. Mich hat es auch nicht gestört Pionierkleidung zu tragen. Ich glaube, Pionierhemd und Halstuch wurden nur zu besonderen Anlässen angezogen, z.B. Zeugnisausgabe, 1. Mai, Republikgeburtstag. Störend waren die ständigen Fahnenappelle. Oftmals mussten wir uns auf dem Schulhof versammeln, dann wurde die Pionierfahne gehisst (die DDR-Flagge hing immer am Mast) und es wurden irgendwelche Reden von Funktionären und Lehrern geschwungen, die uns Schüler absolut nicht interessierten.


WAS HÄLST DU DAVON?

Es gehörte einfach zum Schulalltag. Es tat nicht weh und es hat niemanden geschadet, also warum darüber Nachdenken.
Ein freundliches „Guten Morgen“ gab es trotzdem von Seiten der Lehrer und Schüler, auch wenn es erst nach dem „immer bereit“ geschah.

7. WER WAREN DEINE LIEBLINGSSÄNGER-GRUPPEN DER DDR?

Da gibt es einige. An erster Stelle kommt die Gruppe City, dann die Gruppen Silly und Electra. Silly gehört auch heute noch zu meinen absoluten Favoriten. Es ist toll, wie sich die Band nach dem Tod der einzigartigen Frontfrau Tamara Danz erholt hat und zusammen mit Anna Loos weiterhin tolle Musik abliefert.
„Die Sixtinische Madonna“ von Electra höre ich heute noch sehr oft, denn dieses Stück ist einfach grandios und der Sänger Manuel von Senden hat eine göttliche Stimme.
Die Puhdys, eigentlich prima Musiker, waren so etwas wie der Inbegriff der „sozialistischen Mucke“ für mich. Sie waren für mich etwas zu präsent, halt eine Vorzeigegruppe des Sozialismus, die Devisen ins Land brachten. Allerdings finde ich einen Song megageil, „Das Buch“, müsst ihr euch mal anhören (z.B. auf YouTube). Ein super Text, der heute noch genauso aktuell ist, wie vor 25 Jahren!
Im Bereich des Schlagers standen bzw. stehen bei mir Ute Freudenberg, Kerstin Rodger und Gaby Rückert ganz hoch im Kurs.
Die DDR hatte auch tolle Liedermacher, die Besten waren wohl Reinhard Lakomy und Kurt Demmler.

8. UND WELCHE SCHAUSPIELER?

Die besten Schauspieler waren für mich Erwin Geschonneck und Armin Müller-Stahl.
Agnes Kraus habe ich auch sehr gern gesehen, sie war in meinen Augen eine Art Volksschauspielerin. Dann war da noch der Oberindianer Gojko Mitic, der in unzähligen DEFA-Indianerfilmen durch die Prärie ritt.
Otto Mellies, Günter Simon, Erik S. Klein, Jenny Gröllmann, Eva Maria Hagen und Angelika Domröse gehörten ebenfalls zu den Besten.
Unvergessen ist auch Klaus-Peter Thiele, der vor allem durch den Film „Die Abenteuer des Werner Holt“ bekannt wurde.
Im Bereich Humor standen Rolf Herricht und Hans-Joachim Preil ganz oben. Ich lache mich heute noch schlapp, wenn ich Sketche dieser beiden sehe.

9. WIE HAT DIR DAS DDR-FERNSEHPROGRAMM GEFALLEN?

Es gab zwar nur zwei Fernsehprogramme in der DDR, aber die waren ausreichend, denn es wurde dem Zuschauer ein abwechslungsreiches Programm geboten. Fernsehserien, Komödien, sehr viele Kindersendungen, Unterhaltungssendungen und sogar Angebote, die den Unterrichtsstoff ergänzten, gab es täglich. Sehr schön waren „Filme für die Schule“, die immer am Montagnachmittag ausgestrahlt wurden. Der Lehrplan sah vor, dass in einem bestimmten Zeitraum Bücher gelesen werden, um diese dann im Unterricht zu rezensieren. Wer keine Lust hatte, ein Buch zu lesen, sah sich im Nachmittagsprogramm den Film zum Buch an und war somit auf dem Laufenden. Die Programmgestalter wussten ganz genau, wann welches Buch republikweit durchgenommen wurde.
Wenn nichts kam, konnte man ja umschalten und ARD oder ZDF schauen, zumindest war bei uns der Empfang dieser Sender möglich.

10. ZU DDR-ZEITEN, GAB ES NUR BEGRENZTE REISELÄNDER:WIE WAR DAS FÜR DICH?

Ich sah es nicht als ein Problem an. Wer genug Geld hatte, konnte Reisen ins benachbarte sozialistische Ausland unternehmen. Bulgarien, Polen, CSSR und Sowjetunion waren begehrte Reiseziele. Natürlich wollte ein jeder einmal in die BRD, um mal richtig einzukaufen.
Urlaub im Ausland kam für mich nie in Frage. Meine Familie und ich nutzten die vielen Angebote, ob nun Campingplatz, FDGB-Ferienheim oder Bungalow am See, es gab genug Möglichkeiten einen erholsamen Urlaub zu verleben. Jedenfalls fühlte ich mich nicht eingesperrt, so wie es heute viele ehemalige DDR-Bürger behaupten.

1. WAS HÄLST DU VON DER STAATSICHERHEIT?

Fakt ist, dass es sie gab. Wie weit die Bespitzelung wirklich ging, weiß ich nicht, da mir nur die Fakten bekannt sind, die jeder aus Pressemitteilungen oder Fernsehsendungen kennt. Ich bin fest davon überzeugt, dass jedes Land eine „Stasi“ hat, die nur unter einem anderen Namen ihr Unwesen treibt.
Ob es dafür eine Daseinsberechtigung gibt, mag ich nicht zu sagen.

2. WER ABHAUN WILL, WIRD ERSCHOSSEN ODER GEHT IN DEN BAU, DEINE MEINUNG DAZU!

Jeder kannte die Gesetze in der DDR. Wer sich daran hielt und sie akzeptierte, brauchte sich keine Gedanken über eine Flucht und den eventuellen Folgen machen. Wer fliehen wollte, wusste ganz genau, was ihn an der Grenze erwartet und begab sich bewusst in Gefahr. Natürlich waren die Grenzsicherungsanlagen menschenverachtend und überaus brutal. Eine Grenze kann man auch anders sichern, ohne dass Menschen zu Tode kommen.
Der Interessenskonflikt zwischen zwei verfeindeten Staaten war aber zu groß und die „Ost-Bonzen“ hatten Angst, die Menschen würden zu tausenden abhauen, wenn es z.B. eine grüne Grenze geben würde. Es ist schlimm, dass es so viele „Mauertote“ geben musste, bevor sich die Menschen wehrten. In den Monaten der Wendezeit hatte ich echt Angst, es könnte ein Gemetzel geben. Ich bin sehr froh, dass alles friedlich abgelaufen ist.

13. KENNST DU DEN JUGENDWERKHOF?

Nein, ich war nie in einem Jugendwerkhof und habe auch keines von außen gesehen. Ich weiß nur, dass dort Jugendliche untergebracht wurden, die als schwer erziehbar galten oder sich angeblich nicht an die gesellschaftlichen Regeln hielten. Sie wurden umerzogen und nach diesem Prozess als gesellschaftstauglich entlassen.
Ich möchte nicht wissen, wie mit diesen Jugendlichen umgegangen wurde.

14.WAS HÄLST DU DAVON?

Absolut nichts. Nur weil junge Menschen eine andere Meinung oder keine Lust auf FDJ-Veranstaltungen hatten, wurden sie weggesperrt und als schwer erziehbar betitelt. Allein dieser Punkt ist schon menschenverachtend. Bei Gewaltbereiten und Kriminellen hätte ich ja noch Verständnis.

15. FINDEST DU ES GUT;DAS WIR WIEDER EIN DEUTSCHLAND SIND?

Ja, schon aus dem Grund, dass viele Familien wieder zusammen sind. Leider ist die Mauer noch vielen Köpfen vorhanden. Dies mag auch daran liegen, dass alles was die DDR betrifft in Frage gestellt wurde. Den Menschen aus dem Osten blieb keine Zeit sich neu zu orientieren, es war ein Sprung ins kalte Wasser. Vieles wurde einfach platt gemacht ohne auch nur einmal an die Menschen zu denken.
Viele wurden sofort nach der Widervereinigung arbeitslos und brauchten zu lange, um mit dieser Situation fertig zu werden. Aus dem Westteil wurden viel zu viele Beamte geholt, die den Leuten im Osten erklären wollten, wie sie jetzt zu leben hätten. Die meisten der „Westbeamten“ waren ausrangierte Mitarbeiter verschiedener Unternehmen der alten Bundesländer und wollten nur noch mal ne schnelle Mark verdienen.
In der DDR lief alles ziemlich reibungslos ab, der Arbeitsplatz war sicher und Eigeninitiative war nur gefragt, wenn man bestimmte Lebensmittel oder Baumaterialien benötigte.
Im vereinten Deutschland funktioniert, ohne sich zu bewegen, gar nichts. Hier wird einem kein Weg abgenommen.

16. WENN DU KÖNNTEST, WÜRDEST DU DIE MAUER WIEDER HOCHZIEHEN?

Nein, das würde ich nicht, wäre auch zu einfach. Ich wünsche mir aber, dass die Mauer aus den Köpfen der Menschen verschwindet. Vor allem sollten unsere Politiker endlich anfangen, Ost und West gleich zustellen. Nach zwanzig Jahren gibt es immer noch unterschiedliche Tarife trotz gleichem Berufsfeld. Die CDU sollte ihr „Christlich“ und die SPD ihr „Sozial“ aus dem Parteinamen streichen lassen. Beide sind extrem weit von dem entfernt, wofür sie eigentlich stehen sollten. In meinen Augen sind sie wertlose Betrüger, die ihre Brieftaschen füllen, in dem sie ihr eigenes Süppchen kochen (SED lässt grüßen).


17. ABSCHLIEßEND NOCH EIN PAAR WORTE VON DIR!

Eigentlich steht alles in den Antworten.
Viele Ostdeutsche hatten einfach zu viele Rosinen im Kopf, glaubten den Versprechen der Politiker und verloren dadurch den Blick für die Realität.
Es wäre schön, wenn die Politik endlich anfangen würde, die versprochene Einheit zu vollziehen Manchmal habe ich das Gefühl, die Politiker bremsen die Menschen, bei ihrem Streben nach Einheit, einfach aus. Bildungs- und Gesundheitswesen bleiben vollkommen auf der Strecke, obwohl man hier etwas von dem System in der DDR hätte übernehmen können. Utopisch viele Krankenkassen sind der totale Blödsinn. (ist nur ein Beispiel)
Gerade in der Bildung muss etwas geschehen. Es kann nicht sein, dass Fachkräfte von irgendwo her geholt werden und der „eigene Nachwuchs“ auf der Strecke bleibt. Möchten unsere Politiker keine qualifizierten Fachkräfte aus dem eigenen Land? Warum erhalten die jungen Hochschulabsolventen kaum Möglichkeiten sich zu entwickeln und zu beweisen? Vielleicht ist ja was dran an dem Spruch „ Es ist leichter 1000 dumme zu regieren, als 10 schlaue“.
Ich war ja nun schon mehrere Male in den alten Bundesländern unterwegs und ich habe nirgendwo erlebt, dass ich als „Ossi“ dumm angemacht oder gar beleidigt wurde. Im Gegenteil, überall kam man mir offen und ohne Vorurteile entgegen, egal ob in Hamburg, Hannover, Osnabrück, Wolfsburg, München oder Füssen.
Viele sind eher neugierig und stellen Fragen zum Leben in der DDR.

Übrigens wurde ich mal bestraft, weil ich die „Aktuelle Kamera“ verschlafen habe. Die „Aktuelle Kamera“ war die tägliche, von der SED gesteuerte, Abend-Nachrichtensendung des DDR-Fernsehens und während meiner Armeezeit bestand Anschauungspflicht. Ich erhielt zweimal Ausgangssperre und musste 2 mal 4 Stunden Kohlen schippen. *grins*

Meine 30 Jahre in der DDR waren ein besonderer Lebensabschnitt, den ich durchaus in guter Erinnerung behalten werde, aber nicht noch einmal erleben möchte.

   

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08.03.2010
TEUFELCHENS HEIMAT
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01.01.1970
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...Durch Zufall bin ich auf diesen, schon recht alten Fragebogen gestoßen. Normalerweise bin ich nicht so der Typ Mensch der gerne Fragebögen ausfüllt, doch dieser hier ist irgendwie doch was für mich. Drauf gestoßen bin ich, als ich den Suchbegriff Jugendwerkhof in der Suche eingab. Nun und wo ich ihn dann gesehen habe, den Fragebogen, da dachte ich bei mir "He Traumelfenkindchen, das ist ein Fragebogen, den du ruhig auch mal mitmachen kannst, hast ja schliesslich auch Deine Erfahrungen gemacht :-)". Naja und aus diesem Grunde hole ich ihn nun mal aus der Versenkung, den Fragebogen zum Thema DDR. 1. KOMMST DU AUS DEN NEUEN BUNDESLÄNDERN ,WENN JA,WOHER? Geboren bin ich in Stassfurt, aufgewachsen die ersten 15 Jahre meines Lebens in einem Dorf im Kreis Stassfurt, welches zwischen Magdeburg und Halberstadt liegt, also in Sachsen Anhalt... Bericht lesen

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01.01.1970
Der DDR-Fragebogen!
Bewertung für Alles mit D... von  Nici17

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...Hallochen alle zusammen! Hab mir gedacht,ich erstell doch auch mal einen Fragebogen ! Hier gibt es ja schon so viele und da ist es gar nicht so einfach,sich was neues auszudenken! Nun bin ich ja ein Mensch,der ganz gern mal in die Vergangenheit reist und was liegt da näher,als ein paar Fragen über die DDR zu stellen?!Aber keine Bange,es wird nicht Politisch!Denn bis auf ein paar Kleinigkeiten,habe ich davon nicht unbedingt viel mitbekommen! 1. KOMMST DU AUS DEN NEUEN BUNDESLÄNDERN ,WENN JA,WOHER? Ja,ich komme ursprünglich aus Wolfen,lebe aber seit 1976 in Cottbus.Das liegt ca.100km von Berlin entfernt. Man nennt uns auch die "Randpolen" weil wir an der polnischen Grenze leben. 2. WIE ALT WARST DU ALS DIE WENDE KAM UND WIE HAST DU SIE ERLEBT? Ich war damals 15.Es war Wochenende,und ich habe bei einer Freundin... Bericht lesen

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